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Bereitstellung von Exchange Server 2007: Zehn Tipps zur Installation

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2006-10-20

Mit Microsoft Exchange Server 2007 gestaltet sich die Bereitstellung einfacher denn je. Hier einige wichtige Verbesserungen beim Setup von Exchange 2007:

  • Der Installations-Assistent hat ein neues Aussehen! Er ist einfach zu bedienen und führt Sie mühelos durch die Installation.
  • Setup arbeitet funktionsbasiert, was bedeutet, dass Serverfunktionen einzeln bereitgestellt werden können. Mit der Möglichkeit zur Auswahl, welche Serverfunktionen bereitgestellt werden sollen, können Sie eine flexible Exchange-Topologie gestalten, die in allen Belangen an Ihre Bedürfnisse angepasst ist.
  • Mithilfe des Moduls, das auch im Microsoft Exchange Best Practices Analyzer Tool zum Einsatz kommt, werden alle Voraussetzungen für die Bereitstellung automatisch überprüft. Wie das Exchange Best Practices Analyzer Tool, bietet auch der Installations-Assistent detaillierte Informationen zu allen Voraussetzungen, die nicht erfüllt sind, sodass alle notwendigen Änderungen am Computer und der Umgebung vorgenommen werden können. Im Anschluss daran können die Voraussetzungen erneut überprüft oder kann der Installations-Assistent erneut ausgeführt werden.
  • Vor der Überprüfung der Voraussetzungen versucht Setup, die neueste Version der Datei prereq.xml von der Website www.microsoft.com abzurufen. Auf diese Weise verfügen Sie immer über die aktuellsten Voraussetzungstests, bevor das Modul ausgeführt wird.

Trotz all der umfangreichen Verbesserungen am Setup von Exchange 2007 gibt es immer noch einige Dinge zu beachten, bevor Sie Exchange 2007 installieren. In diesem Artikel werden die zehn wichtigsten Besonderheiten vorgestellt, mit denen sich unsere ersten Exchange 2007-Kunden konfrontiert sahen.

  1. Bei der Entscheidung, welche Serverfunktionen in Ihrer Organisation installiert werden sollen, müssen Sie berücksichtigen, dass zum Senden von E-Mail-Nachrichten die Serverfunktion Hub-Transport installiert werden muss. Der Hub-Transport-Server verarbeitet die gesamte Nachrichtenübermittlung in Ihrer Exchange-Organisation. Selbst E-Mails, die zwischen Postfächern gesendet werden, die sich auf demselben Postfachserver befinden, müssen vom Hub-Transport-Server verarbeitet werden. Die Serverfunktionen Hub-Transport und Mailbox können auf demselben oder auf getrennten Computern installiert werden, beide Serverfunktionen sind jedoch von wesentlicher Bedeutung für die Nachrichtenübermittlung und -speicherung.
    • Weitere Informationen zur technischen Architektur der Serverfunktion Hub-Transport finden Sie unter Hub Transport (in englischer Sprache).
    • Weitere Informationen zur technischen Architektur der Serverfunktion Mailbox finden Sie unter Mailbox (in englischer Sprache).
    • Weitere Informationen zur Transportarchitektur finden Sie unter Transport Architecture (in englischer Sprache).
  2. Wenn Sie Exchange auf einem Cluster installieren, können Sie aufatmen, denn diese Installation wurde in Exchange 2007 durch einige Verbesserungen wesentlich vereinfacht. Erstens wurden Postfachclusterserver in das Setup von Exchange 2007 integriert. Zweitens sind im Anschluss an die Installation weniger Anpassungen notwendig, weil viele der Standardwerte für Postfachclusterserver so festgelegt wurden, dass sie die Anforderungen der meisten Organisationen erfüllen. Drittens können Exchange-Cluster sowohl mit der Exchange-Verwaltungskonsole als auch mit der Exchange-Verwaltungsshell verwaltet werden. Auf diese Weise können Sie sich bei Exchange 2007 von der Clusterverwaltung verabschieden, wenn Verwaltungsaufgaben für Exchange-Cluster ausgeführt werden.
    Die folgenden Schritte bieten eine kurze Übersicht über die Installation von Exchange 2007 auf einem Cluster, Links zu weiteren Informationen sowie Antworten auf einige Fragen, die sich während der Installation stellen könnten.
    Schritt 1: Legen Sie fest, ob Einzelkopiecluster (Single Copy Cluster, SCC) oder fortlaufende Clusterreplikation (Continuous Cluster Replication, CCR) verwendet werden sollen. Einzelkopiecluster sind Clustern in Exchange 2003 oder Exchange 2000 sehr ähnlich: freigegebener Speicher von Postfachdaten mit mehreren Servern, die Besitzer des freigegebenen Speichers sein dürfen. Die fortlaufende Clusterreplikation (CCR) verbindet die Failoverfeatures eines Clusters mit dem asynchronen Protokollversand und Wiedergabefeatures. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Themen:
    Schritt 2: Planen Sie die Clusterbereitstellung. Weitere Informationen finden Sie unter Planning for Cluster Continuous Replication (in englischer Sprache) oder unter Planning for Single Copy Clusters (in englischer Sprache).
    Schritt 3: Installieren Sie den Cluster. Hierzu gehört das Konfigurieren des Clusternetzwerks und der Clusterserver sowie schließlich das Installieren von Exchange 2007 auf den Servern. Denken Sie daran, dass vor der Ausführung von Setup keine Clustergruppe mit einer Netzwerknamen- und IP-Adressenressource erstellt werden muss. Wenn Sie die Active ClusteredMailbox-Funktion auswählen, werden diese Ressourcen in Exchange 2007-Setup im Rahmen der Installation erstellt. Bei der Installation von Exchange 2007 auf den Servern ist die Reihenfolge, in der der aktive und passive Knoten installiert werden, ohne Bedeutung. Wählen Sie einfach eine der beiden Optionen im Installations-Assistenten aus. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Themen:
  3. Wenn Ihre Organisation viele Exchange-Server enthält, ist es möglich, dass mehr als eine Person Exchange 2007 installiert. Hieraus folgt, dass Sie möglicherweise nicht möchten, dass jeder, der Exchange 2007 installiert, auch die Berechtigungen der Exchange-Organisationsadministrator-Rolle erhält (obwohl dies die Voraussetzung zum Installieren von Exchange 2007 ist). Gute Nachrichten! Es gibt eine Möglichkeit, dies zu umgehen: Die Installation kann delegiert werden. Zum Delegieren der Installation müssen Sie zuerst Setup.com mit dem Parameter /NewProvisionedServer in einem Eingabeaufforderungsfenster ausführen. Hierdurch wird Exchange 2007 nicht auf dem Server installiert, sondern stattdessen ein Platzhalterobjekt für den Server in Active Directory erstellt und das Computerkonto für diesen Server der Gruppe Exchange-Server hinzugefügt. Anschließend kann der Exchange-Serveradministrator-Rolle für den bereitgestellten Server ein Benutzer hinzugefügt werden. Durch das Hinzufügen eines Benutzers zu der Exchange-Serveradministrator-Rolle wird das Konto des Benutzers der Gruppe Exchange-Administrator mit Leserechten hinzugefügt, und die Berechtigungen des Serverplatzhalterobjekts in Active Directory werden so festgelegt, dass das Benutzerkonto berechtigt ist, Exchange 2007 auf diesem Server zu installieren und zu verwalten. Weitere Informationen zum Hinzufügen eines Benutzers zu der Exchange-Serveradministrator-Rolle finden Sie unter How to Add a User or Group to an Administrator Role (in englischer Sprache).
    noteAnmerkung:
    Zum Installieren der ersten Instanz jeder Serverfunktion in einer Organisation müssen Sie ein Konto verwenden, das über die Berechtigungen der Exchange-Organisationsadministrator-Rolle verfügt. Die Installation der ersten Instanz einer Serverfunktion kann nicht delegiert werden.
  4. Trotz all der robusten und benutzerfreundlichen Voraussetzungstests in Exchange 2007-Setup kann es vorkommen, dass bei der Installation ein Problem auftritt und diese nicht fehlerfrei ausgeführt wird. Probleme mit Setup behandeln Sie mithilfe der Protokolldateien, die sich unter %systemdrive%\ExchangeSetupLogs befinden. In diesem Verzeichnis befinden sich mehrere Protokolldateien. Die wichtigste ist hierbei die Datei ExchangeSetup.log. Suchen Sie in dieser Datei nach "[ERROR]", um herauszufinden, an welcher Stelle Probleme bei der Installation aufgetreten sind.
    Weitere Dateien, die im Verzeichnis ExchangeSetupLogs vorhanden sind, sind:
    • MSILOG-Dateien. Diese Dateien enthalten zusätzliche, protokollierte Informationen zu bestimmten Teilen der Installation.
    • PS1-Dateien. Bei diesen Dateien handelt es sich um Exchange-Verwaltungsshellskripts, die während der Installation von Setup aufgerufen werden. Suchen Sie in der Datei ExchangeSetup.log nach dem Dateinamen, um anzuzeigen, an welcher Stelle im Installationsprozess jedes dieser Skripts ausgeführt wurde.
    • Protokolle der Voraussetzungstests. Diese Protokolle befinden sich im Verzeichnis PreReqs, das Protokolle und Datendateien der Überprüfung der Voraussetzungen durch Setup enthält. Die Dateinamen beginnen alle mit "ExBPA", weil die Voraussetzungen unter Verwendung des Moduls, das auch im Exchange Best Practices Analyzer Tool zum Einsatz kommt, überprüft werden.
    Ein weiteres großartiges Feature: Wenn Sie ein Setupproblem behandelt und alle notwendigen Änderungen vorgenommen haben, muss weder das Laufwerk neu formatiert werden, noch müssen die Exchange-Dateien, die kopiert wurden, entfernt werden, um dann wieder ganz von vorn anfangen zu müssen. Setup kann genau da fortsetzen, wo es unterbrochen wurde! Führen Sie einfach Setup.com in einem Eingabeaufforderungsfenster aus, oder klicken Sie auf Setup.exe, um den Installations-Assistenten zu starten, und die zuletzt versuchte Installation wird fortgesetzt. Oder Sie nehmen bei geöffnetem Installations-Assistenten auf der Seite Abschließende Überprüfung alle notwendigen Änderungen vor und klicken dann auf Wiederholen, um die Voraussetzungstests erneut auszuführen und die Installation fortzusetzen.
    noteAnmerkung:
    Wenn vor dem Auftreten eines Fehlers mindestens eine Serverfunktion von Setup erfolgreich installiert wurde, wird der Installations-Assistent nach einem Neustart im Wartungsmodus ausgeführt. Das bedeutet, dass mindestens eine Komponente von Exchange 2007 bereits installiert wurde. Setup kann auch im Wartungsmodus gestartet werden, indem in der Systemsteuerung Software ausgeführt und dort für Microsoft Exchange Server entweder Ändern oder Entfernen ausgewählt wird. Im Wartungsmodus können Serverfunktionen hinzugefügt werden. Wenn in der Systemsteuerung Entfernen ausgewählt wird, können Serverfunktionen auch entfernt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Removing and Modifying Exchange 2007 (in englischer Sprache).
  5. Auch nach einem erfolgreichen Abschluss des Installations-Assistenten ist die Bereitstellung von Exchange 2007 noch nicht fertig gestellt. Öffnen Sie die Exchange-Verwaltungskonsole, und wählen Sie in der Konsolenstruktur Microsoft Exchange und dann die Registerkarte Bereitstellung abschließen aus. Auf dieser Registerkarte werden verschiedene Aufgaben und Konfigurationsoptionen für jede der installierten Serverfunktionen aufgelistet. Die Aufgaben auf dieser Registerkarte gelten für Features, die standardmäßig in Exchange 2007 aktiviert sind, aber eine zusätzliche Konfiguration erfordern.
    Es wird ferner empfohlen, die Registerkarte End-to-End-Szenario auszuwählen und dort End-to-End-Lösungen für Exchange 2007 zu konfigurieren. Die Konfigurationsaufgaben auf dieser Registerkarte sind optional. In Abhängigkeit von den zu verwendenden Exchange 2007-Features können Sie die auszuführenden Aufgaben auswählen.
    Weitere Informationen zu diesen Registerkarten finden Sie unter den folgenden Themen:
  6. In einem Koexistenzszenario mit Exchange 2007 und entweder Exchange 2003 oder Exchange 2000 müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Routinggruppenconnectors ordnungsgemäß konfiguriert sind. Wenn der erste Exchange 2007-Hub-Transport-Server in einer vorhandenen Exchange 2003- oder Exchange 2000-Organisation installiert wird, wird von Setup standardmäßig eine neue Routinggruppe für alle Exchange 2007-Server erstellt, und Sie müssen einen Exchange 2003- oder Exchange 2000-Bridgeheadserver angeben, mit dem von der neuen Exchange 2007-Routinggruppe eine Verbindung hergestellt werden soll. Standardmäßig erhält die Exchange 2007-Routinggruppe, die erstellt wird, den Namen Exchange-Routinggruppe (DWBGZMFD01QNBJR) und muss nicht umbenannt werden. Zwischen dem angegebenen Bridgeheadserver und dem zu installierenden Hub-Transport-Server werden zwei bidirektionale Routinggruppenconnectors von Setup erstellt.
    Sie verfügen dann standardmäßig über eine Exchange 2007-Routinggruppe und zwei bidirektionale Routinggruppenconnectors zwischen dem ersten installierten Hub-Transport-Server und einem Exchange 2003- oder Exchange 2000-Bridgeheadserver. Möglicherweise möchten Sie zusätzliche Routinggruppenconnectors erstellen. Zur Erzeugung von Redundanz ist es ratsam, eine Verbindung zwischen zusätzlichen Hub-Transport-Servern in Ihrer Exchange 2007-Routinggruppe und den Bridgeheadservern in Ihrer Exchange 2003- oder Exchange 2000-Routinggruppe herzustellen. Wenn in Ihrer vorhandenen Exchange 2003- oder Exchange 2000-Organisation mehr als eine Routinggruppe vorhanden war, sollten Sie erwägen, den ersten Hub-Transport-Server am zentralen Exchange 2003- oder Exchange 2000-Standort ("Hub") zu installieren. Im Zuge der Erweiterung verschiedener Standorte um zusätzliche Hub-Transport-Server bietet es sich dann an, Routinggruppenconnectors zwischen diesen Servern sowie zwischen den Servern und den vorhandenen Routinggruppen an anderen Standorten zu erstellen. Auf diese Weise wird eine logische E-Mail-Route zwischen Exchange 2007-Servern und Legacyservern an verschiedenen Standorten bereitgestellt.
    Wenn der erste Routinggruppenconnector zwischen dem ersten Hub-Transport-Server und dem angegebenen Legacy-Bridgeheadserver von Setup erstellt wird, wird dieser Bridgeheadserver automatisch einer universellen Sicherheitsgruppe namens ExchangeLegacyInterop hinzugefügt. Mitglieder dieser universellen Sicherheitsgruppe verfügen über die zum Senden und Empfangen von E-Mail an bzw. von Exchange 2007 notwendigen Berechtigungen. Wenn Sie zusätzliche Routinggruppenconnectors zwischen der Exchange 2007-Routinggruppe und Routinggruppen in Ihrer vorhandenen Exchange 2003- oder Exchange 2000-Organisation erstellen, müssen Sie das Cmdlet New-RoutingGroupConnector in der Exchange-Verwaltungsshell verwenden. Wenn dieses Cmdlet verwendet wird, wird der Exchange 2003 - oder Exchange 2000-Bridgeheadserver, mit dem Sie eine Verbindung herstellen, ebenfalls der universellen Sicherheitsgruppe ExchangeLegacyInterop hinzugefügt.
    Weitere Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Themen:
  7. In einem Koexistenzszenario mit Exchange 2007 und entweder Exchange 2003 oder Exchange 2000 müssen Sie sicherstellen, dass Postfächer und Server mithilfe der richtigen Verwaltungsschnittstelle verwaltet werden.
    Für die Verwaltung von Exchange 2003- oder Exchange 2000-Benutzern und -Postfächern verwenden Sie weiterhin den Exchange-System-Manager sowie Active Directory-Benutzer und -Computer auf den Servern mit Exchange 2003 oder Exchange 2000. Zusätzlich können Sie Exchange 2003- oder Exchange 2000-Postfächer zwar mithilfe von Exchange 2007-Tools ändern oder entfernen, aber das Erstellen von Postfächern auf Servern mit Exchange 2003 oder Exchange 2000 mithilfe von Exchange 2007-Tools ist nicht möglich.
    Zum Verwalten von Exchange 2007-Benutzern und -Postfächern müssen Sie in Exchange 2007 die Exchange-Verwaltungskonsole oder die Exchange-Verwaltungsshell verwenden. Zwar werden Sie nicht daran gehindert, Exchange 2007-Postfächer mithilfe des Exchange 2003- oder Exchange 2000-System-Managers und Active Directory-Benutzer und -Computer zu verwalten, aber Exchange 2007-Postfächer, die mit diesen Exchange 2003- bzw. Exchange 2000-Tools verwaltet werden, funktionieren nur eingeschränkt.
    Obgleich Exchange 2007-Objekte (wie Server, Speichergruppen, Datenbanken und Protokolle) und globale Objekte (wie Adresslisten und E-Mail-Adressenrichtlinien) im Exchange 2003- bzw. Exchange 2000-System-Manager angezeigt werden, sollte der Exchange-System-Manager nicht zum Verwalten dieser Exchange 2007-Objekte verwendet werden.
    Generell ist es am besten, Verwaltungstools verschiedener Versionen von Exchange nicht wechselweise oder gemischt zu verwenden.
    Weitere Informationen finden Sie unter Transferring Settings from Exchange Server 2003 to Exchange 2007 (in englischer Sprache).
  8. Stellen Sie sicher, dass der AutoErmittlungsdienst für Ihre Topologie konfiguriert ist. Der AutoErmittlungsdienst, der standardmäßig zusammen mit der Serverfunktion ClientAccess installiert wird, ermöglicht Microsoft Office Outlook 2007 und unterstützten mobilen Geräten das automatische Herstellen einer Verbindung mit Exchange, ohne dass Profile manuell konfiguriert werden müssen. Der AutoErmittlungsdienst erfordert nur ein zusätzliche Konfiguration, wenn folgende Umstände zutreffen:
    • Es gibt nur eine Exchange-Gesamtstruktur.
    • Es wird kein externer Zugriff auf Exchange unter Verwendung von Outlook Anywhere gewährt.
    Wenn Sie mehrere Exchange-Gesamtstrukturen oder eine Exchange-Ressourcengesamtstruktur verwenden, muss in jeder Gesamtstruktur in Active Directory ein Dienstverbindungspunkt-Objekt für die AutoErmittlung erstellt werden.
    Wenn externer Zugriff auf Exchange unter Verwendung von Outlook Anywhere gewährt werden soll, müssen Sie auf dem Clientzugriffsserver ein gültiges SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) konfigurieren.
    Wenn Sie eine große, verteilte Organisation mit Standorten haben, die lediglich durch Netzwerkverbindungen mit niedriger Bandbreite verbunden sind, empfiehlt es sich, den Clientzugriffsserver zu konfigurieren, mit dem die Outlook 2007-Clients eines bestimmten Standorts eine Verbindung herstellen sollen.
    Weitere Informationen über den AutoErmittlungsdienst finden Sie unter Overview of the Autodiscover Service (in englischer Sprache).
    Weitere Informationen über diese Konfigurationsänderungen im Einzelnen finden Sie unter Deployment Considerations for the Autodiscover Service (in englischer Sprache).
  9. Stellen Sie sicher, dass der Verfügbarkeitsdienst für Ihre Topologie konfiguriert ist. Der Verfügbarkeitsdienst, der standardmäßig zusammen mit der Serverfunktion ClientAccess installiert wird, verbessert die Frei/Gebucht-Daten von Personen, deren Arbeit vom Informationsfluss abhängt, indem Computern mit Outlook 2007 sichere, konsistente und aktuelle Frei/Gebucht-Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Frei/Gebucht-Daten werden Clientcomputern nur unter folgenden Bedingungen zur Verfügung gestellt:
    • Es gibt nur eine Exchange-Gesamtstruktur.
    • In der Organisation sind nur Server mit Exchange 2007 und keine mit Exchange 2003 oder Exchange 2000 vorhanden.
    • Die Clientcomputer führen Outlook 2007 aus.
    Ist eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, können Clients möglicherweise mit der Standardkonfiguration des Verfügbarkeitsdiensts keine Frei/Gebucht-Daten anzeigen. Sie müssen zusätzliche Konfigurationen überprüfen, um sicherzustellen, dass der Verfügbarkeitsdienst für die Postfächer in Ihrer Topologie funktioniert.
    Wenn Sie über mehrere Exchange-Gesamtstrukturen verfügen, müssen Sie zuerst das GAL-Synchronisierungsfeature (GALSync) von Microsoft Identity Integration Server (MIIS) 2003 installieren und konfigurieren. Als Nächstes müssen Sie, wenn Sie über Clientcomputer mit Office Outlook 2003 oder niedriger verfügen, das Microsoft Exchange-Tool für die Replikation zwischen Organisationen installieren und konfigurieren. Abschließend müssen Sie, wenn in Ihrer Topologie vertrauenswürdige Gesamtstrukturen vorhanden sind und der Verfügbarkeitsdienst für Frei/Gebucht-Daten auf Benutzerebene konfiguriert werden soll, den Verfügbarkeitsdienst mithilfe der Exchange-Verwaltungsshell konfigurieren. Weitere Informationen zum Konfigurieren des Verfügbarkeitsdiensts bei mehreren Exchange-Gesamtstrukturen finden Sie unter How to Configure the Availability Service for Cross-Forest Topologies.
    Wenn in Ihrer Organisation Server mit Exchange 2003 oder Exchange 2000 oder Clientcomputer mit älteren Versionen von Outlook vorhanden sind, werden Frei/Gebucht-Informationen für auf diesen Servern vorhandene Postfächer in Öffentlichen Ordnern veröffentlicht. Stellen Sie sicher, dass auf Ihren Servern mit Exchange Informationsspeicher für Öffentliche Ordner vorhanden sind, damit Postfächer aus verschiedenen Versionen von Exchange Frei/Gebucht-Informationen veröffentlichen und abrufen können. Weitere Informationen zu den zum Abrufen von Frei/Gebucht-Informationen verwendeten verschiedenen Methoden finden Sie unter How to Configure the Availability Service for Network Load Balanced Computers (in englischer Sprache).
  10. Nachdem Sie jetzt Exchange 2007 bereitgestellt haben, ist der richtige Zeitpunkt, um alles Wissenswerte über die Exchange-Verwaltungsshell zu erfahren. Doch wo fangen Sie am besten an? Wie finden Sie den richtigen Befehl mit der richtigen Syntax, um eine bestimmte Aufgabe auszuführen? Im Folgenden finden Sie einige Tipps für die ersten Schritte:
    • Informieren Sie sich aus den Informationen über die Exchange-Verwaltungsshell, die in der grafischen Benutzeroberfläche verfügbar sind. Bei jeder Verwendung eines Assistenten der Exchange-Verwaltungskonsole zum Ausführen einer Aufgabe wird auf der Seite Fertigstellung des Assistenten der Exchange-Verwaltungsshellbefehl aufgeführt, der zur Ausführung der Aufgabe verwendet wurde. Machen Sie sich im Rahmen der Ausführung allgemeiner Verwaltungsaufgaben mit diesen Befehlen vertraut.
    • Suchen Sie Hilfe direkt in der Exchange-Verwaltungsshell. Zu jedem Befehl sind Hilfeinformationen verfügbar. Die Hilfe der Exchange-Verwaltungsshell enthält eine Beschreibung, die zu verwendende Syntax, alle verfügbaren Parameter, die zum Ausführen des Befehls erforderlichen Berechtigungen, Beispiele für die Verwendung des Befehls und vieles mehr. Die Hilfeinformationen können für einen bestimmten Befehl vollständig oder auch nur teilweise angezeigt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Getting Help (in englischer Sprache).
    • Verwenden Sie die Exchange Server 2007-Hilfedokumentation in vollem Umfang. Die Hilfedatei lässt sich auf einem Server mit Exchange 2007 öffnen, indem Sie auf Start klicken, zuerst auf Alle Programme und dann auf Microsoft Exchange Server 2007 zeigen und schließlich auf Exchange Server-Hilfe klicken. Wenn Sie die Hilfedateien online anzeigen möchten, öffnen Sie die Exchange Server 2007 Online Documentation (in englischer Sprache).
      Die Hilfethemen zu dem jeweiligen Exchange-Verwaltungsshell-Cmdlet befinden sich in der Hilfedatei unter Technische Referenz\Exchange-Verwaltungsshell.
    • Mithilfe der TAB-Taste können Sie Cmdlets und Parameter in der Exchange-Verwaltungsshell vervollständigen. Wenn Sie beispielsweise Get-Exchange eingeben und die TAB-Taste drücken, wird der Befehl von der Exchange-Verwaltungsshell zu Get-ExchangeAdministrator vervollständigt. Wenn Sie TAB erneut drücken, setzt die Exchange-Verwaltungsshell den nächsten Befehl ein, der mit "Get-Exchange" beginnt: Get-ExchangeCertificate. Drücken Sie TAB zum dritten Mal, um den Befehl Get-ExchangeServer zu erhalten. Wenn Sie nicht wissen, welche Parameter für einen Befehl verfügbar sind, werden Sie auch hierbei beim Ausfüllen von der TAB-Taste unterstützt. Geben Sie get-ExchangeServer - ein, und drücken Sie TAB, um in allen für dieses Cmdlet verfügbaren Parameter blättern zu können. Alternativ können Sie so viele Parameter eingeben, wie Sie noch wissen, und lassen die restlichen durch Drücken von TAB ausfüllen.

Gerne erhalten wir Ihr Feedback. Lassen Sie es uns wissen, wenn Sie komplizierte Aufgaben finden, bei deren Ausführung Sie gerne zusätzliche Anleitung hätten, oder wenn Sie Fragen zu der vorhandenen Dokumentation haben. Jedes Thema und jeder Artikel im Exchange Server TechCenter verfügt über einen Abschnitt am Fuß der Seite, wo Sie den Inhalt bewerten und Kommentare abgeben können. Auf diese Weise können Sie uns mitteilen, was Ihnen gefällt, was Ihnen nicht gefällt, was hilfreich war und was noch verbessert werden könnte. Mit Ihrer Hilfe können wir dieses großartige Produkt noch gezielt verbessern.

Und nun beginnen Sie mit der Bereitstellung von Exchange 2007.

 
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