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Arbeitsblatt: Vorbereitung der Wiederherstellung nach Datenverlust für Microsoft Exchange Server 2003

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2007-12-26

Veröffentlicht: 12. November 2004

Anweisungen: Die folgende Prüfliste unterstützt Sie bei der Vorbereitung der Wiederherstellung nach Datenverlust. Spezielle schrittweise Anleitungen zum Sichern und Wiederherstellen von Microsoft Exchange Server 2003 mithilfe des Windows-Sicherungsprogramms finden Sie im Microsoft Exchange Server 2003-Handbuch zur Wiederherstellung nach Datenverlust .

 

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Einrichten einer Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategie

Wählen Sie eine Sicherungsstrategie aus, mit der die Geschäftsanforderungen und SLAs (Service Level Agreements) erfüllt werden. Beispiel: zulässige Ausfallzeit, zulässige Wiederherstellungszeit und Datenverlusttoleranz.

Eine Sicherungsstrategie umfasst Folgendes:

  • Wählen Sie die Sicherungshardware aus.
  • Wählen Sie die Sicherungsanwendung aus.
  • Identifizieren Sie die Elemente, die gesichert werden sollen.
  • Wählen Sie eine Strategie zum Wiederherstellen eines vollständigen Servers aus. Beispiel: Wiederherstellen des Servers, erneutes Erstellen des Servers oder Verwenden eines Standby-Wiederherstellungsservers.
  • Bestimmen Sie einen Sicherungsplan für jede Kategorie von zu schützenden Daten sowie die Häufigkeit der Sicherungstypen (normal, inkrementell, differenziell) für jede Kategorie.
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Stellen Sie sicher, dass die benötigten Daten gesichert werden.

Identifizieren Sie die Komponenten, die wiederhergestellt werden können, indem Sie Daten von anderen Quellen (z. B. Daten, die im Active Directory-Verzeichnisdienst gespeichert sind) replizieren, und geben Sie an, welche Komponenten aus Sicherungen wiederhergestellt werden müssen (z. B. Exchange Server-Datenbanken und -Transaktionsprotokolldateien) bzw. welche Daten erneut erstellt werden können (z. B. die Connector- und Serverkonfiguration).

Die zu schützenden Daten können z. B. Folgendes beinhalten:

  • Windows-Betriebssystemdaten.
  • Domänencontrollerdaten.
  • IIS-Metabasis (Internetinformationsdienste).
  • Exchange Server 2003-Datenbanken und -Transaktionsprotokolle.
  • Standortreplikationsdienst.
  • Connectorspezifische Exchange Server-Daten.
  • Zertifizierungsstelle (für Server, die Zertifikatdienste ausführen).
  • Clusterkonfigurationsdaten (wenn Sie Back-End-Cluster verwenden).
  • Einzelne Postfächer (optional).
  • Einzigartige dynamische Daten: Sichern Sie alle anderen organisationsspezifischen, auf Servern gespeicherten Daten, deren erneute Erstellung oder Wiederherstellung schwierig wäre. Bei diesen Daten kann es sich z. B. um benutzerdefinierte Skripts, Webformulare für IIS oder beliebige andere Daten handeln, die geschützt werden sollen.
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Implementieren Sie Praktiken, die die Auswirkungen eines Notfalls minimieren.

Ziehen Sie die Implementierung der folgenden Maßnahmen in Betracht, um die Auswirkungen eines Notfalls zu verhindern oder zu minimieren:

