Verwenden des Office-Anpassungstools (OAT) zur Änderung von Benutzerkonfigurationen nach der Installation von Office 2013

 

Gilt für: Office 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-12-16

Zusammenfassung:  Erläutert die Aktualisierung einer vorhandenen Office 2013-Installation durch Ausführen des Office-Anpassungstools und das Erstellen einer Setupanpassungsdatei (MSP-Datei).

Zielgruppe: IT-Spezialisten

Die Anleitungen in diesem Artikel erläutern die Verwendung des Office-Anpassungstools (OCT), um eine vorhandene Installation von Office 2013 zu ändern.

Inhalt dieses Artikels:

  • Übersicht

  • Anpassen einer vorhandenen Office-Installation

  • Funktionsweise der Anpassung

Übersicht

Nach der Installation von Office 2013 auf den Computern der Benutzer können Sie mit demselben Tool wie bei der ursprünglichen Anpassung der Installation Änderungen an der Installation vornehmen. Durch Ausführen des Office-Anpassungstools (OAT) und Erstellen oder Ändern einer Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) können Sie die Installation von Office anpassen, indem Sie z. B. Features hinzufügen oder entfernen, Benutzereinstellungen ändern oder Dateien oder Registrierungseinträge hinzufügen oder entfernen.

In Office 2013 sind zwei architekturspezifische Versionen des Office-Anpassungstools verfügbar: eine Version für die 32-Bit-Version von Office 2013 und eine Version für die 64-Bit-Version von Office 2013. Die 64-Bit-Version des OAT unterstützt 64-Bit-Clienteditionen von Office 2013 und weist dieselbe Benutzeroberfläche sowie dieselben Funktionen und konfigurierbaren Einstellungen wie die 32-Bit-Version auf. Zum Ausführen der 32-Bit- bzw. 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools verwenden Sie denselben Befehl. Wenn Sie z. B. die 32-Bit-Version des Office-Anpassungstools ausführen möchten, führen Sie wie im folgenden Beispiel dargestellt die Befehlszeile setup.exe /admin im Ordner x86 (32 Bit) aus: \\Server\Freigabe\Office14\x86\setup.exe /admin. Zum Ausführen der 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools führen Sie die Befehlszeile setup.exe /admin im Ordner x64 (64 Bit) aus. Weitere Informationen zur 64-Bit-Version von Office 2013 finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2013. Weitere Informationen zum Office-Anpassungstool finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013.

Tipp

Wenn Sie eine ursprüngliche Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) für ein Office 2013-Produkt (z. B. Office Professional Plus 2013) erstellt haben und die Installation später ändern möchten, indem Sie Language Packs hinzufügen, können Sie dazu das Importfeature des OAT verwenden. In solchen Fällen fügen Sie zunächst die Language Packs dem Netzwerkinstallationspfad hinzu, der die Quelldateien des Office-Produkts enthält. Anschließend führen Sie das OAT vom Stamm des Netzwerkinstallationspfads aus und erstellen eine neue Setupanpassungsdatei für das betreffende Produkt. Dann importieren Sie die ursprüngliche MSP-Datei, die zuvor für Office Professional Plus 2013 erstellt wurde. Weitere Informationen zum Netzwerkinstallationspfad finden Sie unter Create a network installation point.

Anpassen einer vorhandenen Office-Installation

Führen Sie den folgenden Vorgang aus, um eine vorhandene Installation von Office 2013 anzupassen.

Tipp

Sie können alle Aufgaben in Office 2013-Produktfamilien mit einer Maus, mit Tastenkombinationen oder per Fingereingabe durchführen. Weitere Informationen zur Verwendung von Tastenkombinationen und Fingereingaben bei Office-Produkten und -Diensten finden Sie unter Tastenkombinationen und Office-Leitfaden für die Gestensteuerung.

So passen Sie die Installation an

  1. Führen Sie im Stammverzeichnis des Netzwerkinstallationspfads mit den Quelldateien die folgende Befehlszeile aus, um das OAT zu starten: \\Server\Freigabe\setup.exe /admin

  2. Wählen Sie im Dialogfeld Produkt auswählen das anzupassende Produkt und anschließend OK aus.

  3. Wählen Sie im Navigationsbereich einen Anpassungsbereich aus, wählen Sie die anzupassende Option aus, und passen Sie anschließend die Option im Detailbereich an.

    Wenn Sie beispielsweise Access 2013 aus der Installation entfernen möchten, suchen Sie im Navigationsbereich nach Features, und wählen Sie dann Featureinstallationsstatus festlegen aus. Erweitern Sie im Detailbereich Microsoft Office, und wählen Sie mithilfe des Kontextmenüs (Rechtsklick) Microsoft Office Access aus. Wählen Sie anschließend Nicht verfügbar aus.

  4. Wenn Sie die Anpassung der Installation abgeschlossen haben, wählen Sie im Menü Datei die Option Speichern unter aus.

  5. Geben Sie für die Anpassungsdatei einen eindeutigen Namen mit der Dateierweiterung .msp an, und wählen Sie Speichern aus.

  6. Stellen Sie die Setupanpassungsdatei (MSP) auf den Computern der Benutzer bereit, und wenden Sie sie an. Weitere Informationen finden Sie unter Anwenden von Setupanpassungsdateien (MSP) auf vorhandene Installationen.

Wenn Sie später weitere Änderungen an einer vorhandenen Installation vornehmen möchten, können Sie das Office-Anpassungstool verwenden, um eine neue Wartungsanpassungsdatei (MSP) zu erstellen. Sie können z. B. einen vorhandenen Featureinstallationsstatus ändern.

Als bewährte Methode zum Ändern eines vorhandenen Featureinstallationsstatus in einer vorhandenen Installation von Office 2013 wird empfohlen, dass Sie eine neue Setupanpassungsdatei (MSP) erstellen, um nur die Änderungen vorzunehmen, die Sie implementieren möchten. Um unerwartete Ergebnisse zu vermeiden, müssen Sie nur die gewünschten Änderungen angeben. Beispielsweise können Sie eine Setupanpassungsdatei (MSP) erstellen, um das Access-Feature nach der Installation hinzuzufügen, indem Sie das Office-Anpassungstool starten und eine neue MSP-Datei für das Produkt erstellen. Wählen Sie im Navigationsbereich des Office-Anpassungstools unter Features die Option Featureinstallationsstatus festlegen aus. Erweitern Sie im Detailbereich Microsoft Office, wählen Sie mithilfe des Kontextmenüs (Rechtsklick) Microsoft Office Access aus, und wählen Sie anschließend Von 'Arbeitsplatz' ausführen aus. Wählen Sie dann im Menü Datei die Option Speichern unter aus, und geben Sie einen Pfad und einen Dateinamen für die MSP-Anpassungsdatei an.

Funktionsweise der Anpassung

Da die vom Office-Anpassungstool erstellte Setupanpassungsdatei ein Windows Installer-Paket (MSP) ist, können Sie die Datei auf Benutzercomputern genauso anwenden wie ein Softwareupdate. Die Office-Installation wird mithilfe der in der MSP-Datei definierten Anpassungen geändert. In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie MSP-Anpassungsdateien in vorhandenen Office-Installationen bereitgestellt werden, und das Sequenzverhalten von Anpassungspatches wird erläutert.

Anwenden von Setupanpassungsdateien (MSP) auf vorhandene Installationen

Sie müssen die MSP-Datei direkt auf dem Computer des Benutzers anwenden, um sie auf vorhandene Installationen anwenden zu können. Es ist nicht möglich, die Setupanpassungsdatei auf vorhandene Installationen anzuwenden, indem Sie die MSP-Datei im Ordner Updates ablegen und Setup erneut auf dem Benutzercomputer ausführen oder Setup unter Angabe der Anpassungsdatei über die Befehlszeile ausführen.

Benutzer können die Setupanpassungsdatei (MSP) beispielsweise durch Doppelklicken auf die MSP-Datei oder durch Ausführen von msiexec mit der Option /p an einer Eingabeaufforderung anwenden, wie im folgenden Beispiel veranschaulicht:

msiexec.exe /p \\Server\Freigabe\custom.msp

Weitere Informationen zu Windows Installer-Befehlszeilenoptionen finden Sie unter Windows Installer-Befehlszeilenoptionen (https://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkId=162945).

Sie können auch ein Bereitstellungsverwaltungsprogramm, z. B. Microsoft System Center 2012 Configuration Manager, zum Bereitstellen der Setupanpassungsdateien verwenden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des System Center Configuration Manager TechCenter (https://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkID=162933).

Tipp

Windows Server Update Services (WSUS) kann zwar zum Bereitstellen von Softwareupdates verwendet werden, Sie können WSUS jedoch nicht zum Bereitstellten von MSP-Setupanpassungsdateien verwenden.

Verhalten beim Einreihen in die Verarbeitungsreihenfolge von Setupanpassungspatches

Bei jedem Speichern einer MSP-Anpassungsdatei im Office-Anpassungstool wird die Patchsequenznummer der Anpassungsdatei unter Verwendung des aktuellen Datums- und Zeitstempels des Computers aktualisiert, und für das Patch wird eine neue GUID (Globally Unique Identifier) generiert. Die MSP-Dateien des Office-Anpassungstools werden chronologisch gemäß ihrem jeweiligen Zeitstempel angewendet.

Stellen Sie sich das Verhalten beim Einreihen in die Verarbeitungsreihenfolge anhand des folgenden Beispiels vor: Angenommen, Sie haben die folgenden MSP-Wartungsdateien erstellt:

  1. Eine MSP-Datei des Office-Anpassungstools mit dem Namen access-deinstallieren.msp, in der Sie Microsoft Office Access auf Nicht verfügbar festgelegt haben. Diese Datei wird zuerst gespeichert, sodass sie eine niedrigere Patchsequenznummer und einen älteren Datums- und Zeitstempel besitzt. Diese MSP-Datei wird zuerst angewendet, und Access wird auf den Benutzercomputern auf Nicht verfügbar festgelegt.

  2. Eine MSP-Datei des Office-Anpassungstools mit dem Namen access-installieren.msp, in der Sie Microsoft Office Access auf Alle von 'Arbeitsplatz' ausführen festgelegt haben. Diese Datei wird zuletzt gespeichert, sodass sie eine höhere Patchsequenznummer und einen neueren Datums- und Zeitstempel besitzt. Diese MSP-Datei wird nach der ersten MSP-Datei des Office-Anpassungstools access-deinstallieren.msp angewendet. Daher wird Access auf den Benutzercomputern auf Alle von 'Arbeitsplatz' ausführen festgelegt.

Siehe auch

Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013
Anpassen von Setup vor der Installation von Office 2013
64-Bit-Editionen von Office 2013
Übersicht über die Setuparchitektur von Office 2013