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E-Mail-Richtlinie, Wiederherstellung und Richtlinientreue

Office 365
 

Gilt für: Office 365

Thema wurde zuletzt geändert am: 2014-03-28

Exchange Online-Postfächer befinden sich in der Cloud und müssen unter Verwendung eindeutiger Hostingumgebungen archiviert werden. In manchen Fällen kann Exchange Online auch zur Archivierung von lokalen Postfächern in der Cloud verwendet werden. In diesem Abschnitt werden die Optionen für die Archivierung mit Exchange Online beschrieben.

Exchange Online bietet integrierte Archivierungsfunktionen für cloudbasierte Postfächer, einschließlich eines Compliance-Archivs, dass Benutzern einen praktischen Speicherort für ältere E-Mails zur Verfügung stellt. Ein Compliance-Archiv ist ein spezieller Postfachtyp, der in Outlook und Outlook Web App neben den primären Postfachordnern eines Benutzers angezeigt wird. Benutzer können auf das Archiv genauso zugreifen und es durchsuchen, wie sie es von ihren primären Postfächern gewohnt sind. Die Verfügbarkeit der Funktionalität hängt vom jeweiligen Client ab:

  • Outlook 2013, Outlook 2010 und Outlook Web App   Benutzer haben Zugriff auf sämtliche Features des Archivs sowie auf Features zur Einhaltung der Richtlinientreue, wie die Steuerung der Aufbewahrungs- und Archivierungsrichtlinien.

  • Outlook 2007   Benutzer erhalten grundlegenden Support für das Compliance-Archiv. Nicht alle Features für die Archivierung und Richtlinientreue sind jedoch verfügbar. So können Benutzer beispielsweise keine Aufbewahrungs- und Archivierungsrichtlinien für Postfachelemente anwenden, sondern müssen stattdessen auf Richtlinien vertrauen, die vom Administrator bereitgestellt werden.

Administratoren verwenden die Exchange-Verwaltungskonsole oder Windows PowerShell-Remotesitzungen, um für bestimmte Benutzer die Funktion für persönliche Archive zu aktivieren.

Weitere Informationen zu Compliance-Archiven finden Sie unter Compliance-Archivierung.

In einem persönlichen Archiv können nur die Nachrichtendaten eines Benutzers gespeichert werden. Die Zuweisung von Speicher hängt vom jeweiligen Abonnementplan ab. Weitere Informationen zur Größe von Archivpostfächern finden Sie im Abschnitt über die Speicherbegrenzung von Postfächern unter Exchange Online-Begrenzungen.

WichtigWichtig:
Es ist nicht zulässig, Journaling, Transportregeln oder Regeln zur automatischen Weiterleitung zu verwenden, um Nachrichten zur Archivierung in ein Exchange Online-Postfach zu kopieren. Microsoft behält sich das Recht vor, die uneingeschränkte Archivierung in Fällen zu verweigern, in denen ein Postfacharchiv nicht in einem persönlichen Szenario verwendet wird.
Das Compliance-Archiv hat spezielle Lizenzierungsanforderungen für Outlook-Benutzer. Die Benutzer von Outlook 2007 müssen das kumulative Office 2007-Update vom Februar 2011 installiert haben, um auf das persönliche Archiv zugreifen zu können.
Das Windows PowerShell-Cmdlet New-MailboxImportRequest von Exchange Server 2010 Service Pack 1 oder höher für das administratorgesteuerte Importieren von PST-Dateien in ein persönliches Archiv wird von Exchange Online nicht unterstützt. Wenn ein Benutzer sowohl über das primäre Postfach als auch über das Archiv in Exchange Online verfügt, kann ein Administrator das kostenlose Tool "PST Capture" verwenden, um Daten aus PST-Dateien in das primäre Postfach oder Archiv des Benutzers zu importieren.

Mit der Microsoft Exchange Online-Archivierung, einer gehosteten Archivierungslösung von Microsoft, kann Exchange Online zur cloudbasierten Archivierung von Postfächern verwendet werden, die auf lokalen Postfachservern mit Exchange Server 2010 oder höher gehostet werden. Hierfür muss sich die lokale Organisation im Hybridmodus befinden oder für die Exchange Online-Archivierung eingerichtet werden.

WichtigWichtig:
Wenn Benutzer über ein lokales Postfach auf einem Exchange 2010-Postfachserver verfügen und eine Richtlinie für verwaltete Ordner anwenden, ist die Aktivierung von lokalen oder cloudbasierten Compliance-Archiven nicht möglich.

Exchange Online bietet Aufbewahrungsrichtlinien, die Organisationen dabei helfen, ihre Verpflichtungen hinsichtlich E-Mails und anderen Kommunikationsformen zu reduzieren. Mithilfe dieser Richtlinien haben Administratoren die Möglichkeit, Aufbewahrungseinstellungen für bestimmte Ordner des Posteingangs eines Benutzers anzuwenden. Administratoren können Benutzern auch ein Menü zu Aufbewahrungsrichtlinien zur Verfügung stellen, über das diese in Outlook 2010 oder Outlook Web App Richtlinien für bestimmte Elemente, Unterhaltungen oder Ordner aktivieren können.

In Exchange Online können Administratoren die Aufbewahrungsrichtlinien mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole oder von Windows PowerShell-Remotesitzungen verwalten.

Exchange Online bietet zwei Richtlinientypen: Archiv- und Löschrichtlinien. Beide Typen können für das gleiche Element oder den gleichen Ordner kombiniert werden. Ein Benutzer kann beispielsweise eine E-Mail so markieren, dass sie nach einer bestimmten Anzahl von Tagen automatisch in das Compliance-Archiv verschoben und nach einer anderen bestimmten Anzahl von Tagen gelöscht wird.

In Outlook 2010 und Outlook Web App können Benutzer Aufbewahrungsrichtlinien flexibel auf Ordner, Unterhaltungen und einzelne Nachrichten anwenden. Außerdem können sie die geltenden Aufbewahrungsrichtlinien und vorgesehenen Löschtermine von Nachrichten anzeigen. Benutzer von anderen E-Mail-Clients können E-Mails nur basierend auf serverseitigen, vom Administrator definierten Aufbewahrungsrichtlinien löschen oder archivieren lassen.

Die Aufbewahrungsrichtlinienfunktionen in Exchange Online entsprechen denen von Exchange Server 2010 Service Pack 2 RU4. Administratoren können mithilfe von Windows PowerShell-Remotesitzungen Aufbewahrungsrichtlinien aus lokalen Umgebungen mit Exchange Server 2010 oder höher zu Exchange Online migrieren.

WichtigWichtig:
Verwaltete Ordner, ein älterer Ansatz für die Messaging-Datensatzverwaltung, der in Exchange Server 2007 eingeführt wurde, stehen in Exchange Online nicht zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter Aufbewahrungstags und Aufbewahrungsrichtlinien.

Mithilfe der Verwaltung von Informationsrechten (Information Rights Management, IRM) können Organisationen Informationslecks verhindern, indem die Rechte der E-Mail-Empfänger im Zusammenhang mit Nachrichten und Anlagen eingeschränkt werden, z. B. in Bezug auf das Weiterleiten von Nachrichten an andere Empfänger, das Drucken von Nachrichten oder Anlagen oder das Kopieren und Einfügen von Inhalten aus Nachrichten oder Anlagen.

Administratoren können die cloudbasierte Windows Azure Active Directory-Rechteverwaltung (Windows Azure AD RM) oder einen lokalen Active Directory-Rechteverwaltungsdienst-Server (Active Directory Rights Management Services, AD RMS) in Verbindung mit Exchange Online verwenden. Wenn ein lokaler AD RMS-Server bereitgestellt wird, kann Outlook direkt mit dem Server kommunizieren und ermöglicht somit den Benutzern das Verfassen und Lesen von Nachrichten mit AD RMS-Schutz. Für die Nutzung der AD RMS-Features von Outlook ist keine Interoperabilität zwischen dem AD RMS-Server und Exchange Online erforderlich.

In Microsoft Exchange Server 2010 wurden erweiterte, IRM-bezogene AD RMS-Features eingeführt, die Organisationen mit Exchange Online verwenden können. Zur Aktivierung dieser Features importieren Administratoren den Schlüssel der Veröffentlichungsdomäne (Trusted Publishing Domain, TPD) mithilfe von Windows PowerShell-Remotesitzungen von ihrem AD RMS-Server in Exchange Online.

