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Exchange-Verwaltungsshell

 

Gilt für: Exchange Server 2013, Exchange Online

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-11-06

Die Exchange-Verwaltungsshell, die auf der Windows PowerShell-Technologie basiert, bietet eine leistungsstarke Befehlszeilenschnittstelle für Microsoft Exchange Server 2013, die die Automatisierung von Verwaltungsaufgaben ermöglicht. Mit der Shell können Sie jeden Aspekt von Exchange verwalten. Sie können neue E-Mail-Konten aktivieren, Sende- und Empfangsconnectors erstellen, Datenbankeigenschaften konfigurieren, Verteilergruppen verwalten und mehr. Mit der Shell können alle über die Exchange-Verwaltungskonsole ausführbaren Aufgaben ausgeführt werden, wie auch weitere Aufgaben, die Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole nicht ausführen können. Wenn Sie eine Aufgabe in der Exchange-Verwaltungskonsole ausführen, ist es in Wirklichkeit die Shell, die im Hintergrund tätig ist.

Die Shell stellt zudem eine stabile und flexible Skriptplattform bereit, mit der die Komplexität aktueller Microsoft Visual Basic-Skripts verringert werden kann. Aufgaben, für die zuvor viele Zeilen in Visual Basic-Skripts erforderlich waren, können nun über die Shell mit nur einer Codezeile ausgeführt werden. Die Shell bietet diese Flexibilität, da in ihr nicht Text als Grundlage für die Interaktion mit dem System verwendet wird, sondern ein Objektmodell, das auf der Microsoft .NET-Plattform basiert. Dieses Objektmodell ermöglicht es den Shell-Cmdlets, die Ausgabe eines Befehls während der Ausführung für nachfolgende Befehle zu übernehmen.

Wenn Sie sofort mit der Verwendung der Shell beginnen möchten, lesen Sie den Abschnitt „Grundlagen der Exchange-Verwaltungsshell“ weiter unten in diesem Thema. Eine Liste der in Exchange 2013 enthaltenen Cmdlets finden Sie unter Exchange 2013-Cmdlets. Außerdem finden Sie im vorliegenden Thema weitere Informationen zur Shell in Exchange 2013.

Suchen Sie eine Liste der Themen zur Shell? Weitere Informationen finden Sie unter Dokumentation zur Shell.

Mit Exchange 2013 können Sie eine Verbindung zu einer Remotesitzung auf einem Remotecomputer mit Exchange 2013 herstellen, um Befehle auf diesem Remotecomputer auszuführen. Unabhängig davon, ob Sie die Shell für die Verwaltung eines lokalen Servers verwenden oder für die Verwaltung eines Servers an einem weit entfernten Standort, wird die Remoteshell verwendet, um den Vorgang in Exchange 2013 auszuführen. Wenn die Exchange-Verwaltungstools installiert sind und Sie die Shell verwenden möchten, sollten Sie sich an das unter Öffnen der Shell beschriebene Verfahren halten.

Wenn Sie in Exchange 2013 auf die Verknüpfung "Shell" klicken, wird Windows PowerShell geöffnet. Anders als in Microsoft Exchange Server 2007, wo eine lokale Windows PowerShell verwendet wird, wird kein Windows PowerShell-Snap-In für Exchange geladen. Stattdessen wird von Windows PowerShell mithilfe einer erforderlichen Komponente, der Exchange 2013-Remoteverwaltung 3.0, eine Verbindung zum nächstgelegenen Server mit Windows hergestellt. Danach werden Authentifizierungsprüfungen vorgenommen, und eine Remotesitzung wird erstellt, die Sie verwenden können. Beim Erstellen der Remotesitzung erhalten Sie lediglich Zugriff auf die Cmdlets und Parameter, die den Ihnen zugewiesenen Verwaltungsrollengruppen und Verwaltungsrollen zugeordnet sind. Weitere Informationen dazu, wie Exchange Rollengruppen und Rollen verwendet, um zu verwalten, wer welche Aufgaben ausführen kann, finden Sie unter Berechtigungen.

Ein Vorteil der Remoteshell ist, dass Sie keine Exchange-spezifischen Tools auf dem Computer installieren müssen. Mit Windows PowerShell, .NET Framework 4.5 und Windows Remote Management 3.0 auf einem beliebigen Computer unter Windows 7, Windows 8, Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (SP1) oder Windows Server 2012 können Sie eine Verbindung mit einem Remotecomputer mit Exchange 2013 herstellen, um ihn zu verwalten. Doch obgleich es möglich ist, einen Server mit Exchange 2013 ausschließlich mit Windows PowerShell, .NET Framework 4.5 und der Windows-Remoteverwaltung 3.0 zu verwalten, empfiehlt es sich, die Exchange-Verwaltungstools auf jedem Computer zu installieren, den Sie für die Verwaltung von Exchange 2013 verwenden. Wenn die Exchange-Verwaltungstools nicht installiert sind, müssen Sie manuell eine Verbindung zum Remoteserver mit Exchange 2013 herstellen. Außerdem können Sie in diesem Fall nicht auf die zusätzlichen Funktionen zugreifen, die von den Exchange-Verwaltungstools bereitgestellt werden.

Weitere Informationen zum Herstellen einer Verbindung zu Exchange 2013-Servern, ohne dass die Exchange-Verwaltungstools installiert sind, finden Sie unter Herstellen einer Verbindung mit Exchange mithilfe der Remoteshell.

 
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