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Neues zum Ressourcen-Manager für Dateiserver unter Windows Server

Veröffentlicht: August 2013

Letzte Aktualisierung: Juli 2014

Betrifft: Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2



In diesem Thema werden die Funktionen des Ressourcen-Managers für Dateiserver beschrieben, die in Windows Server 2012 R2 und Windows Server 2012 neu eingeführt oder geändert wurden.

Der Ressourcen-Manager für Dateiserver stellt eine Reihe von Features zum Verwalten und Klassifizieren von auf Dateiservern gespeicherten Daten bereit. Die Features des Ressourcen-Managers für Dateiserver können mit dem Snap-In des Ressourcen-Managers für Dateiserver oder mit Windows PowerShell konfiguriert werden.

Inhalt dieses Themas:

In der folgenden Tabelle werden die Features des Ressourcen-Managers für Dateiserver zusammengefasst, die in Windows Server 2012 R2 neu eingeführt oder seit Windows Server 2012 geändert wurden.

 

Funktionalität Neu oder verbessert Beschreibung

Löschen der Klassifizierungseigenschaftenwerte, die nicht mehr für eine aktualisierte Datei gelten

Neu

Diese Funktion ermöglicht während der erneuten Evaluierung vorhandener Klassifizierungseigenschaftenwerte das Löschen von Eigenschaftenwerten, die nicht mehr für eine aktualisierte Datei gelten.

Festlegen von Höchstwerten für Speicherberichte

Neu

Ermöglicht das Konfigurieren der maximalen Anzahl von Dateien pro Speicherbericht sowie das Konfigurieren von Höchstwerten in den Standardparametern für bestimmte Speicherberichte.

Die Registerkarte Evaluierungstyp in den Eigenschaften einer Klassifizierungsregel enthält nun Optionen zum Löschen der automatisch klassifizierten und der vom Benutzer klassifizierten Eigenschaftenwerte während der erneuten Evaluierung vorhandener Eigenschaftenwerte, falls der Eigenschaftenwert nicht mehr für die aktualisierte Datei gilt.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Infolge dieser Änderung können vom Ressourcen-Manager für Dateiserver Klassifizierungswerte, die nicht mehr für eine Datei gelten, dynamisch entfernt werden. Beispiel: Sie besitzen eine Datei, die als sensibel klassifiziert wurde, da sie eine bestimmte Zeichenfolge wie etwa %%amp;quot;Privat%%amp;quot; enthielt. Wird die Zeichenfolge entfernt, wird die Datei nach der erneuten Evaluierung nicht mehr als sensibel eingestuft.

Worin bestehen die Unterschiede?

Unter Windows Server 2012 können Sie den vorhandenen Wert überschreiben oder die Werte aggregieren, falls während der erneuten Evaluierung der Eigenschaftenwerte ein Konflikt auftritt. Diese Optionen sind unter Windows Server 2012 R2 immer noch verfügbar. Wenn Sie den vorhandenen Wert überschreiben, können Sie jedoch auch angeben, ob ein nicht mehr geltender Eigenschaftenwert gelöscht werden soll.

Beim Konfigurieren von Optionen für den Ressourcen-Manager für Dateiserver können Sie nun auf der Registerkarte Speicherberichte die maximale Anzahl an Dateien pro Bericht angeben. Beim Konfigurieren von Standardparametern für einen Bericht können Sie nun auch die folgenden Höchstwerte festlegen:

  • Für den Bericht Dateiduplikate können Sie die maximale Anzahl an Dateien in einer Duplikatgruppe pro Bericht und die maximale Anzahl an Gruppen mit Duplikatdateien pro Bericht angeben.

  • Für den Bericht Dateien nach Dateigruppe können Sie die maximale Anzahl an Duplikatdateigruppen pro Bericht und die maximale Anzahl an Dateien in einer Dateigruppe pro Bericht angeben.

  • Für den Bericht Dateien nach Besitzer können Sie die maximale Anzahl an Besitzern pro Bericht und die maximale Anzahl an Dateien pro Besitzer und Bericht angeben.

  • Für die Berichte Dateien nach Eigenschaft und Ordner nach Eigenschaft können Sie die maximale Anzahl an Eigenschaftenwerten pro Bericht und die maximale Anzahl an Dateien für die einzelnen Eigenschaftenwerte angeben. Wenn Sie die Werte für einen dieser Berichttypen festlegen, wirkt sich dies auf beide Berichttypen aus.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Sind mehr Dateien oder Gruppen vorhanden, als die Standardlimits des Berichts vorgeben, können Sie die Höchstwerte anheben, um alle Dateien und Gruppen im Bericht anzuzeigen.

Worin bestehen die Unterschiede?

