(0) exportieren Drucken
Alle erweitern
Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet - Dieses Thema bewerten.

Grundlegendes zum Upgrade von Office 365-Mandanten für Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellungen

 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-04-09

Organisationen, deren Hybridbereitstellung mit Microsoft Office 365 auf Microsoft Exchange Server 2010-Servern konfiguriert wurde, müssen einige Punkte berücksichtigen, wenn sie einen Office 365-Mandanten auf die nächste Version aktualisieren. Organisationen, die bereits eine Hybridbereitstellung vorgenommen haben, müssen prüfen, ob diese als eine Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellung konfiguriert bleiben oder ob die lokale Organisation auf eine Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellung aktualisiert werden soll.

Organisationen mit lokaler ausschließlich Exchange 2010-basierter Hybridbereitstellung müssen dies ebenfalls prüfen, sowie auch lokale Exchange Server 2007- und Exchange Server 2003-Organisationen, die Exchange 2010-Server als Teil des Konfigurationsvorgangs der Hybridbereitstellung hinzugefügt haben. Organisationen mit bereits vorhandenen Exchange 2010-basierten Hybridbereitstellungen sollten außerdem beachten, dass gewisse administrative Aufgaben unbedingt ausgeführt werden müssen, damit die vollständige Hybridfunktionalität gewährleistet ist. Dieses Thema behandelt die Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellung sowie den Upgradeprozess des Office 365-Mandanten.

Hybridbereitstellungen zwischen Ihren lokalen Organisationen und Office 365-Organisationen können entweder mit Exchange 2013- oder mit Exchange 2010-Servern konfiguriert werden. Je nach der in Ihrer lokalen Organisation bereitgestellten Exchange-Version für die Hybridkonfiguration wird die Hybridbereitstellung entweder eine Exchange 2010-basierte oder eine Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellung sein. Es folgt eine Kurzbeschreibung der einzelnen Bereitstellungstypen:

  • Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellung   Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellungen verwenden Exchange 2010-Server für die Verbindung mit dem Microsoft EOP-Dienst (Exchange Online Protection, früher als Forefront Online Protection for Exchange bekannt), der Bestandteil der Office 365-Mandanten ist. Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellungen können entweder in lokalen Organisationen, die homogene Exchange 2010-Organisationen sind, oder in lokalen Exchange 2003- und Exchange 2007-Organisationen, die Exchange 2010-Server als Teil der Hybridbereitstellung mit Office 365 mit aufgenommen haben, erfolgen.
     
    Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellungen sind mit der neuesten Office 365-Version kompatibel, sofern einige Bedingungen eingehalten werden. Dank der Kompatibilität mit Office 365 können Organisationen weiterhin Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellungen konfiguriert haben, sofern sie nicht die neuen Funktionen von Exchange 2013 wünschen.
     
  • Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellung   Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellungen verwenden Exchange 2013-Server für die Verbindung zum EOP-Dienst, der Bestandteil aller Office 365-Mandanten ist. Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellungen können entweder lokale Organisationen sein, die homogene Exchange 2013-Organisationen sind, oder lokale Exchange 2007- und Exchange 2010-Organisationen sein, die Exchange 2013-Server als Teil der Konfiguration einer Hybridbereitstellung mit Office 365 hinzugefügt haben. Auf allen lokalen Exchange 2013-Servern muss das kumulative Update 1 (CU1) oder höher für Exchange 2013 installiert sein, um die Hybridfunktionen in Office 365 zu unterstützen. Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellungen müssen außerdem eine Verbindung zu Office 365-Mandanten der Version 15.0.620.28 oder höher herstellen, um die volle Hybridfunktionalität nutzen zu können. Weitere Informationen finden Sie unter Kumulative Updates für Exchange 2013 und Voraussetzungen für die Hybridbereitstellung.
     
    Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellungen umfassen auch Szenarien, in denen lokale Organisationen Server mit der Exchange 2010-Edge-Transport-Serverrolle (SP3) zu Exchange 2013-Organisationen hinzufügen, um die Vorteile eines Umkreisnetzwerkes nutzen zu können. Weitere Informationen zu Exchange 2013-basierten Hybridbereitstellungen finden Sie unter Exchange Server 2013-Hybridbereitstellungen.
importantWichtig:
Lokale Exchange 2013-Organisationen können keine Hybridbereitstellung mit Exchange 2013-Servern konfigurieren. Für die Konfiguration der Koexistenz mit Office 365 müssen diese Organisationen Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellungen verwenden.

Microsoft initiiert Office 365-Mandantenupgrades. Wenn der Office 365-Mandant zu einem Upgrade auf die neueste Dienstversion berechtigt ist, erhalten Office 365-Administratoren eine E-Mail-Benachrichtigung von Microsoft. Der Upgradeprozess des Office 365-Mandanten ist vollkommen automatisch und stellt keine weiteren Bereitstellungsanforderungen an nur cloudbasierte Organisationen. Organisationen mit Exchange 2010-basierten Hybridbereitstellungen sollten aber Exchange Server 2010 SP3 als Teil des Office 365-Upgradeprozesses installieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Upgradecenter für den Office 365-Dienst für Unternehmen.

Als Teil des Upgradeprozesses für Office 365-Mandanten wird empfohlen, Exchange Server 2010 SP3 durch den Administrator installieren zu lassen, damit Exchange 2010-basierte Organisationen die volle Funktionalität nutzen können, sobald der Office 365-Mandant auf Version 15 aktualisiert ist.

Exchange Server 2010 SP3 wird für alle Exchange 2010-Clientzugriffs- und Hub-Transport-Server, die mit dem Internet und Office 365-Mandanten Version 15 oder höher verbunden sind, in einer Exchange 2010-basierten Hybridbereitstellung empfohlen. Diese Empfehlung gilt auch für Exchange 2010 Edge-Transport-Server, die für eine Verbindung mit Office 365 als Teil einer Hybridbereitstellung konfiguriert sind.

Außerdem empfehlen wir auch die Installation von Exchange 2010 SP3 auf den Exchange 2010-Servern und Verwaltungscomputern Ihrer lokalen Organisation, bevor Sie die Einladung zum Office 365-Update annehmen. Exchange 2010 SP3 umfasst Updates der Exchange Management Console (EMC), mit denen Sie eine Verbindung zur Remote-Exchange Online-Organisation herstellen sowie ein Verwaltungsupdate für die Remote-Exchange Online-Organisation vornehmen können.

importantWichtig:
Falls Sie die Installation von Exchange 2010 SP3 nicht vor dem Upgrade des Office 365-Mandanten auf Version 15 vornehmen, ist dies kein Problem. Die Funktionen in Verbindung mit der Hybridbereitstellung und einem sicheren E-Mail-Verkehr zwischen den lokalen und Exchange Online-Organisationen werden weiterhin ausgeführt. Sie erhalten von Microsoft eine allgemeine Aufforderung, auf das neueste Rollup/Service Pack zu aktualisieren, wenn Sie auf den Remote-Exchange Online-Organisationsknoten in der EMC zugreifen wollen. Verwenden Sie anstelle des in der EMC-Upgradeaufforderung bereitgestellten Links diesen Link, der zum Microsoft Download Center führt. Laden Sie dort Exchange 2010 SP3 herunter: Microsoft Exchange Server 2010 Service Pack 3 (SP3). Falls Sie die Konfigurationseinstellungen für die Exchange Online-Organisation vor dem Update auf Exchange 2010 SP3 verwalten müssen, können Sie dazu das Exchange Admin Center (EAC) im Office 365-Mandanten verwenden.
Weitere Informationen zur Hybridbereitstellung und zum Office 365-Mandanten Version 15 finden Sie unter Grundlegendes zur Hybridverwaltung in Exchange 2010-Hybridbereitstellungen.
weitere Informationen zu anderen Updates des Exchange 2010 SP3 finden Sie unter Neuerungen in Exchange 2010 SP3.

