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Konfigurieren der Diagnoseprotokollierung in SharePoint 2013

 

Gilt für: SharePoint Server 2013, SharePoint Foundation 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-05-12

Zusammenfassung: Hier finden Sie Informationen zum Konfigurieren der Diagnoseprotokollierung in SharePoint 2013 auf der Website der SharePoint-Zentraladministration oder mithilfe von Windows PowerShell.

Inhalt dieses Artikels:

Da SharePoint 2013 als Websites in Internetinformationsdiensten (Internet Information Services, IIS) ausgeführt wird, sind Administratoren und Benutzer von den Eingabehilfen der Browser abhängig. SharePoint 2013 unterstützt die Eingabehilfen von unterstützten Browsern. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Bevor Sie mit diesem Vorgang beginnen, sollten Sie die folgenden Informationen über die Voraussetzungen lesen:

  • Vergewissern Sie sich, dass das Benutzerkonto, mit dem Verfahren in der Zentraladministration ausgeführt werden, Mitglied der SharePoint-Gruppe Farmadministratoren ist.

Nach der Erstbereitstellung, nach einem Upgrade und bei einer Änderung an der Umgebung wie z. B. dem Hinzufügen oder Entfernen eines Servers kann die Konfiguration der Einstellungen für die Diagnoseprotokollierung in der SharePoint 2013-Umgebung erforderlich sein. Die Richtlinien in der folgenden Liste können Ihnen helfen, bewährte Methoden für eine konkrete Umgebung zu entwickeln.

  • Ändern des Laufwerks, auf das der Server Protokolle schreibt

    SharePoint 2013 schreibt Diagnoseprotokolle standardmäßig auf dasselbe Laufwerk und dieselbe Partition, auf der es installiert wurde. Da die Diagnoseprotokollierung eine große Speicherplatzmenge erfordern und somit die Leistung des Laufwerks beeinträchtigen kann, sollten Sie SharePoint 2013 so konfigurieren, dass auf ein anderes Laufwerk ohne SharePoint 2013-Installation geschrieben wird. Sie sollten außerdem die Geschwindigkeit der Verbindung zu dem Laufwerk berücksichtigen, auf das SharePoint 2013 die Protokolle schreibt. Wenn die ausführlichen Protokollierung konfiguriert ist, zeichnet der Server große Datenmengen auf. Eine langsame Verbindung kann daher zu einer schlechten Protokollierungsleistung führen.

  • Beschränken der Speicherplatzverwendung durch das Protokoll

    Standardmäßig ist der Umfang des Speicherplatzes, der von der Diagnoseprotokollierung verwendet werden kann, unbeschränkt. Sie sollten daher den Speicherplatz, den die Protokollierung verwendet, beschränken. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie die ausführliche Protokollierung von Ereignissen konfiguriert haben. Wenn der festgelegte Grenzwert erreicht ist, entfernt SharePoint 2013 die ältesten Protokolle, bevor neue Protokolldaten aufgezeichnet werden.

  • Sparsame Verwendung der Einstellung "Ausführlich"

    Sie können die Diagnoseprotokollierung so konfigurieren, dass Ereignisse ausführlich protokolliert werden. Das bedeutet, dass SharePoint 2013 jede ausgeführte Aktion aufzeichnet. Durch die ausführliche Protokollierung kann der Speicherplatz schnell aufgebraucht und die Serverleistung beeinträchtigt werden. Sie können die ausführliche Protokollierung verwenden, um mehr Details aufzuzeichnen, wenn Sie gravierende Änderungen vornehmen. Nach der Änderung sollten Sie die Protokollierung erneut so konfigurieren, dass die Ereignisprotokollierung weniger detailliert ist.

  • Regelmäßiges Sichern von Protokollen

    Diagnoseprotokolle enthalten wichtige Daten. Aus diesem Grund sollten Sie sie regelmäßig sichern, um sicherzustellen, dass diese Daten erhalten bleiben. Wenn Sie die Speicherplatzverwendung durch die Protokollierung beschränken oder Protokolle nur für wenige Tage beibehalten, werden die Protokolldateien automatisch von SharePoint 2013 gelöscht, sobald der Schwellenwert erreicht ist, wobei die ältesten Dateien zuerst gelöscht werden.

  • Aktivieren des Ereignisprotokoll-Flutschutzes

    Durch Aktivieren dieser Einstellung erkennt SharePoint 2013 wiederkehrende Ereignisse im Windows-Ereignisprotokoll und unterdrückt diese, bis der Normalzustand wiederhergestellt ist.

Sie können den Diagnoseprotokolliergrad für das Ereignisprotokoll und das Ablaufprotokoll festlegen. Dadurch werden die in die einzelnen Protokolle geschriebenen Informationstypen und -mengen begrenzt. In den folgenden Tabellen werden die verfügbaren Protokolliergrade für das Ereignisprotokoll und das Ablaufprotokoll beschrieben:

Ereignisprotokolliergrade

Grad Definition

Keine

Es findet keine Protokollierung statt.

Kritisch

Dieser Meldungstyp gibt einen schwerwiegenden Fehler an, durch den ein schwerwiegender Fehler in der Lösung verursacht wurde.

Fehler

Dieser Meldungstyp gibt eine Bedingung mit hoher Dringlichkeit an. Sie sollte alle Fehlerereignisse untersuchen.

Warnung

Dieser Warnmeldungstyp gibt ein potenzielles Problem oder einen potenziellen Fehler an, das bzw. der möglicherweise überprüft werden muss. Warnmeldungen sollten beobachtet und über bestimmte Zeiträume nach Mustern untersucht werden.

Informationen

Informationsmeldungen erfordern keine Benutzeraktion. Sie können jedoch wichtige Daten für die Überwachung des Lösungsstatus innerhalb eines bestimmten Zeitraums enthalten.

Ausführlich

Dieser Ereignisprotokolliergrad entspricht längeren Ereignissen oder Meldungen.

Ablaufprotokolliergrade

Grad Definition

Keine

Es werden keine Ablaufprotokolle geschrieben.

Unexpected

Mit diesem Grad werden Meldungen über Ereignisse aufgezeichnet, die dazu führen, dass Lösungen nicht weiter verarbeitet werden. Wenn dieser Grad festgelegt ist, enthält das Protokoll Ereignisse der Stufen "Unerwartet", "Ausnahme", "Assertion" und "Kritisch".

Monitorable

Mit diesem Grad werden Meldungen über alle nicht behebbaren Ereignissen aufgezeichnet, durch die zwar die Funktionalität der Lösung eingeschränkt wird, die Anwendung jedoch nicht angehalten wird. Wenn dieser Grad festgelegt ist, enthält das Protokoll auch Ereignisse, die mit der Einstellung Unexpected aufgezeichnet werden.

High

Mit diesem Grad werden alle unerwarteten Ereignisse aufgezeichnet, durch die die Verarbeitung einer Lösung jedoch nicht angehalten wird. Wenn dieser Protokollgrad festgelegt ist, enthält das Protokoll auch alle Ereignisse, die mit der Einstellung Monitorable aufgezeichnet werden.

Medium

Bei der Einstellung dieses Grads enthält das Ablaufverfolgungsprotokoll alle Meldungen außer Meldungen vom Typ Verbose und VerboseEx. Mit diesem Grad werden alle allgemeine Informationen zu ausgeführten Vorgängen aufgezeichnet. Mit diesem Grad werden genug Details protokolliert, um den Datenfluss und die Reihenfolge der Vorgänge zu erfassen. Administratoren oder Supportspezialisten können diesen Protokollgrad für die Problembehandlung verwenden. Wenn dieser Grad festgelegt ist, enthält das Protokoll auch alle Ereignisse, die mit der Einstellung High aufgezeichnet werden.

Verbose

Bei der Einstellung dieses Grads enthält das Protokoll die meisten Aktionen. Durch die ausführliche Ablaufverfolgung werden zahlreiche Protokollmeldungen erzeugt. Dieser Grad wird normalerweise nur zum Debuggen in einer Entwicklungsumgebung verwendet. Wenn dieser Protokollgrad festgelegt ist, enthält das Protokoll auch alle Ereignisse, die mit der Einstellung Medium aufgezeichnet werden.

VerboseEx

Dieser Grad wir nur vom Windows PowerShell-Cmdlet Set-SPLogLevel unterstützt und enthält Diagnosedaten auf sehr niedriger Ebene. Dieser Grad sollte nur in einer Entwicklungsumgebung verwendet werden. Wenn dieser Grad festgelegt ist, enthält das Protokoll alle Ereignisse, die mit der Einstellung Unexpected aufgezeichnet werden.

Sie können die Diagnoseprotokollierung über die Website für die SharePoint-Zentraladministration konfigurieren.

So konfigurieren Sie die Diagnoseprotokollierung mithilfe der Zentraladministration
  1. Klicken Sie auf der Homepage der Zentraladministration auf Überwachung.

  2. Klicken Sie auf der Seite Überwachung im Abschnitt Fehlerberichterstattung auf Diagnoseprotokollierung konfigurieren.

  3. Konfigurieren Sie auf der Seite Diagnoseprotokollierung im Abschnitt Ereignissteuerung die Ereignissteuerung folgendermaßen:

    So konfigurieren Sie die Ereignissteuerung für alle Kategorien

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Alle Kategorien.

    2. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ereignisprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis den gewünschten Protokolliergrad für das Ereignisprotokoll aus.

    3. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ablaufverfolgungsprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis den gewünschten Protokolliergrad für das Ablaufverfolgungsprotokoll aus.

    So konfigurieren Sie die Ereignissteuerung für eine oder mehrere Kategorien

    1. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen der gewünschten Kategorien.

    2. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ereignisprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis den gewünschten Protokolliergrad für das Ereignisprotokoll aus.

    3. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ablaufverfolgungsprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis den gewünschten Protokolliergrad für das Ablaufverfolgungsprotokoll aus.