Nach diesem einmaligen Import stehen die folgenden IRM-Features zur Verfügung:

  • IRM-Unterstützung in Outlook Web App   Benutzer können IRM-geschützte Nachrichten in Outlook Web App lesen und verfassen. Darüber hinaus können sie IRM-geschützte Nachrichten in Outlook Web App über die Browser Internet Explorer, Firefox, Safari und Chrome anzeigen (ohne erforderliches Plug-in). Zu den Anzeigefeatures zählen die Volltextsuche, die Unterhaltungsansicht und das Vorschaufenster.

  • IRM-Unterstützung in Exchange ActiveSync   Benutzer mit mobilen Geräten, die die IRM-Features von Exchange ActiveSync unterstützen, können IRM-geschützte Nachrichten öffnen und bearbeiten, ohne das Gerät mit dem Computer verbinden oder zusätzliche IRM-Software installieren zu müssen. Administratoren können die Nutzung dieses Features mithilfe der rollenbasierten Zugriffssteuerung (Role-Based Access Control, RBAC) oder Exchange ActivceSync-Richtlinien steuern.

  • Suche in IRM-geschützten Nachrichten   IRM-geschützte Nachrichten sind indiziert und durchsuchbar, was sich auf Kopfzeilen, Betreff, Text und Anlagen bezieht. Benutzer können geschützte Elemente in Outlook und Outlook Web App durchsuchen. Administratoren können geschützte Elemente in mehreren Postfächern suchen.

  • Transportschutzregeln   Administratoren können Transportschutzregeln einrichten, die den AD RMS-Schutz automatisch auf alle in der Übermittlung befindlichen E-Mails (einschließlich Microsoft Office- und XPS-Anlagen) anwenden. Dies sorgt für einen dauerhaften Schutz der Datei unabhängig von ihrem Ziel und verhindert das Weiterleiten, Kopieren und Drucken abhängig davon, welche Berechtigungsrichtlinienvorlage gilt.

  • Journalberichtentschlüsselung   Wenn das Journaling von Nachrichten in ein externes Archiv erfolgt, können Administratoren sowohl die IRM-geschützte Nachricht als auch eine entschlüsselte Klartextkopie der Nachricht zu Journalberichten hinzufügen, einschließlich Microsoft Office- und XPS-Anlagen. Dies ermöglicht die Indizierung und Durchsuchung von IRM-geschützten Nachrichten für rechtliche Zwecke.

  • Geschützte Voicemail   Absender und Administratoren können auf Voicemailnachrichten die Berechtigung "Nicht weiterleiten" anwenden, um zu verhindern, dass diese Nachrichten ungeachtet des E-Mail-Clients an nicht autorisierte Personen weitergeleitet werden.

  • Outlook-Schutzregeln   Diese neuen Regeln von Outlook 2010 sorgen automatisch dafür, dass Outlook basierend auf der Identität von Absender oder Empfänger eine Vorlage für Active Directory-Rechteverwaltungsdienste zuordnet, bevor Benutzer eine E-Mail senden können. Im Gegensatz zu Transportschutzregeln können Outlook-Schutzregeln so konfiguriert werden, dass Benutzer bei weniger sensiblen Inhalten den Schutz deaktivieren können.

Weitere Informationen finden Sie unter Rechteverwaltung in Exchange Online.

Office 365-Nachrichtenverschlüsselung ist ein Onlinedienst, der E-Mail-Benutzern erlaubt, an beliebige Personen verschlüsselte E-Mail-Nachrichten zu senden. Um diesen Verschlüsselungsdienst zu verwenden, benötigen Office 365-Kunden ein Office 365-Abonnement, das Exchange Online und Windows Azure-Rechteverwaltung umfasst, oder ein Office 365-Abonnement, das Exchange Online enthält und Windows Azure-Rechteverwaltung unterstützt, die als separates Add-On erworben wurde. Lokale Kunden können auf Office 365-Nachrichtenverschlüsselung zugreifen, indem sie Windows Azure-Rechteverwaltung erwerben und Exchange Online Protection zum Einrichten der Nachrichtenübermittlung über Exchange Online verwenden. Weitere Informationen zum Einrichten der Windows Azure-Rechteverwaltung finden Sie unter Set up Windows Azure Rights Management for Office 365 Message Encryption.

