Skip to main content
Neuerungen in Exchange Server 2007 SP1
 

Gilt für: Exchange Server 2007 SP1

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2007-10-22

Mit Microsoft Exchange Server 2007 Service Pack 1 (SP1) werden zahlreiche neue Features für jede Serverfunktion eingeführt. In diesem Thema werden die neuen und verbesserten Features behandelt, die bei der Installation von Exchange 2007 SP1 hinzugefügt werden.

Exchange 2007 SP1 können Sie unter Exchange Server 2007 Downloads herunterladen.

Neue Bereitstellungsoptionen

Exchange 2007 SP1 kann auf einem Computer mit dem Betriebssystem Windows Server 2008 installiert werden. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für die Installation von Exchange 2007 SP1 auf einem Windows Server 2008-Computer finden Sie unter Installieren der Voraussetzungen für Exchange 2007 SP1 und SP2 unter Windows Server 2008 bzw. Windows Vista. Weitere Informationen zu den von Exchange 2007 SP1 unterstützten Betriebssystemen finden Sie unter Exchange 2007 – Systemanforderungen.

Wenn Exchange 2007 SP1 auf einem Computer bereitgestellt wird, der Windows Server 2008 ausführt, können Sie IP-Adressen und IP-Adressbereiche im Internetprotokollformat Version 4 (IPv4), im Internetprotokollformat Version 6 (IPv6) oder in beiden Formaten eingeben. In einer Standardinstallation von Windows Server 2008 ist die Unterstützung für IPv4 und IPv6 aktiviert. Wenn Exchange 2007 SP1 in dieser Konfiguration implementiert ist, können alle Serverfunktionen Daten an Geräte, Server und Clients senden bzw. von diesen empfangen, die IPv6-Adressen verwenden. Weitere Informationen zur Unterstützung von IPv6-Adressen in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter IPv6-Unterstützung in Exchange 2007 SP1 und SP2.

Verbesserungen der Serverfunktion "ClientAccess"

Die Serverfunktion ClientAccess umfasst Verbesserungen für Microsoft Exchange ActiveSync und Microsoft Outlook Web Access. Es gibt eine neue Verwaltungsschnittstelle für die Administration der Protokolle POP3 (Post Office Protocol Version 3) und IMAP4 (Internet Message Access Protocol Version 4 Revision 1). Darüber hinaus wurden Änderungen betreffend die Einrichtung und Konfiguration von Proxys sowie von Umleitungen vorgenommen.

Exchange ActiveSync

Exchange ActiveSync in Exchange 2007 SP1 bietet die folgenden Verbesserungen für Administratoren und Endbenutzer:

  • Es wird eine Exchange ActiveSync-Standardpostfachrichtlinie erstellt.
  • Es wurden erweiterte Exchange ActiveSync-Postfachrichtlinieneinstellungen hinzugefügt.
  • Es wurde eine Bestätigungsfunktion für die Remotezurücksetzung hinzugefügt.
  • Die Leistung von Direct Push wurde verbessert.

Weitere Informationen zu den neuen Exchange ActiveSync-Features in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Clientzugriffsfunktionen in Exchange 2007 SP1.

Outlook Web Access

Outlook Web Access ist der ideale Client für Benutzer, die nicht auf Outlook zugreifen können, z. B. für Benutzer, die unterwegs sind oder gemeinsam genutzte Arbeitsstationen für den Zugriff auf E-Mail- und Kalenderinformationen verwenden. Outlook Web Access wurde für Exchange 2007 vollständig neu programmiert, wodurch sich die Gelegenheit ergab, viele neue Features hinzuzufügen. Mit Exchange 2007 SP1 werden die folgenden neuen Features implementiert:

Änderungen an Outlook Web Access Light   Unter Exchange 2007 SP1 überwacht Outlook Web Access Light die Benutzeraktivitäten, sodass Outlook Web Access keine Zeitüberschreitung ausgibt, wenn der Benutzer einen umfangreichen Eintrag erfasst.

Änderungen an Outlook Web Access Premium   Mit Exchange 2007 SP1 wurde Outlook Web Access Premium um die folgenden Features erweitert:

  • Benutzer können persönliche Verteilerlisten erstellen und bearbeiten.
  • Benutzer können serverbasierte Regeln erstellen und bearbeiten.
  • WebReady Document Viewing verfügt nun über erweiterte Unterstützung für einige Office 2007-Dateiformate.
  • Benutzer können auf den Papierkorb von Outlook Web Access zugreifen und sind in der Lage, die Funktion Gelöschte Objekte wiederherstellen zu verwenden.
  • Es wurde eine Monatskalenderansicht hinzugefügt.
  • Der Outlook Web Access-Benutzeroberfläche wurden Befehle zum Verschieben und Kopieren hinzugefügt.
  • Über das virtuelle Verzeichnis /owa werden Öffentliche Ordner unterstützt.
  • Es wurde S/MIME-Unterstützung hinzugefügt.
  • Die folgenden zusätzlichen Anpassungsfunktionen sind verfügbar:
    • Möglichkeit zur Integration von benutzerdefinierten Nachrichtentypen im Exchange-Speicher, sodass diese in Outlook Web Access ordnungsgemäß angezeigt werden
    • Möglichkeit zur Anpassung der Outlook Web Access-Benutzeroberfläche für die nahtlose Integration von benutzerdefinierten Anwendungen in Verbindung mit Outlook Web Access

Weitere Informationen zu den neuen Outlook Web Access-Features in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Clientzugriffsfunktionen in Exchange 2007 SP1.