    So konfigurieren Sie die Ereignissteuerung für eine oder mehrere Unterkategorien (Sie können eine oder mehrere Kategorien erweitern und eine Unterkategorie auswählen)

    1. Klicken Sie neben der Kategorie auf das Pluszeichen (+), um die Kategorie zu erweitern.

    2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen der Unterkategorie.

    3. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ereignisprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis den gewünschten Protokolliergrad für das Ereignisprotokoll aus.

    4. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ablaufverfolgungsprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis den gewünschten Protokolliergrad für das Ablaufverfolgungsprotokoll aus.

    So setzen Sie die Ereignissteuerung für alle Kategorien auf die Standardeinstellungen zurück

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Alle Kategorien.

    2. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ereignisprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis die Option Auf Standardeinstellung zurücksetzen aus.

    3. Wählen Sie in der Liste Unwichtigstes, im Ablaufverfolgungsprotokoll aufzuzeichnendes Ereignis die Option Auf Standardeinstellung zurücksetzen aus.

  4. Aktivieren Sie im Abschnitt Ereignisprotokoll-Flutschutz das Kontrollkästchen Ereignisprotokoll-Flutschutz aktivieren.

  5. Geben Sie den Pfad des Ordners, in den die Protokolle geschrieben werden sollen, im Abschnitt Ablaufverfolgungsprotokoll im Feld Pfad ein.

  6. Geben Sie im Feld Anzahl der Tage, die Protokolldateien gespeichert werden die Anzahl der Tage (1-366) für die Aufbewahrung der Protokolle ein. Nach dieser Zeit werden Protokolle automatisch gelöscht.

  7. Zur Beschränkung der Speicherplatzverwendung durch die Protokolle aktivieren Sie das Kontrollkästchen Verwendung von Speicherplatz auf dem Datenträger durch das Ablaufverfolgungsprotokoll einschränken. Geben Sie dann die Anzahl der GB an, auf die Protokolldateien beschränkt werden sollen. Wenn die Gesamtgröße der Protokolle diesen Wert erreicht, werden ältere Protokolle automatisch gelöscht.

  8. Klicken Sie auf OK, nachdem Sie die gewünschten Änderungen auf der Seite Diagnoseprotokollierung vorgenommen haben.

Sie können die Diagnoseprotokollierung mithilfe von Windows PowerShell konfigurieren.

So konfigurieren Sie die Diagnoseprotokollierung mithilfe von Windows PowerShell
  1. Stellen Sie sicher, dass Sie über folgende Mitgliedschaften verfügen:

    • Die feste Serverrolle securityadmin für die SQL Server-Instanz

    • Die feste Datenbankrolle db_owner für alle Datenbanken, die aktualisiert werden sollen

    • Administratorgruppe auf dem Server, auf dem die Windows PowerShell-Cmdlets ausgeführt werden

    Mit dem Cmdlet Add-SPShellAdmin kann ein Administrator die Berechtigung zur Verwendung von SharePoint 2013-Cmdlets erteilen.

    HinweisHinweis:
    Wenn Sie über keine Berechtigungen verfügen, kontaktieren Sie Ihren Setup-Administrator oder SQL Server-Administrator, um die Berechtigungen anzufordern. Weitere Informationen zu Windows PowerShell-Berechtigungen finden Sie unter Add-SPShellAdmin.
  2. Klicken Sie unter Start auf Alle Programme.

  3. Klicken Sie auf Microsoft SharePoint 2013-Produkte.

  4. Klicken Sie auf SharePoint 2013-Verwaltungsshell.

  5. Zum Ändern des Laufwerks, auf das der Server Protokolle schreibt, geben Sie an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:

    Set-SPDiagnosticConfig -LogLocation D:\DiagnosticLogs
    
  6. Zum Beschränken der Speicherplatzverwendung durch das Protokoll geben Sie an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:

    Set-SPDiagnosticConfig -LogMaxDiskSpaceUsageEnabled
    

    Oder geben Sie den maximalen Speicherplatz für Protokolle an:

    Set-SPDiagnosticConfig -LogDiskSpaceUsageGB 500
    
  7. Zum Anzeigen des derzeitigen Protokolliergrads geben Sie an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:

    Get-SPLogLevel
    
  8. Zum Ändern des Protokolliergrads geben Sie an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:

    Set-SPLogLevel -TraceSeverity Monitorable
    

    Zum Zurücksetzen aller Kategorien auf ihre Standardwerte geben Sie an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein und drücken dann die EINGABETASTE:

    Clear-SPLogLevel
    
  9. Zum Aktivieren des Ereignisprotokoll-Flutschutzes geben Sie an der Windows PowerShell-Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:

    Set-SPDiagnosticConfig -EventLogFloodProtectionEnabled
    

Weitere Informationen finden Sie unter Set-SPDiagnosticConfig, Set-SPLogLevel und Get-SPLogLevel.

HinweisHinweis:
Es wird empfohlen, Windows PowerShell zum Ausführen von administrativen Befehlszeilenaufgaben zu verwenden. Das Befehlszeilentool Stsadm ist veraltet, aber weiterhin vorhanden, um die Kompatibilität mit früheren Produktversionen zu gewährleisten.

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