Office 365-Nachrichtenverschlüsselung bietet Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Definieren von Transportregeln für Verschlüsselung   Administratoren können das Exchange Admin Center oder Windows PowerShell verwenden, um Regeln zum Verschlüsseln ausgehender E-Mail-Nachrichten und zum Entschlüsseln eingehender verschlüsselter Antworten auf diese Nachrichten zu erstellen.

  • Hinzufügen von Branding zu verschlüsselten Nachrichten   Administratoren können die verschlüsselte E-Mail mit der Marke ihres Unternehmens oder ihrer Organisation anpassen.

  • Senden verschlüsselter Nachrichten   Nachrichten, die vom Administrator definierte Verschlüsselungsregeln erfüllen, werden automatisch verschlüsselt und an die angegebene E-Mail-Adresse gesendet.

  • Anzeigen und Beantworten verschlüsselter Nachrichten   Verschlüsselte E-Mails treffen mit einem HTML-Anhang in den Postfächern der Empfänger ein und enthalten Anleitungen zum Öffnen und Anzeigen der angehängten verschlüsselten E-Mail-Nachricht.

Weitere Informationen finden Sie unter Office 365 Message Encryption.

Wenn Rechtsstreitigkeiten zu erwarten sind, sind Organisationen dazu verpflichtet, die für den Fall relevanten elektronisch gespeicherten Informationen einschließlich E-Mail aufzubewahren. Diese Erwartung kann eintreten, bevor die Details des Falls bekannt werden, und die Menge der aufzubewahrenden Daten ist häufig groß. Organisationen können alle E-Mails zu einem bestimmten Thema oder alle E-Mails für bestimmte Personen aufbewahren.

In Exchange Online können Sie das Compliance-Archiv oder die Aufbewahrung für eventuelle Rechtsstreitigkeiten verwenden, um folgende Ziele zu erreichen:

  • Platzieren von Benutzerpostfächern in Archiven und Beibehalten von Postfachelementen in unveränderbarer Form

  • Beibehalten von Postfachelementen, die von Benutzern oder automatischen Löschprozessen wie z. B. MRM gelöscht werden

  • Schützen von Postfachelementen vor Manipulation, Änderungen durch einen Benutzer oder automatische Prozesse, indem eine Kopie des ursprünglichen Elements gespeichert wird

  • Beibehalten von Elementen auf unbestimmte Zeit oder über einen bestimmten Zeitraum

  • Das Halten für den Benutzer transparent halten, ohne MRM anhalten zu müssen

  • Verwenden von Compliance-eDiscovery, um Postfachelemente, einschließlich Elementen in einem Compliance-Archiv, zu durchsuchen

Außerdem können Sie das Compliance-Archiv für Folgendes verwenden:

  • Durchsuchen und Halten von Elementen, die bestimmte Kriterien erfüllen

  • Platzieren von Benutzern in mehreren Compliance-Archiven für unterschiedliche Fälle oder Untersuchungen

Weitere Informationen finden Sie unter Compliance-Archiv.

Exchange Online ermöglicht Kunden das Durchsuchen von Postfachinhalten innerhalb einer Organisation über eine webbasierte Benutzeroberfläche. Administratoren oder Verantwortliche für Richtlinientreue und Sicherheit, die autorisiert sind, eine Compliance-eDiscovery-Suche auszuführen (durch Zuweisen), können E-Mails, Anlagen, Kalendertermine, Aufgaben und Kontakte sowie andere Elemente durchsuchen. Mit der Compliance-eDiscovery-Funktion können primäre Postfächer und Archive gleichzeitig durchsucht werden. Die umfangreichen Filterfunktionen umfassen Absender, Empfänger, Nachrichtentyp, Sende-/Empfangsdatum und Cc/Bcc sowie die Verwendung der KQL-Syntax. Die Suchergebnisse beinhalten auch Elemente aus dem Ordner "Gelöschte Elemente", wenn sie mit der Suchabfrage übereinstimmen.

Die Ergebnisse von Compliance-eDiscovery-Suchvorgängen können in einer Vorschau in der webbasierten Oberfläche angezeigt, in eine PST-Datei exportiert oder in einen speziellen Typ von Postfach mit der Bezeichnung Discoverypostfach kopiert werden. Ein Discoverypostfach verfügt über ein Kontingent von 50 GB für die Speicherung von Suchergebnissen. Administratoren können auch Outlook mit dem Discoverypostfach verbinden, sodass der Zugriff auf die Suchergebnisse möglich ist und diese in eine PST-Datei exportiert werden können.

