(0) exportieren Drucken
Alle erweitern
Verwandte Hilfethemen
Loading
Keine Ressourcen gefunden
Verwandte Blog-Artikel
Loading
Keine Ressourcen gefunden
Erweitern Minimieren

Grundlegendes zu E-Mail-Infos

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-07-23

Bei E-Mail-Infos handelt es sich um informative Meldungen, die Benutzern beim Erstellen einer Nachricht angezeigt werden. Microsoft Exchange Server 2010 analysiert die Nachricht, einschließlich der Liste der Empfänger, an die sie gerichtet ist. Wird ein potenzielles Problem erkannt, wird der Benutzer vor dem Senden der Nachricht mithilfe von E-Mail-Infos benachrichtigt. Mithilfe der durch E-Mail-Infos bereitgestellten Informationen können Absender die verfasste Nachricht korrigieren, um unerwünschte Situationen oder Unzustellbarkeitsberichte (Non-Delivery Reports, NDRs) zu vermeiden.

Die folgenden unproduktiven Messagingszenarien treten in allen Messagingumgebungen häufig auf:

  • Unzustellbarkeitsberichte aufgrund von Nachrichten, die in einer Organisation konfigurierte Einschränkungen verletzen, z. B. Einschränkungen der Nachrichtengröße oder der maximalen Anzahl von Empfängern pro Nachricht.

  • Unzustellbarkeitsberichte aufgrund von Nachrichten an Empfänger, die nicht vorhanden sind, für die Einschränkungen gelten oder deren Benutzerpostfächer voll sind.

  • Senden von Nachrichten an Benutzer, für die automatische Antworten konfiguriert sind.

In allen diesen Szenarien sendet der Benutzer eine Nachricht, erwartet ihre Zustellung und erhält stattdessen eine Antwort, die besagt, dass die Nachricht nicht zugestellt wurde. Sogar im Best-Case-Szenario, wie bei der automatischen Antwort, führen diese Ereignisse zu Produktivitätsverlusten. Im Fall eines Unzustellbarkeitsberichts kann es zu einem teuren Anruf beim Helpdesk kommen.

Des Weiteren gibt es mehrere Szenarien, in denen das Senden einer Nachricht nicht zu einem Fehler führt, aber unerwünschte und sogar peinliche Konsequenzen haben kann:

  • An extrem große Verteilergruppen gesendete Nachrichten.

  • An ungeeignete Verteilergruppen gesendete Nachrichten.

  • Versehentlich an Empfänger außerhalb Ihrer Organisation gesendete Nachrichten.

  • Auswählen von Allen antworten für eine Nachricht, bei der Sie Bcc-Empfänger waren.

Alle diese problematischen Szenarien können vermieden werden, indem die Benutzer über die möglichen Konsequenzen des Sendens der Nachricht informiert werden, während sie sie verfassen. Wenn Absender beispielsweise wissen, dass die Größe der zu sendenden Nachricht die Vorgaben der Unternehmensrichtlinie übersteigt, versuchen sie nicht, sie zu senden. Wenn Absender benachrichtigt werden, dass die zu sendende Nachricht an Personen außerhalb der Organisation zugestellt wird, stellen sie eher sicher, dass der Inhalt und der Tonfall der Nachricht geeignet sind.

In den oben aufgeführten Szenarien können E-Mail-Infos Folgendes ermöglichen:

  • Reduzieren der Kosten für die Verarbeitung und Speicherung von Nachrichten durch Verhindern von Unzustellbarkeitsberichten.

  • Reduzieren des Umfangs von Helpdeskanrufen aufgrund von Unzustellbarkeitsberichten.

  • Erhöhen der Produktivität, indem Sie erfolglose Kommunikationsvorgänge vermeiden, beispielsweise durch Unterbrechen des Sendezyklus einer E-Mail-Nachricht, Erhalten einer automatischen Antwort und Umleiten der Nachricht.

  • Informieren von Benutzern, die E-Mail-Nachrichten verfassen, über die in Ihrer Organisation konfigurierten Richtlinien und die damit verbundenen Einschränkungen für die zu sendenden Nachrichten.

