(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Robustes Dateisystem: Übersicht

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Februar 2012

Betrifft: Windows Server 2012

In diesem Thema werden das neue Resilient File System (ReFS, Robustes Dateisystem) in Windows Server® 2012, die praktischen Einsatzmöglichkeiten des neuen Dateisystems und die wichtigsten neuen Funktionen beschrieben.

Für Windows-Kunden ist eine kosteneffektive Plattform mit maximaler Datenverfügbarkeit, effizienter Skalierung von großen Datasets über diverse Arbeitslasten und garantierter Datenintegrität durch Resilienz gegenüber Beschädigungen (ungeachtet von Software- oder Hardwarefehlern) von zentraler Bedeutung. ReFS ist ein neues Dateisystem, das auf diese Kundenanforderungen abzielt und gleichzeitig eine Grundlage für wichtige künftige Innovationen schafft. Durch Nutzung eines integrierten Speicherstapels, der das ReFS enthält, und des neuen Features "Speicherplätze" in Windows Server 2012, können Kunden nun die kostengünstigste Plattform für verfügbare und skalierbare Datenzugriffe mittels Warenspeicher bereitstellen.

Speicherplätze schützen Daten bei teilweisen oder vollständigen Datenträgerausfällen durch Speichern von Kopien auf mehreren Datenträgern. ReFS-Schnittstellen mit Speicherplätzen zur automatischen Reparatur der Beschädigung. Weitere Informationen zu Speicherplätzen finden Sie unter Datei-und Speicherdienste: Übersicht.

Zu den wichtigsten Features von ReFS zählen:

  • Aufrechterhaltung eines Höchstmaßes an Systemverfügbarkeit und Systemzuverlässigkeit unter der Annahme, dass zugrunde liegender Speicher an sich unzuverlässig sein kann

  • In Verbindung mit Speicherplätzen Bereitstellung einer umfassenden, robusten Ende-zu-Ende-Architektur zur wechselseitigen Verstärkung der Funktionen und der Zuverlässigkeit dieser beiden Features

  • Beibehaltung der Kompatibilität mit den weit verbreiteten und erfolgreichen NTFS-Features und Ersetzen von Features, die nur von begrenztem Wert sind

Und zusätzlich: das neue Befehlszeilentool "Integrity.exe" zur Verwaltung der Integritäts- und Datenträgerbereinigungsrichtlinien

Mit den Funktionen von ReFS können Kunden Daten unabhängig von der Zuverlässigkeit des zugrunde liegenden Hardware- oder Softwarestapels speichern und schützen. Speicherkosten werden so minimiert und Investitionsaufwendungen für Unternehmen reduziert. Praktische Anwendungsfälle:

  • Allgemeiner Dateiserver. Der Kunde stellt einen Dateiserver bereit, der an eine JBOD-Speicherkonfiguration mit Laufwerken vom Typ Serial ATA (SATA ) oder Serially Attached SCSI (SAS) angeschlossen ist.

  • Konsolidierter Datenspeicher für Remoteanwendungen. Der Kunde stellt einen Dateiserver mit horizontaler Skalierung, zwei Knoten und Speicherplätzen bereit. In den Speicherplätzen wird eine freigegebene JBOD-Speicherkonfiguration mit SATA- oder SAS-Laufwerken vom Cluster verwendet.

Zu den wichtigsten Features von ReFS zählen:

  • Integrität. ReFS speichert Daten so, dass diese vor vielen der üblichen Fehler, die normalerweise Datenverluste verursachen können, geschützt sind. Bei Verwendung von ReFS zusammen mit einem gespiegelten Speicherplatz, können erkannte Beschädigungen - bei aktivierten Integritätsströmen sowohl von Metadaten als auch von Benutzerdaten - automatisch anhand der alternativen, von Speicherplätzen bereitgestellten Kopie behoben werden. Tritt ein Systemfehler auf, wird ReFS ohne Verlust von Benutzerdaten schnell wiederhergestellt.

  • Verfügbarkeit. Die Verfügbarkeit von Daten hat in ReFS Priorität. In der Vergangenheit waren Dateisysteme häufig anfällig für Datenbeschädigungen, zu deren Behebung das System offline geschaltet werden musste. Im Falle einer Beschädigung erfolgt mit ReFS der Reparaturvorgang im Bereich der Beschädigung und online, sodass keine Ausfallzeit des Volumes erforderlich ist. Für dem seltenen Fall, dass ein Volume beschädigt ist oder Sie keine gespiegelten Speicherplätze verwenden, implementiert ReFS das Feature Rettung, mit dem beschädigte Daten aus dem Namespace auf einem Livevolume entfernt und unbeschädigte Daten nicht nachteilig durch nicht reparierbare beschädigte Daten beeinflusst werden. ReFS enthält auch kein "chkdsk"-Tool.

  • Skalierbarkeit. Da die Menge und die Größe von auf Computern gespeicherten Daten schnell anwächst, wurde ReFS für die Arbeit mit extrem großen Datasets, Petabytes und größer, ohne Leistungseinbußen ausgelegt. Praktische Belange im Hinblick auf Systemkonfigurationen (wie die Größe des Arbeitsspeichers), Begrenzungen durch verschiedene Systemkomponenten sowie die Zeit zum Auffüllen von Datasets oder Sicherungszeiten können praktische Einschränkungen bewirken. Das ReFS-Datenträgerformat unterstützt Volumengrößen von bis zu 2^78 Byte mit Clustergrößen von 16 KB. Die Windows-Stapeladressierung lässt 2^64 Byte zu. Dieses Format unterstützt auch Dateigrößen von 2^64-1 Byte, 2^64 Dateien in einem Verzeichnis und dieselbe Anzahl von Verzeichnissen auf einem Volume.

  • Proaktive Fehlererkennung. Die Integritätsfunktionen von ReFS werden von einem Datenintegritätsscanner, der als Bereinigung bezeichnet wird, genutzt. Ein Bereinigungsfeature durchsucht regelmäßig das Volume, versucht, verborgene Beschädigungen zu erkennen und dann proaktiv eine Reparatur dieser beschädigten Daten auszulösen.

Die folgende Liste enthält zusätzliche Webressourcen zu verwandten Technologien in Windows Server 2012.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft