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Neues in "Speicherplätze" unter Windows Server 2012 R2

Veröffentlicht: September 2013

Letzte Aktualisierung: September 2013

Betrifft: Windows Server 2012 R2



In diesem Thema werden die in Windows Server 2012 R2 zu "Speicherplätze" hinzugefügten Features beschrieben, einschließlich Speicherebenen, Zurückschreibcache und duale Parität.

Mithilfe von Speicherplätzen werden kostengünstige, hoch verfügbare, skalierbare und flexible Speicherlösungen für virtuelle oder physische Bereitstellungen ermöglicht. Speicherplätze bieten ausgefeilte Funktionen zur Speichervirtualisierung, mit deren Hilfe Kunden für skalierbare Bereitstellungen mit mehreren Knoten oder Bereitstellungen mit einem Server eine professionelle Speicherung nutzen können. Sie sind für die unterschiedlichsten Kunden geeignet, einschließlich Unternehmen und Cloudhostingfirmen, die Windows Server für hoch verfügbare, skalierbare und kostengünstige Speicherung einsetzen. Weitere Informationen finden Sie unter Speicherplätze – Übersicht.

Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über Änderungen an den Funktionen der Speicherplätze in dieser Version:

 

Feature/Funktionalität Neu oder aktualisiert? Beschreibung

Speicherebenen

Neu

Verschiebt Daten, auf die häufig zugegriffen wird, automatisch in schnelleren Speicher (Solid State Drive) und Daten, auf die selten zugegriffen wird, in langsameren Speicher (Festplatte).

Zurückschreibcache

Neu

Puffert kleine zufallsgesteuerte Schreibvorgänge auf Solid State Drives und verringert damit die Latenz bei Schreibvorgängen.

Unterstützung von Paritätsspeicherplatz für Failovercluster

Neu

Ermöglicht das Erstellen von Paritätsspeicherplatz für Failovercluster.

Duale Parität

Neu

Speichert zwei Kopien der Paritätsinformationen in einem Paritätsspeicher. Dadurch wird Schutz vor zwei gleichzeitigen Fehlern der physischen Datenträger gewährleistet und die Speichereffizienz gesteigert.

Automatische erneute Erstellung von Speicherplätzen aus freiem Speicherplatz in Speicherpools

Neu

Verringert die benötigte Zeit zum erneuten Erstellen eines Speicherplatzes nach dem Fehler eines physischen Datenträgers, da freie Kapazität im Pool anstelle eines einzelnen Hotspares verwendet wird.

Mit Speicherebenen können Sie virtuelle Datenträger erstellen, die sich aus zwei Speicherebenen zusammensetzen:

  • Ebene des Solid State Drives für Daten, auf die häufig zugegriffen wird

  • Ebene des Festplattenlaufwerks für Daten, auf die seltener zugegriffen wird

Mit den Speicherplätzen werden Daten transparent auf der Unterdateiebene zwischen zwei Ebenen verschoben – basierend darauf, wie häufig auf die Daten zugegriffen wird.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Speicherebenen vereinen die besten Merkmale von Solid State Drives und Festplattenlaufwerken. Sie erhöhen die Leistung der am häufigsten verwendeten ("hot") Daten, indem diese auf Solid State Drives verschoben werden, ohne dabei die Möglichkeit zum Speichern großer Datenmengen auf günstigen Festplatten aufzugeben.

Worin liegen die Unterschiede?

Die folgenden Aspekte sind bei Speicherebenen anders:

  • Zum Erstellen eines Speicherplatzes mit Speicherebenen muss der Speicherpool über eine ausreichende Anzahl an Festplattenlaufwerken und Solid State Drives verfügen, damit das auswählte Speicherlayout unterstützt wird. Darüber hinaus muss auf den Festplatten genügend freier Speicherplatz verfügbar sein.

  • Beim Erstellen eines Speicherplatzes mithilfe des Assistenten für neue virtuelle Datenträger oder des New-VirtualDisk-Cmdlets können Sie angeben, dass der virtuelle Datenträger mit Speicherebenen erstellt werden soll.

  • Wenn Sie einen Speicherplatz mit Speicherebenen erstellen möchten, muss der virtuelle Datenträger feste Speicherzuweisung verwenden. Die Anzahl der Spalten ist auf beiden Ebenen identisch (für eine vierspaltige, bidirektionale Spiegelung mit Speicherebenen sind beispielsweise acht Solid State Drives und acht Festplattenlaufwerke erforderlich).

  • Volumes, die auf virtuellen Datenträgern erstellt wurden, die Speicherebenen verwenden, müssen die gleiche Größe wie der virtuelle Datenträger aufweisen.

  • Administratoren können mithilfe des Set-FileStorageTier-Cmdlets Dateien an die Ebene für das Standardfestplattenlaufwerk oder die Ebene für das schnellere Solid State Drive anheften (zuweisen). Dadurch wird sichergestellt, dass auf die Dateien immer von der entsprechenden Ebene aus zugegriffen wird.

  • Für die Arbeit mit Speicherebenen stehen die folgenden neuen Windows PowerShell-Cmdlets zur Verfügung. Das New-VirtualDisk-Cmdlet beinhaltet die Parameter –StorageTiers und -StorageTierSizes.

