Exchange 2010 – Systemanforderungen
Gilt für: Exchange Server 2010 SP2
Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-12-19
Vor der Installation von Microsoft Exchange Server 2010 sollten Sie dieses Thema lesen, damit sichergestellt ist, dass das Netzwerk, die Hardware, die Software, die Clients und sonstige Komponenten die Anforderungen für Exchange 2010 erfüllen. Zudem müssen Sie mit den Koexistenzszenarien vertraut sein, die für Exchange 2010 und frühere Versionen von Exchange unterstützt werden.
In der folgenden Tabelle sind die Szenarien aufgelistet, in denen eine Koexistenz von Exchange 2010 und früheren Exchange-Versionen unterstützt wird.
Koexistenz von Exchange 2010 und früheren Versionen von Exchange Server
| Exchange-Version | Koexistenz von Exchange-Organisationen |
|---|---|
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Exchange 2000 Server |
Nicht unterstützt |
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Exchange Server 2003 |
Unterstützt |
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Exchange 2007 |
Unterstützt |
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Organisationen mit gemischten Exchange 2007- und Exchange Server 2003-Umgebungen |
Unterstützt |
Eine vorhandene Exchange 2000-Organisation kann nicht direkt auf Exchange 2010 aktualisiert werden. Zuerst müssen Sie ein Upgrade der Exchange 2000-Organisation auf eine Exchange 2003- oder Exchange 2007-Organisation durchführen. Anschließend können Sie von der Exchange 2003- oder Exchange 2007-Organisation auf Exchange 2010 aktualisieren. Es empfiehlt sich, die Organisation von Exchange 2000 auf Exchange 2003 und dann von Exchange 2003 auf Exchange 2010 zu aktualisieren. Weitere Informationen zum Upgrade von Exchange 2000 finden Sie unter Planen einer Aktualisierung von Exchange 2000 und Aktualisieren auf Exchange 2007.
In der folgenden Tabelle werden die Anforderungen für die Netzwerk- und Verzeichnisserver in der Exchange 2010-Organisation aufgeführt.
Anforderungen für die Netzwerk- und Verzeichnisserver für Exchange 2010
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
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Schemamaster |
Der Schemamaster wird standardmäßig auf dem ersten in einer Gesamtstruktur installierten Windows Server 2003-, Windows Server 2008- oder Windows Server 2008 R2-Domänencontroller ausgeführt. Auf dem Schemamaster muss eines der folgenden Betriebssysteme ausgeführt werden:
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Globaler Katalogserver |
An jedem Active Directory-Standort, an dem Exchange 2010 installiert werden soll, muss mindestens ein globaler Katalogserver mit einem der folgenden Betriebssysteme vorhanden sein:
Weitere Informationen zu globalen Katalogservern finden Sie unter Wozu dient der globale Katalog (möglicherweise in englischer Sprache). |
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Domänencontroller |
An jedem Active Directory-Standort, an dem Exchange 2010 installiert werden soll, muss mindestens ein schreibbarer Domänencontroller mit einem der folgenden Betriebssysteme vorhanden sein:
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Active Directory-Gesamtstruktur |
Active Directory muss die Gesamtstrukturfunktionsebene von Windows Server 2003 oder höher verwenden. |
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IPv6-Unterstützung |
IPv6 wird nur unterstützt, wenn IPv4 ebenfalls verwendet wird. Reine IPv6-Umgebungen werden nicht unterstützt. Die Verwendung von IPv6-Adressen und IP-Adressbereichen wird nur unterstützt, wenn auf diesem Computer sowohl IPv6 als auch IPv4 aktiviert sind und wenn das Netzwerk beide IP-Adressversionen unterstützt. Wenn Exchange 2010 in dieser Konfiguration bereitgestellt wird, können alle Serverrollen Daten an Geräte, Server und Clients senden, die IPv6-Adressen verwenden, bzw. Daten von diesen empfangen. Die Exchange 2010-Unterstützung ist mit der Unterstützung für Exchange Server 2007 vergleichbar. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur IPv6-Unterstützung in Exchange 2010. |
Durch die Verwendung von Active Directory-Domänencontrollern mit 64 Bit kann die Leistung des Verzeichnisdiensts für Exchange 2010 gesteigert werden. Weitere Informationen zu Exchange 2010, der Postfachserverrolle und dem Active Directory-Verhältnis finden Sie im Abschnitt "Active Directory-Server- und Postfachserververhältnisse" unter Grundlegendes zum Serverrollenverhältnis und der Exchange-Leistung.
Anmerkung: |
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| Auf Windows Server 2008-Domänencontrollern in Umgebungen mit mehreren Domänen, auf denen das Active Directory-Gebietsschema auf Japanisch festgelegt ist, übernehmen die Server ggf. einige Attribute nicht, die während der eingehenden Replikation in einem Objekt gespeichert werden. Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 949189, Auf einem Windows Server 2008-Domänencontroller, auf dem das Gebietsschema auf Japanisch festgelegt ist, werden während der eingehenden Replikation möglicherweise keine Updates für Attribute in einem Objekt angewendet. |
Aus Sicherheits- und Leistungsgründen wird empfohlen, Exchange 2010 nur auf Mitgliedsservern und nicht auf Active Directory-Verzeichnisservern zu installieren. Sie können jedoch nicht DCPromo auf einem Computer ausführen, auf dem Exchange 2010 ausgeführt wird. Nach der Installation von Exchange 2010 wird das Ändern der Rolle von einem Mitgliedsserver in einen Verzeichnisserver (oder umgekehrt) nicht unterstützt.
Die empfohlenen Hardwareanforderungen für Exchange 2010-Server hängen von zahlreichen Faktoren ab, u. a. von den installierten Serverrollen und der erwarteten Serverauslastung. Informationen zur minimalen, maximalen und empfohlenen Hardwarekonfiguration für Exchange 2010-Server finden Sie unter Leistung und Skalierbarkeit.
Hardwareanforderungen für Exchange 2010
| Komponente | Anforderung | Anmerkungen |
|---|---|---|
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Prozessor |
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Die Installation der Exchange-Verwaltungstools auf einem Computer mit einem 64-Bit-Prozessor wird unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren der Exchange 2010-Verwaltungstools und Vorbereiten von Active Directory und Domänen. |
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Arbeitsspeicher |
Variiert je nach installierten Exchange-Funktionen |
Ausführliche Informationen zu den Anforderungen an den Arbeitsspeicher für Exchange 2010 finden Sie unter Grundlegendes zu Speicherkonfigurationen und Exchange-Leistung. |
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Größe der Auslagerungsdatei |
Die minimale und die maximale Größe der Auslagerungsdatei müssen auf den physischen Arbeitsspeicher plus 10 MB festgelegt werden. |
Die empfohlene Größe der Auslagerungsdatei umfasst außerdem den Arbeitsspeicher, der zum Erfassen von Daten erforderlich ist, wenn das Betriebssystem unerwartet beendet wird. Auf 64-Bit-Betriebssystemen kann der Arbeitsspeicher als Speicherabbilddatei in die Auslagerungsdatei geschrieben werden. Diese Datei muss sich auf dem Startvolume des Servers befinden. Weitere Informationen zu den Konfigurationsoptionen, die für Arbeitsspeicherabbild-Daten verfügbar sind, finden Sie im Knowledge Base-Artikel 254649 Überblick über Optionen für Speicherabbilddateien in Windows Server 2003, Windows XP und Windows 2000. |
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Festplattenspeicher |
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Bei den hier angegebenen Mindestanforderungen an den Speicherplatz sind die Anforderungen für das Datenträgersubsystem für eine angemessene Leistung nicht berücksichtigt. |
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Laufwerk |
DVD-ROM-Laufwerk (lokal oder mit Netzwerkzugriff) |
Keine. |
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Bildschirmauflösung |
800 x 600 Pixel oder höher |
Keine |
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Dateiformat |
Als NTFS-Dateisysteme formatierte Festplattenpartitionen. Gilt für die folgenden Partitionen:
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Keine |
Weitere Informationen zum Planen der Hardware für Exchange 2010 finden Sie in den folgenden Themen:
In der folgenden Tabelle sind die unterstützten Betriebssysteme für Exchange 2010 aufgeführt.
Unterstützte Betriebssysteme für Exchange 2010
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
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Betriebssystem auf einem Computer mit 64-Bit-Prozessor |
Eines der folgenden Betriebssysteme kann verwendet werden:
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Betriebssystem für die Installation der Exchange-Verwaltungstools auf einem Computer mit einem 64-Bit-Prozessor |
Eines der folgenden Betriebssysteme kann verwendet werden:
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Wichtig: |
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| Die RTM-Version (Release To Manufacturing) von Exchange 2010 kann nicht auf Computern ausgeführt werden, auf denen die mit den US-amerikanischen FIP-Standards konformen Einstellungen (Federal Information Processing Standards, FIPS) aktiviert sind. Wenn FIPS auf Computern mit Windows Server 2008 SP2 oder Windows Server 2008 R2 aktiviert ist, kann Exchange 2010 RTM nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie im Knowledge Base-Artikel 811833, Die Auswirkungen der Aktivierung der Sicherheitseinstellung "Systemkryptografie: FIPS-konformen Algorithmus für Verschlüsselung, Hashing und Signatur verwenden" unter Windows XP und höheren Versionen von Windows. |
Exchange 2010 unterstützt die folgenden Versionen von Microsoft Office Outlook und Microsoft Entourage für Mac:
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Outlook 2010
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Outlook 2007
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Outlook 2003
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Entourage 2008 für Mac, Web Services Edition
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Outlook für Mac 2011
Wenn Sie Clients haben, auf denen Outlook 2003 ausgeführt wird, müssen Sie beim Upgrade Ihrer Organisation auf Exchange 2010 Folgendes beachten:
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Auf Clients mit Outlook 2003 ist möglicherweise festzustellen, dass Ordner nicht automatisch innerhalb eines angemessenen Zeitraums aktualisiert werden. Dies war ein bekanntes Problem in Exchange 2010 RTM und SP1, das im Exchange 2010 SP1-Rollupupdate 3 behoben wurde. Weitere Informationen zur Installation eines Updaterollups finden Sie unter Installieren des neuesten Updaterollups für Exchange 2010. Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Problem finden Sie im Knowledge Base-Artikel 2009942, In Outlook 2003 dauert das Senden und Empfangen von E-Mail-Nachrichten sehr lange, wenn ein Exchange 2010-Postfach verwendet wird. Bei Outlook 2007 und Outlook 2010 tritt dieses Problem nicht auf.
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Exchange 2010 RTM: Von Clients, auf denen Outlook 2003 ausgeführt wird, wird keine RPC-Verschlüsselung verwendet, die standardmäßig für den RPC-Clientzugriff erforderlich ist. Sie müssen entweder die RPC-Verschlüsselungsanforderung deaktivieren oder Outlook 2003 so konfigurieren, dass die RPC-Verschlüsselung verwendet wird. Outlook 2007 und spätere Versionen sind jedoch automatisch mit der Änderung am RPC-Clientzugriff kompatibel, da sie die RPC-Verschlüsselung standardmäßig unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zum RPC-Clientzugriff.
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Exchange 2010 SP1: In Exchange 2010 SP1 ist die RPC-Verschlüsselungsanforderung standardmäßig deaktiviert. Für jeden neuen Clientzugriffsserver, der in der Organisation bereitgestellt wird, ist keine Verschlüsselung erforderlich. Jeder Clientzugriffsserver, der vor Exchange 2010 SP1 bereitgestellt oder für den ein Upgrade auf Exchange 2010 SP1 durchgeführt wurde, behält dagegen die vorhandene Einstellung der RPC-Verschlüsselungsanforderung bei.
Weitere Informationen finden Sie unter Bedenken: Kann ich Exchange 2010 bereitstellen, obwohl ich mit Outlook 2003-Clients arbeite? (möglicherweise in englischer Sprache).
Microsoft unterstützt Exchange 2010 in der Produktion mit Hardwarevirtualisierungssoftware nur, wenn die folgenden Bedingungen ausnahmslos erfüllt sind:
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Die Hardwarevirtualisierungssoftware wird auf einer der folgenden Lösungen ausgeführt:
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Windows Server 2008 mit Hyper-V-Technologie
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Windows Server 2008 R2 mit Hyper-V-Technologie
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Microsoft Hyper-V Server 2008
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Microsoft Hyper-V Server 2008 R2
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Hypervisors von Drittanbietern, die gemäß dem Windows Server-Virtualisierungsprogramm (möglicherweise in englischer Sprache) überprüft wurden
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Windows Server 2008 mit Hyper-V-Technologie
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Der virtuelle Exchange-Gastcomputer erfüllt folgende Anforderungen:
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Microsoft Exchange 2010 wird ausgeführt. Dies umfasst den Exchange 2010-Hostingmodus, der in Exchange 2010 SP1 oder höher verfügbar ist.
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Bereitstellung auf Windows Server 2008 mit SP2 (oder höher) oder Windows Server 2008 R2 RTM oder höher.
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Er erfüllt alle Anforderungen, die weiter oben in diesem Thema formuliert sind.
Anmerkung: Wenn Sie Exchange 2010 in einer Hyper-V-Umgebung installieren, tritt möglicherweise folgender Fehler auf: "Fehler bei der Installation der Hub-Transport-Serverrolle". Für virtualisierte Active Directory-Server empfiehlt es sich, vor dem Installieren der Hub-Transport-Rolle die Integrationskomponente für die Zeitsynchronisierung zu deaktivieren und die Zeit anschließend auf einen zuverlässigen externen Anbieter festzulegen. Diese Empfehlung ist insbesondere dann wichtig, falls der Host zu der Domäne gehört, die der virtuelle Computer hostet.
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Microsoft Exchange 2010 wird ausgeführt. Dies umfasst den Exchange 2010-Hostingmodus, der in Exchange 2010 SP1 oder höher verfügbar ist.
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Bereitstellung mit Exchange 2010 SP1 (oder höher):
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Sämtliche Exchange 2010-Serverrollen, einschließlich Unified Messaging, werden in virtuellen Maschinen unterstützt. Für virtuelle Unified Messaging-Maschinen gelten die folgenden speziellen Anforderungen:
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Für die virtuelle Maschine werden vier virtuelle Prozessoren benötigt. Für die Festlegung der Arbeitsspeichergröße sollten standardmäßige bewährte Methoden verwendet werden.
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Für jede virtuelle Maschine mit der Unified Messaging-Rolle sind jederzeit vier physische Prozessor-Cores verfügbar. Das bedeutet, dass Prozessoren nicht überzeichnet werden können. Diese Anforderung wirkt sich auf die Fähigkeit der virtuellen Maschine mit der Unified Messaging-Rolle aus, physische Prozessorressourcen zu verwenden.
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Für die virtuelle Maschine werden vier virtuelle Prozessoren benötigt. Für die Festlegung der Arbeitsspeichergröße sollten standardmäßige bewährte Methoden verwendet werden.
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Virtuelle Maschinen mit einer Exchange-Serverrolle (einschließlich virtuelle Maschinen mit der Exchange-Postfachserverrolle, die Teil einer Database Availability Group sind), können mit hostbasiertem Failoverclustering und Migrationstechnologie kombiniert werden, sofern bei der Konfiguration der virtuellen Maschinen nicht festgelegt wurde, dass beim Verschieben oder Offlinenehmen der Zustand auf Festplatte gespeichert oder wiederhergestellt wird. Jede Failoveraktivität muss zu einem Kaltstart führen, wenn die virtuelle Maschine auf dem Zielknoten aktiviert wird. Alle geplanten Migrationsvorgänge müssen entweder zum Herunterfahren und zu einem Kaltstart führen, oder es muss eine Onlinemigration mithilfe einer Technologie wie Hyper-V (Livemigration) durchgeführt werden. Die Hypervisormigration virtueller Maschinen wird vom Hypervisoranbieter unterstützt. Daher muss sichergestellt werden, dass der Hypervisoranbieter die Migration von virtuellen Exchange-Maschinen getestet hat und unterstützt. Microsoft unterstützt die Livemigration dieser virtuellen Maschinen mit Hyper-V.
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Sämtliche Exchange 2010-Serverrollen, einschließlich Unified Messaging, werden in virtuellen Maschinen unterstützt. Für virtuelle Unified Messaging-Maschinen gelten die folgenden speziellen Anforderungen:
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Mit Exchange 2010 RTM:
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Mit Ausnahmen von Unified Messaging werden alle Exchange 2010-Serverrollen in virtuellen Maschinen unterstützt.
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Microsoft bietet keine Unterstützung für die Kombination von Exchange-Hochverfügbarkeitslösungen (z. B. Database Availability Groups) mit hypervisorbasierten Clustern oder Hochverfügbarkeits- und Migrationslösungen, bei denen Postfachserver, die Mitglieder einer Database Availability Group sind, zwischen geclusterten Stammservern verschoben werden oder bei denen ein automatisches Failover zwischen diesen Servern ausgeführt wird. DAGs werden in Hardwarevirtualisierungsumgebungen unterstützt, falls in der Virtualisierungsumgebung keine geclusterten Stammserver bereitgestellt werden oder falls geclusterte Stammserver so konfiguriert wurden, dass für Postfachserver, die Mitglieder einer DAG sind, niemals ein Failover oder ein automatisches Verschieben zu einem anderen Stammserver erfolgt.
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Mit Ausnahmen von Unified Messaging werden alle Exchange 2010-Serverrollen in virtuellen Maschinen unterstützt.
