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Hilfetools für Exchange Server 2003

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2008-09-22

Bei Hilfetools handelt es sich um Tools, für die Folgendes gilt: Wenn Sie eines dieser Tools verwenden, führen Sie wahrscheinlich eine Aufgabe aus, bei der ein anderes Tool ebenfalls nützlich sein könnte. Im Thema dieses Monats möchte ich Ihnen einige (mehr oder weniger offensichtliche) Beispiele aufführen und außerdem darauf hinweisen, dass das Microsoft Exchange TechCenter einige dieser Arbeiten automatisch erledigt.

Während des Entwicklungszyklus für Microsoft® Exchange Server stellt sich das Produktteam verschiedene Fragen zu Tools, darunter die folgenden:

  • Welche Tools sind erforderlich, um Benutzern bei der Verwaltung von und Problembehandlung in Exchange zu helfen?
  • Welche Tools verwendet der Microsoft Software Service, und können diese Tools für Kunden veröffentlicht werden?
  • Welche Änderungen können wir an Exchange Server vornehmen, damit die Benutzer weniger Tools benötigen?

Dies sind nur einige der Fragen, die wir uns und unseren Kunden ständig stellen.

Im Rahmen dieser Diskussion überprüfen wir unsere Tools häufig, um zu sehen, welche konsolidiert oder entfernt werden können. Dabei treffen wir unweigerlich auf verschiedene Tools, die praktisch sehr ähnliche Aufgaben erledigen, sich aber im Verwendungszweck oder im Ziel ihrer Suchen geringfügig voneinander unterscheiden. Dies ist das Konzept von Hilfetools.

Sie können die Tools auf der Website Tools for Exchange Server 2003 (Seite in englischer Sprache) herunterladen. Die Tools werden nach einem monatlichen Zeitplan aktualisiert. Änderungen an dieser Seite können in den folgenden Fällen erforderlich werden:

  • Hinzufügen neuer Tools
  • Entfernen veralteter Tools (sehr selten)
  • Aktualisieren vorhandener Tools
  • Aktualisieren der vorhandenen Dokumentation

In den folgenden Abschnitten werden einige Beispiele für Hilfetools behandelt.

Mein Lieblingsbeispiel für Migrationstools ist die Beziehung zwischen dem Microsoft Exchange Server-Tool zur Korrektur nach Domänenumbenennungen (XDR-Fixup) und dem Exchange Server MSSearch-Verwaltungstool.

In der Begleitdokumentation zu XDR-Fixup können Sie (in etwa) Folgendes erfahren:

"Mit dem Microsoft® Exchange-Tool zur Korrektur nach Domänenumbenennungen (XDR-fixup.exe) werden Exchange-Attribute korrigiert, nachdem Sie eine Domäne mit Exchange 2003 SP1-Servern (Service Pack 1) umbenannt haben. Verwenden Sie dieses Tool zusammen mit dem Microsoft Windows Server™ 2003-Tool zur Verzeichnisumbenennung, Rendom.exe. (Die Windows Server 2003-Tools zur Verzeichnisumbenennung finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=40992 .)"

Dabei gibt es jedoch ein kleines Problem. Wenn Sie die Inhaltsindizierung verwenden, zerstören Sie dadurch die Indexstartadresse. Weitere Informationen zu diesem Problem finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 887161," Volltextindizes funktionieren nicht nach dem Umbenennen Ihrer Domäne in Exchange Server 2003 ." Als Lösung wird in diesem Artikel empfohlen, "das Exchange Server MSSearch-Verwaltungstool herunterzuladen und zu installieren." Möglicherweise fragen Sie sich, wozu MSSearch in diesem Fall dient.

In der MSSearch-Dokumentation ist (in etwa) Folgendes zu lesen:

"Das Tool erkennt und repariert auch jede der nachstehenden Konfigurationen, die bei einem Volltextindex fehlerhaft oder falsch sind:

  • Der Speicherort für den im Active Directory®-Verzeichnisdienst gespeicherten Volltextindex ist falsch. Dies kann geschehen, wenn Sie den Index aus seinem Standardverzeichnis verschieben. Weitere Informationen zum Verschieben der Volltextindexdateien finden Sie auf der Website "Best Practices for Deploying Full-Text Indexing" (Seite in englischer Sprache) unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=5223 .
  • Die ursprüngliche Indexstartadresse für den Volltextindex trifft nicht mehr zu. Dies kann der Fall sein, wenn nach dem Erstellen des Index eine der beiden folgenden Aktivitäten erfolgt:
    • Die Domäne wurde umbenannt. Informationen zum Umbenennen einer Active Directory-Domäne, in der Exchange Server 2003 bereitgestellt wurde, finden Sie auf der Website "Exchange Server 2003 Domain Rename Fixup (XDR-Fixup)" (Seite in englischer Sprache) unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=34171 .
    • Die primäre SMTP-Adresse (Primary Simple Mail Transfer Protocol ) für die Standardempfängerrichtlinie wurde geändert. Weitere Informationen zu Standardempfängerrichtlinien finden Sie im Microsoft Exchange Server 2003-Administratorhandbuch unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=47617 und im Bereitstellungshandbuch für Microsoft Exchange Server 2003 unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=47569 ."

Dies war mein Lieblingsbeispiel für Hilfetools, weil nicht sofort ersichtlich ist, dass Sie nach dem Umbenennen einer Domäne MSSearch einsetzen sollten.

Bei Belastungstests Ihrer Umgebung können Sie von dem Wissen profitieren, dass Ihnen verschiedene Tools je nach der Umgebung zur Verfügung stehen. Zwei dieser Tools, Microsoft Exchange Server 2003 Load Simulator (LoadSim) und Microsoft Exchange Server Jetstress, werden von Microsoft für diesen Zweck bereitgestellt.