POP3/IMAP4

Der Exchange-Verwaltungskonsole wurde eine neue Verwaltungsoberfläche für die Protokolle POP3 und IMAP4 hinzugefügt. Mit dieser Verwaltungsoberfläche ist der Benutzer in der Lage, die folgenden POP3- und IMAP4-Einstellungen für den individuellen Clientzugriffsserver zu konfigurieren:

  • Porteinstellungen
  • Authentifizierungseinstellungen
  • Verbindungseinstellungen
  • Nachrichten- und Kalendereinstellungen

Weitere Informationen zu den neuen POP3- und IMAP4-Features in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Clientzugriffsfunktionen in Exchange 2007 SP1.

Verbesserungen beim Transport

Exchange 2007 SP1 bietet die folgenden Verbesserungen an den Haupttransportfunktionen:

  • Verbesserte Rückstaualgorithmen
  • Integration von Optionen für die Transportkonfiguration in die Exchange-Verwaltungskonsole

Exchange 2007 SP1 bietet die folgenden Erweiterungen der Nachrichtenverarbeitungs- und Routingfunktionen der Serverfunktion Hub-Transport:

  • Prioritätswarteschlangen
  • Nachrichtengrößenbeschränkungen für Active Directory-Standortlinks
  • Nachrichtengrößenbeschränkungen für Routinggruppenconnectors
  • Integration von Optionen für die Sendeconnectorkonfiguration in die Exchange-Verwaltungskonsole
  • Integration des Windows RMS-Agent (Rights Management Services)
  • Autorisierende X.400-Domänen
  • Es können nun Transportregeln für Unified Messaging-Nachrichten festgelegt werden

Exchange 2007 SP1 bietet die folgenden Erweiterungen der Serverfunktion Edge-Transport:

  • Verbesserungen der folgenden EdgeSync-Cmdlets:
    • Cmdlet Start-EdgeSynchronization
    • Cmdlet Test-EdgeSynchronization
  • Verbesserungen an den geklonten Konfigurationsskripts

Weitere Informationen zu Verbesserungen an den Transport-Serverfunktionen in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Transportfunktionen in Exchange 2007 SP1.

Verbesserungen der Serverfunktion "Mailbox"

Mit Exchange 2007 SP1 werden einige neue Features für die Serverfunktion Mailbox eingeführt, wozu die folgenden gehören:

  • Verwaltung Öffentlicher Ordner mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole
  • Neue Features für Öffentliche Ordner
  • Verbesserungen bei der Postfachverwaltung
  • Funktionen für Import und Export von Postfächer mithilfe von PST-Dateien
  • Änderungen an der Verwaltung von Nachrichtendatensätzen (MRM)
  • Neue Leistungsindikatoren des Systemmonitors für die Onlinedefragmentierung der Datenbank

Weitere Informationen zu Verbesserungen an der Serverfunktion Mailbox in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Postfachfunktionen in Exchange 2007 SP1.

Hochverfügbarkeit

Mit Exchange 2007 SP1 werden neben Verbesserungen der vorhandenen Hochverfügbarkeitsfunktionen auch einige neue Features für die Hochverfügbarkeit eingeführt. Mit den neuen und verbesserten Features werden die Szenarios erweitert, in denen Daten- und Dienstverfügbarkeit für Ihre Exchange 2007-Serverfunktionen erreicht werden kann. Mit den neuen Szenarios sind Organisationen in der Lage, Hochverfügbarkeitsszenarios von Standortflexibilitätsszenarios zu trennen. Außerdem können sie Konfigurationen bereitstellen, die für die speziellen Anforderungen der Organisation in jedem einzelnen Bereich angepasst sind.

Mit Exchange 2007 SP1 stehen die folgenden neuen Hochverfügbarkeitsfunktionen sowie Verbesserungen an vorhandenen Hochverfügbarkeitsfunktionen bereit:

  • Fortlaufende Standbyreplikation
  • Unterstützung für Windows Server 2008
    • Unterstützung für Failovercluster mit mehreren Subnetzen
    • Unterstützung für DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) IPv4
    • Unterstützung für IPv6
    • Neue Quorummodelle (Festplatten- und Dateifreigabezeugen)
  • Fortlaufende Replikation (Protokollversand und Seeding) über redundante Clusternetzwerke in einer CCR-Umgebung (Cluster Continuous Replication, fortlaufende Clusterreplikation)
  • Verbesserungen an der Berichterstellung und Überwachung
  • Leistungsverbesserungen
  • Verbesserungen am Transportpapierkorb
  • Verbesserungen an der Exchange-Verwaltungskonsole

Weitere Informationen zu den Hochverfügbarkeitsfeatures in Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Hochverfügbarkeitsfeatures in Exchange 2007 SP1.