In Windows Server 2012 betrug das Standardlimit für die Anzahl der Dateien pro Bericht 1.000, und das Standardlimit für die Anzahl der Gruppen betrug 10. Diese Werte konnten nicht über die Benutzeroberfläche oder Windows PowerShell geändert werden. Optionen zum Konfigurieren der Höchstwerte in den Standardparametern eines Berichtstyps standen unter Windows Server 2012 nicht zur Verfügung.

In Windows Server 2012 bietet der Ressourcen-Manager für Dateiserver verbesserte Unterstützung in den folgenden Bereichen.

 

Feature/Funktionalität Neu oder aktualisiert? Beschreibung

Dynamische Zugriffsteuerung

Neu

Die dynamische Zugriffssteuerung verwendet die Dateiklassifizierungsinfrastruktur, um Ihnen dabei zu helfen, den Zugriff zentral zu steuern und den Zugriff auf Dateien auf Ihren Dateiservern zu überwachen.

Automatische Klassifizierung

Aktualisiert

Die Aktualisierungen an der automatischen Klassifizierung ermöglichen es Ihnen, präziser zu steuern, wie Daten auf den Dateiservern klassifiziert werden, darunter die fortlaufende Klassifizierung mithilfe von Windows PowerShell für die benutzerdefinierte Klassifizierung, Aktualisierungen an der vorhandenen Inhaltsklassifizierung und der dynamische Namensbereich für Klassifizierungsregeln.

Manuelle Klassifizierung

Neu

Die manuelle Klassifizierung ermöglicht Benutzern das Klassifizieren von Dateien und Ordnern, ohne automatische Klassifizierungsregeln erstellen zu müssen.

Dateiverwaltungsaufgaben

Aktualisiert

Die Aktualisierungen an den Dateiverwaltungsaufgaben umfassen eine Dateiverwaltungsaufgabe für Active Directory-Rechteverwaltungsdienste, fortlaufende Dateiverwaltungsaufgaben und einen dynamischen Namensbereich für Dateiverwaltungsaufgaben.

Unterstützung nach "Zugriff verweigert"

Neu

Durch die Unterstützung nach %%amp;quot;Zugriff verweigert%%amp;quot; erhalten Sie die Möglichkeit, die Fehlermeldung für den verweigerten Zugriff in Windows 8 anzupassen, die Benutzern angezeigt wird, wenn sie keine Zugriffsrechte für eine Datei oder einen Ordner haben.

Siehe aus Entfernte oder veraltete Funktionen.

In Windows Server 2012 können Sie die Datensteuerung auf den Dateiservern anwenden, um zu steuern, wer auf Informationen zugreifen kann, und um zu überprüfen, wer auf Informationen zugegriffen hat. Mit der dynamischen Zugriffssteuerung haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Identifizieren von Daten durch das automatische oder manuelle Klassifizieren von Dateien.

  • Steuern des Zugriffs auf Dateien durch Anwenden zentraler Zugriffsrichtlinien.

  • Überwachen des Zugriffs auf Dateien mithilfe von zentralen Überwachungsrichtlinien für Kompatibilitätsberichte und forensischen Analysen.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Organisationen können die zentralen Zugriffs- und Überwachungsrichtlinien in Active Directory definieren und sie verwenden, um zu steuern, wer auf Informationen zugreifen kann, und um zu überwachen, wer auf Informationen auf Dateiservern zugegriffen hat.

Die automatische Klassifizierung mithilfe der Dateiklassifizierungsinfrastruktur wurde in Windows Server 2012 folgendermaßen erweitert:

  • Fortlaufende Klassifizierung   Konfigurieren der Dateiklassifizierungsinfrastruktur, um Dateien wenige Sekunden nach dem Erstellen oder Ändern auf den Dateiservern zu klassifizieren, ohne auf die nächste geplante Zeit für die Klassifizierung warten zu müssen.

  • Windows PowerShell-Klassifizierung   Klassifizieren einer Datei automatisch durch Ausführen eines Windows PowerShell-Skripts, das die Dateiklassifizierung bestimmt. Die Windows PowerShell-Klassifizierung erleichtert Ihnen das Implementieren einer benutzerdefinierten Klassifizierungslogik, die speziell auf Ihre Organisation ausgerichtet ist. Sie können beispielsweise eine Datei basierend darauf klassifizieren, wer die Datei zuletzt erstellt oder geändert hat.

  • Erweiterte Inhaltsklassifizierung   Angeben von Mindest- und Höchstwerten für das Auftreten einer Zeichenfolge oder eines regulären Ausdrucks. Sie können beispielsweise eine Datei, die mehr als zehn Sozialversicherungsnummer enthält, als Datei mit persönlich identifizierbaren Informationen klassifizieren.

  • Dynamischer Namensbereich für Klassifizierungsregeln   Angeben des Informationstyps, den ein Ordner enthält, zum Beispiel Anwendungsdaten, Gruppendaten oder Benutzerdaten, und Konfigurieren der Klassifizierungsregeln basierend auf dem Informationstyp, mit dem diese ausgeführt werden sollen.

Auf der Registerkarte Klassifizierung der Dateieigenschaften in Windows Server 2012 fügt die Dateiklassifizierungsinfrastruktur die Möglichkeit zum manuellen Klassifizieren von Dateien hinzu. Sie können Ordner auch so klassifizieren, dass jede Datei, die dem klassifizierten Ordner hinzugefügt wird, die Klassifizierungen des übergeordneten Ordners erbt.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Durch die manuelle Klassifizierung erhalten Benutzer und Inhaltsbesitzer die Möglichkeit, ihre Dateien und Ordner mithilfe des Eigenschaftenblatts dieser Datei oder dieses Ordners zu klassifizieren.

In Windows Server 2012 wurden Dateiverwaltungsaufgaben folgendermaßen aktualisiert:

  • Dateiverwaltungsaufgaben für Active Directory-Rechteverwaltungsdienste   Automatisches Verschlüsseln jeder Datei, die über einen AD RMS-Schutz verfügt, wenn eine angegebene Bedingung erfüllt wird. Sie können eine vorhandene AD RMS-Vorlage für Benutzerrechterichtlinien auswählen oder die Richtlinie manuell angeben.

  • Fortlaufende Dateiverwaltungsaufgaben   Konfigurieren von Dateiverwaltungsaufgaben, sodass sie wenige Sekunden nach dem Erstellen oder Ändern von Dateien auf einem Dateiserver ausgeführt werden, wenn Klassifizierungseigenschaften in der Dateiverwaltungsaufgabe als Bedingung definiert werden.

    noteHinweis
    Sie können die Dateiverwaltungsaufgabe nicht als fortlaufend konfigurieren, wenn Sie eine Benachrichtigung konfiguriert haben oder wenn ein fester Zeitplan zugewiesen wurde.

  • Dynamischer Namensbereich für Dateiverwaltungsaufgaben   Angeben des Informationstyps, den ein Ordner enthält, zum Beispiel Anwendungsdaten, Gruppendaten oder Benutzerdaten, und Konfigurieren von Dateiverwaltungsaufgaben basierend auf dem Informationstyp, mit dem diese ausgeführt werden sollen.

Durch die Unterstützung nach %%amp;quot;Zugriff verweigert%%amp;quot; erhalten Sie die Möglichkeit, die Fehlermeldung %%amp;quot;Zugriff verweigert%%amp;quot;, die angezeigt wird, wenn ein Benutzer, der Windows 8 ausführt, keinen Zugriff auf eine Datei oder einen Ordner auf einem Dateiserver hat, anpassen. Sie können die Fehlermeldung so konfigurieren, dass der Benutzer direkt aus dem Dialogfeld heraus Zugriff auf die Datei anfordern kann. Außerdem können Sie mithilfe des Ressourcen-Managers für Dateiserver die Benutzergruppe angegeben, der die Zugriffsanforderung gesendet wird.

Die Unterstützung nach %%amp;quot;Zugriff verweigert%%amp;quot; kann mithilfe der Konsole für den Ressourcen-Manager für Dateiserver auf dem Dateiserver konfiguriert werden. Sie können auch die Fehlermeldung pro Dateiserver anpassen, oder Sie lassen eine separate Fehlermeldung für jede Dateifreigabe auf dem Dateiserver. Weitere Informationen zum Konfigurieren der Unterstützung nach %%amp;quot;Zugriff verweigert%%amp;quot; finden Sie unter Szenario: Unterstützung nach „Zugriff verweigert“.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Die Unterstützung nach %%amp;quot;Zugriff verweigert%%amp;quot; erleichtert Benutzern das Beheben von Zugriffsproblemen für Benutzer, so dass sie auf effizientere Weise Zugriff auf benötigte Dateien und Ordner erhalten können.

In Windows Server 2012 sind die Befehlszeilentools des Ressourcen-Managers für Dateiserver (dirquota.exe, filescrn.exe und storrept.exe) veraltet, und alle Funktionen wurden in Windows PowerShell-Cmdlets repliziert. Die Befehlszeilentools sind weiterhin im Produkt vorhanden, aber alle Verwaltungsaufgaben können mithilfe von Windows PowerShell-Cmdlets durchgeführt werden.

noteHinweis
Alle Aufgaben, die einen Zeitplan erfordern, können nicht mithilfe der Befehlszeile konfiguriert werden Sie müssen die Windows PowerShell-Cmdlets im Ressourcen-Manager für Dateiserver verwenden.

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