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Bereitstellungsänderungen in Exchange Server 2003 SP1

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2007-12-20

Veröffentlicht: 15. Juli 2004

Von Nino Bilic

Nachdruck mit Genehmigung von You Had Me At EHLO, The Microsoft Exchange Team Blog.

Microsoft Exchange Server 2003 Service Pack 1 (SP1) enthält eine Reihe neuer Features, die von Kunden angeregt wurden, sowie die seit der Einführung von Exchange Server 2003 erfolgten Updates. Im vorliegenden Artikel werden die wichtigsten Features in SP1 beschrieben. Diese Featureliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Darüber hinausgehende Unterlagen finden Sie in der TechNet-Bibliothek unter Microsoft Exchange Server 2003.

Das ist wahrscheinlich die größte Änderung, die vorgenommen wurde. Auch wenn sich Ihre Exchange-Organisation im gemischten Modus befindet und zum Verschieben von Objekten von Standorten mit Exchange Server 5.5 verwendet werden soll, können Sie mit dieser Funktion standortübergreifende Verschiebungen von Postfächern, Verteilerlisten, benutzerdefinierten Empfängern und Verzeichnisobjekten für Öffentliche Ordner vornehmen.

Bisher konnten Postfächer zwischen administrativen Gruppen nur verschoben werden, wenn für die Organisation der einheitliche Modus aktiviert wurde, d. h. es konnten keine Exchange 5.5-Server eingebunden werden.

Für eine erfolgreiche standortübergreifende Verschiebung müssen jedoch verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Dazu zählen:

  • Active Directory Connector (ADC) muss auf Exchange 2003 SP1 aktualisiert worden sein.
  • Auf den Exchange 5.5-Servern muss das Update Rollup für Exchange Server 5.5 von Mai 2004 installiert worden sein. Das Update kann aus dem Microsoft Knowledge Base-Artikel 836489, Für die Konsolidierung eines Standorts im gemischten Modus mit Exchange Server 5.5 wird ein Update benötigt, heruntergeladen werden.
  • Die Verzeichnisreplikation zwischen den Exchange 5.5-Servern und dem Standortreplikationsdienst (SRS) muss ordnungsgemäß funktionieren. Zu diesem Punkt gäbe es noch mehr zu sagen - es ist absolut unerlässlich, dass ADC und die Verzeichnisreplikation ordnungsgemäß funktionieren, da sonst die standortübergreifende Verschiebung fehlschlägt. In großen Umgebungen dauert es eine Weile, bis die Replikation im Anschluss an die standortübergreifende Verschiebung abgeschlossen ist.

Möglicherweise stellt sich noch die Frage nach Verteilergruppenmitgliedschaften und E-Mail-Adressen. Bei den standortübergreifend verschobenen Objekten bleiben die Verteilergruppenmitgliedschaften und die ursprünglichen E-Mail-Adressen erhalten. Super, nicht wahr?

Hierbei handelt es sich um ein neues Tool, das entwickelt wurde, um nach der standortübergreifenden Verschiebung des Postfachs die Aktualisierung von Microsoft Outlook-Profilen zu vereinfachen. Dieses Befehlszeilentool kann dann bereitgestellt und mit einem entsprechenden Skript versehen werden, um einfacher auf die Registrierungen mehrerer Clients zugreifen zu können (in der Client-Registrierung befinden sich die Daten des Clientprofils). Nach der standortübergreifenden Verschiebung von Postfächern ist der Einsatz des Profilaktualisierungstools für eine ordnungsgemäße und unterstützte Konfiguration, die tatsächlich funktioniert, unbedingt erforderlich. Wird das Tool nicht ausgeführt, müssen auf den Clients neue Outlook-Profile erstellt werden.

Der Hauptvorteil der Speichergruppe für die Wiederherstellung in der veröffentlichten Exchange 2003-Version ist die größere Flexibilität bei der Wiederherstellung von Postfächern und Postfachspeichern, da kein separater Active Directory-Verzeichnisdienst und kein Wiederherstellungsserver mehr erforderlich sind. Die Wiederherstellung kann einfach auf demselben oder einem beliebigen anderen Server in der administrativen Gruppe erfolgen.

Nachdem Sie in der veröffentlichten Exchange 2003-Version einen Postfachspeicher in der Speichergruppe für die Wiederherstellung wiederhergestellt haben, müssen Sie die wiederhergestellten Postfachdaten mit dem Dienstprogramm Exchange 2003 ExMerge aus der Speichergruppe für die Wiederherstellung in eine reguläre Speichergruppe verschieben.

Das kann irritierend sein, da dazu ein separates Tool erforderlich ist. Das Feature Postfachdaten wiederherstellen im Exchange-System-Manager von Exchange 2003 SP1 macht die Verwendung von ExMerge in der Mehrzahl der Wiederherstellungsfälle überflüssig.

Mit der neuen Funktion können Sie die Daten der in der Speichergruppe für die Wiederherstellung wiederhergestellten Postfächer entweder zusammenführen oder kopieren. Dazu wird eine Benutzeroberfläche verwendet, die der für das Feature Postfach verschieben ähnlich ist. Die Postfächer werden im Exchange System-Manager ausgewählt.

noteAnmerkung:
Obwohl die Funktion Postfachdaten wiederherstellen (neu) mit der Funktion ExMerge (alt) vergleichbar ist, wird beim Wiederherstellen der Postfachdaten das ExMerge-System nicht verwendet. Daher sind an dem Vorgang keine Persönlichen Ordnerdateien (.pst) beteiligt, und es gibt in der Folge auch keine 2 GB-Beschränkung, wie sie bei .pst-Dateien zu finden ist. Es gibt jedoch immer noch einige wenige Fälle, in denen ExMerge dem Tool Postfachdaten wiederherstellen vorzuziehen ist.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Exchange Server 2003 SP1 Recover Mailbox Data Feature (englischsprachig).

In der ersten Version von Exchange 2003 wurde beim Generieren von Verbindungsvereinbarungen für große oder komplizierte Umgebungen mit dem ADC-Tool allgemein das Fehlen einer Steuerung bemängelt, mit der die Art der erstellten Verbindungsvereinbarungen definiert werden konnte. Unabhängig von der Art der Verbindungsvereinbarungen wurden bei der Erstellung mit den ADC-Tools bereits bestehende Verbindungsvereinbarungen ersetzt. Außerdem wurde unmittelbar nach der Erstellung einer beliebigen Verbindungsvereinbarung der Replikationsvorgang gestartet, ohne dass dem Benutzer eine Möglichkeit eingeräumt wurde, zuerst die neue Verbindungsvereinbarung zu prüfen.

Durch die Änderungen an den ADC-Tools in Exchange 2003 SP1 hat der Benutzer jetzt eine bessere Kontrolle über die Verbindungsvereinbarungen, die er erstellt. Dazu zählt auch das Verschieben der ersten Replikation bis zur Prüfung der Verbindungsvereinbarungen durch den Administrator. Es wird eine XML-Datei (nach der ADC beim Erstellen neuer Verbindungsvereinbarungen sucht) bereitgestellt, mit der das Verhalten der neuen Vereinbarungen (sofortige oder verzögerte Replikation) konfiguriert wird. Bereitgestellt wird auch ein Skript, das zum gleichzeitigen Aktivieren aller Verbindungsvereinbarungen für eine verzögerte Replikation verwendet werden kann.

Bei ADC selbst gibt es mehrere Änderungen, u. a. auch in Bezug auf die standortübergreifende Verschiebung von Ressourcen, da ADC in diesem Bereich viele Aufgaben erledigt hat.

In der veröffentlichten Version von Exchange 2003 wurde bei der Konfiguration der Front-End- und Back-End-Topologie für RCP/HTTPS (Remote Procedure Call/Secure Hypertext Transfer Protocol) eine umfangreiche manuelle Bearbeitung der Registrierung erforderlich. Auch die Verwaltung und Pflege beim Hinzufügen oder Entfernen neuer Server war äußerst aufwändig.

Exchange 2003 SP1 enthält eine integrierte Exchange-System-Manager-Benutzeroberfläche, mit der Sie problemlos RPC/HTTPS-Front-End- und Back-End-Server auswählen können. Die neue Benutzeroberfläche befindet sich im Dialogfeld Eigenschaften für den Server, der im Exchange-System-Manager ausgewählt wurde.

In Vorgängerversionen von Exchange 2003 SP1 konnte es, ungeachtet der Anzahl der Knoten in einem Cluster, nur eine Öffentliche Ordner-Informationsspeicherinstanz geben, die mit der MAPI-Ordnerstruktur verknüpft war. In Exchange 2003 SP1 ist es jetzt möglich, in einem einzelnen Cluster mit mehreren Knoten auch mehrere öffentliche MAPI-Informationsspeicher (Öffentliche Ordner-Datenbanken) zu verwenden. In Anbetracht der Tatsache, dass der Cachemodus von Outlook 2003 für eine höhere Belastung der Ordner sorgt, als sie durch das Outlook-Adressbuch verursacht wird, erhöht sich durch die Möglichkeit, die Last auf mehrere Öffentliche Ordner-Informationsspeicher in einem Cluster zu verteilen, auch die Clientleistung.

Am Datenbankmodul wurden verschiedene Änderungen vorgenommen:

  • Verbesserte Wiedergabe von Transaktionsprotokollen   Die Wiedergabe wurde erheblich verbessert, besonders in Bezug auf die Wiedergabegeschwindigkeit bei Transaktionsprotokollen. Natürlich spielt auch die Hardware eine gewisse Rolle, doch ist gegenüber den Datenbankmodulen in Vorgängerversionen von Exchange 2003 SP1, ungeachtet der verwendeten Hardware, eine signifikante Steigerung zu verzeichnen.
  • Integrierte Korrektur des -1018-Fehlers   Aufgrund des in Exchange 2003 SP1 eingeführten, veränderten Prüfsummenmodells kann das Datenbankmodul nun Einzelbitfehler in der Datenbank-Seitenprüfsumme korrigieren. Erfahrungsgemäß sind viele der -1018-Fehler Einzelbitfehler. Daher sollte diese Änderung hilfreich sein.

Mit dem aktualisierten Domänenumbenennungsskript, das im gleichen Zeitfenster wie Exchange 2003 SP1 veröffentlicht wurde, kann eine Domäne mit Exchange-Servern in der Organisation umbenannt werden. Damit diese Tools leichter aktualisiert werden können, sind sie nicht mehr auf der CD enthalten, sondern können von der Seite Downloads für Exchange Server 2003 heruntergeladen werden.

Lesen Sie die Begleitdokumentation zum neuen Domänenumbenennungsskript sorgfältig durch.

 
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