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Bereitstellen von Speicherplätzen auf einem eigenständigen Server

Veröffentlicht: November 2012

Letzte Aktualisierung: November 2012

Betrifft: Windows Server 2012



In diesem Thema wird beschrieben, wie Speicherplätze auf einem eigenständigen Windows Server 2012-basierten Server bereitgestellt werden. Informationen zum Erstellen eines Clusterspeicherplatzes finden Sie unter Deploy Clustered Storage Spaces.

Um einen Speicherplatz zu erstellen, müssen Sie zuerst einen oder mehrere Speicherpools erstellen. Ein Speicherpool ist eine Gruppe physischer Datenträger. Speicherpools ermöglichen eine Speicheraggregation, eine flexible Kapazitätserweiterung und eine delegierte Verwaltung.

Aus einem Speicherpool können Sie einzelne oder mehrere virtuelle Datenträger erstellen. Diese virtuellen Datenträger werden auch als Speicherplätze bezeichnet. Ein Speicherplatz wird vom Windows-Betriebssystem als ein normaler Datenträger angesehen, von dem Sie formatierte Volumes erstellen können. Wenn Sie einen virtuellen Datenträger über die Benutzeroberfläche "Datei- und Speicherdienste" erstellen, können Sie den Resilienztyp (einfach, Spiegeln oder Parität), den Bereitstellungstyp (schlank oder fest) und die Größe konfigurieren. Über Windows PowerShell können Sie zusätzliche Parameter, wie die Anzahl der Spalten, den Überlappungswert und die im Pool zu verwendenden physischen Datenträger festlegen. Informationen zu diesen zusätzlichen Parametern finden Sie unter New-VirtualDisk und What are columns and how does Storage Spaces decide how many to use? (Was sind Spalten und wie entscheiden Speicherplätze, wie viele zu verwenden sind?) in "Storage Spaces Frequently Asked Questions (FAQ)" ("Speicherplätze: Häufig gestellte Fragen") (alles in englischer Sprache).

noteHinweis
Ein Speicherplatz kann nicht zum Hosten des Windows Server 2012-Betriebssystems verwendet werden.

Von einem virtuellen Datenträger können Sie einzelne oder mehrere Volumes erstellen. Wenn Sie ein Volume erstellen, können Sie die Größe, den Laufwerkbuchstaben oder den Ordner, das Dateisystem (NTFS oder ReFS), die Größe der Zuordnungseinheit und eine optionale Volumebezeichnung konfigurieren.

In der folgenden Abbildung ist der Speicherplatz-Workflow dargestellt.

Abbildung 1: Speicherplätze – Workflow

Inhalt dieses Themas

noteHinweis
Dieses Thema enthält Windows PowerShell-Beispiel-Cmdlets, mit denen Sie einige der beschriebenen Vorgehensweisen automatisieren können. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Cmdlets.

Wenn Sie Speicherplätze auf einem eigenständigen Windows Server 2012-basierten Server verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass die gewünschten physischen Datenträger die folgenden Bedingungen erfüllen.

ImportantWichtig
Informationen zum Bereitstellen von Speicherplätzen auf einem Failovercluster finden Sie unter Deploy Clustered Storage Spaces. Beachten Sie, dass bei einer Bereitstellung auf einem Failovercluster andere Voraussetzungen erforderlich sind, beispielsweise die unterstützten Datenträgerbustypen, die unterstützten Resilienztypen und die Mindestanzahl der Datenträger.

 

Bereich Anforderung

Datenträgerbustypen

  • Serial Attached SCSI (SAS)

  • Serial Advanced Technology Attachment (SATA)

noteHinweis
  • Sie können auch USB-Laufwerke verwenden. Es wird jedoch empfohlen, in einer Serverumgebung keine USB-Laufwerke zu verwenden.

  • Speicherplätze unterstützten keine iSCSI- and Fibre Channel-Controller.

Datenträgerkonfiguration

  • Der physische Datenträger muss mindestens 4 GB aufweisen.

  • Datenträger müssen leer und unformatiert sein. Erstellen Sie keine Volumes

HBA-Überlegungen

Es wird empfohlen, einfache Hostbusadapter (HBA) zu verwenden, die keine RAID-Funktionalität unterstützen. Wenn HBAs RAID-fähig sind, müssen Sie im Nicht-RAID-Modus ausgeführt werden, wobei die gesamte RAID-Funktionalität deaktiviert ist. Adapter dürfen die physischen Datenträger und Cachedaten nicht abstrahieren oder angeschlossene Geräte überdecken. Dies gilt auch für Gehäusedienste, die von angeschlossenen JBOD-Geräten bereitgestellt werden. Speicherplätze sind nur mit HBAs kompatibel, wenn Sie die gesamte RAID-Funktionalität vollständig deaktivieren können.

