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Exchange Analyzer-Tools – Erfolgsgeschichten

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2006-10-23

Seit Monaten werden bei Microsoft® nun Artikel, Blogs und Newsgroupbeiträge über die Problembehandlung mit den Microsoft Exchange Analyzer-Tools verfasst. Für alle, die sie vielleicht verpasst haben, gibt es hier eine kurze Beschreibung der Funktionen dieser Tools.

Microsoft Exchange Best Practices Analyzer wurde für Administratoren entwickelt, die den Gesamtzustand ihrer Exchange-Server und der Topologie bestimmen möchten. Das Tool analysiert Exchange-Server und erkennt Elemente, die nicht den von Microsoft empfohlenen bewährten Methoden entsprechen.

Der Microsoft Exchange-Problembehandlungs-Assistent (Microsoft Exchange Troubleshooting Assistant) (in englischer Sprache) unterstützt Sie dabei, der Ursache von Leistungsproblemen sowie Problemen bei der Nachrichtenübermittlung und der Datenbankbereitstellung auf Computern mit Microsoft Exchange Server auf den Grund zu gehen. Das Tool automatisiert bestimmte Schritte zur Problembehandlung bei identifizierten Symptomen.

Diese Tools stehen nicht nur zum Download zur Verfügung, sondern sind auch in der Microsoft Exchange 2007-Toolbox enthalten, die im Exchange-System-Manager verfügbar ist.

Diese Tools haben großen Anklang gefunden, und wir möchten, dass die Begeisterung noch größer wird. In diesem Monat werden Ihnen einige Supportfälle vorgestellt, in denen der Microsoft-Produktsupport die Komponenten des Exchange-Problembehandlungs-Assistenten verwendet hat, und im nächsten Monat werden Ihnen einige Erfolgsgeschichten von Exchange Best Practices Analyzer präsentiert. Ich möchte Ihnen erzählen, welchen Erfolg der Produktsupport bei der Verwendung dieser Tools bei Supportanfragen hat.

Die angeführten Beispiele stammen aus Fällen, in denen die Mitarbeiter des Produktsupports nicht nur lernten, mit diesen Tools umzugehen, sondern überhaupt erst von deren Existenz erfuhren. Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie Kommentare wie "nachdem ich tagelang versucht hatte, das Problem zu lösen, habe ich das Analyzer-Tool ausgeführt und das Problem sofort behoben" lesen. In diesen Fällen hat der Supporttechniker wohl gerade erst von der Existenz des Tools erfahren.

Der Exchange-Problembehandlungs-Assistent (ExTRA) besteht aus den folgenden drei Komponenten:

  • Exchange Performance Troubleshooting Analyzer (ExPTA)
  • Exchange Mail Flow Analyzer (ExMFA)
  • Exchange Disaster Recovery Analyzer (ExDRA)

Wenn Sie den Microsoft Exchange-Problembehandlungs-Assistenten öffnen, können Sie zwischen der Leistungsproblembehandlung, der Nachrichtenübermittlungs-Problembehandlung und der Datenbankwiederherstellungs-Verwaltung wählen. Die Erfolgsgeschichten sind nach der ExTRA-Komponente sortiert, die zur Problembehandlung verwendet wurde.

Leistungsprobleme gehören zu den Problemen, deren Lösung u. U. am schwierigsten und zeitaufwändigsten ist. In der Regel ist es nicht so, dass ein Supporttechniker sich einen Fall vornimmt und ausschließlich daran arbeitet, bis das Problem gelöst ist. In den meisten Fällen gibt es ein Hin und Her zwischen dem Kunden und dem Supporttechniker, während verschiedene Lösungen ausprobiert und Einstellungen überprüft werden. Mitunter kann es Wochen dauern, bis Leistungsprobleme behoben sind.

Mit dem Tool Performance Troubleshooting Analyzer konnte die Lösung dieser Probleme um ein Vielfaches beschleunigt werden. Ohne den Exchange-Problembehandlungs-Assistenten dauert es durchschnittlich 42 Minuten, ein Problem zu beheben. Mit dem Exchange-Problembehandlungs-Assistenten konnte die durchschnittliche Dauer auf 12 Minuten verringert werden.

In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen von ExPTA auf die Problembehandlung bei Leistungsproblemen aufgezeigt. Bei den angegebenen Zeiten handelt es sich jeweils um die Zeitdauer, die vom Supporttechniker für die Bearbeitung des Falls erfasst wurde.

