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Grundlegendes zu Zustellungs-Agents

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2009-12-17

Zustellungs-Agents werden zum Zustellen von Nachrichten an Fremdsysteme verwendet, in denen SMTP nicht verwendet wird. Jeder Zustellungs-Agent arbeitet mit einem Zustellungs-Agent-Connector. Wenn eine Nachricht an den Zustellungs-Agent-Connector weitergeleitet wird, führt der zugeordnete Zustellungs-Agent die Inhaltskonvertierung und die Nachrichtenzustellung durch. Zustellungs-Agents sind eine wichtige Verbesserung gegenüber fremden Connectors, wenn es um die Verarbeitung von Nicht-SMTP-Nachrichten in Ihrer Exchange-Organisation geht.

Möchten Sie wissen, welche Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit Transportservern gibt? Informationen hierzu finden Sie unter Verwalten von Transportservern.

Inhalt

Zustellungs-Agents

Hinzufügen von Zustellungs-Agents zu Ihrer Organisation

Ereignisse, die von Zustellungs-Agents verwendet werden

Bei einem Zustellungs-Agent handelt es sich um einen benutzerdefinierten Agent, der Folgendes ausführen kann:

  • Herstellen einer Verbindung an das fremde System für die Nachrichtenzustellung

  • Abrufen von Nachrichten aus den Remotezustellungswarteschlangen auf Hub-Transport-Servern

  • Zustellen von Nachrichten an das fremde System

  • Bereitstellen einer Bestätigung für jede erfolgreiche Nachrichtenzustellung

Solange die fremde Connectorarchitektur in Microsoft Exchange Server 2010 bleibt, sollten Sie Zustellungs-Agents wann immer möglich zum Weiterleiten von Nachrichten an Nicht-SMTP-Systeme verwenden. Zustellungs-Agents bieten die folgenden Vorteile:

  • Sie ermöglichen die Warteschlangenverwaltung von Nachrichten, die an fremde Systeme weitergeleitet werden, mithilfe bekannter Tools für die Warteschlangenverwaltung.

  • Da die Nachrichten nicht länger in das Dateisystem geschrieben und daraus gelesen werden müssen, wird die Leistung bei der Nachrichtenzustellung verbessert.

  • Sie bieten Zugriff auf Nachrichteneigenschaften mit umfassenden Ereignissen für Agent-Entwickler.

  • Die Entwicklungszeit eines Zustellungs-Agents ist kürzer als die Implementierung eines fremden Connectors, da der Zustellungs-Agent die Nachrichtendarstellungs- und -verwaltungsfunktionen von Exchange verwenden kann.

  • Sie können jetzt sicher sein, dass die Nachrichten dem fremden System zugestellt und nicht einfach in das Ablageverzeichnis geschrieben werden.

  • Die Nutzung von Zustellungs-Agent-Connectors ermöglicht die SLA-Analyse (Service Level Agreement, Vereinbarung zum Servicelevel), da es nun möglich ist, die Wartezeit für die Nachrichtenzustellung an das fremde System zu verfolgen.

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Zur Verwendung eines Zustellungs-Agents in Ihrer Organisation müssen Sie folgende Schritte durchführen:

  • Erwerben Sie den Zustellungs-Agent. In der Regel werden Zustellungs-Agents von Drittanbietern geschrieben. Exchange 2010 enthält standardmäßig nur einen Zustellungs-Agent-Connector: den Zustellungs-Agent-Connector für Textnachrichten.

  • Installieren Sie den Zustellungs-Agent auf den Hub-Transport-Servern, die als Quellserver für Zustellungs-Agent-Connectors dienen werden.

  • Erstellen Sie einen Zustellungs-Agent-Connector für das spezifische Protokoll.

Nach Abschluss all dieser Schritte werden Nachrichten an fremde Systeme über die Zustellungs-Agent-Connectors geleitet und vom Zustellungs-Agent verarbeitet.

