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Problembehandlung in einer Hybridbereitstellung

Exchange 2013
 

Gilt für: Exchange Server 2013, Exchange Online

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-09-09

Durch die Konfiguration einer Hybridbereitstellung in Microsoft Exchange Server 2013 mit dem Assistenten für die Hybridkonfiguration wird das Risiko von Problemen in der Hybridbereitstellung minimiert. Es gibt jedoch einige typische Bereiche, die den Rahmen des Assistenten für die Hybridkonfiguration übersteigen, und falls dieser fehlerhaft konfiguriert ist, zu Problemen in der Hybridbereitstellung führen können. In diesem Thema werden die folgenden gängigen Bereiche erläutert, in denen Probleme auftreten können, und grundlegende Schritte beschrieben, um die Probleme zu überprüfen und zu korrigieren:

  • Lokale Clientzugriffsserver

  • Zertifikate

  • Spezifische Fehler im Assistenten für die Hybridkonfiguration

Weitere Informationen finden Sie unter Hybridbereitstellungen in Exchange Server 2013.

Informationen zu weiteren Verwaltungsaufgaben in Bezug auf Hybridbereitstellungen finden Sie unter Verfahren in der Hybridbereitstellung.

WichtigWichtig:
Diese Funktion von Exchange Server 2013 ist nicht vollständig kompatibel mit dem von 21Vianet in China betriebenen Office 365. Möglicherweise sind einige Funktionseinschränkungen vorhanden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Office 365 mit 21Vianet.

  • Geschätzte Zeit bis zum Abschließen dieser Aufgabe: Variiert je nach Art der Hybridbereitstellungsprobleme

  • Bevor Sie dieses Verfahren bzw. diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Hybridbereitstellungen" im Thema Exchange- und Shellinfrastrukturberechtigungen.

  • Die Anleitungen in diesem Thema gelten für Hybridbereitstellungen, die mithilfe des Assistenten für die Hybridkonfiguration in Exchange 2013 konfiguriert wurden. Hybridbereitstellungen, die mit früheren Exchange-Versionen konfiguriert wurden, und Hybridbereitstellungen, die manuell konfiguriert wurden, werden nicht unterstützt.

  • Informationen zu Tastenkombinationen für die Verfahren in diesem Thema finden Sie unter Tastenkombinationen in der Exchange-Verwaltungskonsole.

TippTipp:
Liegt ein Problem vor? Bitten Sie in den Exchange-Foren um Hilfe. Besuchen Sie die Foren unter: Exchange Server, Exchange Online oder Exchange Online Protection

Bei der Konfiguration lokaler Clientzugriffsserver können normalerweise die meisten Probleme in einer Hybridbereitstellung auftreten. Üblicherweise müssen die folgenden Bereiche auf den Clientzugriffsservern überprüft werden:

  • Verfügbarkeit   Die ordnungsgemäße Veröffentlichung der lokalen Clientzugriffsserver im Internet ist ein wesentlicher Faktor für die ordnungsgemäße Funktion der Features in der Hybridbereitstellung. Damit eine Hybridbereitstellung problemlos funktioniert, müssen die lokale Firewall und andere Sicherheits-Appliances so konfiguriert werden, dass der eingehende Zugriff vom Internet auf die AutoErmittlungs- und Exchange-Webdienst-Endpunkte auf den lokalen Clientzugriffsservern zugelassen wird. Außerdem müssen Clientzugriffsserver so konfiguriert werden, dass eingehende SMTP-E-Mails akzeptiert werden. Wenn der Microsoft Exchange Online Protection-Dienst (EOP) in der Office 365-Mandantenorganisation die lokalen Clientzugriffsserver nicht erreichen kann, funktioniert der sichere E-Mail-Transport von der Exchange Online-Organisation zur lokalen Organisation nicht ordnungsgemäß.

