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Microsoft-Bereitstellungstools – Wählen Sie sorgfältig

Microsoft verfügt über eine große Zahl von Bereitstellungstools, aus denen Sie wählen können. Wie können Sie wissen, welches für Sie das richtige ist? Treffen Sie Ihre Entscheidung anhand der Anzahl der Computer, die Sie bereitstellen müssen? Wie sieht es mit der geografischen Topologie Ihres Unternehmens aus? Oder den aktuellen Fähigkeiten Ihrer IT-Mitarbeiter? Ich habe IT-Mitarbeiter kennen gelernt, die mich gefragt haben, ob sie Configuration Manager, Windows Deployment Services, das Microsoft Deployment Toolkit und das Windows Automated Installation Kit (AIK) für Windows 7 installieren müssen, um die Bereitstellung beginnen zu können. Und was ist Modena?

Die Antwort ist von den Anforderungen an die Bereitstellung abhängig. Müssen Sie eine Betriebssystembereitstellung auf den Clientcomputern durchführen, ohne manuell einzugreifen, also eine „Zero-Touch-Installation“ (ZTI)? Oder soll die Installation bzw. Migration von Windows 7 auf die Clients manuell initiiert werden? Dann würde es sich um eine „Lite-Touch-Installation“ (LTI) handeln. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die Bereitstellung von Windows 7 auf den Clients (oder von Windows Server 2008 R2 auf den Servern). Sie müssen auch in Betracht ziehen, wie Sie die Erstellung neuer Abbilder behandeln möchten, da es sich dabei um eine in der IT heute häufig verwendete Methode zur Fehlerbehebung handelt. In diesem kurzen Artikel möchte ich Ihnen eine Übersicht über die einzelnen Tools und Gründe für die Wahl dieser Tools geben. Ich beschreibe außerdem, wie Sie mehrere Tools miteinander kombinieren können, um die richtige Bereitstellungslösung für Ihre Umgebung zu finden.

System Center Configuration Manager (Configuration Manager)

Configuration Manager ist das Flaggschiff unter den Bereitstellungstools von Microsoft. Dieses Tool bietet alles, was die IT sich für eine Traumbereitstellung wünschen kann: Geplante/obligatorische „Zero-Touch-Bereitstellung“ von Betriebssystemen; die Möglichkeit, bestimmte Computer anhand von Ihnen festgelegter Kriterien für ein Betriebssystem auszuwählen (z. B. Prozessor mit 1 GHz oder schneller, 2 GB RAM und 40 GB verfügbarer Festplattenplatz). Mit Configuration Manager können Sie ein Betriebssystem auf den Computern und zum Zeitpunkt Ihrer Wahl bereitstellen. Dafür sorgt die integrierte Wake-on-LAN (WOL)-Funktion.

Außer der Betriebssystembereitstellung bietet Configuration Manager zahlreiche weitere Funktionen: Hardware- und Softwareinventarisierung, Patchverwaltung mittels Windows Server Update Services (WSUS) und detaillierte Berichtsfunktionen, mit denen Sie jeden Schritt während der Betriebssystembereitstellung überwachen können. Configuration Manager kann auch an jede beliebige Unternehmensgröße angepasst werden, unabhängig von der Anzahl der Niederlassungen oder der geografischen Verteilung. Ein Nachteil ist, dass die Installation und Einrichtung von Configuration Manager komplex sein kann. Das Active Directory-Schema muss erweitert werden, SQL Server ist erforderlich, und es müssen zahlreiche Siteserverrollen konfiguriert werden. Wenn Configuration Manager für Sie ein neues Tool ist, sollten Sie an einer Schulung durch einen zuverlässigen Experten teilnehmen und sich über die Einzelheiten der Installation und Konfiguration informieren, um kostspielige Fehler zu vermeiden, die wertvolle Zeit kosten können. Für die Durchführung von Betriebssystembereitstellungen ist Microsoft Deployment Toolkit (MDT) 2010 erforderlich. MDT 2010 setzt Windows AIK für Windows 7 voraus. Die Integration ist also erforderlich. Sie können sich auch aufgrund der Multicastfunktionen für die Integration von Windows Deployment Services (WDS) entscheiden. WDS ermöglicht das Senden eines Betriebssystemabbilds an mehrere Computer gleichzeitig. Unicastverkehr würde Ihren Server in weit höherem Ausmaß belasten.

