(0) exportieren Drucken
Alle erweitern
Verwandte Hilfethemen
Loading
Keine Ressourcen gefunden
Verwandte Blog-Artikel
Loading
Keine Ressourcen gefunden
Erweitern Minimieren

Grundlegendes zu Transportwarteschlangen

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-04-28

Dieses Thema enthält eine Übersicht über Warteschlangen in Microsoft Exchange Server 2010 und die dazugehörigen Verwaltungsaufgaben, die Administratoren ausführen können.

Möchten Sie wissen, welche Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit Transportservern gibt? Informationen hierzu finden Sie unter Verwalten von Transportservern.

Inhalt

Übersicht

Warteschlangendatenbank-Dateien

Warteschlangenverwaltung

Wiederholungsintervalle, Intervalle für die erneute Übermittlung und Ablaufintervalle für Nachrichten

Eine Warteschlange ist ein temporärer Speicherort für Nachrichten, die auf den Eintritt in die nächste Verarbeitungsphase warten. Jede Warteschlange stellt einen logischen Satz von Nachrichten dar, die ein Transportserver in einer bestimmten Reihenfolge verarbeitet.

Die Exchange-Verwaltungsshell und die Warteschlangenanzeige bieten zwei Möglichkeiten zum Arbeiten mit Warteschlangen. Beide Tools ermöglichen das Anzeigen des Status und Inhalts von Warteschlangen sowie detaillierter Nachrichteneigenschaften. Beide dienen auch zum Ausführen von Aktionen, mit denen Warteschlangen bzw. in diesen enthaltene Nachrichten geändert werden können.

Exchange 2010 arbeitet zum Speichern von Warteschlangen mit einer ESE-Datenbank (Extensible Storage Engine). ESE, früher als JET bezeichnet, ist ein Verfahren, das eine hardwarenahe API für die zugrunde liegenden Datenbankstrukturen in Exchange definiert.

Aus dem Internet stammende bzw. in das Internet gehende Nachrichten werden auf den Computern, auf denen die Edge-Transport-Serverrolle installiert ist, in einer Warteschlange abgelegt. In der Exchange 2010-Organisation übertragene Nachrichten werden auf den Computern in einer Warteschlange abgelegt, auf denen die Hub-Transport-Serverrolle installiert ist.

Das Routing einer Nachricht bestimmt den Typ von Warteschlange, in der eine Nachricht gespeichert wird. In Exchange 2010 gibt es die folgenden Warteschlangentypen:

  • Übermittlungswarteschlange   Eine vom Kategorisierungsmodul verwendete beständige Warteschlange, in der alle Nachrichten gesammelt werden, die von Transport-Agents aufgelöst, weitergeleitet und verarbeitet werden müssen. Das Kategorisierungsmodul ist eine Komponente des Exchange-Transports, die alle eingehenden Nachrichten verarbeitet und basierend auf Informationen zu den vorgesehenen Empfängern bestimmt, was mit den Nachrichten geschehen soll. In Exchange 2010 nutzt der Edge-Transport-Server das Kategorisierungsmodul zum Weiterleiten der Nachricht zum gewünschten Ziel. Der Hub-Transport-Server verwendet das Kategorisierungsmodul zum Erweitern von Verteilerlisten und Bestimmen alternativer Empfänger und Weiterleitungsadressen. Nachdem das Kategorisierungsmodul vollständige Informationen zu Empfängern abgerufen hat, nutzt es diese zum Anwenden von Richtlinien, Weiterleiten der Nachricht und Durchführen einer Inhaltskonvertierung.

    Alle Nachrichten, die von einem Transportserver empfangen werden, gelangen über die Übermittlungswarteschlange in die Verarbeitung. Nachrichten werden über einen Empfangsconnector, das PICKUP-Verzeichnis oder den Informationsspeichertreiber übermittelt. Das Kategorisierungsmodul ruft Nachrichten aus dieser Warteschlange ab und bestimmt u. a. den Standort des Empfängers und die Route zu diesem Standort. Nach der Kategorisierung wird die Nachricht in eine Zustellungswarteschlange oder die Nicht-erreichbar-Warteschlange verschoben. Jeder Exchange 2010-Transportserver hat nur eine Übermittlungswarteschlange. Nachrichten, die sich in der Übermittlungswarteschlange befinden, können sich nicht gleichzeitig in anderen Warteschlangen befinden.

  • Postfachzustellungs-Warteschlange   Die Postfachzustellungs-Warteschlangen enthalten Nachrichten, die gerade mithilfe des verschlüsselten RPC-Protokolls von Exchange an einen Postfachserver übermittelt werden. Postfachzustellungs-Warteschlangen sind nur auf Hub-Transport-Servern vorhanden. Postfachzustellungs-Warteschlangen enthalten Nachrichten, die an Postfachempfänger übermittelt werden, deren Postfachdaten auf einem Postfachserver gespeichert sind, der sich am selben Standort wie der Hub-Transport-Server befindet. Auf einem Hub-Transport-Server können mehrere Postfachzustellungs-Warteschlangen vorhanden sein. Der nächste Hop einer Postfachzustellungs-Warteschlange ist der Distinguished Name des Postfachspeichers.

  • Remotezustellungswarteschlange   Remotezustellungswarteschlangen enthalten Nachrichten, die mithilfe von SMTP an einen Remoteserver übermittelt werden. Remotezustellungswarteschlangen können sowohl auf Hub-Transport- als auch auf Edge-Transport-Servern vorhanden sein, wobei auf jedem Server mehrere Remotezustellungswarteschlangen möglich sind. Jede Remotezustellungswarteschlange enthält Nachrichten, die an Empfänger mit demselben Zustellungsziel weitergeleitet werden. Auf einem Edge-Transport-Server sind diese Ziele externe SMTP-Domänen oder SMTP-Connectors. Auf einem Hub-Transport-Server befinden sich diese Ziele außerhalb des Active Directory-Standorts, an dem sich der Hub-Transport-Server befindet. Remotezustellungswarteschlangen werden je nach Bedarf dynamisch erstellt und automatisch vom Server gelöscht, wenn sie keine Nachrichten mehr enthalten und die konfigurierbare Ablaufzeit verstrichen ist. Eine Remotezustellungswarteschlange wird standardmäßig nach drei Minuten gelöscht, nachdem die letzte Nachricht die Warteschlange verlassen hat. Der nächste Hop einer Remotezustellungswarteschlange ist der Name einer SMTP-Domäne, der Name oder die IP-Adresse eines Smarthosts oder der Name eines Active Directory-Standorts.

  • Warteschlange für nicht verarbeitbare Nachrichten   Die Warteschlange für nicht verarbeitbare Nachrichten ist eine spezielle Warteschlange zum Isolieren von erkannten Nachrichten, die nach einem Serverausfall für das Exchange 2010-System möglicherweise nachteilig sein können. Nachrichten mit Fehlern, die möglicherweise schwerwiegend für das Exchange-System sind, werden in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten abgelegt. Diese Warteschlange ist meist leer. Wenn keine potenziell schädlichen Nachrichten vorhanden sind, wird die Warteschlange nicht in der Warteschlangenanzeige angezeigt. Die Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten hat stets den Status "Bereit". Alle Nachrichten in dieser Warteschlange haben standardmäßig den Status "Angehalten". Die Nachrichten können gelöscht werden, wenn sie als nachteilig für das System eingestuft werden. Wenn das Ereignis, das die Eingabe der Nachricht in die Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten ausgelöst hat, erwiesenermaßen in keinem Zusammenhang mit der Nachricht steht, kann die Zustellung der Nachricht fortgesetzt werden. Bei Fortsetzung der Zustellung wird die Nachricht in die Übermittlungswarteschlange verschoben.

  • Nicht-erreichbar-Warteschlange   Jeder Transportserver darf nur eine Nicht-erreichbar-Warteschlange haben. In der Nicht-erreichbar-Warteschlange befinden sich Nachrichten, die nicht an die jeweiligen Ziele weitergeleitet werden können. Ein nicht erreichbares Ziel wird in der Regel durch Konfigurationsänderungen verursacht, durch die sich der Routingpfad für die Zustellung verändert hat. Unabhängig vom Ziel werden alle Nachrichten mit nicht erreichbaren Empfängern in dieser Warteschlange abgelegt.