  • Zertifikate   Das digitale Zertifikat, das für den sicheren E-Mail-Transport zwischen der lokalen und der Exchange Online-Organisation verwendet wird, muss auf allen lokalen Clientzugriffsservern installiert sein, es muss von einer externen Zertifizierungsstelle ausgegeben worden sein, es darf nicht abgelaufen und ihm müssen IIS- und SMTP-Dienste zugewiesen sein. Wenn diese Zertifikatanforderungen nicht erfüllt werden, funktioniert der sichere E-Mail-Transport zwischen der Exchange Online-Organisation und der lokalen Organisation nicht ordnungsgemäß. Weitere Informationen zu Zertifikatanforderungen finden Sie im Abschnitt "Behandlung von Zertifikatsproblemen" weiter unten in diesem Thema.

Zum Überprüfen der erfolgreichen Veröffentlichung der lokalen Clientzugriffsserver können Sie die Microsoft-Remoteverbindungsuntersuchung verwenden, um die eingehende Internetanbindung zu den lokalen Clientzugriffsservern zu verifizieren. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Rufen Sie das Tool Remoteverbindungsuntersuchung auf.

  2. Dieser Schritt dient zum allgemeinen Testen der Funktion von Exchange-Webdienste-Tasks und der Konfiguration des -Endpunkts.

    Führen Sie den Test Synchronisierung, Benachrichtigung, Verfügbarkeit und automatische Antworten (Abwesenheitsnachrichten) im Abschnitt Verbindungstests für Microsoft Exchange-Webdienste aus, und überprüfen Sie, ob Fehler vorliegen. Wenn Fehler auftreten, korrigieren Sie die Elemente, die durch den Test ermittelt wurden.

  3. Dieser Schritt dient zum allgemeinen Testen der Funktion des AutoErmittlungs-Diensts und der Konfiguration des -Endpunkts.

    Führen Sie den Test Outlook-AutoErmittlung im Abschnitt Verbindungstests für Microsoft Office Outlook aus, und überprüfen Sie, ob Fehler vorliegen. Wenn Fehler auftreten, korrigieren Sie die Elemente, die durch den Test ermittelt wurden.

  4. Dieser Schritt dient dem allgemeinen Testen der SMTP-Konnektivität und der Bestätigung, dass die Clientzugriffsserver eingehende Internet-E-Mails empfangen können.

    Führen Sie den Test Eingehende SMTP-E-Mail im Abschnitt Tests für Internet-E-Mail aus, und überprüfen Sie, ob Fehler vorliegen. Wenn Fehler auftreten, korrigieren Sie die Elemente, die durch den Test ermittelt wurden.

Die Konfiguration von Zertifikaten, die auf lokalen Clientzugriffs- und Postfachservern installiert sind, verursacht möglicherweise Probleme in einer Hybridbereitstellung. In den meisten Fällen beeinflussen die folgenden zertifikatbezogenen Probleme die Hybridfunktionalität:

  • Zertifikattyp   Das digitale Zertifikat, das für den sicheren Hybridtransport verwendet wird und im Assistenten für die Hybridkonfiguration definiert ist, muss von einer externen Zertifizierungsstelle ausgegeben werden. Selbstsignierte Zertifikate können nicht für die Authentifizierung des Hybridtransports verwendet werden. Wenn ein selbstsigniertes Zertifikat versehentlich ausgewählt oder zugewiesen wird, funktioniert der sichere E-Mail-Transport zwischen der Exchange Online- und der lokalen Organisation nicht ordnungsgemäß.

  • Zugewiesene Dienste   IIS- (Internetinformationsdienste) und SMTP-Dienste (Simple Mail Transport Protocol) müssen dem digitalen Zertifikat zugewiesen werden, das für den Hybridtransport verwendet wird. Wenn diese Dienste nicht zugewiesen werden, funktioniert der sichere E-Mail-Transport zwischen der Exchange Online-Organisation und der lokalen Organisation nicht ordnungsgemäß.

  • Installation   Das digitale Zertifikat, das für den sicheren E-Mail-Transport zwischen der lokalen und der Exchange Online-Organisation verwendet wird, muss auf allen lokalen Clientzugriffs- und Postfachservern installiert sein. Wenn Sie eine Hybridbereitstellung mit lokalen Edge-Transport-Servern einrichten, muss das digitale Zertifikat auch auf den Edge-Transport-Servern installiert werden. Wenn das Zertifikat nicht auf den lokalen Servern installiert ist, funktioniert der sichere E-Mail-Transport zwischen der Exchange Online-Organisation und der lokalen Organisation nicht ordnungsgemäß.