  • Leiten von Benutzern zu den richtigen Verteilergruppen.

  • Senken des Risikos einer versehentlichen Weitergabe von Informationen an Personen außerhalb Ihrer Organisation.

WichtigWichtig:
E-Mail-Infos sind nicht so konzipiert, dass sie bestimmte Richtlinien erzwingen. Sie informieren die Absender lediglich über Aspekte der gerade verfassten Nachricht, damit notwendige Anpassungen vorgenommen werden können.

Möchten Sie wissen, welche Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit E-Mail-Infos gibt? Weitere Informationen finden Sie hier: Verwalten von E-Mail-Infos.

Die folgende Tabelle enthält eine Liste von E-Mail-Infos in Exchange 2010.

E-Mail-Infos in Exchange 2010

E-Mail-Info Szenario

Ungültiger interner Empfänger

Die E-Mail-Info zu einem ungültigen internen Empfänger wird angezeigt, wenn der Absender einen organisationsinternen Empfänger hinzufügt, der jedoch nicht in Active Directory vorhanden ist.

Dieser Fall kann eintreten, wenn der Absender eine Nachricht an einen Benutzer richtet, der nicht mehr Mitglied des Unternehmens ist, dessen Adresse jedoch über den Namensauflösungs-Cache oder über einen Eintrag im Kontaktordner des Absenders aufgelöst wird. Oder wenn der Absender eine SMTP-Adresse mit einer Domäne eingibt, für die Exchange autoritativ ist, und die Adresse nicht zu einem vorhandenen Absender aufgelöst wird.

Die E-Mail-Info zeigt den ungültigen Empfänger an und ermöglicht es dem Absender, den Empfänger aus der Nachricht zu entfernen.

Postfach voll

Die E-Mail-Info zu einem vollen Postfach wird angezeigt, wenn der Absender einen Empfänger hinzufügt, dessen Postfach voll ist, und Ihre Organisation eine Richtlinie implementiert hat, mit der verhindert wird, dass Postfächer über einer angegebenen Größe Nachrichten empfangen.

Die E-Mail-Info zeigt den Empfänger an, dessen Postfach voll ist, und ermöglicht es dem Absender, den Empfänger aus der Nachricht zu entfernen.

Die E-Mail-Info ist zu dem Zeitpunkt, zu dem sie angezeigt wird, aktuell. Wenn die Nachricht nicht sofort gesendet wird, wird die E-Mail-Info alle zwei Stunden aktualisiert. Dies gilt auch für Nachrichten, die im Ordner "Entwürfe" gespeichert und nach zwei Stunden erneut geöffnet werden.

Automatische Antworten

Die E-Mail-Info für automatische Antworten wird angezeigt, wenn der Absender einen Empfänger hinzufügt, der automatische Antworten aktiviert hat.

Die E-Mail-Info gibt an, dass der Empfänger automatische Antworten aktiviert hat, und zeigt die ersten 250 Zeichen der vom Empfänger konfigurierten automatischen Antwort an.

Die E-Mail-Info ist zu dem Zeitpunkt, zu dem sie angezeigt wird, aktuell. Wenn die Nachricht nicht sofort gesendet wird, wird die E-Mail-Info alle zwei Stunden aktualisiert. Dies gilt auch für Nachrichten, die im Ordner "Entwürfe" gespeichert und nach zwei Stunden erneut geöffnet werden.

Wenn ein Teil Ihrer Benutzerpostfächer in Exchange Online gehostet wird und Sie die Koexistenz mit Exchange Online eingerichtet haben, hat die Einstellung für das Remotedomänenobjekt, das den Remotebereich Ihrer Organisation darstellt, direkte Auswirkungen auf die Verarbeitung dieser E-Mail-Info.

