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Neues in Dienste für NFS in Windows Server 2008 R2

Letzte Aktualisierung: Februar 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Dienste für NFS (Network File System) stellen eine Dateifreigabelösung für Unternehmen dar, die über eine gemischte Windows- und UNIX-Umgebung verfügen. Dienste für NFS ermöglichen mithilfe des NFS-Protokolls die Übertragung von Dateien zwischen Computern unter Windows Server 2008 und Computern mit UNIX-Betriebssystem.

Weitere Informationen (möglicherweise in englischer Sprache) zu Diensten für NFS finden Sie im Windows Server TechCenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=92798).

Worin liegen die wichtigsten Änderungen?

Die Verbesserungen in Windows Server® 2008 R2 an den Diensten für NFS betreffen die Sicherheit (RPCSEC_GSS) und die Verwaltung (Netzgruppen, Windows-Verwaltungsinstrumentation (Windows Management Instrumentation, WMI) und Zugriff für nicht zugeordnete Unix-Benutzer (Unmapped UNIX User Access, UUUA)).

In den folgenden Abschnitten werden die Verbesserungen der Dienste für NFS in Windows Server 2008 R2 gegenüber Windows Server 2008 erläutert.

Für wen sind diese Features von besonderem Interesse?

Diese Features sind interessant für Kunden mit heterogenen Betriebsumgebungen aus Windows-, UNIX-, Linux- oder MacOS-Clients. Diese Features ermöglichen eine Datenkonsolidierung auf der Windows-Plattform.

Welche neuen Funktionen bieten Dienste für NFS?

In Windows Server 2008 R2 stehen folgende Verbesserungen für Dienste für NFS zur Verfügung:

  • Netzgruppenunterstützung Dienste für NFS unterstützen Netzgruppen, die zum Erstellen von netzwerkweiten benannten Gruppen von Hosts verwendet werden. Netzgruppen erleichtern die Steuerung von Benutzer- und Gruppenanmeldungen sowie den Shellzugriff auf Remotecomputer. Darüber hinaus ermöglichen sie Systemadministratoren die einfachere Verwaltung von NFS-Zugriffssteuerungslisten.

  • Unterstützung von "RPCSEC_GSS". Dienste für NFS bieten integrierte Unterstützung für RPCSEC_GSS, einem Remoteprozeduraufruf-Sicherheitsfeature (Remote Procedure Call, RPC), durch das Anwendungen die GSS-API-Sicherheitsfeatures (Generic Security Service Application Programming Interface) nutzen können. Mit GSS-API erhalten Anwendungen die Möglichkeit, die Integritäts- und Authentifizierungs-Sicherheitsdienste hinzuzufügen. RPCSEC_GSS ermöglicht Diensten für NFS die Verwendung der Kerberos-Authentifizierung und bietet Sicherheitsdienste, die unabhängig vom verwendeten Mechanismus sind.

    noteHinweis
    Dienste für NFS unterstützen nicht den RPCSEC_GSS-Datenschutzdienst.

    Um für Freigaben Kerberos-Authentifizierungsmethoden zu ermöglichen, wurden der Seite NFS-Authentifizierung im Assistent zum Bereitstellen eines freigegebenen Ordners und dem Dialogfeld Eigenschaften für Freigaben auf der Registerkarte NFS-Authentifizierung die folgenden Optionen hinzugefügt:

    • Kerberos V5-Authentifizierung (Krb5): verwendet das Kerberos V5-Protokoll, um Benutzer für den Zugriff auf das freigegeben Dateisystem zu authentifizieren.

    • Kerberos V5-Integrität und Authentifizierung (Krb5i): verwendet Kerberos V5-Authentifizierung mit Integritätsprüfung (Prüfsummen), um sicherzustellen, dass die Daten nicht manipuliert wurden.

    Sie können diese Optionen kombinieren, um Clients bei der Bereitstellung des NFS-Dateisystems die Auswahl zwischen einem der Kerberos V5-Protokolle zu ermöglichen.

  • Verwenden von Windows-Verwaltungsinstrumentation (Windows Management Instrumentation, WMI) zum Verwalten von Server für NFS. WMI aktiviert die NFS-Remoteverwaltung, indem Sie den WBEM-Anwendungen (Web Based Enterprise Management) das Kommunizieren mit WMI-Anbietern auf lokalen und Remotecomputern zum Verwalten von WMI-Objekten ermöglichen. WMI ermöglicht die Verwendung von Skriptsprachen wie VBScript oder Windows PowerShell, um Computer und Server unter Microsoft Windows sowohl lokal als auch remote zu verwalten.

  • Zugriff für nicht zugeordnete Unix-Benutzer. Eine Option für Nicht zugeordnete Unix-Benutzer ist jetzt für NFS-Freigaben verfügbar. Windows-Server können zum Speichern von NFS-Daten verwendet werden, ohne dass eine UNIX-zu-Windows-Kontenzuordnung erstellt werden muss. Zugeordnete Benutzerkonten verwenden Windows-Sicherheits-IDs (SIDs), und nicht zugeordnete Benutzer können benutzerdefinierte NFS-SIDs verwenden.

In welchen Editionen ist dieses Feature enthalten?

Dieses Feature ist Teil des Lieferumfangs aller Editionen von Windows Server 2008 R2.

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