In der Beschreibung zu LoadSim ist (in etwa) zu lesen:

"Verwenden Sie Microsoft Exchange Server 2003 Load Simulator (LoadSim) als Benchmarktool zum Simulieren der Auslastung von MAPI-Clients. Mithilfe von LoadSim können Sie testen, wie ein Server mit Exchange 2003 auf E-Mail-Nachrichtenlasten reagiert. Zum Simulieren der Übermittlung dieser Messaginganforderungen führen Sie LoadSim-Tests auf Clientcomputern durch. In diesen Tests werden mehrere Messaginganforderungen an den Exchange-Server gesendet und dadurch eine Nachrichtenlast erzeugt. LoadSim ist ein nützliches Tool für Administratoren, die Server dimensionieren und einen Bereitstellungsplan validieren möchten. Insbesondere können Sie mit LoadSim ermitteln, ob jeder der Server die für ihn vorgesehene Last verarbeiten kann. Darüber hinaus kann LoadSim beim Validieren der Gesamtlösung eingesetzt werden."

Allerdings verwendet LoadSim MAPI-Clients zur Durchführung dieser Tests und bietet keine umfassende Darstellung des Systemverhaltens gegenüber den Benutzern. Deshalb sollten die Ergebnisse nicht entsprechend interpretiert werden. Wenn Sie die Leistung des Speichersystems beurteilen möchten, sollten Sie Jetstress verwenden.

In der Beschreibung zu Jetstress ist (in etwa) zu lesen:

"Mithilfe des Jetstress-Tools können Sie vor dem Einsatz eines Exchange-Servers in der Produktionsumgebung die Leistung und Stabilität eines Datenträgersubsystems überprüfen. Das Jetstress-Tool überprüft die Datenträgerleistung durch Simulieren einer Exchange-Datenträger-E/A-Last. Insbesondere wird mit dem Jetstress-Tool die Belastung der Exchange-Datenbank und der Protokolldateien simuliert, die bei einer bestimmten Anzahl von Benutzern auftritt. Sie können den Systemmonitor, die Ereignisanzeige und ESEUTIL zusammen mit Jetstress verwenden, um zu überprüfen, ob das eingesetzte Datenträgersubsystem die von Ihnen definierten Leistungskriterien erfüllt oder übertrifft. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Jetstress-Tests für die Datenträgerleistung und Belastung in einer Testumgebung haben Sie sichergestellt, dass das Exchange 2003-Datenträgersubsystem in Bezug auf die geplante Benutzeranzahl und das geplante Benutzerprofil angemessen dimensioniert ist und die von Ihnen festgelegten Leistungskriterien erfüllt. Es wird dringend empfohlen, dass Jetstress-Benutzer die Dokumentation zum Tool vor dessen Einsatz durchlesen."

Die Wahl des zu verwendenden Tools hängt davon ab, was Sie testen und wonach Sie suchen möchten. Auf jeden Fall sollten Sie jedoch den Systemmonitor, die Ereignisanzeige und Datenbankdienstprogramme für Exchange Server bei Jetstress oder LoadSim mit einbeziehen, um zu überprüfen, ob die Leistungskriterien erfüllt oder übertroffen werden.

Zusätzlich zu den Tools für Migration und Belastungstests gibt es Tools für den Nachrichtenschutz. Falls Sie den intelligenten Nachrichtenfilter Microsoft Exchange Intelligent Message Filter einsetzen, wissen Sie wahrscheinlich bereits von der Aktualisierung von Microsoft Exchange Intelligent Message Filter und dem Microsoft Exchange Intelligent Message Filter Management Pack für MOM. Diese Tools stellen gemeinsam einen serverseitigen Nachrichtenfilter zur Erzeugung einer Spamwahrscheinlichkeit (Spam Confidence Level, SCL) bereit, anhand derer Sie unerwünschte kommerzielle E-Mail-Nachrichten (auch als "Spam" bezeichnet) identifizieren und aus Ihrer Organisation herausfiltern können. Das Management Pack ermöglicht es Microsoft Operations Manager (MOM), die Leistung und Verfügbarkeit von Exchange Intelligent Message Filter zu überwachen.

Falls Sie sich Gedanken über den Nachrichtenschutz machen, sehen Sie sich außerdem das Tool SMTP-Internetprotokollbeschränkungen und Konfiguration der Listen für Annahme und Verweigerung von Microsoft Exchange Server an. Mithilfe dieses Tools können Sie IP-Adressen aus Ihren globalen Listen für Annahme und Verweigerung konfigurieren.

Und schließlich sind Hilfetools im Microsoft Exchange Server TechCenter zu finden. Es ist bereits viel für die Identifizierung von Tools getan worden, die Sie je nach der gewünschten Aufgabe einsetzen können.

Bei einem Besuch der Homepage von Exchange Server TechCenter können Sie im unteren Abschnitt der Seite die technische Bibliothek für Exchange Server 2003 sehen, unterteilt in verschiedene Kategorien. Jede Kategorieseite enthält rechts einen Abschnitt namens "Toolbox".

Speicherort der TechCenter-Toolbox

Wenn Sie beispielsweise auf den Link zu Planung und Architektur klicken, sehen Sie, dass die Toolbox unter anderem die folgenden Tools umfasst:

  • Application Analyzer 2003 für Lotus Notes
  • Jetstress
  • LoadSim

Andere Kategorieseiten im Exchange Server TechCenter enthalten ähnliche Toollisten als Hilfe für Ihre Exchange-Organisation. Ich hoffe, dass Sie aufgrund dieses Artikels ergänzende oder andere Microsoft-Tools für den Einsatz bei Microsoft Exchange Server finden können.

 
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