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Unterstützen von Büroanwendern mit zuverlässigen Dateidiensten und Speichertechnologien

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Februar 2012

Betrifft: Windows 8, Windows Server 2012



Eine der wichtigsten Zielsetzungen für IT-Spezialisten ist die Unterstützung von Büroanwendern, die Clientanwendungen wie z. B. ein Textverarbeitungsprogramm verwenden, um Dateien zu bearbeiten, die in Dateifreigaben gespeichert sind. Büroanwender benötigen eine hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Server, auf denen die Dateien gespeichert werden. Für die IT-Spezialisten müssen diese Server außerdem kostengünstig und verwaltbar sein und eine integrierte Sicherheit aufweisen.

Als Reaktion auf die Anforderungen von Büroanwendern und IT-Spezialisten wurde eine Funktionssammlung verbessert oder unter Windows Server 2012 hinzugefügt, die von ihnen unterstützt werden. Auf einer hohen Ebene fallen diese Funktionen in die folgenden drei Kategorien.

Als Reaktion auf Kundenanfragen haben wir der Verfügbarkeit eine hohe Priorität eingeräumt, wie es für Windows Server 2012 geplant war.

In Windows 8 und Windows Server 2012 können Administratoren die Erfahrung für Benutzer von Offlinedateien immer für den Offlinebetrieb konfigurieren, selbst wenn eine Hochgeschwindigkeits-Netzwerkverbindung besteht. Unter Windows werden Dateien standardmäßig durch stündliche Synchronisierung im Hintergrund im Zwischenspeicher für Offlinedateien aktualisiert. Hierdurch wird ein Kundenanliegen mit Offlinedateien behandelt, bei dem Benutzer je nach Netzwerkverfügbarkeit und -bedingungen zwischen dem Online- und Offlinemodus wechselten, selbst wenn der Modus für langsame Verbindungen aktiviert und auf einen Wartezeitschwellenwert von 1 Millisekunde festgelegt war.

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Ordnerumleitung, Offlinedateien und Roamingbenutzerprofile.

Verfügbare Serveraktualisierungstools orientieren sich an eigenständigen Servern. Das Verwenden der Tools auf gruppierten Servern kann arbeitsaufwendig und fehleranfällig sein, zudem kann es zu unerwünschten Ausfallzeiten während der nötigen Updatewartung führen. Die Funktion zur clusterfähigen Aktualisierung bietet Ihnen Optionen zur Ausführung geplanter Updates von Serverknoten in einem Failovercluster mit minimaler Ausfallzeit und verringertem Verwaltungsaufwand.

Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren von Failoverclustern unter Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit des clusterfähigen Aktualisierens: Szenarioübersicht.

Transparent Failover ist eine Technologie, mit der Dateiserver einen Failover zu einem anderen Knoten ausführen können, der für Anwendungen vollständig transparent ist, in denen Dateien von SMB- oder NFS v3-Dateifreigaben auf den fehlgeschlagenen Serverknoten geöffnet sind. Die Verzögerung für Dateianforderungen von Anwendungen beträgt möglicherweise nur wenige Sekunden, während die Vorgänge an den nächsten Knoten im Cluster übertragen werden. Bei der Kombination mit dem clusterfähigen Aktualisieren übernimmt Transparent Failover die geplanten Wartungsarbeiten und nicht geplante Fehler mit minimalen Beeinträchtigungen.

Weitere Informationen finden Sie unter Server Message Block – Übersicht.

Bislang konnten beschädigte Dateisysteme zu unerwarteten Ausfallzeiten führen, während Chkdsk das Volume gescannt hat und diese Beschädigungen behob, dabei verhält sich die Ausfallzeit proportional zur Anzahl der Dateien auf dem Volume.

Windows Server 2012 umfasst ein neues NTFS-Health Model und einen neuen Ansatz für Chkdsk, dadurch werden Überraschungen reduziert, der Benutzer erhält die Kontrolle, außerdem weisen die Computer so eine höhere Verfügbarkeit und Skalierbarkeit auf. Die Erkennung von Beschädigungen am Dateisystem erfolgt online, die Korrektur dieser Fehler erfolgt jedoch offline in wenigen Sekunden. Das Ziel bei der Entwicklung von Windows Server 2012 ist es, Administratoren dazu befähigen, große Volumes einschließlich 64 TB Volumes zuversichtlich bereitzustellen, ohne sich Sorgen über die Verfügbarkeit oder Skalierbarkeit machen zu müssen.