In der folgenden Tabelle sind die Warteschlangen, die sich auf einem Hub-Transport-Server oder einem Edge-Transport-Server befinden, zusammen mit ihren Merkmalen aufgelistet.

Auf einem Hub-Transport-Server oder einem Edge-Transport-Server vorhandene Warteschlangen

Warteschlangenname Serverrolle Anzahl der Warteschlangen auf dem Server

Postfachzustellungs-Warteschlange

Hub-Transport

Eine Warteschlange für jeden eindeutigen Postfachzielserver

Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten

Edge-Transport

Hub-Transport

1

Remotezustellungswarteschlange

Edge-Transport

Hub-Transport

Edge-Transport: Eine Warteschlange für jede eindeutige SMTP-Zieldomäne oder jeden Smarthost

Hub-Transport: Eine Warteschlange für jeden eindeutigen Active Directory-Remotestandort.

Übermittlungswarteschlange

Edge-Transport

Hub-Transport

1

Nicht-erreichbar-Warteschlange

Edge-Transport

Hub-Transport

1

Wird eine Nachricht vom Transport empfangen, wird ein Transportmailelement erstellt und in der Datenbank gespeichert. Dem in die Datenbank eingegebenen Transportmailelement wird eine eindeutige ID zugewiesen. Wenn eine Nachricht bzw. ein Transportmailelement an mehrere Empfänger weitergeleitet wird, kann das Element mehr als ein Ziel haben. Jedes Ziel stellt eine getrennte Routinglösung für das Transportmailelement dar, und jede Routinglösung bewirkt die Erstellung eines weitergeleiteten Mailelements.

Das weitergeleitete Mailelement ist ein Verweis auf das Transportmailelement und die Operationseinheit für Warteschlangenaktionen. Wenn ein Transportmailelement mehr als eine Routinglösung hat, verweisen mehrere weitergeleitete Mailelemente auf dasselbe Transportmailelement. Eine Nachricht, die an Empfänger in zwei verschiedenen Domänen gesendet wird, erscheint in den Zustellungswarteschlangen als zwei unterschiedliche Nachrichten, auch wenn in der Datenbank nur ein E-Mail-Transportelement vorhanden ist.

Das Kategorisierungsmodul sendet Nachrichten an die Nicht-erreichbar-Warteschlange, wenn keine bekannte Route zu den jeweiligen Zielen vorhanden ist. Normalerweise wird ein nicht erreichbares Ziel durch einen Konfigurationsfehler verursacht, der sich auf den Zustellungspfad auswirkt. Nachrichten werden z. B. an die Nicht-erreichbar-Warteschlange gesendet, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Remotezustellungswarteschlange "Contoso.com" enthält Nachrichten.

  • Sie löschen den Sendeconnector, der zum Erreichen der Domäne "Contoso.com" verwendet wird.

Die Nachrichten in der Nicht-erreichbar-Warteschlange weisen standardmäßig den Status Bereit auf. Nachrichten in der Nicht-erreichbar-Warteschlange werden niemals automatisch erneut übermittelt. Nachrichten verbleiben in der Nicht-erreichbar-Warteschlange, bis sie von einem Administrator manuell erneut übermittelt oder entfernt werden oder bis der im Parameter MessageExpirationTimeOut angegebene Wert überschritten ist.

Die Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten enthält Nachrichten, die nach einem Serverausfall als potenziell gefährlich für den Exchange 2010-Server eingestuft werden. Diese Nachrichten können aufgrund ihres Inhalts und Formats eine Gefahr darstellen. Sie können auch das Ergebnis eines fehlerhaft geschriebenen Agents sein, der beim Verarbeiten der verdächtigen Nachricht zu einem Ausfall des Exchange-Servers führte. Alle Nachrichten in der Warteschlange für nicht verarbeitbare Nachrichten befinden sich in einem dauerhaft angehaltenen Zustand. Die Nachrichten in der Warteschlange für nicht verarbeitbare Nachrichten können mit dem Cmdlet Retry-Queue mit dem Parameter Resubmit nicht erneut übermittelt werden. Wenn Sie die Nachrichten in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten erneut übermitteln möchten, verwenden Sie die Warteschlangenanzeige oder das Cmdlet Resume-Message zum Fortsetzen der Nachrichten. Die Nachrichten in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten werden niemals automatisch fortgesetzt und laufen nicht ab. Nachrichten verbleiben in der Warteschlange für nicht verarbeitbare Nachrichten, bis sie manuell von einem Administrator wieder aufgenommen oder entfernt werden.

Zurück zum Seitenanfang

Die unterschiedlichen Warteschlangen werden in einer einzigen ESE-Datenbank gespeichert. Diese Warteschlangendatenbank befindet sich standardmäßig unter C:\Programme\Microsoft\Exchange Server\TransportRoles\data\Queue.

Wie jede ESE-Datenbank verwendet die Warteschlangendatenbank Protokolldateien, um Daten zu akzeptieren, nachzuverfolgen und zu warten. Zum Verbessern der Leistung werden alle Nachrichtentransaktionen zuerst in Protokolldateien und in den Arbeitsspeicher und dann in die Datenbankdatei geschrieben. Die Prüfpunktdatei verfolgt die Transaktionsprotokolleinträge, für die ein Commit in der Datenbank ausgeführt wurde. Während eines normalen Herunterfahrens des Microsoft Exchange-Transportdiensts wird für Änderungen an der Datenbank, für die noch kein Commit in der Datenbank vorgenommen wurde und die sich in den Transaktionsprotokollen befinden, ein Commit in der Datenbank ausgeführt.

Für die Warteschlangendatenbank wird die Umlaufprotokollierung verwendet. Dies bedeutet, dass der Verlauf der Transaktionen, für die ein Commit ausgeführt wurde und die sich in den Transaktionsprotokollen befinden, nicht erhalten bleibt. Alle Transaktionsprotokolle, die älter als der aktuelle Prüfpunkt sind, werden sofort und automatisch gelöscht. Daher können die Transaktionsprotokolle für die Wiederherstellung der Warteschlangendatenbank aus der Sicherung nicht wiedergegeben werden.

In der folgenden Tabelle sind die Dateien aufgelistet, aus denen die Warteschlangendatenbank besteht.

Dateien, aus denen die Warteschlangendatenbank besteht

Datei Beschreibung

Mail.que

In dieser Warteschlangendatenbank-Datei sind alle in der Warteschlange befindlichen Nachrichten gespeichert.

Tmp.edb

Diese temporäre Datenbankdatei wird verwendet, um das Schema der Warteschlangendatenbank beim Starten zu überprüfen.

Trn*.log

In diesem Transaktionsprotokoll werden alle Änderungen an der Warteschlangendatenbank aufgezeichnet. Änderungen an der Datenbank werden zuerst in das Transaktionsprotokoll geschrieben. Anschließend wird ein Commit in der Datenbank ausgeführt. Trn.log ist die derzeit aktive Transaktionsprotokolldatei. Trntmp.log ist die nächste bereitgestellte Transaktionsprotokolldatei, die im Voraus angelegt wird. Wenn die vorhandene Trn.log-Transaktionsprotokolldatei ihre maximale Größe erreicht, wird Trn.log in Trnnnnn.log umbenannt, wobei es sich bei nnnn um eine fortlaufende Nummer handelt. Trntmp.log wird anschließend in Trn.log umbenannt und wird zur aktuellen aktiven Transaktionsprotokolldatei.

Trn.chk

Diese Prüfpunktdatei verfolgt die Transaktionsprotokolleinträge, für die ein Commit in der Datenbank ausgeführt wurde. Diese Datei befindet sich immer am gleichen Speicherort wie die Datei mail.que.

Trnres00001.jrs

Trnres00002.jrs

Diese Reserve-Transaktionsprotokolldateien dienen als Platzhalter. Sie werden nur verwendet, wenn die Festplatte, auf der die Transaktionsprotokolldateien gespeichert sind, nicht mehr genügend Speicherplatz aufweist, um ein ordnungsgemäßes Beenden der Warteschlangendatenbank zu ermöglichen.

Zum Konfigurieren der Warteschlangendatenbank kann nicht die Exchange-Verwaltungskonsole oder die Shell verwendet werden. Sie konfigurieren die Warteschlangendatenbank durch Bearbeiten der Datei EdgeTransport.exe.config. Die Datei EdgeTransport.exe.config ist eine XML-Anwendungskonfigurationsdatei, die der Datei EdgeTransport.exe zugeordnet ist.

Weitere Informationen zur Datei EdgeTransport.exe.config finden Sie unter Grundlegendes zur Konfigurationsdatei "EdgeTransport.exe".

Im Abschnitt <appSettings> der Datei EdgeTransport.exe.config können Sie neue Konfigurationsoptionen hinzufügen oder vorhandene Konfigurationsoptionen ändern. Es stehen außerdem viele Konfigurationsoptionen zur Verfügung, die nicht mit der Warteschlangendatenbank zusammenhängen. Sie gehören jedoch nicht zu diesem Thema und werden daher hier nicht erörtert.

Die Konfigurationsoptionen für die Warteschlangendatenbanken, die in der Datei EdgeTransport.exe.config zur Verfügung stehen, werden in der folgenden Tabelle beschrieben.

Konfigurationsoptionen für die Nachrichtenwarteschlangen-Datenbank in der Datei "EdgeTransport.exe.config"

Parametername Beschreibung

QueueDatabaseBatchSize

Dieser Parameter gibt die Anzahl der Datenbank-E/A-Vorgänge an, die vor ihrer Ausführung in einer Gruppe zusammengefasst werden können. Der Standardwert ist 40.

QueueDatabaseBatchTimeout

Dieser Parameter gibt den maximalen Zeitraum in Millisekunden an, für den die Datenbank auf die Gruppierung mehrerer Datenbank-E/A-Vorgänge wartet, bevor diese ausgeführt werden. Die Datenbank-E/A-Vorgänge werden ohne Warten auf weitere Vorgänge ausgeführt, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Anzahl der Datenbank-E/A-Vorgänge, die im Parameter QueueDatabaseBatchSize angegeben ist, wurde nicht erreicht.

  • Der im Parameter QueueDatabaseBatchTimeout angegebene Zeitraum ist verstrichen.

Der Standardwert ist 100.

QueueDatabaseMaxConnections

Dieser Parameter gibt die Anzahl der ESE-Datenbankverbindungen an, die geöffnet sein dürfen. Der Standardwert ist 4.

QueueDatabaseLoggingBufferSize

Dieser Parameter gibt den Arbeitsspeicher an, der zum Zwischenspeichern von Transaktionsdatensätzen verwendet wird, bevor diese in die Transaktionsprotokolldatei geschrieben werden. Der Standardwert ist 5242880 Byte.

QueueDatabaseLoggingFileSize

Dieser Parameter gibt die maximale Größe einer Transaktionsprotokolldatei an. Wenn die maximale Größe der Protokolldatei erreicht wird, wird eine neue Protokolldatei geöffnet. Der Standardwert ist 5242880 Byte.

QueueDatabaseLoggingPath

Dieser Parameter gibt das Standardverzeichnis für die Protokolldateien der Warteschlangendatenbank an. Der Standardwert ist C:\Programme\Microsoft\Exchange Server\TransportRoles\data\Queue. Stellen Sie Sie vor dem Ändern des Protokollierungsverzeichnisses für die Warteschlangendatenbank sicher, dass das neue Verzeichnis vorhanden ist. Vergewissern Sie sich außerdem, dass die folgenden Dateiberechtigungen darauf angewendet werden: Netzwerkdienst: Vollzugriff; System: Vollzugriff; Administratoren: Vollzugriff.

QueueDatabaseMaxBackgroundCleanupTasks

Dieser Parameter gibt die maximale Anzahl von Arbeitselementen der Hintergrundbereinigung an, die gleichzeitig in der Warteschlange des Datenbankmodul-Threadpools eingestellt sein können. Der Standardwert ist 32.

QueueDatabaseOnlineDefragEnabled

Der Parameter aktiviert oder deaktiviert die geplante Onlinedefragmentierung der Nachrichtenwarteschlangen-Datenbank. Der Standardwert ist $true.

QueueDatabaseOnlineDefragSchedule

Dieser Parameter gibt die Tageszeit zum Starten der Onlinedefragmentierung der Nachrichtenwarteschlangen-Datenbank im 24 Stunden-Format an. Geben Sie den Wert als Zeitpunkt ein: hh:MM:SS, wobei h = Stunden, M = Minuten und S = Sekunden angibt. Der Standardwert ist 1:00:00, also 1:00 Uhr morgens.

QueueDatabaseOnlineDefragTimeToRun

Dieser Parameter gibt den Zeitraum an, während dessen der Onlinedefragmentierungstask ausgeführt werden darf. Selbst wenn der Defragmentierungstask nicht in der angegebenen Zeit abgeschlossen wird, wird die Warteschlangendatenbank in einem konsistenten Zustand zurückgelassen. Geben Sie den Wert als Zeitraum ein: hh:MM:SS, wobei h = Stunden, M = Minuten und S = Sekunden angibt. Der Standardwert ist 3:00:00.

QueueDatabasePath

Dieser Parameter gibt das Standardverzeichnis für die Dateien der Warteschlangendatenbank an. Der Standardwert ist C:\Programme\Microsoft\Exchange Server\TransportRoles\data\Queue. Stellen Sie vor dem Ändern des Verzeichnisses für die Warteschlangendatenbank sicher, dass das neue Verzeichnis vorhanden ist. Vergewissern Sie sich außerdem, dass die folgenden Dateiberechtigungen darauf angewendet werden: Netzwerkdienst: Vollzugriff; System: Vollzugriff; Administratoren: Vollzugriff.

Zurück zum Seitenanfang

Wenn ein Problem bei der Nachrichtenübermittlung auftritt oder Spam-E-Mails eingehen, können Sie den Status von Warteschlangen und den darin enthaltenen Nachrichten ändern. Sie können eine Aktion auf ein einzelnes Objekt oder mehrere ausgewählte Objekte anwenden. Mithilfe der grafischen Benutzeroberfläche der Warteschlangenanzeige und der Befehle in der Exchange 2010-Shell können Sie Informationen zu Nachrichten und Zustellungswarteschlangen abrufen. Nach Abruf dieser Informationen können Sie die Warteschlangen und Nachrichten auswählen, die Sie verwalten möchten.

Mithilfe der Warteschlangenanzeige oder mit den Befehlen in der Shell können Sie Filterkriterien definieren, um die zu verwaltenden Warteschlangen und Nachrichten festzulegen. Die Filterkriterien basieren auf den folgenden Attributen:

  • Warteschlangenstatus

  • Warteschlangeneigenschaften

  • Nachrichtenstatus

  • Nachrichteneigenschaften

Weitere Informationen zum Filtern von Warteschlangen finden Sie unter Filtern von Warteschlangen. Weitere Informationen zum Filtern von Nachrichten finden Sie unter Filtern von Nachrichten in Warteschlangen.

Über die Warteschlangenanzeige und mit den Befehlen in der Shell können Sie Informationen zu Warteschlangen und Nachrichten anzeigen. Mit diesen Tools können Sie auch die folgenden Aktionen ausführen:

  • Warteschlange anhalten   Diese Aktion verhindert vorübergehend die Zustellung von Nachrichten, die sich gegenwärtig in der Warteschlange befinden. Die Warteschlange nimmt weiter neue Nachrichten auf, ohne dass Nachrichten die Warteschlange verlassen. Weitere Informationen finden Sie unter Anhalten von Warteschlangen.

  • Warteschlange fortsetzen   Diese Aktion hebt das Anhalten der Warteschlange auf und ermöglicht die Fortsetzung der Zustellung von in der Warteschlange abgelegten Nachrichten. Weitere Informationen finden Sie unter Fortsetzen von Warteschlangen.

  • Warteschlange wiederholen   Wenn eine Verbindung mit dem nächsten Hop für eine Warteschlange einen Fehler verursacht, wird ein Wiederholungszeitgeber festgelegt. Mit diesem Zeitgeber werden nachfolgende Verbindungsversuche geplant. Diese Aktion setzt den nächsten geplanten Verbindungsversuch außer Kraft und versucht, sofort eine Verbindung mit dem nächsten Hop herzustellen. Kommt keine Verbindung zu Stande, wird der nächste Wiederholungszeitpunkt zurückgesetzt. Weitere Informationen finden Sie unter Warteschlangen für Wiederholungsversuche.

    Sie können auch das Cmdlet Retry-Queue mit dem Parameter Resubmit verwenden, um zu veranlassen, dass die Nachrichten in der Warteschlange nochmals an die Übermittlungswarteschlange übermittelt werden und den Kategorisierungsprozess erneut durchlaufen. Sie können Nachrichten, die den folgende Status besitzen, manuell erneut übermitteln:

    • Postfachzustellungs-Warteschlangen oder Remotezustellungswarteschlangen, die den Status Wiederholen aufweisen. Die Nachrichten in den Warteschlangen dürfen nicht den Status Angehalten aufweisen.

    • Nachrichten in der Nicht-erreichbar-Warteschlange, die nicht den Status "Angehalten" aufweisen.

    • Nachrichten in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten.

    Weitere Informationen finden Sie unter Erneutes Übermitteln von Nachrichten in Warteschlangen.

  • Nachricht anhalten   Diese Aktion verhindert vorübergehend die Zustellung einer Nachricht. Über diese Aktion können Sie die Zustellung einer Nachricht an alle Empfänger in einer bestimmten Warteschlange oder an alle Empfänger in allen Warteschlangen anhalten. Weitere Informationen finden Sie unter Anhalten von Nachrichten.

  • Nachricht fortsetzen   Diese Aktion hebt das Anhalten der Nachricht auf und ermöglicht die Fortsetzung der Zustellung von in der Warteschlange abgelegten Nachrichten. Über diese Aktion können Sie die Zustellung einer Nachricht an alle Empfänger in einer bestimmten Warteschlange oder an alle Empfänger in allen Warteschlangen fortsetzen. Sie können diese Aktion auch verwenden, um Nachrichten aus der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten erneut zu übermitteln. Weitere Informationen finden Sie unter Fortsetzen von Nachrichten.

  • Nachricht entfernen   Diese Aktion verhindert endgültig die Zustellung einer Nachricht. Über diese Aktion können Sie die Zustellung einer Nachricht an beliebige Empfänger in einer angegebenen Warteschlange oder an alle Empfänger in allen Warteschlangen verhindern. Sie können diese Aktion auch so konfigurieren, dass ein Unzustellbarkeitsbericht an den Absender gesendet wird, wenn die Nachricht entfernt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Entfernen von Nachrichten aus Warteschlangen.

  • Nachricht exportieren   Bei dieser Aktion wird eine Nachricht in den angegebenen Dateipfad kopiert. Die Nachrichten werden nicht aus der Warteschlange gelöscht, sondern es wird eine Kopie der Nachricht an einem Dateispeicherort gespeichert. Dadurch können Administratoren oder andere Unternehmensverantwortliche die Nachrichten später untersuchen. Bevor Sie eine Nachricht exportieren, müssen Sie die Nachricht in der Warteschlange anhalten, damit während des Exportvorgangs die normale Zustellung nicht fortgesetzt wird. Das Exportformat ist mit E-Mail-Anwendungen wie Microsoft Office Outlook kompatibel. Speichern Sie die Nachricht im EML-Format, um sicherzustellen, dass das Betriebssystem die Daten mit einer E-Mail-Anwendung verknüpft. Weitere Informationen finden Sie unter Exportieren von Nachrichten aus Warteschlangen.

Durch die Filterung werden unterschiedliche Ansichten der Warteschlangen generiert. Sie können die Warteschlangeneigenschaften als Filteroptionen verwenden. Durch die Angabe von Filterkriterien können Sie Warteschlangen schnell finden und Aktionen darauf anwenden. Die folgenden Szenarien zeigen beispielhaft, wie Sie die Nachrichtenübermittlung mithilfe der Warteschlangenfilterung verwalten können:

  • Sie erhalten eine Benachrichtigung von Microsoft System Center Operations Manager, die besagt, dass die Länge einer Warteschlange den festgelegten Grenzwert überschritten hat. Sie möchten herausfinden, ob ein serverweites Nachrichtenübermittlungsproblem vorliegt.

    Sie können einen Filter erstellen, um alle Warteschlangen mit einer Nachrichtenanzahl anzuzeigen, die das normale Maß überschreitet. Liegt ein Problem bei der Nachrichtenübermittlung vor, können Sie alle Warteschlangen in den Filterergebnissen auswählen und anhalten, während Sie Ihre Untersuchung fortsetzen.

  • Sie halten mehrere Warteschlangen an, um die Ursache von Nachrichtenübermittlungsproblemen zu ermitteln. Sie stellen fest, dass das Problem von einer nicht ordnungsgemäßen Connectorkonfiguration verursacht wurde und nun behoben ist.

    Sie können einen Filter erstellen, um alle Warteschlangen mit dem Status Angehalten anzuzeigen, und anschließend alle Warteschlangen in den Filterergebnissen auswählen und wieder aktivieren.

Mithilfe der Warteschlangeneigenschaften können Sie einen Filter erstellen und Warteschlangen ermitteln, welche die angegebenen Kriterien erfüllen. Die folgende Tabelle enthält die Warteschlangeneigenschaften, nach denen Sie filtern können, sowie die gültigen Werte dieser Eigenschaften.

Warteschlangeneigenschaften

Warteschlangeneigenschaft in der Warteschlangenanzeige Warteschlangeneigenschaft in der Shell Eigenschaftentyp Wert

Zustellungstyp

DeliveryType

Aufzählung

Dieser Wert wird von der Auswahl des nächsten Hops bestimmt. Die Auswahl des nächsten Hops legt fest, in welchen Warteschlangen zuzustellende Nachrichten abgelegt werden. Um die Zustellungstypeigenschaft in einem Filter anzugeben, müssen Sie die Konstantenwerte verwenden, die dem jeweiligen Typ zugewiesen sind. Der Zustellungstyp kann einen der folgenden Werte aufweisen:

  • DNSConnectorDelivery   Die an einen externen Empfänger zuzustellenden Nachrichten werden in einer Warteschlange mithilfe eines SMTP-Connectors abgelegt, der sich auf dem lokalen Server befindet und für die Verwendung von DNS (Domain Name System) für die Routingauflösung konfiguriert ist.

  • NonSmtpGatewayDelivery   Die an einen externen Empfänger zuzustellenden Nachrichten werden mithilfe eines Nicht-SMTP-Connectors auf dem lokalen Server in einer Warteschlange abgelegt.

  • SmartHostConnectorDelivery   Die an einen externen Empfänger zuzustellenden Nachrichten werden in der Warteschlange mithilfe eines SMTP-Connectors abgelegt, der sich auf dem lokalen Server befindet und für die Verwendung eines Smarthosts für die Routingauflösung konfiguriert ist.

  • SmtpRelayWithinAdSitetoEdge   Die an einen externen Empfänger zuzustellenden Nachrichten werden in der Warteschlange mithilfe eines SMTP-Connectors abgelegt, der sich auf einem Edge-Transport-Server befindet, der den lokalen Active Directory-Standort abonniert hat.

  • MapiDelivery   Die Nachrichten in der Warteschlange werden Empfängern zugestellt, deren Postfächer sich auf einem Postfachserver befinden, der sich am lokalen Active Directory-Standort befindet.

  • SmtpRelayWithinAdSite   Die Nachrichten in der Warteschlange werden an einen Hub-Transport-Server zugestellt, der sich am selben lokalen Active Directory-Standort wie der lokale Server befindet. Der Zielserver kann der Quellserver eines SMTP-Connectors, der Quellserver eines Routinggruppenconnectors oder ein Server für die Aufgliederung der Verteilerlisten sein.

  • SmtpRelaytoRemoteAdSite   Die Nachrichten in der Warteschlange werden an einen Server zugestellt, der sich an einem Active Directory-Remotestandort befindet. Der Zielserver kann der Quellserver eines Connectors, der für den Transport von Nachrichten an externe Empfänger konfiguriert ist, ein Server für die Aufgliederung der Verteilerlisten oder ein Hub-Transport-Server sein, der adressierte Nachrichten an Postfachempfänger zustellt, die sich am Active Directory-Remotestandort befinden.

  • SmtpRelaytoTiRg   Die Nachrichten in der Warteschlange werden einer Exchange Server 2003-Routinggruppe zugestellt. Der Zielserver kann der Quellserver eines Connectors, der für den Transport von Nachrichten an externe Empfänger konfiguriert ist, ein Server für die Aufgliederung der Verteilerlisten oder ein Exchange 2003-Bridgeheadserver sein, der adressierte Nachrichten an Postfachempfänger zustellt, die sich in der Routinggruppe befinden.

  • Nicht definiert   Die Nachrichten befinden sich in der Übermittlungswarteschlange, und das Ziel des nächsten Hops wurde noch nicht aufgelöst.

  • Nicht erreichbar   Die Nachrichten befinden sich in der Nicht-erreichbar-Warteschlange, und eine Route zum Empfänger konnte nicht ermittelt werden.

Identity

Identity

QueueIdentity

Dieser Wert gibt die Identität der Warteschlange an. Geben Sie die Warteschlangenidentität im Format Server\Ziel ein, wobei Ziel für eine Remotedomäne, einen Postfachserver, den Namen einer beständigen Warteschlange oder die ganze Zahl steht, mit der diese Warteschlange in der Warteschlangendatenbank identifiziert wird.

Letzter Fehler

LastError

Zeichenfolge

Dieser Wert gibt eine Textzeichenfolge mit dem letzten für eine Warteschlange aufgezeichneten Fehler an.

Zeitpunkt der letzten Wiederholung

LastRetryTime

DateTime

Dieser Wert gibt den Zeitpunkt des letzen Verbindungsversuchs für eine Warteschlange mit dem Status Wiederholen an.

Anzahl Nachrichten

MessageCount

Ulong

Dieser als ganze Zahl ausgedrückte Wert gibt die Anzahl von Elementen in der Warteschlange an.

Nächster Hopconnector

NextHopConnector

GUID

Dieser Wert wird als System-GUID ausgedrückt und entspricht der GUID des Connectors, der zum Erstellen der Warteschlange verwendet wurde.

Nächste Hopdomäne

NextHopDomain

String

Dieser Wert gibt das nächste Ziel einer Zustellungswarteschlange an. Die nächste Hopdomäne kann wie folgt ausgedrückt werden:

  • Name der SMTP-Remotedomäne

  • Name des Exchange-Servers

  • Connectorname

  • Routinggruppe

  • Name des Active Directory-Standorts

  • Vollqualifizierter Domänenname (FQDN) des Postfachservers

Zeitpunkt der nächsten Wiederholung

NextRetryTime

DateTime

Dieser Wert gibt den Zeitpunkt des nächsten Verbindungsversuchs für eine Warteschlange mit dem Status Wiederholen an.

Status

Status

Aufzählung

Dieser Wert gibt den aktuellen Warteschlangenstatus an. Eine Warteschlange kann einen der folgenden Statuswerte aufweisen:

  • Aktiv

  • Angehalten

  • Bereit

  • Wiederholen

Wenn Sie einen Warteschlangenfilter erstellen, müssen Sie einen Operator für den abzugleichenden Eigenschaftswert hinzufügen. Die folgende Tabelle zeigt die Vergleichsoperatoren, die in Filterausdrücken verwendet werden können, sowie die Funktionsweise der einzelnen Operatoren.

Filterausdrucksoperatoren

Operator Shell-Wert Funktion Shell-Codebeispiel

Gleich

-eq

Mit diesem Operator wird angegeben, dass die Ergebnisse genau mit dem im Ausdruck übergebenen Eigenschaftswert übereinstimmen müssen.

So zeigen Sie eine Liste aller Warteschlangen mit dem Status Wiederholen an

Get-Queue -Filter {status -eq "retry"}

Ungleich

-ne

Mit diesem Operator wird angegeben, dass die Ergebnisse nicht mit dem im Ausdruck übergebenen Eigenschaftswert übereinstimmen dürfen.

So zeigen Sie eine Liste aller Warteschlangen an, die nicht den Status Aktiv aufweisen

Get-Queue -Filter {status -ne "active"}

Größer als

-gt

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Warteschlangen, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft größer als der im Ausdruck angegebene Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste aller Warteschlangen mit mehr als 1000 Nachrichten an

Get-Queue -Filter {messagecount -gt 1000}

Größer als oder gleich

-ge

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Warteschlangen, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft größer als oder gleich dem im Ausdruck angegebenen Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste aller Warteschlangen mit mindestens 1000 Nachrichten an

Get-Queue -Filter {messagecount -ge 1000}

Kleiner als

-lt

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Warteschlangen, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft kleiner als der im Ausdruck angegebene Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste aller Warteschlangen mit weniger als 1000 Nachrichten an

Get-Queue -Filter {messagecount -lt 1000}

Kleiner als oder gleich

-le

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Warteschlangen, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft kleiner als oder gleich dem im Ausdruck angegebenen Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste aller Warteschlangen mit höchstens 1000 Nachrichten an

Get-Queue -Filter {messagecount -le 1000}

Enthält

-like

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als Textzeichenfolge ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Warteschlangen, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft die im Ausdruck angegebene Textzeichenfolge enthält. Sie können das Platzhalterzeichen (*) in einem -like-Ausdruck angeben, der auf ein Textzeichenfolgenfeld angewendet wird, nicht jedoch für ein Feld vom Typ Aufzählung.

So zeigen Sie eine Liste mit Zustellungswarteschlangen an, deren Ziel eine beliebige SMTP-Domäne ist, die auf "Contoso.com" endet

Get-Queue -Filter {identity -like "*Contoso.com"}

Sie können mehrere Ausdrücke in Ihrem Warteschlangenfilter angeben, indem Sie den Operator -and in der Shell verwenden oder in der Warteschlangenanzeige mehrere Ausdrücke hinzufügen. Warteschlangen müssen alle Kriterien erfüllen, um dem Resultset hinzugefügt zu werden. Beispiel: Die Ergebnisse des folgenden Befehls enthalten eine Liste der Warteschlangen, deren Ziel eine beliebige auf "Contoso.com" endende SMTP-Domäne ist und die gegenwärtig mehr als 500 Nachrichten enthalten:

Get-Queue -Filter {Identity -like "*Contoso.com*" -and MessageCount -gt 500}

Durch Filtern werden verschiedene Ansichten der Nachrichten in Warteschlangen generiert. Durch Angeben von Filterkriterien können Nachrichten schnell gefunden und entsprechende Aktionen für sie eingeleitet werden. Wenn eine E-Mail-Nachricht an mehrere Empfänger gesendet wird, kann sie sich in mehreren Warteschlangen befinden. Beim Filtern nach Nachrichteneigenschaften können Nachrichten in allen Warteschlangen gefunden werden. Die folgenden Szenarien stellen Beispiele für die Verwendung der Nachrichtenfilterung zum Verwalten der Nachrichtenübermittlung dar:

  • Die Übermittlungswarteschlange auf dem Computer, auf dem die Edge-Transport-Serverrolle installiert ist, weist eine großes Menge an Nachrichten auf, die sich zur Zustellung in der Warteschlange befinden. Viele dieser Nachrichten besitzen den gleichen Betreff. Daher haben Sie den Verdacht, dass Spam an Ihre Organisation gesendet wird. Sie können einen Filter zum Anzeigen aller Nachrichten erstellen, die dem Betreffkriterium entsprechen. Wenn Sie feststellen, dass es sich bei den Nachrichten um Spam handelt, können Sie alle auswählen und sie aus der Zustellungswarteschlange löschen, ohne einen Unzustellbarkeitsbericht (NDR) zu senden.