Der zum Office 365-Mandanten zugehörige Exchange Online-Dienst basiert auf Exchange Server. Wird der Office 365-Mandant aktualisiert und ändert sich die Mandantenversion, ändert sich auch die Exchange Online-Version. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den aktuell erhältlichen Mandantenversionen:

  • Office 365-Mandant Version 14   Office 365-Mandant Version 14 umfasst den Exchange Online-Dienst, der auf Exchange 2010 basiert. Diese Mandantenversion trägt die Versionsnummer 14.0.000.0 und höher.
  • Office 365-Mandant Version 15   Office 365-Mandant Version 15 umfasst den Exchange Online-Dienst, der auf Exchange 2013 basiert. Diese Mandantenversion trägt die Versionsnummer 15.0.000.0 und höher.
noteAnmerkung:
Falls Sie nicht genau wissen, welche Office 365-Mandantenversion als Teil Ihrer Hybridbereitstellung konfiguriert ist, lesen Sie den Abschnitt Überprüfen von Office 365-Mandantenversion und -status, der hier später folgt.

Die Anforderungen bezüglich der Office 365-Mandantenversion und jeder Exchange-basierten Hybridbereitstellung sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

 

Lokale Umgebung Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellung mit Mandantenversion v14 Exchange 2010-basierte Hybridbereitstellung mit Mandantenversion v15 Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellung mit Mandantenversion v15

Exchange 2013 (kumulatives Update 1)

Nicht unterstützt1

Nicht zutreffend

Unterstützt

Exchange 2010 SP3

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt5

Exchange 2010 SP2

Unterstützt

Nicht unterstützt2

Nicht unterstützt

Exchange 2010 SP1

Unterstützt

Nicht unterstützt2

Nicht unterstützt

Exchange 2007 SP3 RU10

Unterstützt3

Unterstützt4

Unterstützt5

Exchange 2007 SP3

Unterstützt3

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Exchange 2003 SP2

Unterstützt3

Unterstützt4

Nicht unterstützt

noteAnmerkung:
1 Im Exchange 2013-Setup blockiert
2 Benachrichtigung über Mandantenupgrade in der Exchange-Verwaltungskonsole
3 Erfordert mindestens einen lokalen Exchange 2010 SP2-Server
4 Erfordert mindestens einen lokalen Exchange 2010 SP3-Server
5 Erfordert mindestens einen lokalen Exchange 2013-Server mit kumulativem Update 1 (CU1) oder höher

Falls Sie nicht sicher sind, welche Office 365-Mandantenversion aktuell mit der Hybridbereitstellung konfiguriert ist, befolgen Sie die unten angegebenen Schritte, um die Version Ihres Office 365-Mandanten zu überprüfen.

  1. Stellen Sie eine Verbindung mit dem Office 365-Mandanten mit der remote verwendeten Windows PowerShell her. Schrittweise Anweisungen zum Herstellen einer Verbindung finden Sie unter Herstellen einer Verbindung zwischen Windows PowerShell und dem Dienst.
  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, nachdem Sie eine Verbindung mit dem Office 365-Mandanten hergestellt haben.
    Get-OrganizationConfig | Format-List AdminDisplayVersion
    
    Notieren Sie sich die Version Ihres Office 365-Mandanten. Der Parameter AdminDisplayVersion zeigt die aktuelle Office-Mandantenversion an. Beispiel: “0.10 (14.0.500.5)” für einen v14-Mandanten oder “0.20 (15.0.620.51)” für einen Mandanten der Version 15.
    importantWichtig:
    Um die volle Hybridfunktionalität nutzen zu können, müssen Exchange 2013-basierte Hybridbereitstellungen eine Verbindung zu Office 365-Mandanten ab Version 15.0.620.28 herstellen.
  3. Trennen Sie die Verbindung der remote hergestellten PowerShell-Sitzung mit dem Office 365-Mandanten. Schrittweise Anweisungen zum Trennen einer Verbindung finden Sie unter Herstellen einer Verbindung zwischen Windows PowerShell und dem Dienst.
 © 2010 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft. Alle Rechte vorbehalten.