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Grundlegendes zur Remotegerätzurücksetzung

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2009-11-24

Mobiltelefone können vertrauliche Geschäftsdaten speichern und Zugriff auf viele Unternehmensressourcen bieten. Wenn ein Gerät verloren geht oder gestohlen wird, sind die Daten gefährdet. Mithilfe von Microsoft Exchange ActiveSync-Richtlinien können Sie eine Kennwortanforderung zu Mobiltelefonen hinzufügen. So müssen Benutzer ein Kennwort eingeben, um auf ihre Mobiltelefone zuzugreifen. Es wird empfohlen, nicht nur die Eingabe eines Gerätekennworts anzufordern, sondern die Mobiltelefone zusätzlich so zu konfigurieren, dass nach einer bestimmten Dauer ohne jegliche Aktivität automatisch die Eingabe eines Kennworts erforderlich ist. Die Kombination aus Gerätekennwort und Sperrung bei Inaktivität bietet eine erhöhte Sicherheit für die Geschäftsdaten.

Zusätzlich zu diesen Funktionen bietet Microsoft Exchange Server 2010 die Remotegerätzurücksetzung. Sie können den Befehl für die Remotegerätzurücksetzung über die Exchange-Verwaltungsshell starten. Benutzer können ihre eigenen Befehle für die Remotegerätzurücksetzung über die Microsoft Office Outlook Web App-Benutzeroberfläche ausführen.

Die Remotegerätzurücksetzung umfasst auch eine Bestätigungsfunktion, die einen Zeitstempel in die Synchronisierungsstatusdaten des Benutzerpostfachs schreibt. Dieser Zeitstempel wird in Outlook Web App und im Dialogfeld mit den Eigenschaften des Mobiltelefons des Benutzers in der Exchange-Verwaltungskonsole angezeigt.

WichtigWichtig:
Zusätzlich zum Zurücksetzen des Mobiltelefons auf die werkseitigen Standardeinstellungen kann die Remotegerätzurücksetzung auch sämtliche Daten auf Speicherkarten im Mobiltelefon löschen. Wenn Sie eine Remotegerätzurücksetzung für ein in Ihrem Besitz befindliches Mobiltelefon durchführen und die Daten auf der Speicherkarte erhalten bleiben sollen, müssen Sie die Speicherkarte entfernen, bevor die Remotegerätzurücksetzung gestartet wird.
VorsichtVorsicht:
Nach einer Remotegerätzurücksetzung ist es äußerst schwierig, Daten wiederherzustellen. Es gibt jedoch keinen Datenentfernungsvorgang, der ein Gerät so rückstandsfrei von verbliebenen Daten hinterlässt, wie es bei einem neuen Gerät der Fall ist. Die Wiederherstellung der Daten eines Geräts kann mithilfe von Spezialtools auch weiterhin möglich sein.

Die lokale Gerätzurücksetzung ist der Mechanismus, bei dem ein Mobiltelefon seine Daten selbst löscht, ohne dass eine Anforderung für diesen Vorgang vom Server empfangen wurde. Wenn in Ihrer Organisation Exchange ActiveSync-Richtlinien implementiert sind, die eine maximale Anzahl von Versuchen für die Kennworteingabe festlegen, und wenn dieser Höchstwert überschritten wird, dann führt das Mobiltelefon eine lokale Gerätzurücksetzung durch. Das Ergebnis einer lokalen Gerätzurücksetzung entspricht dem einer Remotegerätzurücksetzung. Der werkseitig eingestellte Standardzustand des Geräts wird wiederhergestellt. Wenn ein Mobiltelefon eine lokale Gerätzurücksetzung ausführt, wird keine Bestätigung an den Exchange-Server gesendet.

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