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Planung und Bereitstellung

Office 365
 

Gilt für: Office 365

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-06-30

Organisationen sollten die Migrationsoptionen basierend auf den Quell-E-Mail-Systemen, dem gewünschten Endzustand (vollständig oder teilweise gehostet), der Anzahl von zu migrierenden Benutzern sowie basierend darauf auswählen, wie schnell der gewünschte Endzustand erreicht werden soll.

  • Reine Cloudbereitstellung   Alle Benutzerpostfächer der Organisation werden in Exchange Online gehostet.

  • Hybride Exchange-Bereitstellung   Einige Benutzerpostfächer der Organisation werden in einer lokalen Exchange-Organisation gehostet, einige Benutzerpostfächer werden in Exchange Online gehostet.

Bei einer reinen Cloudbereitstellung ist Ihre Organisation im Exchange Online-Dienst nicht mit einer lokalen Exchange-Organisation verbunden. Sämtliche Benutzer und Postfächer werden in Exchange Online und Office 365 gehostet.

Weitere Informationen zum Hosten aller Postfächer in Exchange Online finden Sie unter Exchange Online.

Eine Hybridbereitstellung steht für lokale Microsoft Exchange 2003-, Exchange 2007-, Exchange 2010- und Exchange 2013-Organisationen zur Verfügung und stellt entweder eine langfristige Koexistenzkonfiguration mit einigen Postfächern bereit, bei denen einige Postfächer lokal und andere in Exchange Online gehostet werden, oder die Hybridbereitstellung bietet einen Migrationspfad zum Hosten aller Benutzerpostfächer in Exchange Online. Eine Hybridbereitstellung bietet Unternehmen die Möglichkeit, den Funktionsreichtum und die Verwaltungskontrolle, die die vorhandene, lokale Microsoft Exchange-Organisation bietet, auf die Cloud auszudehnen. Zu den Funktionen einer Hybridbereitstellung gehören der sichere E-Mail-Transport, gemeinsam genutzte Frei/Gebucht-Kalenderinformationen sowie eine Nachrichtenverfolgung zwischen den lokalen und den Exchange Online-Organisationen.

Weitere Informationen zu Hybridbereitstellungen finden Sie unter Hybridbereitstellungen in Exchange Server 2013.

WichtigWichtig:
In einer lokalen Exchange 2003-Organisation muss mindestens ein Exchange 2010-Clientzugriffs-/Postfachserver installiert werden, um eine Hybridbereitstellung mit Exchange Online zu konfigurieren. In einer lokalen Exchange 2007-Organisation muss mindestens ein Exchange 2010- oder Exchange 2013-Clientzugriffs- und -Postfachserver installiert werden, um eine Hybridbereitstellung mit Exchange Online zu konfigurieren. Lokale Exchange 2010- und Exchange 2013-Organisationen bieten eine systemeigene Unterstützung von Hybridbereitstellungen mit Exchange Online. Weitere Informationen zur Exchange-Serverkompatibilität in Hybridbereitstellungen finden Sie unter Voraussetzungen für die Hybridbereitstellung.
Lokale Exchange-Organisationen müssen ihre Organisation für eine Hybridbereitstellung konfigurieren. Es wird dringend empfohlen, dass Administratoren den Exchange Server-Bereitstellungs-Assistenten und den Assistenten für Hybridkonfigurationen nutzen, um die Hybridbereitstellung zu konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie im Thema zum Bereitstellungsassistenten für Exchange Server.

Organisationen sollten die Migrationsoptionen basierend auf den Quell-E-Mail-Systemen, dem gewünschten Endzustand (vollständig oder teilweise gehostet), der Anzahl von zu migrierenden Benutzern sowie basierend darauf auswählen, wie schnell der gewünschte Endzustand erreicht werden soll. Zu den möglichen Migrationsoptionen gehören:

  • IMAP-Migration   Migrieren Sie Postfachdaten von IMAP-basierten E-Mail-Systemen zu Exchange Online.

