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Planung der Medienumgehung

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-09-21

Bei der Medienumgehung wird der Vermittlungsserver nach Möglichkeit für Anrufe aus dem Medienpfad entfernt, deren Signaldaten über den Vermittlungsserver verarbeitet werden.

Die Medienumgehung kann die Sprachqualität verbessern, indem die Latenz verringert, eine unnötige Übersetzung und Paketverluste verhindert sowie potenzielle Fehlerstellen minimiert werden. Der Vermittlungsserver muss für Anrufe mit Umgehung keine Mediendatenverarbeitung durchführen, sodass die Vermittlungsserverlast reduziert und die Skalierbarkeit verbessert wird. Diese geringere Last trägt dazu bei, dass der Vermittlungsserver mehrere Gateways steuern kann.

Wenn eine Zweigstelle ohne Vermittlungsserver mit einem zentralen Standort über eine oder mehrere WAN-Leitungen mit Bandbreitenbeschränkung verbunden ist, werden die Bandbreitenanforderungen durch die Medienumgehung reduziert, indem Mediendaten von einem Client am Zweigstellenstandort direkt an das lokale Gateway übermittelt werden, ohne zunächst über die WAN-Leitung an einen Vermittlungsserver am zentralen Standort und zurück gesendet werden zu müssen.

Wenn der Vermittlungsserver keine Mediendaten verarbeiten muss, kann durch die Medienumgehung auch die Anzahl von erforderlichen Vermittlungsserver in einer Enterprise-VoIP-Infrastruktur reduziert werden.

Die folgende Abbildung zeigt grundlegende Pfade für Medien- und Signaldatenverkehr in Topologien mit und ohne Umgehung.

Pfade für Medien- und Signaldatenverkehr mit und ohne Medienumgehung

VoIP-Anrufsteuerung: Medienumgehung – Verbindungserzwingung

Allgemein gilt, dass die Medienumgehung wenn möglich aktiviert werden sollte.

 
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