In Exchange 2010 können Benutzer unterschiedliche automatische Antworten für interne und externe Absender konfigurieren. Wenn die Remotedomäne als interne Domäne konfiguriert ist (der Parameter IsInternal des Remotedomänenobjekts ist auf $true festgelegt), wird die interne automatische Antwort an alle Benutzer in der Organisation unabhängig vom Standort ihres Postfachs zurückgegeben. Wenn die Remotedomäne nicht als interne Domäne konfiguriert ist, wird die interne automatische Antwort an alle Benutzer zurückgegeben, deren Postfächer sich in der lokalen Domäne befinden, und die externe automatische Antwort wird an die Benutzer zurückgegeben, deren Postfächer sich in der Remotedomäne befinden.

Benutzerdefiniert

Eine benutzerdefinierte E-Mail-Info wird angezeigt, wenn der Absender einen Empfänger hinzufügt, für den eine benutzerdefinierte E-Mail-Info konfiguriert ist.

Eine benutzerdefinierte E-Mail-Info kann hilfreich sein, um spezielle Informationen zu einem Empfänger bereitzustellen. Beispielsweise können Sie eine benutzerdefinierte E-Mail-Info für eine Verteilergruppe erstellen, in der Sie den Zweck der Verteilergruppe erläutern, damit sie seltener falsch verwendet wird.

Standardmäßig werden benutzerdefinierte E-Mail-Infos nicht angezeigt, wenn der Absender keine Nachrichten an diesen Empfänger senden darf. In diesem Fall wird die E-Mail-Info für eingeschränkte Empfänger angezeigt. Sie können diese Konfiguration jedoch ändern und auch die benutzerdefinierte E-Mail-Info anzeigen. Weitere Informationen zum Konfigurieren von benutzerdefinierten E-Mail-Infos finden Sie unter Konfigurieren benutzerdefinierter E-Mail-Infos für Empfänger.

Eingeschränkter Empfänger

Die E-Mail-Info für eingeschränkte Empfänger wird angezeigt, wenn der Absender einen Empfänger hinzufügt, für den Zustellungseinschränkungen konfiguriert sind, sodass dieser Absender am Senden von Nachrichten gehindert wird.

In der E-Mail-Info wird der Empfänger angezeigt, an den der Absender keine Nachrichten senden darf, und der Absender erhält die Option, den Empfänger aus der Nachricht zu entfernen. Außerdem wird der Absender informiert, dass die Nachricht nicht übermittelt wird.

Wenn es sich bei dem eingeschränkten Empfänger um einen externen Empfänger oder um eine Verteilergruppe mit externen Empfängern handelt, wird auch diese Information dem Absender bereitgestellt. Die folgenden E-Mail-Infos werden jedoch ggf. unterdrückt:

  • Automatische Antworten

  • Postfach voll

  • Benutzerdefinierte E-Mail-Info

  • Moderierter Empfänger

  • Überlange Nachricht

Externe Empfänger

Die E-Mail-Info zu externen Empfängern wird angezeigt, wenn der Absender einen externen Empfänger oder eine Verteilergruppe mit externen Empfängern hinzufügt.

Mit dieser E-Mail-Info werden Absender informiert, wenn eine Nachricht, die sie schreiben, die Organisation verlassen wird. So können sie die richtigen Entscheidungen hinsichtlich Formulierungen, Tonfall und Inhalt treffen.

Standardmäßig ist diese E-Mail-Info deaktiviert. Sie können sie mit dem Cmdlet Set-OrganizationConfig aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Organisationseinstellungen für E-Mail-Infos.

Wenn ein Teil Ihrer Benutzerpostfächer in Exchange Online gehostet wird und Sie die Koexistenz mit Exchange Online eingerichtet haben, hat die Einstellung für das Remotedomänenobjekt, das den Remotebereich Ihrer Organisation darstellt, direkte Auswirkungen auf die Verarbeitung dieser E-Mail-Info.

Wenn die Remotedomäne als interne Domäne konfiguriert ist (der Parameter IsInternal für das Remotedomänenobjekt ist auf $true festgelegt), werden alle Empfänger in dieser Remotedomäne als intern behandelt, sodass für sie die E-Mail-Info für externe Empfänger nicht angezeigt wird. Wenn die Remotedomäne nicht als interne Domäne konfiguriert ist, werden die Empfänger in dieser Domäne als extern betrachtet, und beim Verfassen einer Nachricht an diese Empfänger wird diese E-Mail-Info angezeigt.