  • Exchange-Übernahmemigration   Migrieren Sie Postfächer von Exchange Server 2003, Exchange Server 2007, Exchange Server 2010, Exchange 2013 und gehosteten Exchange-Systemen mithilfe einer einzelnen Übernahmemigration zu Exchange Online.

  • Phasenweise Exchange-Migration   Führen Sie eine phasenweise Migration durch, um Postfächer von Exchange Server 2003 oder Exchange Server 2007 mithilfe von webbasierten Migrationstools und minimalen Änderungen an der lokalen Infrastruktur zu migrieren.

Weitere Informationen zum Migrieren von E-Mails und Postfächern zu Exchange Online finden Sie unter Übersicht über die E-Mail-Migration

Exchange Online stellt ein webbasiertes Tool für die Migration von Postfachdaten von E-Mail-Systemen bereit, die IMAP unterstützen. Das Tool leitet Administratoren durch die folgenden Migrationsschritte:

  1. Erstellen von leeren Postfächern in der Cloud für Benutzer in der Organisation (typischerweise geschieht dies durch Hochladen einer CSV-Datei oder durch Verwendung von Windows PowerShell).

  2. Eingeben der Einstellungen für die Remoteserververbindung.

  3. Verwendung einer CSV-Datei zum Angeben der Postfächer, deren Daten zu Exchange Online-Postfächern migriert werden.

  4. Nach Eingabe dieser Informationen beginnt Exchange Online mit der Migration der Postfachinhalte über IMAP (Kalenderelemente, Kontakte, Aufgaben und weitere, nicht E-Mail-bezogene Elemente werden nicht migriert).

Weitere Informationen zur IMAP-Migration finden Sie unter Migrieren von E-Mails von einem IMAP-Server zu Exchange-Onlinepostfächern.

WichtigWichtig:
Exchange Online baut weniger als 10 Verbindungen mit dem IMAP-Server auf, um eine Überlastung von Ressourcen und Bandbreite des Remoteservers zu vermeiden.

Exchange Online stellt ein webbasiertes Tool für die Migration von Daten von lokalen Exchange Server 2003-, Exchange Server 2007- oder Exchange Server 2010-Umgebungen bereit. Administratoren werden durch die folgenden Migrationsschritte geleitet:

  1. Unter Verwendung der E-Mail-Adresse und der Anmeldedaten für ein lokales Administratorkonto stellt Exchange Online über den AutoErmittlungsdienst eine Verbindung mit der lokalen E-Mail-Organisation her.

  2. Exchange Online verwendet eine RPC/HTTP-Verbindung, um Verzeichnisinformationen vom Remoteserver zu lesen und Postfächer in Exchange Online zu erstellen.

  3. Exchange Online synchronisiert die Inhalte des Postfachs mit den Cloudpostfächern. Benutzer bleiben mit ihren ursprünglichen Postfächern verbunden, während die Daten zu Exchange Online migriert werden.

  4. Nach Abschluss der anfänglichen Migration werden Änderungen alle 24 Stunden mit der Cloud synchronisiert, bis der Administrator den Migrationsbatch anhält oder löscht.

Zum Wechsel der Benutzer auf die Cloudpostfächer konfiguriert der Administrator den MX-Eintrag so, dass er auf Office 365 verweist, und ändert die Konfiguration der Benutzerprofile in Outlook entsprechend ab. Wenn Benutzer auf ihre Cloudpostfächer wechseln, werden ihre lokalen Offlineordner (OST-Dateien) erneut synchronisiert, was dazu führt, dass migrierte E-Mails auf die Clientarbeitsstation heruntergeladen werden. Benutzer können nach der Migration auf alte Nachrichten in ihren Postfächern antworten.

Weitere Informationen zu einer Exchange-Übernahmemigration finden Sie unter Migrieren aller Postfächer zu Exchange Online mithilfe einer Übernahmemigration.

WichtigWichtig:
Eine Organisation kann mit einer Exchange-Übernahmemigration maximal 2.000 Exchange 2003-, Exchange 2007-, Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer zur Cloud migrieren.
Exchange Online muss sich mit einem lokalen Exchange Server verbinden, deshalb muss der lokale Server über ein Zertifikat verfügen, dass von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle ausgegeben wurde und über eine öffentliche IP-Adresse verfügt.