Microsoft Deployment Toolkit 2010

Wenn Configuration Manager keine Option für Sie ist, dann ist das Microsoft Deployment Toolkit die nächstbeste Wahl. MDT 2010 Update 1 (U1) setzt Windows AIK für Windows 7 voraus. Beide Tools können kostenlos von der Microsoft-Website heruntergeladen werden. MDT 2010 U1 ermöglicht die Durchführung von Lite-Touch-Installationen und stellt integrierte Vorlagen für Aktualisierungs-, Ersetzungs-, Upgrade- und Bare-Metal-Installationen bereit. Eine der von mir bevorzugten Funktionen von MDT besteht in der Art und Weise, wie das Tool die gesamte Bereitstellungslösung in einzelne Abschnitte unterteilt. Damit wird die Verwaltung von Abbildern einfach. Treiber können hinzugefügt oder entfernt werden, und das von Ihnen gewünschte Betriebssystem kann auf einfache Weise implementiert werden..

Es gibt natürlich die alte Diskussion über Thick- und Thin-Abbilder, die Sie berücksichtigen sollten. Im Fall von MDT 2010 U1 sind Thin-Abbilder das empfohlene Verfahren. Das bedeutet in diesem Fall wahrscheinlich ein Thin-Abbild, das die Unternehmenssoftware enthält (dies wird Hybridabbild genannt). Während das Bereitstellungsprozesses können Sie optional Software hinzu installieren. MDT 2010 U1 ermöglicht die Durchführung von Bereitstellungen, die einer Zero-Touch-Installation sehr nahe kommen. Hierfür sind nur kleine Anpassungen notwendig. Sie müssen dann jedoch möglicherweise Lösungen anderer Anbieter integrieren (die manchmal kostenpflichtig sind), um Funktionen wie WOL zu erhalten. Configuration Manager enthält die WOL-Funktionalität bereits. MDT bietet außerdem Unternehmen, die über kleine Niederlassungen ohne eigenen Server verfügen, zwei hervorragende Funktionen:

  • Sie können die gesamte Bereitstellungslösung auf eine DVD (oder mehrere DVDs, abhängig vom Umfang), auf ein USB-Laufwerk oder ein externes Laufwerk kopieren, oder
  • Sie können ein verknüpftes Bereitstellungsverzeichnis erstellen und die gesamte Bereitstellungslösung (oder Teile) für eine lokale Niederlassung dorthin kopieren, sodass die Clients in der Niederlassung die Bereitstellung lokal durchführen können.

Sie können WDS auch in MDT 2010 U1 integrieren und so zwei Funktionen erhalten: die Möglichkeit, per PXE zu booten (F12), um die Bereitstellung zu starten, und die Multicastfunktion für MDT-Abbilder. Die Integration von MDT und WDS für PXE-Bootvorgänge setzt voraus, dass Sie die vom MDT generierte Windows Preinstallation Environment (WinPE) in den Bootabbildern von WDS speichern.

Windows Automated Installation Kit für Windows 7

Das Windows AIK enthält Tools, die Configuration Manager und MDT 2010 U1 im Hintergrund verwenden. Windows AIK enthält ImageX für die Erstellung und Anwendung von Abbildern sowie Deployment Image Servicing and Management (DISM) für die Installation, Deinstallation und Verwaltung von Abbildern (Hinzufügen bzw. Entfernen von Treibern und Paketen zu bzw. von Betriebssystemabbildern). Andere Tools sind:

  • OSCDIMG, mit dem .wim-Abbilder zu .ISO-Abbildern konvertiert werden
  • Windows System Image Manager (WSIM), mit dem nicht beaufsichtigte Antwortdateien in .xml-Format erstellt werden
  • User State Migration Tool 4.0, das Sie bei der Migration von Benutzerprofildaten, Internet Explorer-Favoriten, Dokumenten und Anwendungseinstellungen unterstützt
  • Copype.cmd, mit dem Sie eine WinPE-Arbeitsumgebung erstellen, sodass Sie eine angepasste WinPE erstellen können
  • Volume Activation Management Tool 1.2, mit dem Sie die Volumenaktivierung zentral verwalten können

Die meisten Tools im Windows AIK sind befehlszeilenbasiert. Die wenigen Tools, die über eine Benutzeroberfläche verfügen, erfordern einen hohen Einarbeitungsaufwand. Sie können zwar die Bereitstellung vollständig mittels des Windows AIK durchführen. Das Erlernen der Tools kann jedoch schwierig sein, da jedes über eine eigene Syntax verfügt.

Windows Deployment Services (WDS)

WDS ist eine Rolle, die in Windows Server 2008 (und Windows Server 2008 R2) bereits integriert ist und stellt die neueste Entwicklungsstufe des Remote Installation Service (RIS) dar. WDS setzt Active Directory, DHCP und DNS voraus (außer Sie implementieren nur den Transportdienst) und stellt ausschließlich die Light-Touch-Installation bereit. Microsoft unterstützt die Bereitstellung von .wim- und .vhd-Abbildformaten. Die Installation und die Konfiguration sind vergleichsweise einfach, auch wenn die Treiberverwaltung etwas aufwendig ist. WDS stellt PXE-Bootfunktionen und das Multicasting von Abbildern an die Zielcomputer bereit. Zwei Nachteile von WDS sind die Abbildverwaltung und die Tatsache, dass WDS nur Bare-Metal-Installationen ermöglicht. Thick-Abbilder stellen die einzige Option dar. Wenn Sie ein Betriebssystemabbild ändern möchten, müssen Sie das Abbild aus dem WDS-Snap-In exportieren, die Änderungen mittels des Windows AIK durchführen und das Abbild dem WDS-Snap-In wieder hinzufügen. Wenn Sie eine Aktualisierung oder eine Ersetzung durchführen müssen, müssen Sie diese Vorgänge vollständig selbst skripten. Daher sage ich, Sie können sich das ersparen. MDT 2010 U1 erledigt all das und mehr für Sie!

Wenn Sie bereits über Configuration Manager verfügen, stellt die Integration mit MDT 2010 U1, Windows AIK und WDS den stabilsten Funktionssatz bereit. Den nächsten Platz nimmt MDT 2010 U1 ein (setzt Windows AIK voraus). Dies liegt an der Benutzerfreundlichkeit, der guten Verwaltbarkeit von Abbildern und den gut strukturierten Assistenten. Schließlich stellt WDS ein großartiges Tool dar, wenn Sie lediglich Bare-Metal-Installationen durchführen möchten und das Betriebssystemabbild nicht häufig geändert wird. Der größte Vorteil von WDS ist jedoch die einfache Integration mit Configuration Manager und MDT 2010 U1. Was die Windows AIK-Tools angeht, so müssen Sie diese erlernen. Ich bin mir bewusst, dass dies Zeit in Anspruch nimmt. Configuration Manager und MDT 2010 U1 verwenden jedoch beide die Windows AIK-Tools. Daher ist es unabdingbar, diese Tools zu kennen, um Fehler bei Bereitstellungen schnell und effizient beheben zu können. Unabhängig davon, ob Sie 200 oder 200.000 Computer bereitstellen müssen, kann jedes dieser Tools eine vollständige Bereitstellungslösung bieten, wobei jedes auch seine spezifischen Vor- und Nachteile hat. Im Hinblick auf die benötigten Kenntnisse gilt, dass jeder diese Tools erlernen kann. Es erfordert lediglich etwas Zeit und einige Tests. Ich hoffe, dass Ihnen dieser Artikel bei der Entscheidung geholfen hat, welches Tool für Sie das richtige ist, und Ihnen einen Ausgangspunkt bietet, sich weiter zu informieren.

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