Verwechseln Sie nicht die Zustellungs-Agent-Connectors mit den tatsächlichen Zustellungs-Agents. Zustellungs-Agent-Connectors sind für Routingentscheidungen konfiguriert. Die Zustellungs-Agent-Connectors verarbeiten Warteschlangennachrichten, die von Zustellungs-Agents verarbeitet werden, ähnlich wie Sendeconnectors oder Routinggruppenconnectors für die SMTP-Zustellung verwendet werden.

Zustellungs-Agent-Connectors stellen sicher, dass die an das fremde System gerichteten Nachrichten in die entsprechenden Warteschlangen auf den Hub-Transport-Servern eingefügt werden, die zum Zustellen von Nachrichten an fremde Systeme verwendet werden. Nach dem Einstellen der Nachrichten in die Warteschlangen aktiviert der Zustellungs-Agent die Verarbeitung der eigentlichen Zustellung der Nachricht an das fremde System.

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Zustellungs-Agents reagieren auf die folgenden von der Verbindungs-Manager-Komponente ausgelösten Ereignisse:

  • OnOpenConnection   Dieses Ereignis wird ausgelöst, wenn sich Nachrichten für die Zustellung an das fremde System in der Warteschlange befinden. Es benachrichtigt den Zustellungs-Agent, eine Verbindung mit dem fremden System zu initiieren.

  • OnDeliverMailItem   Dieses Ereignis benachrichtigt den Zustellungs-Agent, das nächste Element aus der Warteschlange abzurufen.

  • OnCloseConnection   Dieses Ereignis wird ausgelöst, wenn sich keine Nachrichten mehr zur Zustellung an das fremde System in der Warteschlange befinden. Es benachrichtigt den Zustellungs-Agent, die Verbindung mit dem fremden System zu beenden.

In einem typischen Zustellungsszenario erfolgt die folgende Interaktion zwischen Verbindungs-Manager und Zustellungs-Agent:

  1. Der Verbindungs-Manager erkennt Nachrichten zur Zustellung an das fremde System in der Warteschlange.

  2. Der Verbindungs-Manager ruft den Zustellungs-Agent mithilfe des Ereignisses OnOpenConnection auf.

  3. Der Zustellungs-Agent stellt eine Verbindung mit dem fremden System her. Ist die Verbindung hergestellt, benachrichtigt er den Verbindungs-Manager mithilfe der Methode RegisterConnection.

  4. Der Verbindungs-Manager löst das Ereignis OnDeliverMailItem aus.

  5. Der Zustellungs-Agent ruft die Nachricht aus der Warteschlange ab und stellt sie dem fremden System zu. Nach Abschluss der Zustellung stellt er für den Verbindungs-Manager eine Bestätigung bereit.

  6. Befinden sich zusätzliche Nachrichten in der Warteschlange, werden die Schritte 4 und 5 wiederholt, bis alle Nachrichten zugestellt sind.

  7. Der Verbindungs-Manager löst das Ereignis OnCloseConnection aus.

  8. Der Zustellungs-Agent beendet die Verbindung zum fremden System und benachrichtigt den Verbindungs-Manager mithilfe der Methode UnRegisterConnection.

Im Folgenden handelt es sich um Situationen, in denen Nachrichten oder die gesamte Warteschlange des Zustellungs-Agent-Connectors in den Wiederholungsstatus münden.

  • Nachdem der Verbindungs-Manager das Ereignis OnOpenConnection ausgelöst hat und kein Zustellungs-Agent mit der Methode RegisterConnection reagiert, wird die gesamte Warteschlange für den betreffenden Zustellungs-Agent-Connector in den Wiederholungsmodus versetzt.

  • Wenn der Zustellungs-Agent keine Bestätigung für eine bestimmte Nachricht bereitstellt, wird die Nachricht in den Wiederholungsmodus versetzt.

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