Mit Speicherplätzen können Sie Speicher virtualisieren, indem Sie kostengünstige, branchenübliche Datenträger in Speicherpools gruppieren und anschließend aus der verfügbaren Kapazität in den Speicherpools Speicherplätze erstellen (im Server-Manager als virtuelle Datenträger bezeichnet).

Durch Speicherplätze wird die Verfügbarkeit unternehmenswichtiger Daten auf kostengünstige Weise erhöht, unabhängig davon, ob Sie in einem großen Unternehmen, Hostingunternehmen oder einem kleinen Unternehmen arbeiten. Durch Speicherplätze können die Verwaltungskosten reduziert werden, da Administratoren weniger Zeit für die Bereitstellung von Speicher aufwenden müssen. Sie tragen zudem zur Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben bei und ermöglichen es auf diese Weise, dass auch Administratoren, die im Hinblick auf Speichertechnologien weniger versiert sind, robusten und hoch verfügbaren Speicher einrichten und verwalten können. Mithilfe von Speicherplätzen können Sie außerdem Hardwarekosten senken, da sie die Nutzung von Standarddatenträgern für robusten Speicher mit hoher Verfügbarkeit und einer Größe von mehreren Petabyte ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie unter Datei-und Speicherdienste: Übersicht.

Bei Benutzern in Filialen, die über WAN-Netzwerke mit hohen Wartezeiten eine Verbindung herstellen, können die Anwendungsreaktionszeiten durch die Reduzierung der Anzahl von Roundtrips zwischen einem Client und einem Server deutlich verbessert werden. Directory Leasing ist eine Verbesserung des vorhandenen SMB-Protokolls, mit dem die Anzahl von Roundtrips zwischen Client und Server verringert wird.

Mit Directory Leasing fordern Clientcomputer eine Lease-Sperre der Verzeichnisinformationen an (das die Dateimetadaten enthält), sodass Windows die Informationen für längere Zeiträume zwischenspeichern kann. Da viele Endbenutzeranwendungen häufig auf Dateimetadaten zugreifen, werden durch das Zwischenspeichern für längere Zeiträume die Roundtrips reduziert, die ein Client warten muss, somit verbessern sich auch die Anwendungsreaktionszeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter Server Message Block – Übersicht.

Wir sind uns bewusst, dass Kosteneffizienz bei Ihnen eine sehr hohe Priorität einnimmt, genau wie die Verfügbarkeit.

Windows Server 2012 ermittelt schlank zugewiesene virtuelle Datenträger (nicht zu verwechseln mit virtuellen Festplatten), die in einem Speicherpool erstellt wurden und aktiviert beim Löschen von Dateien die transparente Freigabe von Kapazitäten. Dadurch wird die Ausnutzung der Speicherkapazität bei der Verwendung des Subsystems für Speicherplätze oder eines Speichersubsystems eines Drittanbieters verbessert.

Komplexe Anwendungen können schlank zugewiesene Datenträger mithilfe der Windows-Verwaltungsinstrumentation (Windows Management Instrumentation, WMI) oder Windows PowerShell ermitteln und Befehle aufrufen, um nach Bedarf Kapazitäten aus gelöschten Dateien freizugeben. Anwendungen werden über Windows-Standardereignisse benachrichtigt, wenn die verfügbare Kapazität des zugrunde liegenden Speicherpools für einen schlank zugewiesenen virtuellen Datenträger unter den angegebenen Schwellenwert sinkt, sodass die Anwendungen entsprechende Maßnahmen einleiten können.

Um nicht verwendete Kapazitäten auf schlank zugewiesenen virtuellen Datenträgern freizugeben und weitere Optimierungstasks auszuführen, wird die Speicheroptimierung in regelmäßigen Abständen automatisch ausgeführt. Zusammen sorgen diese Verbesserungen dafür, dass Administratoren die Bereitstellungsanforderungen von den Kaufentscheidungen trennen können und die Last, zukünftige Speicherkapazitätsanforderungen genau vorhersagen zu können, wird ihnen abgenommen.