  • Ablauf   Das digitale Zertifikat, das für den sicheren E-Mail-Transport zwischen der lokalen und der Exchange Online-Organisation verwendet wird, darf nicht ablaufen. Wenn das Zertifikat abläuft, funktioniert der sichere E-Mail-Transport zwischen der Exchange Online-Organisation und der lokalen Organisation nicht ordnungsgemäß.

Gehen Sie wie folgt vor, um zu überprüfen, ob das Zertifikat für den Hybrid-E-Mail-Transport ordnungsgemäß auf den lokalen Clientzugriffs- und Postfachservern konfiguriert ist:

  1. Öffnen Sie auf einem lokalen Clientzugriffs- oder Postfachserver die Exchange-Verwaltungsshell.

  2. Führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus.

    Get-ExchangeCertificate| format-list
    
  3. Suchen Sie die Informationen für das Zertifikat, das im Assistenten für die Hybridkonfiguration zur Verwendung für den sicheren E-Mail-Transport definiert wurde.

  4. Überprüfen Sie, ob die folgenden Parameterwerte dem Zertifikat zugewiesen wurden:

    • IsSelfSigned-Parameter   Dieser Parameterwert sollte False lauten.

    • RootCAType-Parameter   Dieser Parameterwert sollte Third Party lauten.

    • Services-Parameter   Dieser Parameterwert sollte IIS, SMTP lauten.

    • NotAfter-Parameter   Dieser Parameterwert ist das Ablaufdatum. Das hier aufgeführte Datum sollte nicht abgelaufen sein.

Wenn bei der Ausführung des Assistenten für die Hybridkonfiguration ein Fehler angezeigt wird, lässt sich das Problem häufig beheben, indem sie ein paar einfache Prüfungen und Schritte ausführen. Hier finden Sie Vorschläge zur Behebung bestimmter Meldungen oder Probleme, die bei Ausführung des Assistenten für die Hybridkonfiguration angezeigt bzw. auftreten können.

  • Meldung: "Default Receive Connector cannot be found on server <Server Name>"   Diese Meldung wird angezeigt, wenn der Empfangsconnector auf einem im folgenden Attribut aufgeführten Exchange 2013-Clientzugriffsserver sowohl bei IPv4- als auch bei IPv6-Protokollen den TCP-Port 25 nicht überwacht: (Get-HybridConfiguration).ReceivingTransportServers.

    Um sicherzustellen, dass der Empfangsconnector auf den Exchange 2013-Clientzugriffsservern die richtigen Anschlussbindungen aufweisen, führen Sie in der Shell den folgenden Befehl aus.

    Get-ReceiveConnector -Server <Server Name> | FT Identity, Bindings
    
    

    Für Ihre Exchange 2013-Clientzugriffsserver sollte der folgende Eintrag angezeigt werden: {[::]:25, 0.0.0.0:25}

    Wenn diese Anschlussbindung nicht aufgeführt wird, müssen Sie sie mithilfe des Parameters Bindings des Cmdlets Set-ReceiveConnector zur Ihrem Empfangsconnector hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Set-ReceiveConnector.

  • Meldung: “Ausführung der Teilaufgabe "CheckPrereqs" fehlgeschlagen: Mandantenvoraussetzungen überprüfen"   Wenn Sie den Assistenten zum Verwalten von Hybridkonfigurationen verwenden, um eine Hybridumgebung mit Microsoft Exchange Server 2013 zu erstellen und zu verwalten, erhalten Sie eventuell die folgende Fehlermeldung:

    Subtask CheckPrereqs execution failed: Check Tenant Prerequisites Deserialization fails due to one SerializationException: Microsoft.Exchange.Compliance.Serialization.Formatters.BlockedTypeException: The type to be (de)serialized is not allowed:Microsoft.Exchange.Data.Directory.DirectoryBackendType
    

    Dieses Problem tritt aufgrund kürzlich erfolgter Änderungen in Exchange Online auf, die eine korrekte Ausführung des Assistenten für die Hybridkonfiguration von Exchange 2013 verhindern. Wenden Sie sich an den Office 365-Support, um ein Zwischenupdate anzufordern.

 
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