JBOD-Gehäuse

Ein JBOD-Gehäuse ist optional. Um bei der Verwendung eines JBOD-Gehäuses die Speicherplatzfunktionalität voll nutzen zu können, überprüfen Sie bei Ihrem Speicheranbieter, ob das JBOD-Gehäuse Speicherplätze unterstützt.

Führen Sie folgendes Windows PowerShell-Cmdlet aus, um herauszufinden, ob das JBOD-Gehäuse Gehäuse- und Steckplatzidentifizierung unterstützt:

Get-PhysicalDisk | ? {$_.BusType –eq “SAS”} | fc

Wenn die Felder EnclosureNumber (Gehäusenummer) und SlotNumber (Steckplatznummer) Werte enthalten, werden diese Features vom Gehäuse unterstützt.

Bei der Planung der Anzahl der physischen Datenträger und des gewünschten Resilienztyps für eine eigenständige Serverbereitstellung halten Sie sich an folgende Richtlinien.

 

Resilienztyp Anforderungen an den Datenträger Verwendung

Einfach

  • Verteilt Daten über mehrere physische Datenträger.

  • Maximiert die Datenträgerkapazität und erhöht den Durchsatz.

  • Bietet keine Resilienz.

Erfordert mindestens einen physischen Datenträger.

WarningWarnung
Ein einfacher Speicherplatz schützt nicht vor Datenträgerausfällen.

  • Nicht zum Hosten unersetzbarer Daten verwenden.

  • Zum Hosten temporärer oder leicht wiederherstellbarer Daten zu reduzierten Kosten geeignet.

  • Für High-Performance-Arbeitsauslastung geeignet, wenn die Anwendung Resilienz bietet bzw. keine Resilienz erforderlich ist.

Spiegel

  • Speichert zwei oder drei Kopien der Daten auf mehrere physische Datenträger.

  • Erhöht die Zuverlässigkeit, aber verringert die Kapazität. Bei jedem Schreibvorgang wird dupliziert. Außerdem verteilt ein Spiegelspeicherplatz die Daten über mehrere physische Datenträger.

  • Größerer Datendurchsatz als bei Parität und geringere Zugriffslatenz.

  • Verwendet Dirty Region Tracking (DRT), um Änderungen an den Datenträgern im Pool nachzuverfolgen. Wenn das System ungeplant heruntergefahren wurde und dann den Betrieb wieder aufnimmt und die Speicherplätze wieder online geschaltet werden, stimmt DRT die Datenträger im Pool erneut aufeinander ab.

  • Erfordert mindestens zwei physische Datenträger, um vor dem Ausfall einzelner Datenträger geschützt zu sein.

  • Erfordert mindestens fünf physische Datenträger, um vor dem gleichzeitigen Ausfall zweier Datenträger geschützt zu sein.

Wird für die meisten Bereitstellungen verwendet. Spiegelspeicherplätze sind beispielsweise für eine allgemeine Dateifreigabe oder eine virtuelle Festplattenbibliothek (Virtual Hard Disk, VHD) geeignet.

Parität

  • Verteilt Daten und Paritätsinformationen auf physische Datenträger.

  • Erhöht die Zuverlässigkeit im Vergleich zu einem einfachen Speicherplatz, aber verringert die Kapazität geringfügig.

  • Erhöht die Resilienz durch Journaling. Dadurch kann eine Beschädigung der Daten verhindert werden, wenn das System unplanmäßig heruntergefahren wird.

Erfordert mindestens drei physische Datenträger, um vor dem Ausfall einzelner Datenträger geschützt zu sein.

Geeignet für stark sequenzielle Arbeitsauslastungen, z. B. bei Archiven oder Backups.

Zuerst müssen Sie die verfügbaren physischen Datenträger in einzelne oder mehrere Speicherpools zusammenfassen.

Führen Sie diesen Schritt mit Windows PowerShell aus.

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich des Server-Managers auf Datei- und Speicherdienste.

  2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf die Seite Speicherpools.

    Verfügbare Datenträger werden standardmäßig in einem ursprünglichen Pool eingefügt. Wenn unter SPEICHERPOOLS kein ursprünglicher Pool aufgeführt ist, bedeutet das, dass der Speicher die Anforderungen für Speicherplätze nicht erfüllt. Stellen Sie sicher, dass die Datenträger die Anforderungen erfüllen, die im Abschnitt "Voraussetzungen" erläutert sind.

    TipTipp
    Wenn Sie den ursprünglichen Speicherpool (Primordial) auswählen, werden die verfügbaren physischen Datenträger unter PHYSISCHE DATENTRÄGER aufgelistet.

  3. Klicken Sie unter SPEICHERPOOLS auf die Liste AUFGABEN, und klicken Sie dann auf Neuer Speicherpool.

    Der Assistent für neue Speicherpools wird geöffnet.

  4. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  5. Geben Sie auf der Seite Name und Subsystem für Speicherpool angeben einen Namen und optional eine Beschreibung für den Speicherpool ein, und wählen Sie die Gruppe verfügbarer physischer Datenträger aus, die Sie verwenden möchten. Klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Auf der Seite Physische Laufwerke für den Speicherpool auswählen führen Sie die folgenden Schritte aus, und klicken Sie dann auf Weiter:

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben jedem physischen Datenträger, den Sie in den Speicherpool einfügen möchten.

    2. Wenn Sie einzelne oder mehrere Datenträger als Hotspares festlegen möchten, klicken Sie unter Zuordnung auf den Dropdownpfeil, und wählen Sie dann Hotspare.

  7. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Auswahl bestätigen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  8. Überprüfen Sie auf der Seite Ergebnisse anzeigen, ob alle Aufgaben abgeschlossen wurden, und klicken Sie dann auf Schließen.

    noteHinweis
    Sie haben auch die Möglichkeit, direkt mit dem nächsten Schritt fortzufahren, wenn Sie das Kontrollkästchen Virtuellen Datenträger erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird aktivieren.

  9. Prüfen Sie unter SPEICHERPOOLS, ob der neue Speicherpool aufgeführt ist.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel sehen Sie, welche physischen Datenträger im ursprünglichen Pool verfügbar sind.

Get-StoragePool -IsPrimordial $true | Get-PhysicalDisk | Where-Object CanPool -eq $True

Im folgenden Beispiel wird ein neuer Speicherpool mit der Bezeichnung StoragePool1 erstellt. Alle verfügbaren Datenträger werden verwendet.

New-StoragePool –FriendlyName StoragePool1 –StorageSubsystemFriendlyName “Storage Spaces*” –PhysicalDisks (Get-PhysicalDisk –CanPool $True)

Im folgenden Beispiel wird der neue Speicherpool StoragePool1 erstellt, bei dem vier der verfügbaren Datenträger verwendet werden.

New-StoragePool –FriendlyName StoragePool1 –StorageSubsystemFriendlyName “Storage Spaces*” –PhysicalDisks (Get-PhysicalDisk PhysicalDisk1, PhysicalDisk2, PhysicalDisk3, PhysicalDisk4)

Die folgende Cmdlet-Beispielsequenz zeigt, wie der verfügbare physische Datenträger PhysicalDisk5 als Hotspare zum Speicherpool StoragePool1 hinzugefügt wird.

$PDToAdd = Get-PhysicalDisk –FriendlyName PhysicalDisk5
Add-PhysicalDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –PhysicalDisks $PDToAdd –Usage HotSpare

Als Nächstes erstellen Sie einzelne oder mehrere virtuelle Datenträger aus dem Speicherpool. Beim Erstellen eines virtuellen Datenträgers können Sie entscheiden, wie die Daten über die physischen Datenträger verteilt werden. Sowohl die Zuverlässigkeit als auch die Leistung werden davon beeinflusst. Sie können außerdem wählen, ob Sie Datenträger mit schlanker oder fester Bereitstellung erstellen.

Führen Sie diesen Schritt mit Windows PowerShell aus.

  1. Wenn der Assistent für neue virtuelle Datenträger nicht bereits geöffnet ist, stellen Sie im Server-Manager auf der Seite Speicherpools unter SPEICHERPOOLS sicher, dass der gewünschte Speicherpool ausgewählt ist.

  2. Klicken Sie unter VIRTUELLE DATENTRÄGER auf die Liste AUFGABEN, und klicken Sie dann auf Neuer virtueller Datenträger.

    Der Assistent für neue virtuelle Datenträger wird geöffnet.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  4. Klicken Sie auf der Seite Speicherpool auswählen auf den gewünschten Speicherpool, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Geben Sie auf der Seite Geben Sie den Namen des virtuellen Datenträgers an. den Namen und optional die Beschreibung ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Wählen Sie die Speicheranordnung aus auf die gewünschte Anordnung, und klicken Sie dann auf Weiter.

    noteHinweis
    Wenn Sie eine Anordnung auswählen, für die nicht genügend physische Datenträger zur Verfügung stehen, erhalten Sie eine Fehlermeldung, wenn Sie auf Weiter klicken. Informationen dazu, welche Anordnung zu verwenden ist und welche Datenträgeranforderungen zu beachten sind, finden Sie in diesem Thema im Abschnitt "Voraussetzungen".

  7. Wenn Sie Spiegel als Speicheranordnung ausgewählt haben und im Pool mindestens fünf Datenträger vorhanden sind, wird die Seite Resilienzeinstellungen konfigurieren angezeigt. Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

    • Zwei-Wege-Spiegelung

    • Drei-Wege-Spiegelung

  8. Klicken Sie auf der Seite Geben Sie den Bereitstellungstyp an auf eine der folgenden Optionen, und klicken Sie dann auf Weiter.

    • Dünn

      Bei einer schlanken Bereitstellung wird Speicher nur auf Bedarf zugeordnet. Dadurch wird die Nutzung des verfügbaren Speichers optimiert. Da auf diese Weise aber eine übermäßige Zuteilung des Speichers möglich ist, müssen Sie sorgfältig überwachen, wie viel Speicherplatz verfügbar ist.

    • Fest

      Bei einer festen Bereitstellung wird die Speicherkapazität sofort beim Erstellen eines virtuellen Datenträgers zugeteilt. Daher entspricht der Speicherplatz, der bei einer festen Bereitstellung aus dem Speicherpool verwendet wird, der Größe des virtuellen Datenträgers.

    TipTipp
    Mit Speicherplätzen können Sie im selben Speicherpool virtuelle Datenträger sowohl mit schlanker als auch fester Bereitstellung erstellen. Sie können beispielsweise sowohl einen virtuellen Datenträger mit schlanker Bereitstellung als Host für eine Datenbank als auch einen virtuellen Datenträger mit fester Bereitstellung als Host für die zugehörigen Protokolldateien verwenden.

  9. Auf der Seite Geben Sie die Größe des virtuellen Datenträgers an gehen Sie folgendermaßen vor:

    Wenn Sie im vorherigen Schritt eine schlanke Bereitstellung ausgewählt haben, geben Sie im Feld Größe des virtuellen Datenträgers die Größe des virtuellen Datenträgers ein, und wählen Sie die Einheit (MB, GB oder TB) aus. Klicken Sie dann auf Weiter.

    Wenn Sie im vorherigen Schritt eine feste Bereitstellung ausgewählt haben, klicken Sie auf eine der folgenden Optionen:

    • Größe angeben

      Um die Größe anzugeben, geben Sie im Feld Größe des virtuellen Datenträgers einen Wert ein, und wählen Sie dann die Einheit (MB, GB oder TB) aus.

      Wenn Sie keine einfache Speicheranordnung verwenden, nutzt der virtuelle Datenträger mehr freien Speicher als die von Ihnen angegebene Größe. Um einen potenziellen Fehler zu vermeiden, wenn die Größe des Volumes den freien Speicher des Speicherpools überschreitet, können Sie das Kontrollkästchen Datenträger mit maximal möglicher Größe erstellen (bis zur angegebenen Größe) aktivieren.

    • Maximale Größe

      Wählen Sie diese Option, um einen virtuellen Datenträger zu erstellen, der die maximale Kapazität des Speicherpools nutzt.

  10. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Auswahl bestätigen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  11. Überprüfen Sie auf der Seite Ergebnisse anzeigen, ob alle Aufgaben abgeschlossen wurden, und klicken Sie dann auf Schließen.

    TipTipp
    Das Kontrollkästchen Volume erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird ist standardmäßig aktiviert. Daraufhin wird direkt zum nächsten Schritt weitergeleitet.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird ein virtueller 50-GB-Datenträger mit der Bezeichnung VirtualDisk1 im Speicherpool StoragePool1 erstellt.

New-VirtualDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –FriendlyName VirtualDisk1 –Size (50GB)

Im folgenden Beispiel wird ein virtueller Spiegeldatenträger mit der Bezeichnung VirtualDisk1 im Speicherpool StoragePool1 erstellt. Der Datenträger nutzt die maximale Speicherkapazität des Speicherpools.

