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Exchange-Übernahmemigration

Exchange Online
 

Gilt für: Exchange Online

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-03-03

Mit dem Migrationsdashboard in der Exchange-Verwaltungskonsole oder der Exchange-Verwaltungsshell können Sie neue Exchange Online-Postfächer bereitstellen und anschließend Postfachdaten von Ihrem lokalen Exchange-Server zu Exchange Online migrieren. Dieser Typ von Migration wird als Exchange-Übernahmemigration bezeichnet, weil alle lokalen Postfächer in einem einzigen Batch zu Exchange Online migriert werden. Mithilfe einer Übernahmemigration können Sie alle lokalen Postfächer innerhalb von wenigen Tagen zu Exchange Online migrieren. Dieser Migrationstyp bietet sich an, wenn Sie planen, Ihre gesamte E-Mail-Organisation zu Office 365 zu verschieben und Benutzerkonten in Office 365 zu verwalten. Bei einer Übernahmemigration können maximal 2.000 Postfächer aus der lokalen Exchange-Organisation zu Exchange Online migriert werden. Bei dieser Migrationsmethode werden nur Postfächer, E-Mail-Benutzer, E-Mail-Kontakte und E-Mail-aktivierte Gruppen verschoben.

Weitere Informationen zum Vergleich mit anderen Optionen für die Migration von Postfächern zu Exchange Online finden Sie unter Migration von Postfächern zu Exchange Online. Oder Sie verwenden die Option Nur Cloud im Bereitstellungs-Assistenten für Exchange 2013, um die passende Migrationsoption auszuwählen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über den Übernahmemigrationsprozess. Darin enthalten sind die allgemeinen Schritte, die von Administratoren ausgeführt werden, und der von Exchange Online durchgeführte Migrationsprozess. Vorbereitende Aufgaben sowie schrittweise Anweisungen zur Migration finden Sie unter Migrieren aller Postfächer zu Exchange Online mithilfe einer Übernahmemigration.

HinweisHinweis:
Bevor Sie Postfächer mithilfe einer Übernahmemigration erfolgreich migrieren können, muss Ihre lokale Exchange-Organisation eine akzeptierte Domäne Ihrer Office 365-Organisation sein.
  1. Der Administrator erstellt und startet einen Übernahmemigrationsbatch über das Migrationsdashboard der Exchange-Verwaltungskonsole oder mithilfe der Shell.

  2. Nachdem der Administrator den Migrationsbatch gestartet hat, führt Exchange Online folgende Aktionen aus:

    • Anhand des Adressbuchs auf dem lokalen Exchange-Server werden die Postfächer, Verteilergruppen und Kontakte identifiziert, die zu der Office 365-Organisation migriert werden sollen.

      WichtigWichtig:
      Das Attribut WindowsEmailAddress wird als Primärschlüssel für die Übernahmemigration verwendet. Daher wird nicht empfohlen, das Attribut WindowsEmailAddress während der Übernahmemigration auf der lokalen Seite zu ändern. Wenn das Attribut WindowsEmailAddress geändert werden muss, wird empfohlen, das Zielattribut MigrationUser zu entfernen, das Zielpostfach, die Gruppe und den Kontakt zu entfernen und den Migrationsbatch dann neu zu starten.
    • Neue Exchange Online-Postfächer werden bereitgestellt. Dieser Teil des Prozesses wird als Erstsynchronisierung bezeichnet. Exchange Online verarbeitet bis zu n Migrationsanforderungen gleichzeitig. Dabei steht n für die maximale Anzahl von gleichzeitigen Migrationen, die vom Administrator beim Erstellen des Migrationsendpunkts für die Migration angegeben wurde. Standardmäßig können Sie bis zu 20 Postfächer gleichzeitig migrieren, bis alle Postfächer in der lokalen Organisation migriert wurden.