HinweisAnmerkung:
Diese E-Mail-Info wird nicht ausgewertet, wenn eine Nachricht an eine Verteilergruppe in der Remotedomäne verfasst wird.

Große Benutzergruppe

Die E-Mail-Info zu großer Benutzergruppe wird angezeigt, wenn der Absender eine Verteilergruppe hinzufügt, die mehr Mitglieder enthält, als für die Größe einer großen Benutzergruppe für Ihre Organisation konfiguriert ist. Standardmäßig wird diese E-Mail-Info in Exchange für Nachrichten an Verteilergruppen mit mehr als 25 Mitgliedern angezeigt. Informationen zum Konfigurieren der Größe einer großen Benutzergruppe für Ihre Organisation finden Sie unter Konfigurieren der Organisationseinstellungen für E-Mail-Infos.

Die Größe der Verteilergruppen wird nicht jedes Mal berechnet. Stattdessen werden die Verteilergruppeninformationen aus den Gruppenmetrikdaten gelesen. Weitere Informationen zu Gruppenmetrikdaten finden Sie unter Grundlegendes zur Gruppenmetrik.

Moderierter Empfänger

Die E-Mail-Info zu moderiertem Empfänger wird angezeigt, wenn der Absender einen moderierten Empfänger hinzufügt.

Die E-Mail-Info zeigt an, welcher Empfänger moderiert ist, und informiert den Absender, dass dies zu Verzögerungen bei der Zustellung führen kann.

Wenn der Absender zugleich der Moderator ist, wird diese E-Mail-Info nicht angezeigt. Ebenso wird sie nicht angezeigt, wenn dem Absender explizit gestattet wurde, Nachrichten an den Empfänger zu senden (indem der Name des Absenders zur Liste "Nachrichten annehmen von" des Empfängers hinzugefügt wurde).

Antwort an alle bei Bcc

Die E-Mail-Info zur Antwort an alle bei Bcc wird angezeigt, wenn der Absender eine Bcc-Kopie einer Nachricht enthält und Allen antworten auswählt.

Wenn ein Benutzer für eine solche Nachricht Allen antworten auswählt, erfahren alle anderen Empfänger, an die die Nachricht gesendet wurde, dass dieser Benutzer eine Bcc-Kopie erhalten hat. Das dies in den seltensten Fällen erwünscht ist, wird der Benutzer mit dieser E-Mail-Info auf die Situation hingewiesen.

HinweisAnmerkung:
Diese E-Mail-Info wird nur in Microsoft Office Outlook Web App unterstützt. 

Übergroße Nachricht

Die E-Mail-Info zu übergroßer Nachricht wird angezeigt, wenn die vom Absender verfasste Nachricht die konfigurierten Einschränkungen der Nachrichtengröße in Ihrer Organisation übersteigt.

Die E-Mail-Info wird angezeigt, wenn die Nachrichtengröße eine der folgenden Größeneinschränkungen verletzt:

  • Einstellung für maximale Sendegröße für das Postfach des Absenders

  • Einstellung für maximale Empfangsgröße für das Postfach des Absenders

  • Einschränkung für die maximale Nachrichtengröße für die Organisation

  • Einstellung für maximale Anforderungslänge (nur für Outlook Web App)

HinweisAnmerkung:
Aufgrund der Komplexität der Implementierung werden die Einschränkungen der Nachrichtengröße für die Connectors in Ihrer Organisation nicht berücksichtigt.
HinweisAnmerkung:
Diese E-Mail-Info wird in Outlook Web App nicht angezeigt.

E-Mail-Infos werden als Webdienst in Exchange 2010 implementiert. Wenn ein Absender eine Nachricht erstellt, führt die Clientsoftware einen Exchange-Webdienstaufruf des Servers mit Exchange 2010 durch, auf dem die Clienzugriffs-Serverrolle installiert ist, um die Liste der E-Mail-Infos abzurufen. Der Exchange 2010-Server gibt Liste der E-Mail-Infos zurück, die für die jeweilige Nachricht gelten, und die Clientsoftware zeigt dem Absender die E-Mail-Infos an.

Die folgenden Messagingclients unterstützen E-Mail-Infos:

  • Outlook Web App

  • Microsoft Outlook 2010 

Die folgenden Aktionen des Absenders lösen die Auswertung oder Aktualisierung von E-Mail-Infos aus:

  • Hinzufügen eines Empfängers

  • Hinzufügen einer Anlage

  • Antworten oder Antworten an alle

  • Öffnen einer Nachricht, die bereits an Empfänger adressiert ist, aus dem Ordner "Entwürfe"

Auf dem Client werden die E-Mail-Infos im Cache zwischengespeichert. Wenn derselbe Empfänger entfernt und wieder hinzugefügt wird, fragt der Client den Clientzugriffsserver nicht erneut ab.

Bei der Abfrage des Clientzugriffsservers wird die Liste der zutreffenden E-Mail-Infos erstellt und als einzelner Batch zurückgegeben. Daher werden alle E-Mail-Infos dem Benutzer zugleich angezeigt statt nacheinander, was den Absender ablenken würde.

Auf dem Clientzugriffsserver werden die E-Mail-Infos für eine bestimmte Nachricht aus den folgenden Quellen zusammengestellt:

  • Active Directory

  • Empfängerpostfächer

  • Lokale Gruppenmetrikdaten

Jedes Mal, wenn ein Absender einer Nachricht einen Empfänger hinzufügt, tritt eine Abfolge von Ereignissen zum Auswerten von E-Mail-Infos auf, wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Auswertung von E-Mail-Infos

Workflow zur E-Mail-Info-Auswertung

Wie in der obigen Abbildung dargestellt:

  1. Der E-Mail-Client fragt den Webdienst auf dem Clientzugriffsserver nach E-Mail-Infos ab, die für die Empfänger in der Nachricht gelten.

  2. Der Clientzugriffsserver sammelt Daten zu E-Mail-Infos:

    1. Der Clientzugriffsserver fragt Active Directory ab und liest Gruppenmetrikdaten.

    2. Wenn es sich bei dem Empfänger um ein Postfach handelt, das sich auf einem Postfachserver am lokalen Standort befindet, fragt der Clientzugriffsserver den Postfachserver ab, um die E-Mail-Infos zu automatischen Antworten und vollen Postfächern zu sammeln. Wenn sich das Postfach des Empfängers an einem anderen Standort befindet, fordert der Clientzugriffsserver Informationen für E-Mail-Infos vom Clientzugriffsserver am Remotestandort an.

    3. Der Clientzugriffsserver am Remotestandort fragt Daten für E-Mail-Infos vom lokalen Postfachserver ab.

    4. Der Clientzugriffsserver am Remotestandort gibt die Ergebnisse an den anfordernden Clientzugriffsserver zurück.

  3. Der Clientzugriffsserver gibt Daten für E-Mail-Infos an den Client zurück.

E-Mail-Infos unterliegen folgenden Beschränkungen:

  • E-Mail-Infos werden bei der Arbeit im Offlinemodus mit Outlook nicht unterstützt. 

  • Wenn eine Nachricht an eine Verteilergruppe adressiert ist, werden die E-Mail-Infos für einzelne Empfänger, die Mitglieder dieser Verteilergruppe sind, nicht ausgewertet. Wenn es sich bei einem der Mitglieder jedoch um einen externen Empfänger handelt, wird die E-Mail-Info für externe Empfänger angezeigt, in der dem Absender die Anzahl externer Empfänger in der Verteilergruppe angezeigt wird.

  • Wenn die Nachricht an mehr als 200 Empfänger adressiert ist, werden aus Leistungsgründen keine E-Mail-Infos für einzelne Postfächer ausgewertet.

  • Benutzerdefinierte E-Mail-Infos sind auf 250 Zeichen beschränkt.