Für die Suche in mehreren Postfächern verwenden Administratoren entweder die Exchange-Verwaltungskonsole oder Windows PowerShell-Remotesitzungen. Mit der Exchange-Verwaltungskonsole kann eine schreibgeschützte Vorschau der Suchergebnisse bereitgestellt werden, die es Administratoren ermöglicht, eine Suche schnell zu prüfen und diese bei Bedarf mit anderen Parametern erneut auszuführen. Nach der Optimierung eines Suchvorgangs kann der Administrator die Ergebnisse in das Discoverypostfach kopieren.

Standardmäßig wird für jede Organisation ein Discoverypostfach erstellt. Administratoren können jedoch zusätzliche Discoverypostfächer mithilfe von Windows PowerShell-Remotesitzungen hinzufügen. Discoverypostfächer können nur zum Speichern von Compliance-eDiscovery-Suchergebnissen verwendet werden.

Für Compliance-eDiscovery-Suchvorgänge verwenden Administratoren entweder die Exchange-Verwaltungskonsole oder Windows PowerShell-Remotesitzungen. Mit der Exchange-Verwaltungskonsole kann eine schreibgeschützte Vorschau der Suchergebnisse bereitgestellt werden, die es Administratoren ermöglicht, eine Suche schnell zu prüfen und diese bei Bedarf mit anderen Parametern erneut auszuführen. Nach der Optimierung eines Suchvorgangs kann der Administrator die Ergebnisse in das Discoverypostfach kopieren oder die Suchergebnisse in eine PST-Datei exportieren.

Mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole können bis zu 5.000 Postfächer gleichzeitig durchsucht werden. Auch über Windows PowerShell-Remotesitzungen können Suchvorgänge in einer unbegrenzten Anzahl von Postfächern ausgeführt werden.

In Exchange Online können autorisierte Benutzer Compliance-eDiscovery-Suchen durchführen und eine der folgenden Aktionen auswählen:

  • Suchergebnisse schätzen   Rufen Sie eine Schätzung der Anzahl von Nachrichten ab, die von der Suche zurückgegeben werden – einschließlich einer Schlüsselwortstatistik zur Ermittlung der Effektivität von Schlüsselwörtern für die Suche und zur Optimierung der Suchparameter, falls erforderlich.

  • Vorschau auf Suchergebnisse anzeigen

  • Kopiert Nachrichten, die in Suchergebnissen zurückgegeben werden, in ein Discoverypostfach.

Weitere Informationen finden Sie unter Compliance-eDiscovery.

Mithilfe von Exchange-Transportregeln können Sie Nachrichten, die Ihre Organisation durchlaufen, auf bestimmte Bedingungen prüfen und entsprechende Aktionen ausführen. Mit Transportregeln können Sie Nachrichtenrichtlinien auf E-Mails anwenden, Nachrichten sichern, Nachrichtensysteme schützen und Informationsverluste vermeiden.

Viele Organisationen müssen gegenwärtig zur Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften oder Unternehmensrichtlinien Messagingrichtlinien umsetzen, um die Interaktion zwischen Absendern und Empfängern sowohl innerhalb als auch außerhalb der Organisation zu begrenzen. Über das Einschränken von Interaktionen zwischen Einzelpersonen, Abteilungsgruppen in der Organisation und Entitäten außerhalb der Organisation hinaus, unterliegen einige Organisationen außerdem folgenden Anforderungen an die Messagingrichtlinien:

  • Verhindern, dass unangemessene Inhalte in die Organisation gelangen oder diese verlassen

  • Filtern von vertraulichen Organisationsinformationen

  • Nachverfolgen oder Kopieren von Nachrichten, die von bestimmten Einzelpersonen gesendet oder empfangen werden

  • Umleiten von eingehenden und ausgehenden Nachrichten für die Untersuchung vor der Zustellung

  • Hinzufügen von Haftungsausschlüssen zu Nachrichten während des Transports innerhalb der Organisation

WichtigWichtig:
Anlagendateitypen, für die iFilter von Drittanbietern auf dem E-Mail-Server installiert werden müssen (z. B. Adobe PDF-Dateien), können erst nach der Installation eines geeigneten iFilters mithilfe von Transportregeln überprüft werden. Weitere Informationen zu Dateitypen, die von Transportregeln unterstützt werden, einschließlich Informationen zum Erweitern der Anzahl von unterstützten Dateien, finden Sie unter Dateitypen, die in Transportregeln unterstützt werden.

Weitere Informationen zu Transportregeln finden Sie unter Transportregeln.

Das Feature zur Verhinderung von Datenverlust (Data Loss Prevention, DLP) hilft Ihnen dabei, vertrauliche Informationen in Ihrer Organisation über eine eingehende Inhaltsanalyse zu identifizieren, zu überwachen und zu schützen. DLP ist ein Premium-Feature, dessen Bedeutung für Nachrichtensysteme von Unternehmen ständig zunimmt, da geschäftskritische E-Mails vertrauliche Daten enthalten, die geschützt werden müssen. Das DLP-Feature in Exchange Online ermöglicht es Ihnen, sensible Daten zu schützen, ohne die Produktivität der Mitarbeiter zu beeinträchtigen.

Sie können DLP-Richtlinien in der Verwaltungsschnittstelle der Exchange-Verwaltungskonsole konfigurieren, die Ihnen Folgendes ermöglicht:

  • Beginnen Sie mit einer vorkonfigurierten Richtlinienvorlage, mit deren Hilfe Sie bestimmte Typen vertraulicher Informationen wie PCI DSS-Daten (Payment Card Industry Data Security Standard), Gramm-Leach-Bliley Act-Daten oder sogar standortspezifisch personenbezogene Informationen (PII) erkennen können.

  • Nutzen Sie die volle Leistungsfähigkeit vorhandener Transportregelprädikate und -aktionen, und fügen Sie neue Transportregeln hinzu.

  • Testen Sie die Effektivität Ihrer DLP-Richtlinien vor deren vollständiger Erzwingung.

  • Integrieren Sie eigene benutzerdefinierte DLP-Richtlinienvorlagen und Typen vertraulicher Informationen.

  • Erkennen Sie vertrauliche Informationen in E-Mail-Anlagen, -Text oder -Betreffzeilen, und passen Sie die Vertrauensstufe an, bei der Exchange Online Maßnahmen ergreift.

  • Erkennen Sie vertrauliche Formulardaten mithilfe von Dokumentfingerabdrücken. Dokumentfingerabdrücke helfen Ihnen, problemlos benutzerdefinierte Typen vertraulicher Informationen auf Basis textbasierter Formulare zu erstellen, die Sie zum Definieren von Transportregeln und DLP-Richtlinien verwenden können.

  • Fügen Sie Richtlinientipps hinzu, die helfen können, Datenverluste zu vermeiden, indem Ihren Outlook 2013-, Outlook Web App- und OWA for Devices-Benutzern ein Hinweis angezeigt wird, und die auch die Effektivität Ihrer Richtlinien verbessern können, indem falsch positive Ergebnisse gemeldet werden können.

  • Überprüfen Sie Vorfallsdaten in DLP-Berichten, oder fügen Sie Ihre eigene Berichterstellung mithilfe einer neuen Aktion zum Generieren eines Schadensberichts hinzu.

Weitere Informationen zu DLP finden Sie unter Verhinderung von Datenverlust.

Sie können Exchange Online so konfigurieren, dass Kopien von E-Mails in Journalen beliebiger externer Postfächer erfasst werden, die Nachrichten über SMTP erhalten können. Mithilfe der Aufzeichnung eingehender und ausgehender E-Mail-Kommunikation in Journalen kann Ihre Organisation rechtlichen, regulatorischen und organisatorischen Auflagen genügen. Bei der Planung von Nachrichtenaufbewahrung und Richtlinientreue ist es wichtig zu wissen, was Journaling ist und wie es in die Konformitätsrichtlinien Ihrer Organisation passt.

Sie können die Journalregeln über die Exchange-Verwaltungskonsole oder über Windows PowerShell-Remotesitzungen verwalten. Journaling kann auf Benutzerbasis oder basierend auf der Verteilerliste konfiguriert werden. Sie können auswählen, ob nur interne Nachrichten, nur externe Nachrichten oder sowohl interne als externe Nachrichten in einem Journal erfasst werden. Journalnachrichten enthalten nicht nur die ursprüngliche Nachricht, sondern auch Informationen über den Absender, Empfänger, Kopien und Bcc.

