(0) exportieren Drucken
Alle erweitern
Erweitern Minimieren

Exchange Best Practices Analyzer: Hausbesuch inklusive

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2006-12-08

Im November berichtete ich über einige wahre Fälle, in denen der Produktsupport mithilfe eines oder mehrerer der Microsoft® Exchange Server Analyzer-Tools Probleme in den Microsoft Exchange-Umgebungen von Kunden beheben konnte. Informationen zu diesem Artikel finden Sie unter Exchange Analyzer-Tools – Erfolgsgeschichten. Diesen Monat möchte ich auf das Tool Microsoft Exchange Server Best Practices Analyzer eingehen. Mit diesem Tool können Sie zwar nicht die Ursachen einmal aufgetretener Probleme ermitteln, aber Sie können von vornherein vermeiden, dass es überhaupt zu Problemen kommt. Genau aufgrund seiner vorbeugenden Wirkung sollte das Tool in keiner Strategie fehlen, deren Ziel es ist, Downtime bei der kritischen Komponente, die die E-Mail-Server in Ihrer Organisation darstellen, so gering wie möglich zu halten. Stellen Sie sich Exchange Server Best Practices Analyzer als einen Partner vor, der aktiv an der Überprüfung und Verbesserung des Gesamtzustands der Exchange-Topologie teilnimmt.

Mit Exchange Server Best Practices Analyzer können Probleme dadurch vermieden werden, dass die Exchange-Umgebung auf Elemente überprüft wird, die möglicherweise nicht der empfohlenen Vorgehensweise (Best Practices) von Microsoft entsprechen. (Falls Sie noch nie von Exchange Server Best Practices Analyzer gehört haben, erfahren Sie hier mehr darüber: Microsoft Exchange Best Practices Analyzer.) Wenn Kunden Probleme mit Exchange haben, liegt das häufig an einer Fehlkonfiguration. Exchange Server Best Practices Analyzer analysiert die Topologie, sucht nach häufig auftretenden Konfigurationsproblemen und meldet gefundene Probleme.

Seit der Entwicklung von Exchange Server Best Practices Analyzer konnten wir mit dem Tool häufig latente Probleme aller Art in den Exchange-Umgebungen von Kunden aufspüren, u. a. folgende:

  • Veraltete Active Directory®-Objekte
  • Ungeeignete Nachrichtengrößenbeschränkungen für virtuelle SMTP-Server
  • Falsche DNS-Hostnamen für Server für Öffentliche Ordner
  • Standardgateway für mehrere Netzwerkadapter festgelegt
  • Veraltete Antivirenanwendungen

Bei all diesen Symptomen hatten die betroffenen Kunden bereits Probleme, weshalb sie den Microsoft-Produktsupport um Hilfe baten. Mithilfe von Exchange Server Best Practices Analyzer konnten wir die Probleme der Kunden diagnostizieren und die Konfigurationen korrigieren.

Aber Exchange Server Best Practices Analyzer kann sogar noch nützlicher sein, wenn Sie das Tool ausführen, bevor es überhaupt zu Problemen kommen kann.

Kürzlich hatten wir einen Fall, bei dem ein Unternehmen zahlreiche kleine Niederlassungsstandorte unterhielt, deren Überwachung und Verwaltung sich jedoch schwierig gestaltete und zeitaufwändig war. Ein Außendiensttechniker, der wusste, dass mit Exchange Server Best Practices Analyzer die relative Optimierung des Exchange-E-Mail-Systems des Unternehmens überprüft werden konnte, führte die Überprüfung aus und fand zahlreiche potenzielle Problemstellen. Beispiel:

Exchange Server Best Practices Analyzer stellte fest, dass auf einem Server regtrace aktiviert war, was später schwerwiegende Probleme mit der Nachrichtenübermittlung hätte verursachen können.

Außerdem stellte Exchange Server Best Practices Analyzer fest, dass die Systemressourcen einiger Server nahezu erschöpft waren. Als die IT-Abteilung davon erfuhr, optimierte sie die Konfiguration und erzielte damit eine sehr positive Wirkung.

In diesem Fall förderte Exchange Server Best Practices Analyzer einige scheinbar kleine Probleme zu Tage, die jedoch zusammen sehr viel größere Probleme verursacht hätten, wenn sie nicht erkannt worden wären. Und die Behebung dieser größeren Probleme hätte u. U. sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Nach dieser einen Erfahrung mit Exchange Server Best Practices Analyzer hat das betreffende Unternehmen das Tool inzwischen in die wöchentliche Arbeitsroutine aufgenommen.

Das Tool wird im Laufe der Zeit durch den Austausch von Feedback zwischen dem Produktsupport und dem Exchange Server-Entwicklungsteam immer effektiver. Wenn ein Supporttechniker ein Problem feststellt, nach dem von Exchange Server Best Practices Analyzer bislang noch nicht gesucht wird, meldet er dieses dem Exchange-Team. Das betreffende Element wird dann ggf. den Analyzer-Regeln hinzugefügt, die dann aktualisiert und bei Ausführung des Tools auf Clients heruntergeladen werden.

Mit Exchange Server Best Practices Analyzer können Sie durch die Vermeidung von Supportanrufen bares Geld sparen und für geringere Downtime sorgen. Finden Sie es frustrierend, aus den vorhandenen Servern nicht die erwartete Leistung herausholen zu können? Mit Exchange Server Best Practices Analyzer können Sie möglicherweise feststellen, wo genau das Problem liegt. Treten bei Ihren Exchange-Servern in scheinbar zufälligen Abständen störende, aber nicht schwerwiegende Probleme auf? Mit Exchange Server Best Practices Analyzer können Sie möglicherweise feststellen, welche Kombination von Variablen diese Symptome verursacht. Haben Sie genug davon, beim Produktsupport anzurufen, nur um zu erfahren, dass bereits vor einiger Zeit ein Softwareupdate zur Behebung des Problems veröffentlicht wurde? Exchange Server Best Practices Analyzer kann Ihnen auch hier nützlich sein, da Versionsunterschiede erkannt werden.

Das Beste, was Sie zur Vermeidung von Downtime tun können, ist die regelmäßige Überwachung der Exchange-Server mithilfe von Exchange Server Best Practices Analyzer, denn so können Sie kleine Probleme beheben, bevor Sie sich zu großen Problemen auswachsen. Wie ein guter Arzt kann Ihnen Exchange Server Best Practices Analyzer helfen, die Gesundheit, also die Integrität, des Exchange-Ökosystems zu verbessern und zu erhalten.

Wenn Sie Exchange Server Best Practices Analyzer noch nicht heruntergeladen und ausgeführt haben, erhalten Sie das Tool auf der Downloadseite für Exchange Best Practices Analyzer.

Exchange Server Best Practices Analyzer steht nicht nur zum Download zur Verfügung, sondern ist auch in der Microsoft Exchange 2007-Toolbox enthalten, die im Exchange-System-Manager verfügbar ist. Außerdem wird das Tool während der Installation von Microsoft Exchange Server 2007 ausgeführt, um nach Konfigurationsdetails zu suchen, die zu Problemen mit Exchange 2007 führen können.

Mithilfe von Exchange Server Best Practices Analyzer können Sie auch überprüfen, ob Sie die Migration zu Exchange 2007 vollziehen können. Weitere Informationen finden Sie im von Paul Bowden verfassten Artikel im Blog des Exchange-Teams unter Exchange 2007 Readiness Check now available in ExBPA (in englischer Sprache).

 
Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft