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Clientprotokollverwaltung

 

Gilt für: Exchange Server 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-10-05

Die Clientprotokolle von Exchange ActiveSync, Outlook Web App, POP3, IMAP4, dem AutoErmittlungsdienst, den Exchange-Webdiensten und dem Verfügbarkeitsdienst werden in drei verschiedenen Bereichen verwaltet: in der Exchange-Verwaltungskonsole, in der Exchange-Verwaltungsshell und im Internetinformationsdienste-Manager (Internet Information Services, IIS). Die Einstellungen, die an den einzelnen Stellen verwaltet werden, unterscheiden sich je nach Clientprotokoll.

Die meisten Einstellungen, die sich darauf auswirken, welche Outlook Web App-Funktionen den Benutzern zur Verfügung stehen, können im virtuellen Outlook Web App-Verzeichnis eingestellt oder in einer Outlook Web App-Postfachrichtlinie konfiguriert werden. Mithilfe von Outlook Web App-Postfachrichtlinien können Sie definieren, welche Funktionen für einzelne Benutzer verfügbar sind. Postfachrichtlinieneinstellungen setzen die Einstellungen für virtuelle Verzeichnisse außer Kraft. Weitere Informationen zum Verwalten von Outlook Web App finden Sie unter Outlook Web App.

In Exchange 2010 wurden alle Clientzugriffsprotokolle in einer einzigen Serverrolle implementiert und verwaltet, der Clientzugriffs-Serverrolle. Die Protokolle wurden in einer einzelnen Instanz von IIS verwaltet, es gab für jedes Clientprotokoll ein einziges virtuelles Verzeichnisobjekt in Active Directory, und es wurde ein einziger Satz von Cmdlets zum Konfigurieren des virtuellen Verzeichnisses verwendet.

In Exchange 2013 wird die Clientprotokollverwaltung für Exchange ActiveSync zwischen dem Clientzugriffsserver und dem Postfachserver aufgeteilt. Aufgrund dieser Architekturänderung können Sie verschiedene Verwaltungsaufgaben für virtuelle Verzeichnisse sowohl auf dem Clientzugriffsserver als auch auf dem Postfachserver ausführen. Wenn diese beiden Server nicht auf demselben physischen Computer installiert sind, ändern sich die mit den Cmdlets für virtuelle Verzeichnisse verwendeten Parameter basierend auf der Serverrolle, in der Sie sie ausführen.

Weitere Informationen zu den Architekturänderungen in Exchange 2013 finden Sie unter Neues in Exchange 2013.

Auf das virtuelle Exchange ActiveSync-Verzeichnis können zwei Arten von Einstellungen angewendet werden:

  • Einstellungen für die Postfachsitzung

  • Einstellungen für den Server und das virtuelle Verzeichnis

Bei den Einstellungen für die Postfachsitzung handelt es sich um Benutzersitzungseinstellungen. Wenn ein Benutzer eine Verbindung mit einem Clientzugriffsserver herstellt, wird die Verbindung per Proxy an den Postfachserver weitergeleitet, der das Postfach des Benutzers enthält. Eine eindeutige ID des virtuellen Verzeichnisses ist der Proxyanforderung beigefügt. Der Postfachserver ruft anschließend die Einstellungen für das virtuelle Verzeichnis aus Active Directory ab und wendet sie auf die Sitzung an. Die Einstellungen für das virtuelle Verzeichnis werden auf dem Postfachserver zwischengespeichert, um die Leistung zu verbessern.

Wenn die Verbindung per Proxy an einen anderen Active Directory-Standort weitergeleitet wird, werden die Einstellungen für das virtuelle Verzeichnis von dem Clientzugriffsserver an demselben Standort geladen, an dem sich auch der Postfachserver befindet, und nicht von dem Clientzugriffsserver, an dem die Verbindung initiiert wurde.

In den folgenden Tabellen wird gezeigt, welche Einstellungen für virtuelle Verzeichnisse auf welchen Servern verwaltet werden können. Wenn Sie versuchen, eine bestimmte Einstellung auf einem Server zu verwalten, auf den sie nicht anwendbar ist, werden Sie in einer Fehlermeldung darauf hingewiesen, dass die betreffende Einstellung für den jeweiligen Server schreibgeschützt ist.

Einstellungen für virtuelle Exchange ActiveSync-Verzeichnisse auf Clientzugriffsservern

 

Einstellung Server

BadItemReportingEnabled

Clientzugriff

BasicAuthEnabled

Clientzugriff

ClientCertAuth

Clientzugriff

CompressionEnabled

Clientzugriff

ExternalAuthenticationMethods

Clientzugriff

ExternalURL

Clientzugriff

InternalAuthenticationMethods

Clientzugriff

InternalURL

Clientzugriff

MobileClientCertificateAuthorityURL

Clientzugriff

MobileClientCertificateProvisioningEnabled

Clientzugriff

MobileClientCertTemplateName

Clientzugriff

RemoteDocumentsActionForUnknownServers

Clientzugriff

RemoteDocumentsAllowedServers

Clientzugriff

RemoteDocumentsBlockedServers

Clientzugriff

RemoteDocumentsInternalDomainSuffixList

Clientzugriff

SendWatsonReport

Clientzugriff

Einstellungen für virtuelle Exchange ActiveSync-Verzeichnisse auf Clientzugriffs- und Postfachservern

 

Einstellung Server

ApplicationRoot

Clientzugriff und Postfach

AppPoolID

Clientzugriff und Postfach

MetabasePath

Clientzugriff und Postfach

Name

Clientzugriff und Postfach

Path

Clientzugriff und Postfach

ProxySubVdir

Clientzugriff und Postfach

VirtualDirectoryName

Clientzugriff und Postfach

WebsiteName

Clientzugriff und Postfach

In Exchange 2013 wurde auch die Implementierung der POP3- und IMAP4-Protokolle zwischen den Clientzugriffs- und Postfachserverrollen aufgeteilt. Aufgrund der neuen Implementierung wird die POP3- und die IMAP4-Konnektivität jeweils von einem Dienst auf dem Clientzugriffsserver sowie von einem Dienst auf dem Postfachserver verwaltet. Die Namen der Dienste, die auf dem Clientzugriffsserver ausgeführt werden, stimmen mit den Namen aus Exchange 2010 überein: Microsoft Exchange-IMAP4-Dienst und Microsoft Exchange-POP3-Dienst. Die beiden neuen Dienste, die auf dem Postfachserver ausgeführt werden, heißen Microsoft Exchange-IMAP4-Back-End-Dienst und Microsoft Exchange-POP3-Back-End-Dienst.

Beachten Sie bei der Verwaltung der POP3- und der IMAP4-Konnektivität in Ihrer Organisation Folgendes:

  • Wenn Sie die Clientzugriffs-Serverrolle und die Postfachserverrolle auf demselben Computer ausführen, werden alle Änderungen an den POP3- oder IMAP4-Einstellungen automatisch auf den richtigen POP3- und IMAP4-Dienst angewendet.

  • Wenn Sie die Clientzugriffs-Serverrolle und die Postfachserverrolle auf verschiedenen Computern ausführen, müssen Sie die Einstellungen auf dem Computer verwalten, auf dem die zu ändernde Einstellung verwaltet wird.

Die folgenden Tabellen zeigen, welche POP-/IMAP-Einstellungen der jeweiligen Serverrolle zugeordnet sind.

POP3- und IMAP4-Einstellungen auf dem Clientzugriffsserver

 

Einstellung Server

AuthenticatedConnectionTimeout

Clientzugriff

Banner

Clientzugriff

ExternalConnectionSettings

Clientzugriff

InternalConnectionSettings

Clientzugriff

MaxCommandSize

Clientzugriff

MaxConnectionFromSingleIP

Clientzugriff

MaxConnections

Clientzugriff

MaxConnectionsPerUser

Clientzugriff

PreAuthenticatedConnectionTimeout

Clientzugriff

UnencryptedOrTLSBindings

Clientzugriff

POP3- und IMAP4-Einstellungen auf dem Postfachserver

 

Einstellung Server

CalendarItemRetrivalOption

Postfach

EnableExactRFC822Size

Postfach

MessageRetrievalSortOrder

Postfach

OWAServerURL

Postfach

ProxyTargetPort

Postfach

ShowHiddenFoldersEnabled

Postfach

SuppressReadReceipt

Postfach

POP3- und IMAP4-Einstellungen auf dem Clientzugriffs- und dem Postfachserver

 

Einstellung Server

X509CertificateName

Clientzugriff und Postfach

EnforceCertificateErrors

Clientzugriff und Postfach

LogFileLocation

Clientzugriff und Postfach

LogFileRolloverSettings

Clientzugriff und Postfach

LoginType

Clientzugriff und Postfach

LogPerFileSizeQuota

Clientzugriff und Postfach

ProtocolLogEnabled

Clientzugriff und Postfach

Server

Clientzugriff und Postfach

X509CertificateName

Clientzugriff und Postfach

 
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