Wenn Sie eine erfolgreiche und zuverlässige Journalinglösung sicherstellen möchten, müssen Sie die folgenden Aufgaben ausführen:

  • Das Journalingziel kann kein Exchange Online-Postfach sein.

  • Erstellen Sie in einem Kundenverzeichnis ein Kontaktobjekt für die SMTP-Ziel-E-Mail-Adresse, die für das Journaling verwendet wird.

  • Erstellen Sie ein zweites Kontaktobjekt als alternatives Journalpostfach, in dem sämtliche Journalberichte erfasst werden, wenn das primäre Journalpostfach nicht verfügbar ist.

  • Sorgen Sie für die Aufrechterhaltung der richtigen Verwaltungs-, Redundanz-, Verfügbarkeits- und Leistungsebenen des SMTP-Ziels, um die erfolgreiche E-Mail-Akzeptanz sicherzustellen.

  • Stellen Sie die entsprechende Interoperabilität mit Exchange-Server und Exchange-Transport bereit, einschließlich Nachrichtenformate, der Integration von Absender-/Empfängerinformationen und angemessener Inhaltskonvertierung.

Weitere Informationen zum Journaling finden Sie unter Journaling.

 

Feature

Exchange Server 2013

Office 365 Small Business

Office 365 Small Business Premium

Office 365 Midsize Business

Office 365 Enterprise E1

Office 365 Education A2

Office 365 Government G1

Office 365 Enterprise E3

Office 365 Education A3

Office 365 Government G3

Office 365 Enterprise E4

Office 365 Education A4

Office 365 Government G4

Office 365 Enterprise K1

Office 365 Government K1

Archivieren von Exchange Online-basierten Postfächern

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Nein

Cloudbasierte Archivierung von lokalen Postfächern

Ja1

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein

Aufbewahrungstags und Aufbewahrungsrichtlinien

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

IRM mit Windows Azure AD RM

Nein

Nein

Nein

Nein

Nein2

Ja

Ja

Nein2

IRM mit Windows Server AD RMS

Ja3

Nein

Nein

Ja3

Ja3

Ja3

Ja3

Ja3

Office 365-Nachrichtenverschlüsselung

Ja4

Nein

Nein

Nein

Nein2

Ja5

Ja5

Nein2

Compliance-Archiv und Aufbewahrung für eventuelle Rechtsstreitigkeiten

Ja

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Nein

Compliance-eDiscovery

Ja

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Transportregeln

Ja6

Nein

Nein

Ja6

Ja6

Ja6

Ja6

Ja6

Verhinderung von Datenverlust

Ja7, 8

Nein

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Nein

Journaling

Ja

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

HinweisHinweis:
1   Erfordert ein Abonnement für die Exchange Online-Archivierung (EOA) für jeden lokalen Postfachbenutzer, der über ein cloudbasiertes Archiv verfügt.
2 Die Windows Azure AD-Rechteverwaltung ist nicht mit inbegriffen, kann aber als separates Add-On erworben werden, um die unterstützten IRM-Funktionen zu aktivieren. Office 365-Nachrichtenverschlüsselung hängt von Windows Azure-Rechteverwaltung ab.
3   Windows Server AD RMS ist ein lokaler Server, der separat erworben und verwaltet werden muss, um die unterstützten IRM-Funktionen zu aktivieren.
4   Wird für lokale Exchange Server 2013-Kunden unterstützt, die Windows Azure-Rechteverwaltung erwerben. Für O365-Nachrichtenverschlüsselung müssen lokale Kunden E-Mails über Exchange Online routen. Dazu müssen sie entweder Exchange Online Protection für E-Mail-Filterung verwenden oder Hybrid-Nachrichtenübermittlung einrichten.
5   Windows Azure-Rechteverwaltung (die Office 365-Nachrichtenübermittlung umfasst) ist mit Office 365 Government G3 oder Office 365 Government G4 nicht verfügbar.
6   Transportregeln bestehen aus Prädikaten, mit denen Sie Bedingungen und Ausnahmen sowie die Aktionen, die basierend auf den Prädikaten ausgeführt werden sollen, definieren können. In Exchange Online und Exchange Server 2013 sind jeweils unterschiedliche Prädikate und Aktionen verfügbar. Eine Liste der verfügbaren Prädikate und Aktionen finden Sie in den entsprechenden Artikeln zu Prädikaten und Aktionen der einzelnen Produkte.
7   DLP erfordert für Exchange 2013 eine Exchange Enterprise-Clientzugriffslizenz (CAL). Weitere Informationen zu Clientzugriffslizenzen und zur Serverlizenzierung finden Sie unter Exchange Server-Lizenzierung.
8   Exchange Server 2013-Kunden müssen SP1 herunterladen und installieren, um Tipps zum Erstellen von Dokumentfingerabdrücken und Richtlinien in OWA und OWA for Devices anzuzeigen.