  • Halten Sie Ihre Software- und Firmwareaktualisierungen bereit.
  • Halten Sie alle Softwaredatenträger bereit.
  • Stellen Sie einen Plan zum proaktiven Überwachen von Servern bereit.
  • Verwalten Sie Hardwareaufzeichnungen.
  • Verwalten Sie Softwareaufzeichnungen.
  • Implementieren Sie Fehlertoleranz in Ihrer Organisation auf Hardware- oder Softwareebene. Verwenden Sie zu diesem Zweck z. B. Methoden wie RAID, Mehrpfad-Hardwarelösungen und Cluster.
  • Stellen Sie sicher, dass für die Server, auf denen Exchange Server ausgeführt wird, ausreichend Speicherplatz auf der Festplatte zur Verfügung steht. Sie benötigen ausreichend Speicherplatz, um sowohl die Datenbank als auch die Protokolldateien wiederherstellen zu können. Weitere Informationen zum Planen des Speicherplatzes finden Sie im Thema "Überlegungen zum Festplattenspeicher" in Kapitel 4 "Planen einer zuverlässigen Back-End-Speicherlösung" im Microsoft Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit.
  • Verwenden Sie qualitativ hochwertige Medien.
  • Sehen Sie Zeitpläne für die Archivierung Ihrer Sicherheitsmedien vor.
  • Archivieren Sie die Sicherungsmedien an einem sicheren Ort, z. B. in einem feuersicheren Tresor oder an einem anderen Ort.
  • Schulen Sie Ihr Personal hinsichtlich der Verfahren bei der Wiederherstellung nach Datenverlust.
  • Überwachen Sie den Zustand des Exchange-Informationsspeichers. Überwachen Sie z. B. das Ereignisprotokoll auf das Vorkommen von Ereignissen des Typs 1.221, um den in einer Datenbank verfügbaren Leerraum zu bestimmen. Wenn der verfügbare Leerraum 30 Prozent der Größe der Datenbank entspricht, können Sie ggf. die Offlinedefragmentierung von Exchange Server-Datenbanken in Erwägung ziehen.
  • Dokumentieren und testen Sie Ihre Wiederherstellungsverfahren.
  • Überprüfen Sie die Integrität Ihrer Sicherungen. Stellen Sie sicher, dass sie ohne Fehler ausgeführt werden.
  • Führen Sie Simulationsübungen der Wiederherstellung nach Datenverlust aus.
  • Halten Sie Ersatzhardware bereit.
  • Speichern Sie Transaktionsprotokolldateien und Datenbankdateien auf separaten physikalischen Laufwerken.
  • Verteilen Sie die Benutzer auf mehrere Postfachspeicher.
  • Ziehen Sie das Erstellen von Archivierungsservern zum Speichern von Postfächern in Betracht, auf die für eine vordefinierte Anzahl von Tagen nicht zugegriffen wurde. Auf diese Weise wird verhindert, dass ein inaktives Postfach Ressourcen verwendet und möglicherweise unkontrolliert wächst.
  • Speichern Sie alle unternehmenswichtigen Postfächer in einer Datenbank, um eine schnelle Wiederherstellung zu ermöglichen, wenn diese für Ihr Geschäft erforderlich ist. Sie können die Postfächer auch mit nicht von Microsoft stammender Sicherungssoftware einzeln sichern (Einzelsicherungen).
  • Konfigurieren Sie die Aufbewahrungsdauer für gelöschte Objekte für Ihre Benutzer.
  • Konfigurieren Sie die Aufbewahrungsdauer für gelöschte Objekte auf Postfachebene.
  • Implementieren Sie Praktiken zum Minimieren der Wiederherstellungsdauer der Exchange Server-Datenbank.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Versicherungsschutz ausreichend ist.
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Führen Sie zum Verbessern der Effizienz der Defragmentierungs- und Sicherungsvorgänge die Wartungs- und Sicherungsvorgänge zu unterschiedlichen Zeiten aus.

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Stellen Sie sicher, dass der Onlinewartungsvorgang vollständig erfolgreich ist. Beispiel:

Ereignis: 1221Quelle: MSExchangeIS PrivateTyp: InformationKategorie: AllgemeinBeschreibung: Die Datenbank verfügt über nnn MB freien Speicherplatz, nachdem die Onlinedefragmentierung abgeschlossen wurde.

Ereignis: 1221Quelle: MSExchangeIS PublicTyp: InformationKategorie: AllgemeinBeschreibung: Die Datenbank verfügt über nnn MB freien Speicherplatz, nachdem die Onlinedefragmentierung abgeschlossen wurde.

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Üben Sie das Wiederherstellen aus einer Sicherung in einer Testumgebung.

 
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