Bei einer phasenweisen Migration können Benutzer unter Verwendung des webbasierten Exchange-Migrationstools und dem Tool für die Verzeichnissynchronisierung zur Cloud migriert werden. Statt alle Benutzer in einem Schritt zu migrieren, wie bei der Exchange-Übernahmemigration, können Administratoren Benutzer in Gruppen migrieren. Dies wird erreicht, indem eine CSV-Datei zur Festlegung einer Teilmenge der Benutzer für die Migration hochgeladen wird. Bei einer phasenweisen Migration können alle Benutzer in einer Organisation denselben E-Mail-Domänennamen verwenden.

Zur Durchführung einer phasenweisen Exchange-Migration müssen Administratoren das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool verwenden. Das Tool stellt Benutzern eine einheitliche globale Adressliste (Global Address List, GAL) bereit, wobei die Onlineumgebung fortlaufend mit der lokalen Umgebung synchronisiert wird.

Weitere Informationen zu mehrstufigen Exchange-Migrationen finden Sie unter Migrieren von Postfächern zu Exchange Online mit einer mehrstufigen Migration.

WichtigWichtig:
Organisationen können eine mehrstufige Exchange-Migration nicht zur Migration von Exchange 2010- und Exchange 2013-Postfächern verwenden. Wenn sich weniger als 2.000 Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer in der Organisation befinden, können Sie eine Exchange-Übernahmemigration verwenden. Wenn sich mehr als 2.000 Exchange 2010- oder Exchange 2013-Postfächer in der Organisation befinden, können Sie eine Hybridbereitstellung implementieren.
Während der Migration müssen Administratoren das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool verwenden, um für die Benutzer eine einheitliche globale Adressliste bereitzustellen. Es wird eine fortlaufende Synchronisierung mit der lokalen Umgebung durchgeführt.

Microsoft stellt verschiedene Tools zur Migration einer vorhandenen E-Mail-Umgebung zu Exchange Online bereit. Welches Migrationstool für eine Organisation am besten geeignet ist, richtet sich nach der aktuellen Umgebung und den Bereitstellungszielen:

  • Migrationsdashboard   Administratoren können das Migrationsdashboard in der Exchange-Verwaltungskonsole verwenden, um die Postfachmigration zu Exchange Online bei einer Exchange-Übernahmemigration oder einer mehrstufigen Exchange-Migration zu verwalten. Administratoren können das Dashboard auch einsetzen, um die Inhalte von Benutzerpostfächern von einem lokalen IMAP-Server zu vorhandenen Exchange Online-Postfächern zu migrieren. Das Dashboard bietet Administratoren die folgenden Funktionen:

    • Erstellen und Starten mehrerer Migrationsbatches   Administratoren können bis zu 100 Migrationsbatches erstellen und in eine Warteschlange verschieben. Es wird jeweils nur ein Migrationsbatch ausgeführt, aber Administratoren können mehrere Batches in die Warteschlange einreihen, sodass nach Abschluss der Ausführung eines Migrationsbatches der nächste Batch in der Warteschlange gestartet wird.

    • Neustart eines Migrationsbatches mit Fehlern   Im Anschluss an die anfängliche Synchronisierung für einen Migrationsbatch, wenn für jeden Benutzer im Migrationsbatch Elemente von lokalen Postfächern in die Cloudpostfächer kopiert werden, treten bei einigen Postfächern möglicherweise Synchronisierungsfehler auf. Administratoren können diesen Migrationsbatch neu starten, um die Postfächer, bei denen Fehler aufgetreten sind, erneut zu synchronisieren.

    • Anzeige von Informationen zu übersprungenen Elementen   Bei IMAP-Migrationen, Übernahmemigrationen und mehrstufigen Migrationen zeigt das Dashboard Informationen zu bestimmten Elementen an, die übersprungen wurden. Es wird auch angezeigt, aus welchen Gründen ein Element übersprungen wurde, und wo im Benutzerpostfach sich das Element befindet.

    • Öffnen von Migrationsberichten   Administratoren können direkt aus dem Dashboard Migrationsstatistiken oder den Migrationsfehlerbericht für einen Migrationsbatch öffnen.

    • Bearbeiten eines Migrationsbatches   Wenn sich ein Migrationsbatch für eine phasenweise Exchange-Migration oder eine IMAP-Migration in der Migrationswarteschlange befindet, derzeit aber nicht ausgeführt wird, können Administratoren den Migrationsbatch bearbeiten.

    Weitere Informationen zum Dashboard für die E-Mail-Migration finden Sie unter Verwalten von Migrationsbatches in Exchange Online.

  • Azure Active Direktory-Verzeichnissynchronisierungstool    Das Azure Active Directory-Synchronisierungstool spielt eine wichtige Rolle bei der Migration zu Hybrid-E-Mail-Szenarien, in denen sowohl Exchange Online als auch ein lokaler Exchange Server verwendet wird. Das Tool führt eine einseitige Synchronisierung vom lokalen Active Directory-Verzeichnis zu Exchange Online durch. Nach Abschluss der Migration benötigen Administratoren nur Exchange Online, um Active Directory-Benutzer und -Gruppen zu verwalten. Das Tool stellt Benutzern außerdem eine einheitliche globale Adressliste (Global Address List, GAL) zur Verfügung, wobei die Onlineumgebung fortlaufend mit der lokalen Umgebung synchronisiert wird.

    Weitere Informationen zu Azure Active Directory-Synchronisierungstool finden Sie unter Verzeichnissynchronisierung: Roadmap.

  • Assistent für die Hybridkonfiguration   Der Assistent für die Hybridkonfiguration optimiert den Prozess für Hybridbereitstellungen, indem er die Konfiguration von Funktionen und Diensten für die lokale Exchange-Organisation und Exchange Online vereinfacht. Der Assistent für die Hybridkonfiguration wurde mit Exchange Server 2010 Service Pack 2 eingeführt. Er wird nur in lokalen Organisationen ausgeführt und umfasst die folgenden Komponenten:

    • Einen Assistenten für die Exchange-Verwaltungskonsole, der Administratoren durch die gesamte Konfiguration einer Hybridbereitstellung leitet.

    • Einen Satz Befehle für die Exchange-Verwaltungsshell zur Abstimmung des Konfigurationsprozesses.

      Weitere Informationen zum Assistenten für die Hybridkonfiguration finden Sie unter Assistent für die Hybridkonfiguration.

  • Remote verwendete Windows PowerShell   Als Bestandteil des Exchange Online-Dienstupdates von Dezember 2011 kann Windows PowerShell remote eingesetzt werden, um Migrationsfehler zu beheben. Beispielsweise können Administratoren Diagnoseinformationen für Migrationsbatches sowie Migrationsstatistiken anzeigen sowie basierend auf ihren primären SMTP-Adressen Diagnoseinformationen für Benutzer abrufen.

 

Funktion

Exchange Server 2013

Office 365 Small Business

Office 365 Small Business Premium

Office 365 Midsize Business

Office 365 Enterprise E1

Office 365 Education A2

Office 365 Government G1

Office 365 Enterprise E3

Office 365 Education A3

Office 365 Government G3

Office 365 Enterprise E4

Office 365 Education A4

Office 365 Government G4

Office 365 Enterprise K1

Office 365 Government K1

Unterstützung für Hybridbereitstellung

Ja

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Unterstützung für IMAP-Migration

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Unterstützung für Übernahmemigration

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Unterstützung für phasenweise Migration

Nein

Nein

Nein

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

 

Feature

Exchange Server 2013

Exchange Online Plan 1

Exchange Online Plan 2

Exchange Online-Kiosk

Unterstützung für Hybridbereitstellung

Ja

Ja

Ja

Ja

Unterstützung für IMAP-Migration

Nein

Ja

Ja

Ja

Unterstützung für Übernahmemigration

Nein

Ja

Ja

Ja

Unterstützung für phasenweise Migration

Nein

Ja

Ja

Ja

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