  • Wenn der Absender beginnt, eine Nachricht zu erstellen, und sie für einen längeren Zeitraum geöffnet lässt, werden die E-Mail-Infos zu automatischen Antworten und vollem Postfach alle zwei Stunden ausgewertet.

E-Mail-Infos, die von den Postfachdaten der Empfänger abhängen, werden ausgewertet, indem eine Verbindung mit den Postfachservern hergestellt wird, auf denen sich diese Empfänger befinden. Die E-Mail-Infos zu automatischen Antworten und vollen Postfächern gehören dieser Kategorie an. Für diese E-Mail-Infos fragt der Clientzugriffsserver den Postfachserver direkt über RPC ab, falls sich die Empfänger am selben Standort befinden. Für Empfänger, die sich an anderen Standorten oder in anderen Gesamtstrukturen befinden, werden diese Informationen über Webanfragen zwischen Clientzugriffsservern gesammelt.

Mit Microsoft Exchange Server 2010 Service Pack 1 (SP1) können Sie Organisationsbeziehungen mit Exchange Online oder anderen Organisationen konfigurieren. Wenn Sie eine Organisationsbeziehung einrichten, können Sie die Funktionen für die Benutzer beim Umgang mit anderen Organisationen um Folgendes erweitern: Freigeben von Frei/Gebucht-Daten zwischen den beiden Organisationen, Konfigurieren des sicheren Meldungsflusses sowie Aktivieren der Nachrichtenverfolgung zwischen den beiden Organisationen. Weitere Informationen zu Organisationsbeziehungen finden Sie unter Grundlegendes zum Verbund.

Wenn E-Mail-Infos über eine Organisationsbeziehung aktiviert sind, agieren die lokalen Clientzugriffsserver als Proxys für die Clientzugriffsserver in der Remoteorganisation. Das Verhalten entspricht der Verarbeitung postfachspezifischer E-Mail-Infos für Benutzer an Active Directory-Remotestandorten. Es gibt jedoch einen Unterschied: Die Clientzugriffsserver agieren über eine Organisationsbeziehung als Proxys für alle Arten von E-Mail-Infos, nicht nur die postfachspezifischen E-Mail-Infos.

Sie können präzise steuern, welche Arten von E-Mail-Infos über eine Organisationsbeziehung zurückgegeben werden. Außerdem können Sie E-Mail-Infos einfach zulassen oder verhindern. In den folgenden zwei Abschnitten werden diese Einstellungen detailliert erläutert.

Es kann viele Gründe für das Einrichten einer Organisationsbeziehung geben. Abhängig von der jeweiligen Situation sollten Sie möglicherweise Beschränkungen für bestimmte Arten von E-Mail-Infos festlegen. Insbesondere können Sie zulassen, dass alle E-Mail-Infos zurückgegeben werden oder nur eine begrenzte Menge von E-Mail-Infos, die Unzustellbarkeitsberichte verhindern würden. Sie können diese Einstellung mit dem Parameter MailTipsAccessLevel des Cmdlets Set-OrganizationRelationship konfigurieren. Die folgende Tabelle zeigt, welche E-Mail-Infos über die Organisationsbeziehung zurückgegeben werden.

 

E-Mail-Info Alle Begrenzt

Große Benutzergruppe

Ja

Nein

Automatische Antworten

Ja

Wenn die Remotedomäne des Empfängers als intern festgelegt ist, wird die interne automatische Antwort angezeigt. Andernfalls wird die externe automatische Antwort angezeigt.

Ja

Die externe automatische Antwort wird angezeigt.

Moderierter Empfänger

Ja

Nein

Übergroße Nachricht

Ja

Ja

Eingeschränkter Empfänger

Ja

Ja

Postfach voll

Ja

Nein

Benutzerdefinierte E-Mail-Infos

Ja

Nein

Externe Empfänger

Ja

Wenn die Remotedomäne des Empfängers als intern festgelegt ist, wird diese E-Mail-Info unterdrückt. Andernfalls wird die externe E-Mail-Info zurückgegeben.

