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Datendeduplizierung: Übersicht

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: November 2013

Betrifft: Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows Storage Server 2012



In diesem Thema werden das Datendeduplizierungsfeature in Windows Server 2012 und praktische Anwendungsfälle für das Feature beschrieben.

Bei der Datendeduplizierung geht es darum, Duplikate innerhalb vorhandener Daten zu ermitteln und zu entfernen, ohne dadurch die Genauigkeit oder Integrität der Daten zu beeinträchtigen. Das Ziel besteht darin, mehr Daten mit weniger Speicherplatz zu speichern, indem Dateien in kleine Blöcke variabler Größe (32 bis 128 KB) unterteilt und doppelte Blöcke identifiziert werden und nur eine Kopie jedes Blocks beibehalten wird. Redundante Kopien des Blocks werden durch einen Verweis auf die einzelne Kopie ersetzt. Die Blöcke werden komprimiert und in speziellen Containerdateien im Ordner für Systemvolumeinformationen organisiert.

Nachdem ein Volume für die Deduplizierung aktiviert wurde und die Daten optimiert wurden, enthält es Folgendes:

  • Nicht optimierte Dateien. Zu den nicht optimierten Dateien zählen beispielsweise Dateien, die nicht der ausgewählten Richtlinieneinstellung für das Dateialter entsprechen, Systemstatusdateien, alternative Datenströme, verschlüsselte Dateien, Dateien mit erweiterten Attributen, Dateien mit max. 32 KB, Dateien mit anderen Analysepunkten und von einer anderen Anwendung verwendete Dateien.

  • Optimierte Dateien. Als Analysepunkte gespeicherte Dateien mit Zeigern auf eine Zuordnung der entsprechenden Blöcke im Blockspeicher, die zum Wiederherstellen der Datei bei Anforderung erforderlich sind.

  • Blockspeicher. Speicherort für die optimierten Dateidaten.

  • Zusätzlicher freier Speicherplatz. Die optimierten Dateien und der Blockspeicher belegen nun viel weniger Speicherplatz als vor der Optimierung.

Zur Bewältigung des wachsenden Speicherplatzbedarfs in Unternehmen führen Administratoren eine Serverkonsolidierung durch und erklären Kapazitätsskalierung und Datenoptimierung zur obersten Priorität. Die Datendeduplizierung stellt praktische Methoden zum Erreichen dieser Ziele bereit, u. a.:

  • Kapazitätsoptimierung. Mit der Datendeduplizierung in Windows Server 2012 werden mehr Daten in weniger physischem Speicher gespeichert. Die Datendeduplizierung erreicht eine höhere Speichereffizienz als mit Single Instance Storage (SIS) oder NTFS-Komprimierung möglich war. Bei der Datendeduplizierung kommen die Datenblockerstellung aus Unterdateien mit Blöcken variabler Größe und die Komprimierung zum Einsatz. Dadurch lässt sich die Nutzung im Verhältnis 2:1 für allgemeine Dateiserver und bis zu 20:1 für Virtualisierungsdaten optimieren.

  • Skalierung und Leistung. Unter Windows Server 2012 ist die Datendeduplizierung äußerst skalierbar, ressourcensparend und nicht intrusiv. Pro Sekunde kann ein Datenvolumen von ca. 20 MB verarbeitet werden. Darüber hinaus kann die Datendeduplizierung für mehrere Volumes gleichzeitig ohne Auswirkungen auf andere Arbeitsauslastungen auf dem Server ausgeführt werden. Die geringe Auswirkung auf die Serverarbeitsauslastungen wird durch Drosselung der Beanspruchung von CPU- und Arbeitsspeicherressourcen erreicht. Ist der Server stark ausgelastet, kann die Deduplizierung ganz angehalten werden. Zudem besitzen Administratoren die Flexibilität, Aufträge zur Datendeduplizierung jederzeit auszuführen, Zeitpläne für die Ausführung der Datendeduplizierung festzulegen und Richtlinien für die Dateiauswahl einzurichten.

  • Zuverlässigkeit und Datenintegrität. Bei der Datendeduplizierung wird die Integrität der Daten beibehalten. Windows Server 2012 verwendet Prüfsummen, Konsistenz und eine Identitätsprüfung zum Sicherstellen der Datenintegrität. Bei allen Metadaten und Daten, auf die am häufigsten verwiesen wird, sorgt die Datendeduplizierung für Redundanz, um sicherzustellen, dass die Daten im Falle einer Beschädigung wiederhergestellt werden können.

  • Bandbreiteneffizienz mit BranchCache. Durch die Integration in BranchCache werden die gleichen Optimierungstechniken auch auf Daten angewendet, die über das WAN an eine Filiale übertragen werden. Dies führt zu kürzeren Dateidownloadzeiten und einem geringeren Verbrauch an Bandbreite.

  • Optimierungsverwaltung mit vertrauten Tools. Unter Windows Server 2012 sind Optimierungsfunktionen in Server-Manager und Windows PowerShell integriert. Mit den Standardeinstellungen können direkt Einsparungen erzielt werden, und für noch mehr Effizienz können die Einstellungen von Administratoren genau angepasst werden. Mit benutzerfreundlichen Windows PowerShell-Cmdlets können Sie einen Optimierungsauftrag starten oder die zukünftige Ausführung eines Auftrags planen. Die Installation des Datendeduplizierungsfeatures und die Aktivierung der Deduplizierung auf ausgewählten Volumes kann auch mithilfe der Datei "Unattend.xml" erreicht werden, die ein Windows PowerShell-Skript aufruft und zusammen mit Sysprep verwendet werden kann, um die Deduplizierung beim ersten Start eines Systems bereitzustellen.

Damit Sie die Datendeduplizierung unter Windows Server 2012 nutzen können, muss die Umgebung die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Server: Ein Computer mit Windows Server 2012 oder ein virtueller Computer mit mindestens einem Datenvolume

  • (Optional) Ein weiterer Computer: Ein Computer mit Windows Server 2012 oder Windows® 8, der über ein Netzwerk mit dem Server verbunden ist

Zusätzliche Ressourcen zu verwandten Technologien in Windows Server 2012 finden Sie unter:

  1. Datei-und Speicherdienste: Übersicht

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