Verbesserungen der Serverfunktion "UnifiedMessaging"

Unified Messaging (UM) wurde verbessert und in Exchange 2007 SP1 um neue Funktionen erweitert. Für die Nutzung einiger der Funktionen muss Microsoft Office Communications Server 2007 in Ihrer Umgebung implementiert sein.

Für eine ordnungsgemäße Planung und Bereitstellung von Exchange 2007 SP1 und Communications Server 2007 in der Unified Messaging-Umgebung müssen Sie die Schritte für die Planung und Bereitstellung befolgen, die im Artikel Office Communications Server and Client Documentation Rollup aufgeführt sind.

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Unified Messaging-Features, die in einer integrierten Umgebung bestehend aus Exchange 2007 SP1 und Communications Server 2007 zur Verfügung stehen:

  • Möglichkeit zum Erstellen von SIP URI- und E.164-Wählplänen mithilfe des Assistenten für neuen Wählplan
  • Zusätzliche Logik zum Auflösen interner anrufender Nummern
  • Weiterleitungsbenachrichtung beim Hinterlassen von Sprachnachrichten in Szenarios, in denen das Ziel mit Anrufweiterleitung arbeitet
  • Unterstützung für die Aufzeichnung von HiFi-Sprachnachrichten in Exchange Unified Messaging
  • Zugriff auf Outlook Voice Access von Microsoft Office Communicator 2007 aus, ohne dass der Benutzer eine PIN eingeben muss
  • Möglichkeit für Office Communicator 2007-Clients zum Zuordnen von Betreffangaben und Prioritäten zu Sprachnachrichten
  • Unterstützung für Medienstreams zum Passieren von Firewalls
  • Integration von E-Mail-Benachrichtigungen zu verpassten Anrufen in Office Communicator 2007
  • Möglichkeit zum Verhindern, dass Anrufe mit Wiedergabe über Telefon, die mithilfe von Office Communicator 2007 getätigt werden, konfigurierten Anrufweiterleitungsregeln unterworfen werden

Die folgenden Features stehen in Exchange 2007 SP1 zur Verfügung, ohne dass die Unified Messaging-Umgebung mit Communications Server 2007 integriert wird:

  • Unterstützung für SRTP (Secure Realtime Transport Protocol)
  • Unterstützung seitens der Exchange-Verwaltungskonsole für das Konfigurieren von MTLS (Mutual Transport Layer Security) für Wählpläne
  • Möglichkeit zum Hinzufügen einer SIP- oder E.164-Adresse für einen Benutzer unter Verwendung des Assistenten zum Aktivieren von Unified Messaging
  • Möglichkeit zum Ändern von Durchwahlnummern und SIP- und E.164-Adressen für einen UM-aktivierten Benutzer mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole
  • In-Band-Faxtonerkennung. Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert, kann jedoch in Umgebungen mit IP-PBX-Anlagen aktiviert werden.
  • QoS-Unterstützung (Quality of Service)
  • Weitere Informationen zu jeder dieser Funktionen in Unified Messaging und Exchange 2007 SP1 finden Sie unter Neue Unified Messaging-Features in Exchange 2007 SP1.
Verbesserungen für die Entwicklung

Mit Exchange 2007 SP1 werden zahlreiche Erweiterungen des Exchange-API-Sets eingeführt. Die wichtigsten dieser Änderungen beziehen sich auf die Exchange-Webdienste.

Exchange-Webdienste

Mit Exchange 2007 SP1 werden die folgenden neuen Funktionen und Verbesserungen der Exchange-Webdienste-API eingeführt. In den nachstehenden Liste werden die Funktionen aufgeführt, die nun in Exchange 2007 SP1 zur Verfügung stehen:

  • Unterstützung für den Zugriff auf Öffentliche Ordner. Unter Verwendung der Exchange-Webdienste können nun Öffentliche Ordner erstellt, gelöscht, bearbeitet und synchronisiert werden.
  • Verbesserte Delegierung von Zugriffsberechtigungen
  • Verwaltung von Delegierungen
  • Übersetzung von Element-IDs zwischen ID-Formaten
  • Berechtigungen auf Ordnerebene
  • Proxy zum besten Clientzugriffsserver

Weitere Informationen zur Entwicklung für Microsoft Exchange und zu den Erweiterungen der Microsoft Exchange-APIs finden Sie im Exchange Server Developer Center.

Um zu gewährleisten, dass Sie die neuesten Informationen lesen, und zusätzliche Exchange Server 2007-Dokumentation zu finden, besuchen Sie das Exchange Server TechCenter.