Weitere Informationen finden Sie in der Thin Provisioning and Trim Storage Overview.

Wenn Sie den neuen Datendeduplizierungs-Rollendienst verwenden, um die Anzahl doppelter Datenblöcke im Speicher zu reduzieren, können Sie bei vorgegebenen Speicherkapazität erheblich mehr Daten speichern, als dies in früheren Versionen möglich war, in denen der Single Instance Storage (SIS) oder die Komprimierungsfunktion des NTFS-Dateisystems verwendet wurde. Auf Universaldateiservern kann die Ausnutzung der Speicherkapazität im Allgemeinen im Verhältnis 2:1 reduziert werden (Dateien, die bislang beispielsweise 1 TB an Speicherplatz belegt haben, würden nach der Deduplizierung nur noch 500 GB beanspruchen). Auf Servern, die Virtualisierungsdaten hosten (beispielsweise VHD-Dateien), kann die Ausnutzung der Speicherkapazität häufig im Verhältnis 20:1 reduziert werden, sodass beispielsweise 1 TB an Daten auf 50 GB reduziert würde. Die Datendeduplizierung erzeugt einen minimalen Prozessor- und Speichermehraufwand und hält eine hohe Datenintegrität aufrecht.

Weitere Informationen finden Sie unter Datendeduplizierung: Übersicht.

Der Rollendienst BranchCache für Netzwerkdateien in Windows Server 2012 verwendet die gleiche Technologie wie der Datendeduplizierungs-Rollendienst, um die über WAN-Verbindungen replizierten, duplizierten Daten zu verringern. Dadurch kann der BranchCache in Windows Server 2012 die WAN-Kosten weiter reduzieren und die Anwendungsreaktionszeiten für Benutzer in Filialen verbessern.

Windows Server 2012 verfügt über eine verbesserte Unterstützung günstiger SATA-Festplatten. Durch diese Verbesserung werden Metadaten-Inkonsistenzen durch einen unerwarteten Leistungsabfall auf Commodity-Festplatten verringert, dabei wird das Zwischenspeichern zugehöriger Daten auf der Festplatte aktiviert, so lange dies sicher möglich ist. Somit können Kunden kostengünstige SATA-Laufwerke in Unternehmensbereitstellungen zuverlässiger nutzen.

Bislang erhielten Benutzer bei der Fehlerbehebung des Problems wenig Hilfe, wenn Benutzer nicht auf eine Datei oder einen Ordner zugreifen konnten. Oft bestand die Lösung darin, den Besitzer der Dateifreigabe zu ermitteln und ihn in einer E-Mail um den Zugang zu den Dateien zu bitten. In anderen Fällen riefen die Benutzer beim Helpdesk an oder kapitulierten.

Durch die Unterstützung nach "Zugriff verweigert" können Dateiserveradministratoren Benutzern eine benutzerdefinierte "Zugriff verweigert"-Meldung einschließlich Informationen zur Problembehandlung und der Möglichkeit, Hilfe per E-Mail anzufragen, bereitstellen. Nach Erhalt der E-Mail mit der Bitte um Hilfe kann der Besitzer des Ordners die von Windows bereitstellten Details prüfen, um zu ermitteln, warum dem Benutzer der Zugriff verweigert wurde und die entsprechende Maßnahme einleiten.

Durch die Unterstützung nach "Zugriff verweigert" können Supportkosten gesenkt werden, indem Serveradministratoren Benutzern die Hilfsmittel zur Behebung von Zugriffsproblemen bereitstellen, außerdem können die Benutzer direkt von den Besitzern der Ordner zusätzliche Hilfe erhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung nach "Zugriff verweigert".

Unter Windows Server 2012 können Sie für jeden Domänenbenutzer eine Reihe von Computern festlegen, die als primäre Computer bezeichnet werden, um zu steuern, auf welchen Computern die Ordnerumleitung, Roamingbenutzerprofile oder beides verwendet wird. Der Administrator kann beispielsweise auswählen, dass für Benutzerdaten und -einstellungen zwischen dem Desktop und Laptop eines Benutzers gewechselt werden soll, aber für die Informationen nicht gewechselt werden soll, wenn sich dieser Benutzer bei einem anderen Computer wie einem Konferenzraumcomputer anmeldet. Das Festlegen von Hauptcomputern ist eine einfache und leistungsfähige Methode, um Benutzerdaten und -einstellungen bestimmten Computern oder Geräten zuzuordnen. Dadurch kann sich der Administrator leichter eine Übersicht verschaffen, die Datensicherheit wird verbessert, und die Benutzerprofile werden vor Beschädigung geschützt.

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Ordnerumleitung, Offlinedateien und Roamingbenutzerprofile.

Ein Sicherheitsbedenken, das im Zusammenhang mit Datenübertragungen über nicht vertrauenswürdige Netzwerke auftritt, ist die Anfälligkeit gegenüber Lauschangriffen. Vorhandene Lösungen für dieses Problem verwenden in der Regel IPsec, WAN-Beschleuniger oder andere dedizierte Hardwarelösungen. Die Einrichtung und Wartung dieser Lösungen ist jedoch kostenintensiv.

Bei Windows Server 2012 ist die Verschlüsselung im SMB-Protokoll integriert. Dadurch kann der End-to-End-Schutz vor Spoofingangriffen ohne zusätzliche Bereitstellungskosten implementiert werden. Sie können die Aktivierung der Verschlüsselung für den gesamten Server oder nur bestimmte Freigaben aktivieren. Die SMB-Verschlüsselung ist auch für die Serveranwendungslast relevant, wenn sich die Anwendungsdaten auf einem Dateiserver befinden und sie über nicht vertrauenswürdigen Netzwerke übertragen werden. Mit dieser Funktion wird die Datensicherheit im aktiven Betrieb aufrecht erhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter Server Message Block – Übersicht.

Datenkontrolle, Datenaufbewahrung und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen nehmen einen erheblichen Teil der IT-Bugdets ein. Die in Windows Server 2012 enthaltenen Technologien für die dynamische Zugriffssteuerung und die Dateiklassifizierungsinfrastruktur bieten neue Möglichkeiten zum Klassifizieren von Daten, zum Steuern des Zugriffs auf Daten und zum Einhalten gesetzlicher Bestimmungen. Sie stellt Steuerelemente für die komplexe Authentifizierung und Überwachung sowie Datenklassifizierungsfunktionen bereit, mit denen Organisationen die Informationskontrolle auf nicht strukturierte Daten auf ihren Dateiservern anwenden können. Sie haben nun eine bessere Kontrolle über Dateiserverdaten, ein ACL-Modell für bedingte Ausdrücke, eine zentrale Authentifizierung und Überwachungsrichtlinienverwaltung und unternehmensbezogene Daten.

Weitere Informationen finden Sie unter Neuigkeiten im Ressourcen-Manager für Dateiserver.

Die Datei- und Speicherdienste-Rolle im Server-Manager ermöglicht es Ihnen, mehrere Dateiserver, einschließlich ihrer Rollendienste und ihres Speichers, von einem Remotestandort aus über ein einziges Fenster zu verwalten.

Diese Funktionen basieren auf einer Windows-Verwaltungsinstrumentation- und Windows PowerShell-Infrastruktur. Deshalb umfasst Windows Server 2012 Windows PowerShell-Cmdlets zur Durchführung des Großteils der Verwaltungsaufgaben für Datei- und Speicherserver, sodass die Automatisierung von allgemeinen Aufgaben vereinfacht wird.

Weitere Informationen finden Sie unter Datei-und Speicherdienste: Übersicht.

Windows Server 2012 umfasst verbesserte WMI-Schnittstellen für die Ordnerumleitung, Offlinedateien und Roamingbenutzerprofilen, mit denen unabhängige Softwareanbieter, die Verwaltungssuites anbieten, die Verwaltung, Überwachung und Fehlerbehebung dieser Technologien in ihre vorhandenen Verwaltungstools leichter integrieren können.

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