  • Ein Benutzer meldet, dass die Nachrichtenübermittlung langsam ist. Sie untersuchen die Warteschlangen und stellen fest, dass viele Nachrichten einen zufällig erscheinenden Betreff aufweisen und aus einer einzigen Domäne stammen. Sie können einen Filter erstellen, um alle in den Warteschlangen vorhandenen Nachrichten aus der betreffenden Domäne anzuzeigen. Wenn Sie feststellen, dass es sich bei den Nachrichten um Spam handelt, können Sie alle auswählen und sie aus den Warteschlangen löschen, ohne einen Unzustellbarkeitsbericht (NDR) zu senden.

Anhand von Nachrichteneigenschaften können Sie einen Filter erstellen und Nachrichten finden, die den angegebenen Kriterien entsprechen. In der folgenden Tabelle sind die Nachrichteneigenschaften, nach denen gefiltert werden kann, und die ihnen zugeordneten Werte aufgelistet.

Nachrichteneigenschaften

Nachrichteneigenschaft in der Warteschlangenanzeige Nachrichteneigenschaft in der Shell Eigenschaftentyp Wert

Empfangsdatum

DateReceived

DateTime

Dieser Wert gibt den Zeitstempel an, zu dem die Nachricht von dem Server empfangen wurde, auf dem sich die Warteschlange mit der Nachricht befindet.

Ablaufzeit

ExpirationTime

DateTime

Dieser Wert gibt den Zeitstempel an, wann die Nachricht abläuft und aus der Warteschlange gelöscht wird, falls sie nicht zugestellt werden kann.

Von Adresse

FromAddress

SMTP-Adresse

Dieser Wert gibt die SMTP-Adresse des Nachrichtenabsenders an.

Identität

Identity

Ganze Zahl

Dieser Wert ist eine ganze Zahl, die eine bestimmte Nachricht repräsentiert. Die Nachrichtenidentität wird von der Warteschlangendatenbank zugewiesen, wenn die Nachricht zur Verarbeitung empfangen wird. Sie können eine optionale Server- und Warteschlangenidentität mit aufnehmen, um eine Instanz der Nachricht eindeutig zu identifizieren. Dieser Wert kann wie folgt ausgedrückt werden:

  • Server\QueueId\MessageId

  • Server\Poison\MessageId

  • MessageId

  • Server\MessageId

Internetnachrichten-ID

InternetMessageId

Zeichenfolge

Dieser Wert gibt den Wert des Nachrichtenkopffelds Message-ID: an, das sich im Nachrichtenkopf befindet. Der Wert dieser Eigenschaft wird, wie im folgenden Beispiel gezeigt, als GUID, gefolgt von der SMTP-Adresse des sendenden Servers, ausgedrückt:

67D754D6103DC4FB3BA6BC7205DACABA61231@exchange.contoso.com

Letzter Fehler

LastError

Zeichenfolge

Dieser Wert gibt eine Textzeichenfolge mit dem letzten für eine Nachricht aufgezeichneten Fehler an.

Name der Nachrichtenquelle

MessageSourceName

Zeichenfolge

Dieser Wert gibt eine Textzeichenfolge mit dem Namen der Komponente an, die diese Nachricht an die Warteschlange gesendet hat.

Warteschlangen-ID

Queue

QueueIdentity

Der Wert dieser Eigenschaft gibt die Identität der Warteschlange an, die die Nachricht enthält. Geben Sie die Warteschlangenidentität im Format Server\Ziel ein, wobei Ziel für eine Remotedomäne, einen Postfachserver, den Namen einer beständigen Warteschlange oder die ID der Warteschlangendatenbank steht. Die Datenbank-ID wird als ganze Zahl dargestellt und kann durch Anzeigen der Nachrichteneigenschaften ermittelt werden.

Anzahl der Wiederholungen

RetryCount

Ganze Zahl

Dieser Wert gibt die Anzahl der Zustellungsversuche einer Nachricht an ein Ziel an.

SCL

SCL

Ganze Zahl

Der Wert der SCL-Eigenschaft (Spam Confidence Level) gibt den SCL der Nachricht an. Gültige SCL-Einträge sind die ganzen Zahlen von 0 bis 9. Ein leerer SCL-Eigenschaftswert zeigt an, dass die Nachricht nicht vom Inhaltsfilter-Agent verarbeitet wurde.

Größe (KB)

Size

ByteQuantifiedSize

Dieser Wert gibt die Größe der Nachricht an.

Quell-IP

SourceIP

IP-Adresse

Dieser Wert gibt die IP-Adresse des externen Servers an, der die Nachricht an die Exchange-Organisation gesendet hat.

Status

Status

Aufzählung

Dieser Wert gibt den aktuellen Nachrichtenstatus an. Eine Nachricht kann einen der folgenden Statuswerte aufweisen:

  • Aktiv   Wenn die Nachricht sich in einer Zustellungswarteschlange befindet, wird die Nachricht an ihr Ziel zugestellt. Wenn die Nachricht sich in der Übermittlungswarteschlange befindet, wird sie vom Kategorisierungsmodul verarbeitet.

  • Angehalten   Die Nachricht wurde vom Administrator angehalten.

  • PendingRemove   Die Nachricht wurde vom Administrator gelöscht, befand sich aber bereits in der Zustellung. Die Nachricht wird gelöscht, wenn die Zustellung mit einem Fehler endet, der ein erneutes Eintreten der Nachricht in die Wartschlange bewirkt. Andernfalls wird die Zustellung fortgesetzt.

  • PendingSuspend   Die Nachricht wurde vom Administrator angehalten, befand sich aber bereits in der Zustellung. Die Nachricht wird angehalten, wenn die Zustellung mit einem Fehler endet, der ein erneutes Eintreten der Nachricht in die Wartschlange bewirkt. Andernfalls wird die Zustellung fortgesetzt.

  • Bereit   Die Nachricht wartet in der Warteschlange und ist zur Verarbeitung bereit.

  • Retry   Fehler beim letzten Verbindungsversuch für die Warteschlange, in der sich diese Nachricht befindet. Die Nachricht wartet auf den nächsten Wiederholungsversuch der Warteschlange.

Subject

Betreff

Zeichenfolge

Dieser Wert zeigt den Betreff einer Nachricht an, der als Textzeichenfolge ausgedrückt wird.

Beim Erstellen eines Nachrichtenfilters müssen Sie einen Operator verwenden, mit dem der Eigenschaftswert übereinstimmen muss. Die folgende Tabelle zeigt die Vergleichsoperatoren, die in Filterausdrücken verwendet werden können, sowie die Funktionsweise der einzelnen Operatoren.

Operatoren für Filterausdrücke

Operator Shellwert Funktion Beispiel für Shellcode

Gleich

-eq

Dieser Operator wird verwendet, um anzugeben, dass die Ergebnisse genau mit dem im Ausdruck übergebenen Eigenschaftenwert übereinstimmen müssen.

So zeigen Sie eine Liste aller Nachrichten an, die den Status Wiederholen aufweisen

Get-Message -Filter {status -eq "retry"}

Ungleich

-ne

Dieser Operator wird verwendet, um anzugeben, dass die Ergebnisse nicht mit dem im Ausdruck übergebenen Eigenschaftenwert übereinstimmen müssen.