 

Dauer oder Fall Mit ExPTA Manuell

Durchschnittliche Dauer

12 Minuten

42 Minuten

Minimale Dauer

4 Minuten

3 Minuten

Maximale Dauer

1 Stunde

16 Minuten

8 Stunden

23 Minuten

Mittlere Dauer

10 Minuten

33 Minuten

Lösungsbereitstellung bei erstem Kontakt

12 Fälle

3 Fälle

Nicht gelöste Fälle

1 Fall

19 Fälle

Was hier besonders auffällt, ist die Tatsache, dass die maximal benötigte Zeit für die Problemlösung mit ExPTA nur rund 30 Minuten länger ist als die durchschnittlich benötigte Zeit für die Problemlösung ohne ExPTA. Außerdem ist die Anzahl von Fällen nicht zu verachten, die bei der ersten Kontaktaufnahme zwischen Kunde und Produktsupport gelöst werden können. Aus diesen Zahlen kann wohl geschlossen werden, dass die Anzahl von Fällen mit Leistungsproblemen abnehmen wird, je häufiger ExTRA verwendet wird, bevor der Produktsupport angerufen wird.

Symptom   Outlook RPC-Popupfenster

Fehlerursache   Restrict-Vorgang beim Client

Kommentar vom Supporttechniker   Im ExPTA-Bericht wird auf die Verwendung des Restrict-Vorgangs durch den Client verwiesen, der Teil der Anforderung an Exchange ist, eine Sicht eines Ordners oder einer Gruppe von Ordnern (gewissermaßen einer Datenbanktabelle mit zugeordneten Kriterien) zu erstellen. Wenn die Sicht des Ordners oder der Gruppe von Ordnern bereits eine übereinstimmende Einschränkung aufweist, verwendet Exchange die vorhandene Sicht, um die Benutzeranforderung zu erfüllen. Wenn eine Sicht keine übereinstimmende Einschränkung aufweist, erstellt Exchange eine neue Sicht. Das Erstellen einer Sicht verursacht mehr Kosten als das Verwenden einer vorhandenen Sicht. Dieses Problem wurde innerhalb von zwei Tagen nach der Ausführung von ExPTA isoliert.

 

Symptom   Outlook RPC-Popupfenster

Fehlerursache   Hohe durchschnittliche Lese- und Schreibzeiten beim Datenbankzugriff

Kommentar vom Supporttechniker   Vor Ort beim Kunden habe ich ExPTA verwendet. Es war ein tolles Erlebnis, das Ergebnis in Echtzeit vor den Augen des Kunden produzieren zu können, da normalerweise die PerfMon-Daten erfasst und manuell analysiert werden müssen und jeder Leistungsindikator mit unseren empfohlenen Schwellenwerten aus dem Whitepaper zum Thema Leistung verglichen werden muss, bevor dem Kunden das Ergebnis geliefert werden kann. Mit diesem Tool können enorm viele Arbeitsstunden eingespart werden, die normalerweise bei der Isolierung von Leistungsproblemen verloren gehen.

 

Symptom   Outlook RPC-Popupfenster

Fehlerursache   Wartezeiten bei einem in ein SAN eingebundenen Datenträger

Kommentar vom Supporttechniker   Sobald mir der Fall vorlag, habe ich den Kunden gebeten, ExPTA auszuführen. Das Problem konnte dann innerhalb eines Tages isoliert werden.

 

Symptom   Outlook RPC-Popupfenster

Fehlerursache   Datenträgerengpässe auf dem Serverlaufwerk für die Exchange-Datenbank

Kommentar vom Supporttechniker   Sobald mir der Fall vorlag, habe ich den Kunden gebeten, ExPTA auszuführen. Das Problem konnte dann innerhalb von drei Tagen isoliert werden.

Leider liegen mir nicht die gleichen Daten wie bei der Behandlung von Leistungsproblemen vor, aus denen die tatsächlichen Zeiteinsparungen bei der Behandlung von Problemen bei der Nachrichtenübermittlung und der Datenbankwiederherstellung hervorgehen. Insgesamt gibt es weniger Fälle, die zur Auswahl stehen, und wir konnten nicht dieselbe Untersuchung ausführen wie bei Leistungsproblemen.