 

Feature

Exchange Server 2013

Exchange Online Plan 1

Exchange Online Plan 2

Exchange Online-Kiosk

Archivieren von Exchange Online-basierten Postfächern

Ja

Ja

Ja

Nein

Cloudbasierte Archivierung von lokalen Postfächern

Ja1

Nein

Nein

Nein

Aufbewahrungstags und Aufbewahrungsrichtlinien

Ja

Ja

Ja

Ja

IRM mit Windows Azure AD RM

Nein

Nein2

Nein2

Nein2

IRM mit Windows Server AD RMS

Ja3

Ja3

Ja3

Ja3

Office 365-Nachrichtenverschlüsselung

Ja4

Nein2

Nein2

Nein2

Compliance-Archiv und Aufbewahrung für eventuelle Rechtsstreitigkeiten

Ja

Nein

Ja

Nein

Compliance-eDiscovery

Ja

Ja

Ja

Ja

Transportregeln

Ja5

Ja5

Ja5

Ja5

Verhinderung von Datenverlust

Ja6, 7

Nein

Ja

Nein

Journaling

Ja

Ja

Ja

Ja

HinweisHinweis:
1   Erfordert ein Abonnement für die Exchange Online-Archivierung (EOA) für jeden lokalen Postfachbenutzer, der über ein cloudbasiertes Archiv verfügt.
2 Die Windows Azure AD-Rechteverwaltung ist nicht mit inbegriffen, kann aber als separates Add-On erworben werden, um die unterstützten IRM-Funktionen zu aktivieren. Office 365-Nachrichtenverschlüsselung hängt von Windows Azure-Rechteverwaltung ab.
3   Windows Server AD RMS ist ein lokaler Server, der separat erworben und verwaltet werden muss, um die unterstützten IRM-Funktionen zu aktivieren.
4   Wird für lokale Exchange Server 2013-Kunden unterstützt, die Windows Azure-Rechteverwaltung erwerben. Für O365-Nachrichtenverschlüsselung müssen lokale Kunden E-Mails über Exchange Online routen. Dazu müssen sie entweder Exchange Online Protection für E-Mail-Filterung verwenden oder Hybrid-Nachrichtenübermittlung einrichten.
5   Transportregeln bestehen aus Prädikaten, mit denen Sie Bedingungen und Ausnahmen sowie die Aktionen, die basierend auf den Prädikaten ausgeführt werden sollen, definieren können. In Exchange Online und Exchange Server 2013 sind jeweils unterschiedliche Prädikate und Aktionen verfügbar. Eine Liste der verfügbaren Prädikate und Aktionen finden Sie in den entsprechenden Artikeln zu Prädikaten und Aktionen der einzelnen Produkte.
6   DLP erfordert für Exchange 2013 eine Exchange Enterprise-Clientzugriffslizenz (CAL). Weitere Informationen zu Clientzugriffslizenzen und zur Serverlizenzierung finden Sie unter Exchange Server-Lizenzierung.
7   Exchange Server 2013-Kunden müssen SP1 herunterladen und installieren, um Tipps zum Erstellen von Dokumentfingerabdrücken und Richtlinien in OWA und OWA for Devices anzuzeigen.

Wenn Sie zu diesem Thema Anmerkungen oder Fragen haben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. Senden Sie Ihr Feedback an Feedback zur Office 365-Dienstbeschreibung. Ihre Kommentare helfen uns, möglichst präzise Inhalte zur Verfügung zu stellen.

 
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