So zeigen Sie eine Liste aller Nachrichten an, die nicht den Status Aktiv aufweisen

Get-Message -Filter {status -ne "active"}

Größer als

-gt

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Nachrichten, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft größer als der im Ausdruck angegebene Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste aller Nachrichten an, die aktuell einen Wiederholungszähler von mehr als 3 aufweisen

Get-Message -Filter {retrycount -gt 3}

Größer als oder gleich

-ge

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Nachrichten, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft größer als oder gleich dem im Ausdruck angegebenen Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste der Nachrichten an, die derzeit einen Wiederholungszähler von 3 oder mehr aufweisen

Get-Message -Filter {retrycount -ge 3}

Kleiner als

-lt

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Nachrichten, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft kleiner als der im Ausdruck angegebene Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste der Nachrichten an, die einen SCL kleiner als 6 aufweisen

Get-Message -Filter {SCL -lt 6}

Kleiner als oder gleich

-le

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als ganze Zahl ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Nachrichten, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft kleiner als oder gleich dem im Ausdruck angegebenen Wert ist.

So zeigen Sie eine Liste der Nachrichten an, die einen SCL von 6 oder weniger aufweisen

Get-Message -Filter {SCL -le 6}

Enthält

-like

Dieser Operator wird für Eigenschaften verwendet, deren Wert als Textzeichenfolge ausgedrückt wird. Die Filterergebnisse enthalten nur Nachrichten, bei denen der Wert der angegebenen Eigenschaft die im Ausdruck angegebene Textzeichenfolge enthält. Das Platzhalterzeichen (*) kann in einer -like-Anweisung verwendet werden, die auf ein Textzeichenfolgenfeld angewendet wird, nicht jedoch in einem Feld vom Typ Aufzählung.

So zeigen Sie eine Liste der Nachrichten mit einem Betreff an, der den Text "Kredit am Zahltag" enthält

Get-Messages -Filter {subject -like "*payday loan*"}

Sie können einen Filter angeben, der mehrere Ausdrücke auswertet, indem Sie den -and-Vergleichsoperator in der Shell verwenden oder in der Warteschlangenanzeige mehrere Ausdrücke hinzufügen. Um in das Resultset aufgenommen zu werden, müssen die Nachrichten allen Bedingungen des Filters entsprechen. Beispielsweise zeigen die Ergebnisse des folgenden Befehls eine Liste der Nachrichten an, die von einer beliebigen E-Mail-Adresse gesendet werden, deren Domänenname auf "Contoso.com" endet, und die einen SCL größer 5 aufweisen:

Get-Message -Filter {FromAddress -like "*Contoso.com*" -and SCL -gt 5}

Zurück zum Seitenanfang

Auf Nachrichten, die nicht erfolgreich zugestellt werden können, werden basierend auf der Quelle und dem Ziel der Nachricht verschiedene Fristen für die Wiederholung, die erneute Übermittlung und den Ablauf angewendet. Wiederholen bezeichnet einen erneuten Versuch, eine Verbindung mit der Zieldomäne, dem Smarthost oder dem Postfachserver herzustellen. Erneut übermitteln bezeichnet das Zurücksenden von Nachrichten an die Übermittlungswarteschlange, damit das Kategorisierungsmodul diese Nachrichten erneut verarbeitet. Die Nachricht wird als abgelaufen bezeichnet, nachdem alle Zustellungsversuche über einen bestimmten Zeitraum gescheitert sind. Wenn eine Nachricht abgelaufen ist, wird der Absender über den Zustellungsfehler informiert. Anschließend wird die Nachricht aus der Warteschlange gelöscht.

In allen drei Fällen (Wiederholen, erneutes Übermitteln und Ablauf) können Sie manuell eingreifen, bevor automatische Aktionen für die Nachrichten ausgeführt werden.

Wenn ein Transportserver keine Verbindung mit dem nächsten Hop herstellen kann, wird die Warteschlange in den Status Wiederholen versetzt. Verbindungsversuche werden fortgesetzt, bis die Warteschlange abläuft oder eine Verbindung hergestellt wird.

Die Konfigurationsoptionen, die für Wiederholungsintervalle für Nachrichten verfügbar sind, werden in der folgenden Tabelle beschrieben.

Konfigurationsoptionen, die für Wiederholungsintervalle für Nachrichten verfügbar sind

Parametername Standardwert Konfigurationsort Beschreibung

QueueGlitchRetryCount

4

EdgeTransport.exe.config

Dieser Parameter gibt die Anzahl der Verbindungsversuche an, die sofort unternommen werden, wenn auf einem Transportserver Probleme beim Herstellen einer Verbindung mit dem Zielserver auftreten. Solche Verbindungsprobleme werden in der Regel durch sehr kurze Netzwerkausfälle verursacht. Normalerweise müssen Sie diesen Parameter nur ändern, wenn das Netzwerk unzuverlässig ist und weiterhin häufig Verbindungen unterbrochen werden.

QueueGlitchRetryInterval

1 Minute

EdgeTransport.exe.config

Dieser Parameter steuert das Verbindungsintervall zwischen den einzelnen Verbindungsversuchen, die mit dem Parameter QueueGlitchRetryCount festgelegt werden. Normalerweise müssen Sie diesen Parameter nur ändern, wenn das Netzwerk unzuverlässig ist und weiterhin häufig Verbindungen unterbrochen werden.

TransientFailureRetryCount

6

Set-TransportServer-Cmdlet oder Transportservereigenschaften in der Exchange-Verwaltungskonsole

Dieser Parameter gibt die Anzahl der Verbindungsversuche an, die unternommen werden, nachdem die mit den Parametern QueueGlitchRetryCount und QueueGlitchRetryInterval gesteuerten Verbindungsversuche keinen Erfolg hatten. Verbindungsprobleme, die die Parameter QueueGlitchRetryCount und QueueGlitchRetryInterval überschreiten, können z. B. durch Serverneustarts oder Fehler bei zwischengespeicherten DNS-Lookups verursacht werden.

TransientFailureRetryInterval

  • Hub-Transport-Server: 5 Minuten

  • Edge-Transport-Server: 10 Minuten

Cmdlet Set-TransportServer oder Transportservereigenschaften in der Exchange-Verwaltungskonsole

Dieser Parameter steuert das Verbindungsintervall zwischen den einzelnen Verbindungsversuchen, die mit dem Parameter TransientFailureRetryCount festgelegt werden.

OutboundConnectionFailureRetryInterval

  • Hub-Transport-Server: 10 Minuten

  • Edge-Transport-Server: 30 Minuten

Cmdlet Set-TransportServer oder Transportservereigenschaften in der Exchange-Verwaltungskonsole

Dieser Parameter gibt das Wiederholungsintervall für ausgehende Verbindungsversuche an, die zuvor nicht erfolgreich waren. Die zuvor fehlerhaften Verbindungsversuche werden von den Parametern TransientFailureRetryCount und TransientFailureRetryInterval gesteuert.

MessageRetryInterval

1 Minute

Set-TransportServer-Cmdlet

Dieser Parameter gibt das Wiederholungsintervall für einzelne Nachrichten an, die den Status Wiederholen aufweisen. Es wird empfohlen, den Standardwert nur zu ändern, wenn Sie vom Microsoft Customer Service and Support dazu aufgefordert werden.

MailboxDeliveryQueueRetryInterval

5 Minuten

EdgeTransport.exe.config

Dieser Parameter steuert das Wiederholungsintervall für Postfachzustellungs-Warteschlangen zwischen Hub-Transport-Servern.

Im Abschnitt <appSettings> der Datei EdgeTransport.exe.config können Sie neue Konfigurationsoptionen hinzufügen oder vorhandene Konfigurationsoptionen ändern. Es steht eine Vielzahl von Konfigurationsoptionen zur Verfügung, die mit den Wiederholungsintervallen, Intervallen für die erneute Übermittlung und Ablaufintervallen für Nachrichten in keinerlei Beziehung stehen. Alle Konfigurationsoptionen, die mit diesen Intervallen nicht in Zusammenhang stehen, sind in diesem Thema nicht enthalten.

Weitere Informationen zur Datei "EdgeTransport.exe.config" finden Sie unter Grundlegendes zur Konfigurationsdatei "EdgeTransport.exe".

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Wiederholungsintervallen, Intervallen für die erneute Übermittlung und Ablaufintervallen für Nachrichten.