Symptom   Am Routinggruppenconnector zwischen zwei Routinggruppen sammeln sich Nachrichten an

Fehlerursache   Falscher FQDN der Remoteserver

Kommentar vom Supporttechniker   Alle vier Exchange-Server in der ersten Routinggruppe wiesen Warteschlangen zu beiden Servern in der zweiten Routinggruppe auf. Im Anwendungsprotokoll wurde die Ereignis-ID 4000 angezeigt, d. h., es konnte keine DNS-Bindung an den Remotezielserver hergestellt werden. Mit ExMFA konnten wir das Problem innerhalb eines angemessenen Zeitraums beheben. Die Nachrichtenwarteschlangen lösten sich auf, nachdem der FQDN auf allen betroffenen SMTP-Servern korrigiert und der Routingdienst neu gestartet worden war.

 

Symptom   Nachrichten können die Warteschlange nach der Kategorisierung nicht verlassen, InetInfo bei 99 Prozent

Fehlerursache   Vom Standard abweichende SMTP-Senken

Kommentar vom Supporttechniker   Mit ExMFA konnten wir problemlos vom Standard abweichende SMTP-Ereignissenken auf dem Server erkennen. Diese waren die Fehlerursache.

 

Symptom   Nachrichten können Warteschlange nicht verlassen

Fehlerursache   Änderung des standardmäßigen SMTP-Domänennamens

Kommentar vom Supporttechniker   Mit ExMFA konnte die Namensänderung bei der standardmäßigen virtuellen SMTP-Serverdomäne identifiziert werden.

Symptom   Bereitstellung von Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner wurde aufgehoben; erneute Bereitstellung nicht möglich

Fehlerursache   Fehlende Datei E00.log

Kommentar vom Supporttechniker   Zunächst habe ich den Kunden gebeten, das ExDRA-Tool herunterzuladen und den DRA-Assistenten auszuführen. Er schickte mir die XML-Ausgabe, aus der deutlich hervorging, dass die Datei E00.log fehlte, die für die erfolgreiche Bereitstellung der Speicher benötigt wird. ExDRA schlug vor, nach dem fehlenden Protokoll zu suchen, eine Wiederherstellung mithilfe von Sicherungskopien auszuführen oder die Datenbanken zu reparieren.

Wir fanden die fehlende Protokolldatei im Quarantäneordner der Antivirenlösung und stellten sie unter dem ursprünglichen Pfad wieder her. Die Speicher konnten erfolgreich bereitgestellt werden. Die komplette Wiederherstellung hat nicht einmal eine Stunde gedauert.

Mit ExDRA konnten Zeit und Aufwand bei der Analyse der Datenbankheader und der Suche nach den fehlenden Protokollen eingespart werden. Zudem unterbreitete das Tool mehrere Vorschläge zur Wiederherstellung nach Datenverlusten. Der Kunde war von ExDRA begeistert und will das Tool und die anderen Funktionen ab sofort bei allen auftretenden Problemen einsetzen.

Und ich werde ExDRA in allen Fällen zur Datenbankwiederherstellung verwenden, damit noch mehr Kunden schneller als zuvor wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen können.

 

Symptom   Datenbank kann nicht bereitgestellt werden

Fehlerursache   Beschädigte Protokolldatei

Kommentar vom Supporttechniker   ExDRA hat uns die richtigen Optionen bereitgestellt, um den Vorgang fortsetzen zu können. Der Server war noch am selben Tag wieder betriebsbereit.

 

Symptom   Datenbank kann nicht bereitgestellt werden

Fehlerursache   Protokolldateisequenz hat die maximale Größe erreicht (E00FFFFF.log)

Kommentar vom Supporttechniker   ExDRA hat uns die richtigen Optionen bereitgestellt, um den Vorgang fortsetzen zu können. Der Server war innerhalb von 50 Minuten wieder betriebsbereit.

Wie Sie sehen, sind die Exchange Analyzer-Tools bei der Problembehandlung in Exchange äußerst wertvoll. Wenn also Exchange Server das nächste Mal Ärger macht, probieren Sie die Tools einfach einmal aus, bevor Sie sich an den Produktsupport wenden. Auf jeden Fall werden Sie Zeit sparen, wenn Sie uns zu Beginn der Supportanfrage Berichte überlassen können. Am besten ist es natürlich, wenn Sie selbst dem Problem auf den Grund gehen und Zeit und Geld bei der Lösung sparen können.

Bleiben Sie dran, denn auch im nächsten Monat gibt es wieder Erfolgsgeschichten von Exchange Best Practices Analyzer!

 
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