    • Verteilergruppen und Kontakte werden erstellt. Die Gruppenmitgliedschaft der lokalen Gruppen wird für die entsprechenden cloudbasierten Gruppen neu erstellt. Alle Gruppen werden als reguläre Verteilergruppen (nicht als Sicherheitsgruppen) bereitgestellt. Falls ein lokales Postfach nicht migriert wird, kann dieser Benutzer nicht zur cloudbasierten Verteilergruppe hinzugefügt werden. Falls das Postfach erfolgreich migriert wird, wird der Benutzer der Gruppe hinzugefügt.

    • Als Teil der Erstsynchronisierung migriert Exchange Online Postfachdaten, darunter E-Mails, Kontakte und Kalenderelemente, aus dem lokalen Postfach zu dem entsprechenden Exchange Online-Postfach.

  3. Wenn die Erstsynchronisierung für einen Migrationsbatch abgeschlossen wurde, sendet Exchange Online eine Status-E-Mail an den Administrator. In dieser Nachricht ist angegeben, wie viele Postfächer erfolgreich migriert wurden und wie viele nicht migriert werden konnten. Die Nachricht enthält auch Links zu Migrationsstatistiken und Fehlerberichten mit detaillierteren Informationen. Der Bericht mit Migrationsstatistiken enthält außerdem ein automatisch generiertes, alphanumerisches Kennwort mit acht Zeichen für jedes Postfach, das migriert wurde. Benutzer müssen dieses Kennwort zurücksetzen, wenn sie sich das erste Mal bei ihrem Exchange Online-Postfach anmelden.

  4. Nachdem der Erstsynchronisierungsvorgang abgeschlossen ist, werden die Postfächer in der lokalen Exchange-Organisation und die entsprechenden Exchange Online-Postfächer alle 24 Stunden synchronisiert. Dieser Vorgang wird als inkrementelle Synchronisierung bezeichnet. Das bedeutet, dass alle an die Postfächer auf dem lokalen Exchange-Server gesendeten neuen Nachrichten in die entsprechenden Exchange Online-Postfächer kopiert werden. Standardmäßig wird eine inkrementelle Synchronisierung immer für 10 Postfächer gleichzeitig ausgeführt, bis alle Postfächer synchronisiert sind. Die inkrementelle Synchronisierung wird fortgesetzt, bis der Administrator den Migrationsbatch stoppt oder löscht.

    HinweisHinweis:
    Während der inkrementellen Synchronisierung werden Löschvorgänge in einem lokalen Postfach mit dem entsprechenden Exchange Online-Postfach synchronisiert. Wenn also ein Benutzer ein Element aus dem lokalen Postfach löscht, das zuvor zu Exchange Online migriert wurde, dann wird dieses Element aus dem Exchange Online-Postfach gelöscht.
  5. Nachdem der Administrator alle Migrationsprobleme behoben hat, alle lokalen Postfächer erfolgreich migriert wurden und Benutzer ihre Exchange Online-Postfächer verwenden (statt ihrer lokalen Postfächer), aktualisiert der Administrator den MX-Eintrag der Organisation so, dass dieser auf die Office 365-E-Mail-Organisation verweist. Dadurch werden E-Mails direkt an die Exchange Online-Postfächer der Benutzer gesendet.

  6. Nachdem die Änderung des MX-Eintrags verbreitet wurde und E-Mails direkt an Exchange Online gesendet werden, löscht der Administrator den Übernahmemigrationsbatch. Wurde der Migrationsbatch gelöscht, werden die Postfächer in der lokalen Exchange-Organisation nicht länger mit Exchange Online-Postfächern synchronisiert.

  7. Der Administrator führt nach der Konfiguration u. a. folgende Aufgaben durch, um den Übergang zu Exchange Online und Office 365 abzuschließen:

    • Zuweisen von Lizenzen für Office 365-Benutzer.

    • Erstellen eines DNS-Eintrags für die AutoErmittlung für die Office 365-Organisation.

    • Außerbetriebsetzen der lokalen Exchange-Server (optional).

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