    • Set-FileStorageTier

    • Get-FileStorageTier

    • Clear-FileStorageTier

    • New-StorageTier

    • Get-StorageTier

    • Set-StorageTier

    • Resize-StorageTier

    • Remove-StorageTier

    • Get-StorageTierSupportedSize

Informationen zum Verwenden der Speicherebenen finden Sie unter Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Tiering von Speicherplätzen unter Windows Server 2012 R2.

Speicherplätze können vorhandene Solid State Drives im Speicherpool zum Erstellen eines Zurückschreibcaches verwenden, der unempfindlich gegenüber Stromausfällen ist und kleine zufallsgesteuerte Schreibvorgänge auf Solid State Drives puffert, bevor sie anschließend auf Festplattenlaufwerke geschrieben werden.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Kleine zufallsgesteuerte Schreibvorgänge beherrschen häufig gängige Arbeitsauslastungen im Unternehmen und können die Leistung anderer ausgeführter Datenübertragungen beeinträchtigen. Bei der Verwendung von Solid State Drives (die besonders beim wahlfreien Zugriff überlegen sind) für einen Zurückschreibcache können Speicherplätze die Latenz bei zufallsgesteuerten Schreibvorgängen senken und mögliche Leistungseinbußen bei anderen Datenübertragungen erheblich reduzieren.

Worin liegen die Unterschiede?

Der Zurückschreibcache ist für Administratoren und Benutzer transparent. Er wird auf allen neuen virtuellen Datenträgern erstellt, wenn sich eine ausreichende Anzahl an Solid State Drives im Speicherpool befindet. Ausschlaggebend sind hierfür die folgenden Anforderungen für den zugehörigen Speicherplatz:

  • Für einfache Speicherplätze ist ein Solid State Drive erforderlich.

  • Für bidirektionale Spiegelspeicherplätze und Speicherplätze mit Einzelparität sind zwei Solid State Drives erforderlich.

  • Für Drei-Wege-Spiegelspeicherplätze und Speicherplätze mit dualer Parität sind drei Solid State Drives erforderlich.

Der Zurückschreibcache kann mit allen Arten von Speicherplätzen, einschließlich Speicherplätzen mit Speicherebenen, verwendet werden.

Standardmäßig wird von neu erstellen Speicherplätzen automatisch ein 1-GB-Zurückschreibcache verwendet, wenn der Speicherpool genügend physische Datenträger enthält, bei denen für Medientyp die Option SSD oder für Verwendung die Option Journal festgelegt ist, um die angegebene Flexibilitätseinstellung zu unterstützen. Sind nicht genügend physische Datenträger mit diesen Einstellungen vorhanden, wird als Größe des Zurückschreibcaches 0 festgelegt. Die Ausnahme bilden Paritätsspeicherplätze, für die 32 MB festgelegt wird.

Mit Speicherplätzen ist das Erstellen von Paritätsspeicherplätzen für Failovercluster möglich.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Arbeitsauslastungen, für die eine höhere Kapazitätsauslastung als für Spiegelspeicherplätze erforderlich ist, können nun Paritätsspeicherplätze mit einer Kopie oder zwei Kopien der Paritätsinformationen (Einzelparität und duale Parität) verwendet werden, um maximale Kapazität und Stabilität zu erzielen. Dabei besteht weiterhin die Möglichkeit eines Failovers zu einem anderen Clusterknoten.

Worin liegen die Unterschiede?

Die Anordnung der Paritätsspeicher ist eine Option bei der Erstellung virtueller Datenträger im Server-Manager oder mithilfe des New-VirtualDisk-Cmdlets.

Bei der dualen Parität werden zwei Kopien der Paritätsinformationen in einem Paritätsspeicherplatz gespeichert und dadurch Schutz vor zwei gleichzeitigen Datenträgerfehlern geboten.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Die duale Parität bietet ein hohes Maß an Stabilität, wenn Sie einen Paritätsspeicherplatz mit einer großen Anzahl an Datenträgern verwenden oder Schutz vor zwei gleichzeitigen Datenträgerfehlern benötigen.

Worin liegen die Unterschiede?

Der Stabilitätstyp für duale Parität ist eine Option bei der Erstellung virtueller Datenträger im Server-Manager oder mithilfe des New-VirtualDisk-Cmdlets.

"Speicherplätze" bietet nun statt der Verwendung von Hotspares auch die Möglichkeit, automatisch Speicherplätze aus freiem Speicherplatz in Speicherpools erneut zu erstellen.

Welchen Nutzen bietet diese Änderung?

Die erneute Erstellung wird beschleunigt, da mehrere Datenträger im Pool die auf dem fehlerhaften Datenträger gespeicherten Daten aufnehmen können und nicht gewartet werden muss, dass alle Daten von einem einzelnen Hotspare geschrieben werden. Darüber hinaus sind Hot-Spare-Laufwerke nicht mehr erforderlich. Freier Speicherplatz in Speicherpools kann für den Pool zusätzliche Kapazität und Leistung bereitstellen.

Worin liegen die Unterschiede?

Bei einem Fehler eines physischen Datenträgers wird keine Kopie der Daten auf dem fehlerhaften Datenträger auf einen Hot-Spare-Datenträger geschrieben, sondern die Daten werden auf mehrere physische Datenträger im Pool kopiert. Dadurch wird die vorherige Stabilitätsstufe erzielt. Administratoren müssen nicht mehr physische Datenträger als Hotspares im Speicherpool zuweisen.

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