New-VirtualDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –FriendlyName VirtualDisk1 –ResiliencySettingName Mirror –UseMaximumSize

Im folgenden Beispiel wird ein virtueller 50-GB-Datenträger mit der Bezeichnung VirtualDisk1 im Speicherpool StoragePool1 erstellt. Für den Datenträger wird der schlanke Bereitstellungstyp verwendet.

New-VirtualDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –FriendlyName VirtualDisk1 –Size (50GB) –ProvisioningType Thin

Im folgenden Beispiel wird ein virtueller Datenträger mit der Bezeichnung VirtualDisk1 im Speicherpool StoragePool1 erstellt. Der Datenträger nutzt die Drei-Wege-Spiegelung und hat eine feste Größe von 20 GB.

noteHinweis
Damit dieses Cmdlet funktioniert, müssen mindestens fünf physische Datenträger im Speicherpool vorhanden sein. (Datenträger, die als Hotspares zugeteilt sind, sind davon ausgeschlossen.)

New-VirtualDisk -StoragePoolFriendlyName StoragePool1 -FriendlyName VirtualDisk1 -ResiliencySettingName Mirror -NumberOfDataCopies 3 -Size 20GB -ProvisioningType Fixed

Als Nächstes erstellen Sie ein Volume aus dem virtuellen Datenträger. Sie können einen optionalen Laufwerkbuchstaben oder Ordner zuweisen und dann das Volume mit einem Dateisystem formatieren.

Führen Sie diesen Schritt mit Windows PowerShell aus.

  1. Wenn der Assistent für neue Volumes nicht bereits geöffnet ist, klicken Sie im Server-Manager im Bereich Speicherpools unter VIRTUELLE DATENTRÄGER mit der rechten Maustaste auf den gewünschten virtuellen Datenträger, und klicken Sie dann auf Neues Volume.

    Der Assistent für neue Volumes wird geöffnet.

  2. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen auf Weiter.

  3. Auf der Seite Server und Datenträger auswählen führen Sie die folgenden Schritte aus, und klicken Sie dann auf Weiter:

    1. Klicken Sie im Bereich Server auf den Server, auf dem Sie das Volume bereitstellen möchten.

    2. Klicken Sie im Bereich Datenträger auf den virtuellen Datenträger, auf dem Sie das Volume erstellen möchten.

  4. Geben Sie auf der Seite Geben Sie die Größe des Volumes an eine Volumegröße ein, und geben Sie die Einheit (MB, GB oderTB) an. Klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Konfigurieren Sie auf der Seite Einem Laufwerkbuchstaben oder Ordner zuweisen die gewünschte Option, und klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Führen Sie auf der Seite Dateisystemeinstellungen auswählen die folgenden Schritte aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

    1. Klicken Sie in der Liste Dateisystem auf NTFS oder ReFS.

    2. In der Liste Größe der Zuordnungseinheiten behalten Sie entweder die Einstellung Standard bei, oder legen Sie eine Größe für die Zuordnungseinheiten fest.

      noteHinweis
      Weitere Informationen zur Größe der Zuordnungseinheiten finden Sie unter Default cluster size for NTFS, FAT, and exFAT (Standardclustergröße für NTFS, FAT und exFAT).

    3. Sie können auch im Feld Volumebezeichnung einen Namen für das Volume eingeben, z. B. HR Data.

  7. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Auswahl bestätigen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  8. Überprüfen Sie auf der Seite Ergebnisse anzeigen, ob alle Aufgaben abgeschlossen wurden, und klicken Sie dann auf Schließen.

  9. Um zu prüfen, ob das Volume erstellt wurde, klicken Sie im Server-Manager auf die Seite Volumes.

    Das Volume wird unter dem Server aufgeführt, auf dem es erstellt wurde. Sie können auch prüfen, ob das Volume im Windows-Explorer zu finden ist.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie den Befehl in einer einzelnen Zeile ein.

Im folgenden Beispiel werden die Datenträger für den virtuellen Datenträger VirtualDisk1 initialisiert, eine Partition mit einem zugewiesenen Laufwerkbuchstaben wird erstellt, und das Volume wird dann mit dem Standard-NTFS-Dateisystem formatiert.

Get-VirtualDisk –FriendlyName VirtualDisk1 | Get-Disk | Initialize-Disk –Passthru | New-Partition –AssignDriveLetter –UseMaximumSize | Format-Volume

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