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Microsoft Security Bulletin MS11-077 - Hoch

Sicherheitsanfälligkeiten in Windows-Kernelmodustreibern können Remotecodeausführung ermöglichen (2567053)

Veröffentlicht:

Version: 1.0

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt vier vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Windows. Die schwerwiegendste dieser Sicherheitsanfälligkeiten kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Benutzer eine speziell gestaltete Schriftartdatei (z. B. eine FON-Datei) in einer Netzwerkfreigabe, einem UNC oder einem WebDAV-Speicherort öffnet oder eine E-Mail-Anlage öffnet. Damit ein Remoteangriff erfolgreich ist, muss ein Benutzer einen nicht vertrauenswürdigen Speicherort eines Remotedateisystems oder eine WebDAV-Freigabe besuchen und die speziell gestaltete Schriftartdatei öffnen, oder die Datei als E-Mail-Anlage öffnen.

Dieses Sicherheitsupdate wird für alle unterstützten Versionen von Microsoft Windows als Hoch eingestuft. Weitere Informationen finden Sie im Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem korrigiert wird, wie die Windows-Kernelmodustreiber Eingaben überprüfen, die vom Benutzermodus übergeben werden; wie der Schriftarttyp TrueType verarbeitet wird; wie Kernelmodustreiber-Objekte verwaltet werden und indem die richtige Puffergröße zugewiesen wird, bevor in den Speicher geschrieben wird. Weitere Informationen zu den Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag im nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Empfehlung. Die Mehrheit der Benutzer hat die automatische Aktualisierung aktiviert und muss keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update so schnell wie möglich mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Bekannte Probleme. Keine

Betroffene und nicht betroffene Software

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software 

BetriebssystemMaximale SicherheitsauswirkungBewertung des GesamtschweregradsBulletins, die durch dieses Update ersetzt werden
Windows XP Service Pack 3RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2003 Service Pack 2RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte SystemeRemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Vista Service Pack 2RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Vista x64 Edition Service Pack 2RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2*RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2*RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows 7 für 32-Bit Systeme und Windows 7 für 32-Bit Systeme Service Pack 1RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows 7 für x64-basierte Systeme und Windows 7 für x64-basierte Systeme Service Pack 1RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme und Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1*RemotecodeausführungHochMS11-054
Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme und Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 1RemotecodeausführungHochMS11-054

*Die Server Core-Installation ist betroffen. Dieses Update gilt, mit der gleichen Bewertung des Schweregrads, wie angezeigt auch für unterstützte Editionen von Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2, unabhängig davon, ob bei der Installation die Server Core-Installationsoption verwendet wurde oder nicht. Weitere Informationen zu dieser Installationsoption finden Sie in den TechNet-Artikeln Verwalten einer Server Core-Installation und Wartung einer Server Core-Installation. Beachten Sie, dass die Server Core-Installationsoption für bestimmte Editionen von Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 nicht gilt; siehe dazu Vergleichen von Server Core-Installationsoptionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) im Zusammenhang mit diesem Sicherheitsupdate

Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten

Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit

Sicherheitsanfälligkeit in Win32k bezüglich NULL-Zeigerdereferenzierung – CVE-2011-1985

Sicherheitsanfälligkeit in Win32k bezüglich Konvertierung des Schriftarttyps TrueType – CVE-2011-2002

Sicherheitsanfälligkeit durch Pufferüberlauf in der Schriftartbibliotheksdatei – CVE-2011-2003

Use-after-free-Sicherheitsanfälligkeit durch Win32k-Verwendung – CVE-2011-2011

Informationen zum Update

Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Weitere Informationen:

Danksagungen

Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:

  • Andrei Lutas von BitDefender für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Win32k bezüglich NULL-Zeigerdereferenzierung (CVE-2011-1985)
  • Tarjei Mandt von Norman für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Win32k bezüglich NULL-Zeigerdereferenzierung (CVE-2011-1985)
  • Maik Wellmann für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Win32k bezüglich Konvertierung des Schriftarttyps TrueType (CVE-2011-2002)
  • Will Dorman von CERT/CC für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit durch Pufferüberlauf in der Schriftartbibliotheksdatei (CVE-2011-2003)

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

  • Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Supportanrufe zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“.
  • Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Supportanfragen zu Sicherheitsupdates sind kostenlos. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support Website.

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.

Revisionen

  • V1.0 (11. Oktober 2011): Bulletin veröffentlicht.