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Neues in den Windows-Bereitstellungsdiensten unter Windows Server 2012 R2

Veröffentlicht: Juni 2013

Letzte Aktualisierung: Januar 2014

Betrifft: Windows Server 2012 R2



In diesem Dokument werden die aktualisierten Features der Windows-Bereitstellungsdienste (Windows Deployment Services, WDS) in Windows Server® 2012 R2 vorgestellt.

Weitere Informationen zu neuen Features für die Windows-Bereitstellungsdienste, die mit Windows Server 2012 eingeführt wurden, finden Sie unter Neues in den Windows-Bereitstellungsdiensten unter Windows Server 2012.

Weitere Informationen zu den Windows-Bereitstellungsdiensten finden Sie in der Übersicht über die Windows-Bereitstellungsdienste.

Bei den Windows-Bereitstellungsdiensten handelt es sich um eine Serverrolle, die Ihnen die Remotebereitstellung von Windows-Betriebssystemen ermöglicht. Diese Dienste können Sie verwenden, um neue Computer mithilfe einer netzwerkbasierten Installation einzurichten. Dies bedeutet, dass nicht jedes Betriebssystem direkt von einer CD, einem USB-Laufwerk oder einer DVD installiert werden muss. Zum Verwenden der Windows-Bereitstellungsdienste benötigen Sie ausreichende praktische Kenntnisse in gängigen Desktopbereitstellungstechnologien und Netzwerkkomponenten, einschließlich Dynamic Host Configuration-Protokoll (DHCP), Domain Name System (DNS) und Active Directory-Domänendienste (AD DS). Es ist auch hilfreich, wenn Sie sich mit der Preboot eXecution Environment (auch als Pre-Execution Environment bezeichnet) auskennen.

In der folgenden Tabelle werden die Features und Funktionen der unterschiedlichen Versionen der Windows-Bereitstellungsdienste gegenübergestellt:

 

Feature Windows Server 2003 Windows Server 2008 Windows Server 2008 R2 Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2

Bereitgestellte Betriebssysteme

Legacymodus: Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003

Gemischter Modus: Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows Server 2008

Systemeigener Modus: Windows 2000 Professional, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows Server 7, Windows Server 2008 R2

Windows 2000

Windows XP

Windows Server 2003

Windows Vista

Windows Server 2008

Windows Server 7

Windows Server 2008 R2

Windows XP

Windows Server 2003

Windows Vista SP1

Windows Server 2008

Windows Server 7

Windows Server 2008 R2

Windows XP

Windows Server 2003

Windows Vista SP1

Windows Server 2008

Windows Server 7

Windows Server 2008 R2

Windows Server 2012

Windows 8

Windows 8.1

Windows Server 2012 R2

Bereitgestellte Imagetypen

Legacymodus: RISETUP und RIPREP

Gemischter Modus: RISETUP, RIPREP, WIM-Datei

Systemeigener Modus: WIM-Datei

Für Neuinstallationen werden nur WIM-Images unterstützt.

Wenn Sie ein Upgrade von Windows Server 2003 durchführen, können Sie RIPREP-Images nach dem Upgrade in das WIM-Format umwandeln. RISETUP-Images werden jedoch nicht unterstützt.

WIM

VHD-Images (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) von Windows Server 2008 R2 werden im Rahmen einer unbeaufsichtigten Installation unterstützt, aber die Verwaltung findet nur über die Befehlszeile statt.

noteHinweis
VHD-Images werden nur für das Starten in VHD-Szenarien verwendet und nicht direkt auf Volumes angewendet.

WIM- und VHD-Images werden beide ähnlich wie in Windows Server 2008 R2 unterstützt.

VHD-Images können jetzt nicht nur über die Befehlszeile verwaltet werden, sondern auch über das WDS-Verwaltungs-Snap-In.

Zudem werden VHDX-Dateien (ein neues Dateiformat, das in Windows Server 2012 verfügbar ist) direkt und über Multicast unterstützt.

Das VHDX-Format unterstützt eine knappe, dynamische Darstellung eines Datenträgers, bei der eine relativ kleine Datenträgerimagedatei (im Vergleich zum direkten Speichern des gesamten Inhalts des Datenträgers) erzeugt wird. Das VHDX-Format wird für VDH-Startszenarien unterstützt – zusätzlich zum direkten Anwenden auf Systemvolumes (ähnlich wie bei WIM-Bereitstellungen).

Startumgebung

Legacymodus: OSChooser

Gemischter Modus: OSChooser und Windows Preinstallation Environment (Windows PE)

Systemeigener Modus: Windows PE

Windows PE

Windows PE

Windows PE

Verwaltungsmöglichkeiten

Legacymodus: Toolset der Remoteinstallationsdienste (Remote Installation Services, RIS)

Gemischter Modus: RIS-Toolset zum Verwalten von RISETUP- und RIPREP-Images. MMC-Snap-In (Microsoft Management Console) und WDSUTIL zum Verwalten von WIM-Images.

Systemeigener Modus: MMC-Snap-In und WDSUTIL

MMC-Snap-In und WDSUTIL

MMC-Snap-In und WDSUTIL

MMC-Snap-In und WDSUTIL In Windows Server 2012 R2 hinzugefügte Windows PowerShell-Cmdlets

Multicasting

Nicht unterstützt.

Für Installationsimages unterstützt. (Die Datei "Boot.wim" muss von der DVD für Windows Server 2003, Windows Vista mit SP1, Windows Server 2008, Windows Server 7 oder Windows Server 2008 R2 stammen.)

Für Installationsimages unterstützt. (Die Datei "Boot.wim" muss von der DVD für Windows Server 2008, Windows Vista mit SP1, Windows Server 7 oder Windows Server 2008 R2 stammen.)

Unterstützt für Startimages für Computer mit EFI (nur über die Befehlszeile verwaltet).

Bietet die Möglichkeit, die Verbindung mit langsamen Clients automatisch zu trennen und Übertragungen anhand der Clientgeschwindigkeit in mehrere Datenströme zu unterteilen. Dazu muss es sich um ein Startimage für Windows Server 7 oder Windows Server 2008 R2 handeln.

Unterstützt Multicasting in Umgebungen mit IPv6. Das Startimage muss von Windows Server 2008, Windows Vista mit SP1, Windows Server 7 oder Windows Server 2008 R2 stammen.

Unterstützt TFTP und Multicasting über IPv6 und DHCPv6.

Verbessert die Multicastbereitstellung, da keine lokale Kopie der Datei "install.wim" mehr erforderlich ist. Sie können die Datei "install.wim" anwenden, während sie heruntergeladen wird, ohne den Anwendungsprozess wesentlich zu beeinträchtigen.

Das gleichzeitige Anwenden der Datei "install.wim" zusammen mit dem Multicastdownload bietet folgende Vorteile: Kürzere Bereitstellungszeit, besserer Durchsatz beim Schreiben auf den Datenträger und geringerer Speicherplatzbedarf im Clientsystem.

Die geringere Standardblockgröße passt in eine Ethernet-MTU (maximale Übertragungseinheit) und ist funktionsfähig auf Kundenhardware, die keine IP-Fragmentierung unterstützt.

Treiberbereitstellung

Nicht unterstützt.

Nicht unterstützt.

Bietet die Möglichkeit, Treiberpakete für Clientcomputer im Rahmen einer Installation anhand ihrer Hardware bereitzustellen. Das Installationsimage muss von Windows Vista mit SP1, Windows Server 7 oder Windows Server 2008 stammen.

Bietet die Möglichkeit, Startimages Treiberpakete hinzuzufügen (nur Images von Windows Server 7 oder Windows Server 2008 R2).

Erweitert Filter für Treibergruppen, um Modellnummer und Gerätegruppen von Herstellern zu unterstützen. Beim Treiberimport werden bereits vorhandene Treiberpakete automatisch erkannt. So kann verhindert werden, dass dem Treiberspeicher doppelte Treiberpakete hinzugefügt werden.

Erweiterbarkeit

Unterstützt benutzerdefinierte PXE-Anbieter.

Unterstützt benutzerdefinierte PXE-Anbieter.

Unterstützt das Übertragen von Daten und Images über Multicasting auf einen eigenständigen Server (Transportserver). Eine Möglichkeit zum Starten von Clients muss jedoch entwickelt werden.

Unterstützt benutzerdefinierte Multicastanbieter.

Unterstützt benutzerdefinierte PXE-Anbieter.

Unterstützt das Übertragen von Daten und Images über Multicasting auf einen eigenständigen Server (Transportserver).

Enthält einen PXE-Anbieter zum Starten von Clients.

Unterstützt benutzerdefinierte Multicastanbieter.

Unterstützt benutzerdefinierte PXE-Anbieter.

Unterstützt das Übertragen von Daten und Images über Multicasting auf einen eigenständigen Server (Transportserver). Enthält einen PXE-Anbieter zum Starten von Clients.

Unterstützt benutzerdefinierte Multicastanbieter.

Extensible Firmware Interface (EFI)

Unterstützt Netzwerkstarts von Itanium-basierten-Computern mit EFI.

Unterstützt Netzwerkstarts von Itanium- und x64-basierten Computern mit EFI/UEFI.

Unterstützt Netzwerkstarts von x64-basierten Computern mit UEFI.

Enthält Funktionen zum automatischen Hinzufügen.

Enthält DHCP-Verweise zum Weiterleiten von Clients an einen bestimmten PXE-Server.

Bietet die Möglichkeit zum Bereitstellen von Startimages über Multicasting.

Unterstützt den Netzwerkstart von x86-Clients (32-Bit-Prozessoren) mit Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) und den Abschluss einer End-to-End-Bereitstellung mithilfe von WDS.

Skripting von PowerShell-Cmdlets

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Nur unter Windows Server 2012 R2 unterstützt

Ein WDS-Server mit Windows Server 2012 R2 kann mithilfe der Windows PowerShell-Cmdlets für WDS verwaltet werden. Mithilfe der Windows PowerShell-Cmdlets können Sie Treiberpakete und Clientimages hinzufügen, Start- und Installationsimages aktivieren und deaktivieren und zahlreiche andere allgemeine WDS-Aufgaben ausführen. Eine vollständige Referenz finden Sie unter Windows PowerShell-Cmdlets für WDS.

Informationen zu den ersten Schritten mit den Windows-Bereitstellungsdiensten finden Sie im Windows Deployment Services Getting Started Guide for Windows Server 2012.

Informationen zum Windows Assessment and Deployment Kit (Windows ADK) finden Sie unter Windows-Bereitstellung mit dem Windows ADK.

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