Wenn eine Postfachzustellungs-Warteschlange oder eine Remotezustellungswarteschlange den Status Wiederholen aufweist, können Sie mit der Warteschlangenanzeige in der Exchange-Verwaltungskonsole oder mit dem Cmdlet Retry-Queue in der Shell einen sofortigen Verbindungsversuch manuell erzwingen. Der manuelle Wiederholungsversuch setzt den nächsten geplanten Wiederholungszeitpunkt außer Kraft. Kommt keine Verbindung zustande, wird der nächste Wiederholungszeitpunkt zurückgesetzt. Die Zustellungswarteschlange muss den Status Wiederholen aufweisen, damit diese Aktion wirksam ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Warteschlangen für Wiederholungsversuche.

Jedes Mal, wenn eine Nachricht nicht zugestellt werden kann, generiert der Edge-Transport-Server bzw. der Hub-Transport-Server eine DSN-Verzögerungsmeldung (Delivery Status Notification, Benachrichtigung über den Übermittlungsstatus) und legt diese zur Zustellung an den Absender in der Warteschlange für unzustellbare Nachrichten ab. Diese DSN-Verzögerungsmeldung wird erst nach Ablauf des Timeoutintervalls für Verzögerungsbenachrichtigungen gesendet, und auch nur, wenn die Nachricht in dieser Zeit nicht zugestellt werden konnte. Standardmäßig beträgt das Timeoutintervall für Verzögerungsbenachrichtigungen 4 Stunden. Diese Verzögerung verhindert, dass durch temporäre Nachrichtenübermittlungsfehler verursachte DSN-Verzögerungsmeldungen unnötigerweise gesendet werden. Das Senden von DSN-Verzögerungsmeldungen kann selektiv für Nachrichten, die ihren Ursprung innerhalb oder außerhalb der Exchange-Organisation haben, aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Die Konfigurationsoptionen, die für DSN-Verzögerungsmeldungen verfügbar sind, werden in der folgenden Tabelle beschrieben.

Konfigurationsoptionen, die für DSN-Verzögerungsmeldungen verfügbar sind

Parametername Standardwert Ort Beschreibung

DelayNotificationTimeOut

4 Stunden

Set-TransportServer

Dieser Parameter gibt an, wie lange der Server wartet, bevor er eine DSN-Verzögerungsmeldung an den Absender der Nachricht sendet. Der Wert dieses Parameters sollte immer größer sein als der Wert des Parameters TransientFailureRetryCount multipliziert mit dem Wert des Parameters TransientFailureRetryInterval.

ExternalDelayDSNEnabled

$true

Set-TransportConfig

Dieser Parameter gibt an, ob DSN-Verzögerungsmeldungen an Nachrichtenabsender außerhalb der Exchange-Organisation gesendet werden können.

InternalDelayDSNEnabled

$true

Set-TransportConfig

Dieser Parameter gibt an, ob DSN-Verzögerungsmeldungen an Nachrichtenabsender innerhalb der Exchange-Organisation gesendet werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Wiederholungsintervallen, Intervallen für die erneute Übermittlung und Ablaufintervallen für Nachrichten.

Bei der erneuten Übermittlung von Nachrichten werden nicht zugestellte Nachrichten zurück an die Übermittlungswarteschlange gesendet, damit das Kategorisierungsmodul diese Nachrichten erneut verarbeitet

Nicht zugestellte Nachrichten werden automatisch erneut übermittelt, wenn die Zustellungswarteschlange den Status Wiederholen aufweist und über einen angegebenen Zeitraum nicht in der Lage war, Nachrichten erfolgreich zuzustellen. Der Zeitraum wird über den Parameter MaxIdTimeBeforeResubmit in der Anwendungskonfigurationsdatei EdgeTransport.exe.config gesteuert. Der Standardwert für den Parameter MaxIdTimeBeforeResubmit beträgt 12 Stunden. Die automatische erneute Übermittlung kann nur auf Nachrichten in Postfachzustellungs-Warteschlangen oder in Remotezustellungswarteschlangen angewendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Wiederholungsintervallen, Intervallen für die erneute Übermittlung und Ablaufintervallen für Nachrichten.

Sie können Nachrichten manuell erneut übermitteln, die den folgenden Status auf einem Hub-Transport-Server oder einem Edge-Transport-Server aufweisen:

  • Postfachzustellungs-Warteschlangen oder Remotezustellungswarteschlangen, die den Status "Wiederholen" aufweisen. Die Nachrichten in den Warteschlangen dürfen nicht den Status "Angehalten" aufweisen.

  • Nachrichten, die sich in der Nicht-erreichbar-Warteschlange befinden und nicht den Status Angehalten aufweisen.

  • Nachrichten, die sich in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten befinden.

Weitere Informationen zur Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten und zur Nicht-erreichbar-Warteschlange finden Sie unter "Informationen zur Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten und zur Nicht-erreichbar-Warteschlange" weiter oben in diesem Thema.

Wenn Sie Nachrichten, die sich in den Postfachzustellungs-Warteschlangen, in den Remotezustellungswarteschlangen oder in der Nicht-erreichbar-Warteschlange befinden, manuell erneut übermitteln möchten, ohne auf den Ablauf des Zeitraums zu warten, der durch den Parameter MaxIdleTimeBeforeResubmit festgelegt ist, müssen Sie das Cmdlet Retry-Queue mit dem Parameter Resubmit verwenden. Um Nachrichten manuell erneut zu übermitteln, die sich in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten befinden, können Sie die Warteschlangenanzeige oder das Cmdlet Resume-Message zum Fortsetzen der Nachricht verwenden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Themen:

Eine weitere Möglichkeit zum manuellen erneuten Übermitteln besteht darin, die Nachrichten anzuhalten, in Textdateien mit der Dateinamenerweiterung .eml zu exportieren und dann die EML-Dateien ist das Wiedergabeverzeichnis auf einem beliebigen Hub-Transport-Server oder Edge-Transport-Server zu kopieren. Diese Methode zum erneuten Übermitteln kann für Nachrichten verwendet werden, die sich in den Postfachzustellungs-Warteschlangen, in den Remotezustellungswarteschlangen oder in der Nicht-erreichbar-Warteschlange befinden. Nachrichten in der Warteschlange für potenziell schädliche Nachrichten weisen bereits den Status Angehalten auf. Nachrichten in der Übermittlungswarteschlange können nicht angehalten oder exportiert werden.

HinweisAnmerkung:
Beim Exportieren von Nachrichten aus einer Warteschlange werden die Nachrichten nicht aus der jeweiligen Warteschlange entfernt. Nachdem die Nachrichten exportiert und erfolgreich mithilfe des Wiedergabeverzeichnisses erneut übermittelt wurden, müssen die angehaltenen Nachrichten entfernt werden, damit es zu keiner doppelten Zustellung der Nachrichten kommt.

Weitere Informationen finden Sie unter Exportieren von Nachrichten aus Warteschlangen und Erneutes Übermitteln von Nachrichten in Warteschlangen.

Das Ablauftimeoutintervall für Nachrichten legt die maximale Zeitspanne fest, in der ein Edge-Transport- oder Hub-Transport-Server versucht, eine nicht zugestellte Nachricht zu übermitteln. Wenn die Nachricht nicht vor Ablauf des Timeoutintervalls erfolgreich zugestellt werden kann, erhält der Absender einen Unzustellbarkeitsbericht mit der ursprünglichen Nachricht oder den Nachrichtenköpfen.

Das Timeoutintervall für den Ablauf von Nachrichten wird mit dem Parameter MessageExpirationTimeOut im CmdletSet-TransportServer oder in den Transportservereigenschaften in der Exchange-Verwaltungskonsole gesteuert. Der Standardwert für den Parameter MessageExpirationTimeOut beträgt 2 Tage.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Themen:

Auch wenn Sie das Ablaufen von Nachrichten nicht manuell erzwingen können, haben Sie die Möglichkeit, Nachrichten aus einer beliebigen Warteschlange (mit Ausnahme der Übermittlungswarteschlange) mit oder ohne Unzustellbarkeitsbericht manuell zu entfernen.

Weitere Informationen finden Sie unter Entfernen von Nachrichten aus Warteschlangen.

Zurück zum Seitenanfang

 © 2010 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft