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Tipps zum Windows Server 2003-Systemmonitor für Exchange Server-Administratoren

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2006-02-09

Von Nino Bilic

Der Systemmonitor (früher Leistungsüberwachung) enthält Features, die beim Einrichten der Überwachung von Servern, auf denen Microsoft® Exchange ausgeführt wird, Zeit sparen können. Dieser Artikel behandelt einige der zeitsparenden Features aus früheren Versionen sowie neue Features, die in den Betriebssystemen Microsoft Windows Server™ 2003 und Microsoft Windows® XP eingeführt wurden. Dieser Artikel behandelt nicht das Suchen von Informationen in den Protokollen.

Sie erhalten in diesem Artikel nur eine Übersicht der Einrichtung des Systemmonitor-Snap-Ins. Weitere Informationen zum Einrichten des Systemmonitors finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen“.

Im Windows NT® Server 4.0-Systemmonitor („Perfmon“) konnten Sie dem Monitor alle Objekte gleichzeitig hinzufügen. Dieses Feature war im Betriebssystem Windows 2000 Server nicht verfügbar, obgleich eine Problemumgehung vorhanden war, indem man die Datei Perfmon4.exe aus dem Windows Server 2000 Resource Kit verwendete. Das Betriebssystem Windows Server 2003 bietet dieses Feature. In Windows Server 2003 klicken Sie zum Einrichten eines Protokolls auf die Schaltfläche Objekte hinzufügen.

Fenster "Objekte hinzufügen" des Systemmonitors

In diesem Bildschirm wählen Sie die Objekte aus. Jedes in diesem Bildschirm hinzugefügte Objekt wird mit allen dazugehörigen Leistungsindikatoren hinzugefügt. Sie können mehrere Objekte mithilfe der UMSCHALT- und STRG-TASTE auswählen.

Systemmonitor - Zu überwachende Objekte auswählen

Warnungen sind ein nützliches Feature, mit dem Sie den Systemmonitor so einrichten können, dass überprüft wird, ob bestimmte Indikatoren einen vordefinierten Wert erreichen, woraufhin eine von Ihnen angegebene Aktion ausgeführt wird. Dies ist dann nützlich, wenn Sie zum Beispiel die Überwachung des Servers erst dann beginnen möchten, nachdem die CPU-Verwendung 90 % überschritten hat.

So richten Sie Warnungen ein, nachdem der Systemmonitor gestartet wurde
  1. Doppelklicken Sie auf Leistungsprotokolle und Warnungen, und klicken Sie dann auf Warnungen. Beachten Sie, dass alle vorhandenen Warnungen im Detailbereich aufgelistet werden. Ein grünes Symbol zeigt an, dass die Protokollierung ausgeführt wird, während ein rotes Symbol Warnungen anzeigt, die beendet wurden.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen leeren Bereich des Detailbereichs, und klicken Sie dann auf Neue Warnungseinstellungen.

  3. Geben Sie in das Feld Name den Namen für das zu erstellende Ablaufverfolgungsprotokoll ein, und klicken Sie auf OK.

  4. Auf der Registerkarte Allgemein können Sie einen Kommentar für die Warnung definieren und Leistungsindikatoren, Warnschwellenwerte sowie das Abtastintervall hinzufügen. Die folgende Abbildung zeigt eine Warnung, die auf einen Wert festgelegt ist, wenn die CPU-Verwendung 90 % übersteigt. Die CPU-Verwendung wird alle 5 Sekunden überprüft, wobei es sich um einen Standardwert handelt. Zu diesem Zeitpunkt wird diese Warnung nicht protokolliert.

    Beispiel Systemmonitor - Warnung hohe CPU-Auslastung
  5. Auf der Registerkarte Aktionen können Sie Aktionen definieren, die ausgeführt werden sollen, wenn eine Warnung von den Leistungsindikatordaten ausgelöst wird. In der folgenden Abbildung ist die Warnung darauf festgelegt, dass das Leistungsprotokoll namens „CPU, MEMORY, DISC“ gestartet wird. Dies ist ein Beispiel für ein benutzerdefiniertes Leistungsprotokoll, das bereits früher erstellt wurde.

    Systemmonitor - Warnung hohe CPU-Auslastung, Registerkarte "Aktion"

    Beachten Sie in der voranstehenden Abbildung, dass eine der Optionen, wenn die Warnung ausgelöst wird, Folgendes Programm ausühren ist. Ein Beispiel, bei dem dieses Feature nützlich sein kann, ist, wenn USERDUMP oder ein anderes Tool ausgeführt werden soll, wenn CPU-Verwendungsspitzen von bis zu 100 % vorkommen.

  6. Auf der Registerkarte Zeitplan können Sie definieren, wann der Dienst mit der Überprüfung des in dieser Warnung festgelegten Zustands beginnen soll. Sie können sowohl den Start- als auch den Endzeitpunkt für Warnungen einrichten.

Nachdem Sie gefunden haben, wonach Sie im Leistungsprotokoll gesucht haben, können Sie die wesentlichen Informationen als HTML-Seite für die Anzeige auf anderen Computern speichern. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste in das Grafikfenster, und wählen Sie die Option Speichern unter.

Systemmonitor - Bildschirm "Speichern unter"

Dies ermöglicht Ihnen das Speichern der aktuellen Ansicht als HTML-Seite. Diese Seite können Sie jetzt an einen anderen Computer zur Anzeige schicken. Damit diese Datei ordnungsgemäß geöffnet werden kann, müssen Sie über das tatsächliche Leistungsprotokoll verfügen, aus dem Sie die Daten erhalten haben. Dieses Protokoll muss an exakt demselben Speicherort und unter demselben Namen wie bei der Speicherung als HTML-Seite gespeichert werden. Diese HTML-Seite funktioniert mithilfe eines Microsoft ActiveX®-Steuerelements, das die Informationen aus der eigentlichen Protokolldatei anzeigt. Speicherort und Name der Systemmonitor-Protokolldatei können in der HTML-Seite angezeigt und geändert werden. Wenn Sie die Seite beispielsweise in Editor öffnen, können Sie nach ProtokollDateiName001 suchen, wenn Sie nur eine Protokolldatei anzeigen. Sie können den Pfad und Namen des Protokolls nach Bedarf ändern.

Systemmonitor - Gespeicherte Ansicht von Leistungsindikatoren

Sobald der Speicherort übereinstimmt, können Sie die HTML-Datei, und sie wird im Browser angezeigt. Beachten Sie, dass Sie Leistungsindikatoren hinzufügen können, als ob der Systemmonitor tatsächlich ausgeführt wird.

Gespeicherte HTM-Datei des Systemmonitors, die im Browser als geöffnet angezeigt wird

Der Systemmonitor bietet standardmäßig Werte für Maximum, Minimum und Durchschnitt der abgetasteten Daten, dargestellt als vertikale Linien in Protokollen mit mehr als 100 Datenpunkten. Dies kann aufgrund der Darstellung der vertikalen Linien manchmal zu schwer lesbaren Grafiken führen. Die folgende Abbildung zeigt die Unübersichtlichkeit der vertikalen Linien.

PerfMon-Diagramm, das schwierig zu lesen ist

Zum Löschen der vertikalen Linien können Sie einen Registrierungseintrag auf Computern unter Windows Server 2003 und Windows XP ändern, um die Lesbarkeit von Grafiken, die eine große Menge von Informationen enthalten, zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 283110, Vertikale Linien werden in das Systemmonitor-Tool, die der Diagrammansicht verdecken angezeigt. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel derselben Grafik mit implementierter Änderung des Registrierungsschlüssels.

PerfMon-Diagramm, das nach KB283110 einfach zu lesen ist

Windows Server 2003 und Windows XP bieten zusätzliche Protokollieroptionen. Beispielsweise können Sie jetzt auch in eine SQL-Datenbank protokollieren. Darüber hinaus können Sie in eine Umlaufdatei protokollieren, was bedeutet, dass Sie die Protokolldateigröße vordefinieren können. Wenn die Datei dann während der Überwachung voll ist, wird sie, am Anfang der Datei beginnend, überschrieben. Wenn der Server über einen langen Zeitraum hinweg überwacht wird, können Sie den Systemmonitor tage- oder wochenlang ausführen und dann beenden, nachdem das Problem aufgetreten ist.

Wechseln Sie zum Einrichten der Umlaufprotokollierung zur Registerkarte Protokolldateien.

Systemmonitorfenster - Registerkarte "Protokolldateien"

 
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