Ja

Wenn die Remotedomäne des Empfängers als intern festgelegt ist, wird diese E-Mail-Info unterdrückt. Andernfalls wird die externe E-Mail-Info zurückgegeben.

Genaue Anweisungen zum Konfigurieren von Zugriffsebenen für E-Mail-Infos finden Sie unter Konfigurieren der Organisationseinstellungen für E-Mail-Infos.

Wenn Sie E-Mail-Infos über eine Organisationsbeziehung aktivieren und die Zugriffsebene auf All festlegen, werden für alle Benutzer die empfängerspezifischen E-Mail-Infos, E-Mail-Infos zu vollem Postfach, zu automatischen Antworten und benutzerdefinierten E-Mail-Infos zurückgegeben. Möglicherweise sollten Sie diese E-Mail-Infos jedoch nur für bestimmte Benutzer zulassen. Wenn Sie beispielsweise eine Organisationsbeziehung mit einem Partner einrichten, sollten Sie diese E-Mail-Infos möglicherweise nur für die Benutzer zulassen, die mit diesem Partner zusammenarbeiten.

Um dies zu erreichen, müssen Sie zuerst eine Gruppe erstellen und ihr alle Benutzer hinzufügen, denen Sie empfängerspezifische E-Mail-Infos an diese Gruppe senden möchten. Sie können diese Gruppe dann für die Organisationsbeziehung angeben.

Nachdem Sie diese Einschränkung implementiert haben, überprüfen Ihre Clientzugriffsserver zuerst, ob der Empfänger, für den sie eine E-Mail-Info-Abfrage erhalten haben, Mitglied dieser Gruppe ist. Wenn der Empfänger Mitglied dieser Gruppe ist, senden die Clientzugriffsserver als Proxys alle E-Mail-Infos zurück, einschließlich der empfängerspezifischen E-Mail-Infos. Andernfalls werden die empfängerspezifischen E-Mail-Infos nicht in die Antwort eingeschlossen.

Genaue Anweisungen zum Konfigurieren von Zugriffsebenen für E-Mail-Infos finden Sie unter Konfigurieren der Organisationseinstellungen für E-Mail-Infos.

In der folgenden Tabelle sind einige der häufigen Leistungsbedenken im Hinblick auf E-Mail-Infos und ihre Lösungen aufgelistet.

Häufige Leistungsbedenken bei E-Mail-Infos

Leistungsbedenken Lösungen

Die Größe von Verteilergruppen und dynamischen Verteilergruppen zu ermitteln und festzustellen, ob externe Empfänger enthalten sind, ist sehr aufwändig.

Verteilergruppen und dynamische Verteilergruppen werden nicht bei der Erstellung einer Nachricht ausgewertet. Diese Informationen werden täglich vom Generierungsdienst für Gruppenmetriken berechnet und an alle Clientzugriffsserver verteilt. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur Gruppenmetrik.

Die Zustellungseinschränkungen für alle Empfänger einer Nachricht zu ermitteln, die an zahlreiche Empfänger gerichtet ist, kann ressourcenintensiv sein.

Zustellungseinschränkungen werden nicht ausgewertet, wenn eine Nachricht mehr als 200 Empfänger aufweist. Außerdem werden Zustellungseinschränkungen nicht für die Mitglieder von Verteilergruppen und dynamischen Verteilergruppen ausgewertet. Dies wird nur für Empfänger durchgeführt, die der Nachricht explizit hinzugefügt werden.

Wenn ein Benutzer eine Verteilergruppe erweitert, werden Zustellungseinschränkungen für alle Mitglieder ausgewertet, solange die Gesamtanzahl von Empfängern nicht größer als 200 ist.

In komplexen Topologien kann das Abrufen von Informationen von mehreren Standorten lange dauern.

Wenn die angeforderten Informationen nicht innerhalb von 10 Sekunden zurückgegeben werden, tritt für den Vorgang ein Timeout auf. Nach 10 Sekunden werden dem Absender in Exchange keine neuen E-Mail-Infos angezeigt.

 © 2010 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft