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Outlook Anywhere

 

Gilt für: Exchange Server 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-08-26

In Microsoft Exchange Server 2013 ermöglicht es die Outlook Anywhere-Funktion, die früher als "RPC-über-HTTP" bekannt war, dass Clients, die Microsoft Outlook 2013, Outlook 2010 oder Outlook 2007 verwenden, von außerhalb des Unternehmensnetzwerks oder über das Internet mithilfe derWindows-Netzwerkkomponente "RPC-über-HTTP" eine Verbindung zu ihren Exchange-Servern herstellen können. In diesem Thema wird das Feature Outlook Anywhere beschrieben, und die Vorteile der Verwendung von Outlook Anywhere werden aufgelistet.

Inhalt

Outlook Anywhere und Exchange 2013

Vorteile der Verwendung von Outlook Anywhere

Bereitstellen von Outlook Anywhere

Verwalten von Outlook Anywhere

Outlook Anywhere – Koexistenz

Testen der Outlook Anywhere-Konnektivität

Die Windows-Proxykomponente "RPC-über-HTTP", die von Outlook Anywhere-Clients zum Herstellen von Verbindungen verwendet wird, schließt RPCs (Remote Procedure Calls, Remoteprozeduraufrufe) in eine HTTP-Schicht ein. Dadurch kann der Datenverkehr Netzwerkfirewalls passieren, ohne dass RPC-Ports geöffnet sein müssen. In Exchange 2013 ist diese Funktion standardmäßig aktiviert, weil die gesamte Outlook-Konnektivität über Outlook Anywhere bereitgestellt wird.

Outlook Anywhere bietet Clients, die Outlook 2013, Outlook 2010 oder Outlook 2007 für den Zugriff auf Ihre Exchange-Messaginginfrastruktur verwenden, die folgenden Vorteile:

  • Benutzer verfügen über den Remotezugriff auf Exchange-Server über das Internet.

  • Sie können dieselbe URL und denselben Namespace wie für Outlook Web App und Microsoft Exchange ActiveSync verwenden.

  • Sie können dasselbe SSL-Serverzertifikat (Secure Sockets Layer) wie für Outlook Web App und Exchange ActiveSync verwenden.

  • Nicht authentifizierte Anforderungen von Outlook können nicht auf Exchange-Server zugreifen.

  • Sie müssen für den Zugriff auf Exchange-Server über das Internet keine VPN-Verbindung (Virtual Private Network, virtuelles privates Netzwerk) verwenden.

  • Wenn Sie bereits Outlook Web App mit SSL oder Exchange ActiveSync mit SSL verwenden, müssen Sie keine weiteren Ports für das Internet öffnen.

  • Sie können die End-to-End-Clientkonnektivität für Outlook Anywhere und TCP-basierte Verbindungen mithilfe des Cmdlets Test-OutlookConnectivity testen.

In Exchange 2013 ist Outlook Anywhere standardmäßig aktiviert, weil die gesamte Outlook-Konnektivität über Outlook Anywhere bereitgestellt wird. Die einzige Aufgabe, die Sie nach der Bereitstellung ausführen müssen, um Outlook Anywhere erfolgreich verwenden zu können, ist die Installation eines gültigen SSL-Zertifikats auf Ihrem Clientzugriffsserver. Postfachserver in Ihrer Organisation benötigen nur das standardmäßige selbstsignierte SSL-Zertifikat.

Outlook Anywhere kann mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole oder der Exchange-Verwaltungsshell verwaltet werden.

Wenn Sie vorhaben, Exchange 2013 in einem Koexistenzszenario mit früheren Versionen von Exchange Server zu installieren, sind in Ihrer Organisation ggf. noch Outlook 2003-Clients vorhanden. Outlook 2003 ist kein unterstützter Client für Exchange 2013.

Bevor Sie Ihren Namespace nach Exchange 2013 verschieben, müssen Sie sicherstellen, dass alle Outlook-Clients einem Upgrade auf die Mindestversionen unterzogen wurden. Outlook 2007 oder höher ist für eine Outlook Anywhere-Verbindung mit Exchange 2013 erforderlich, selbst wenn sich das Zielpostfach weiter in Exchange 2007 oder Exchange 2010 befindet.

Sie können die End-to-End-Konnektivität eines Outlook-Clients testen, indem Sie einen der folgenden Schritte ausführen:

  • Führen Sie das Cmdlet Test-OutlookConnectivity aus. Das Cmdlet testet auf Outlook Anywhere-Verbindungen (RPC-über-HTTP). Führt die Durchführung des Cmdlet-Tests zu einem Fehler, wird der fehlerhafte Schritt in der Ausgabe aufgeführt. Ausführliche Informationen zu Syntax und Parametern finden Sie unter Test-OutlookConnectivity.

  • Führen Sie den Outlook Anywhere-Verbindungstest mithilfe der Exchange-Remoteverbindungsuntersuchung (Exchange Remote Connectivity Analyzer, ExRCA) aus. Wenn Sie diesen Test ausführen, erhalten Sie eine ausführliche Zusammenfassung, in der angegeben ist, wo der Fehler im Test aufgetreten ist und mit welchen Schritten Sie die Probleme lösen können. Weitere Informationen finden Sie unter Exchange-Remoteverbindungsuntersuchung.

Beide Tests versuchen, sich über Outlook Anywhere anzumelden, nachdem sie die Servereinstellungen vom AutoErmittlungsdienst abgerufen haben. Die End-to-End-Überprüfung umfasst Folgendes:

  • Testen der AutoErmittlungskonnektivität

  • Überprüfen von DNS

  • Überprüfen von Zertifikaten (ob der Zertifikatsname mit der Website übereinstimmt, das Zertifikat abgelaufen oder vertrauenswürdig ist)

  • Überprüfen, ob die Firewall ordnungsgemäß eingerichtet ist (ExRCA überprüft die Gesamteinrichtung der Firewall. Das Cmdlet prüft die Windows-Firewallkonfiguration.)

  • Bestätigen der Clientkonnektivität durch Anmelden am Benutzerpostfach

 
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