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Der vom Exchange-Gastcomputer verwendete Speicher für Exchange-Daten (beispielsweise Postfachdatenbanken und Hub-Transport-Warteschlangen) kann virtueller Speicher mit einer festen Größe (beispielsweise feste VHDs (Virtual Hard Drives, virtuelle Festplatten) in einer Hyper-V-Umgebung), SCSI-Pass-Through-Speicher oder iSCSI-Speicher (Internet SCSI) sein. Passthroughspeicher ist auf Hostebene konfigurierter Speicher, der für einen Gastcomputer reserviert ist. Bei jedem vom Exchange-Gastcomputer verwendeten Speicher für Exchange-Daten muss es sich um Speicher auf Blockebene handeln, da Exchange 2010 die Verwendung von NAS-Volumes (Network Attached Storage) nicht unterstützt. Außerdem wird NAS-Speicher, der für den Gast als Speicher auf Blockebene über den Hypervisor dargestellt wird, nicht unterstützt. Die folgenden Anforderungen gelten für virtuelle Datenträger für die Speicherung von Exchange-Daten:
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Virtuelle Datenträger, die dynamisch erweitert werden, werden von Exchange nicht unterstützt.
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Virtuelle Datenträger, die Differenzierungs- oder Deltamechanismen verwenden (z. B. differenzierende VHDs von Hyper-V oder Momentaufnahmen) werden nicht unterstützt.
Anmerkung: In einer Hyper-V-Umgebung muss jede VHD kleiner als 2.040 GB sein. Wenn Sie unterstützte Hypervisors von Drittanbietern verwenden, informieren Sie sich beim betreffenden Hersteller, ob Größenbeschränkungen hinsichtlich des Datenträgers bestehen.
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Virtuelle Datenträger, die dynamisch erweitert werden, werden von Exchange nicht unterstützt.
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Nur Verwaltungssoftware (z. B. Antivirussoftware, Sicherungssoftware oder Software für die Verwaltung virtueller Computer) kann auf dem physischen Stammcomputer bereitgestellt werden. Auf dem Stammcomputer dürfen keine weiteren serverbasierten Anwendungen (z. B. Exchange, SQL Server, Active Directory oder SAP) installiert sein. Der Stammcomputer sollte für die Ausführung der virtuellen Gastcomputer reserviert sein.
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Einige Hypervisors enthalten Funktionen zum Erstellen von Momentaufnahmen virtueller Computer. Momentaufnahmen virtueller Computer erfassen den Zustand eines virtuellen Computers, während dieser ausgeführt wird. Diese Funktion ermöglicht das Erstellen mehrerer Momentaufnahmen eines virtuellen Computers und das anschließende Zurücksetzen des virtuellen Computers auf einen vorherigen Zustand, indem die Momentaufnahme auf den virtuellen Computer angewendet wird. Momentaufnahmen virtueller Computer sind jedoch nicht anwendungsaktiviert. Ihre Verwendung kann zu nicht beabsichtigten und unerwarteten Folgen für eine Serveranwendung führen, die Zustandsdaten verwaltet, z. B. Exchange. Aus diesem Grund wird das Erstellen von Momentaufnahmen eines virtuellen Exchange-Gastcomputers nicht unterstützt.
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Bei vielen Hardwarevirtualisierungsprodukten können Sie die Anzahl der virtuellen Prozessoren angeben, die jedem virtuellen Gastcomputer zugewiesen werden sollen. Die virtuellen Prozessoren auf dem virtuellen Gastcomputer verwenden eine feste Anzahl logischer Prozessoren im physischen System gemeinsam. Exchange unterstützt ein Verhältnis von virtuellen zu logischen Prozessoren von maximal 2:1. Ein Dualprozessorsystem mit Quad-Core-Prozessoren enthält beispielsweise insgesamt 8 logische Prozessoren im Hostsystem. Weisen Sie in einem System mit dieser Konfiguration der Kombination aller virtuellen Gastcomputer nicht mehr als insgesamt 16 virtuelle Prozessoren zu.
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Wenn Sie die Gesamtanzahl der virtuellen Prozessoren berechnen, die für den Stammcomputer erforderlich sind, müssen Sie E/A- und Betriebssystemanforderungen berücksichtigen. In den meisten Fällen sind 2 virtuelle Prozessoren, die im Stammbetriebssystem für ein System erforderlich sind, das virtuelle Exchange-Computer hostet, vorhanden. Dieser Wert sollte als Basis für den virtuellen Prozessor des Stammbetriebssystems verwendet werden, wenn das Gesamtverhältnis von physischen Kernen zu virtuellen Prozessoren berechnet wird. Wenn die Leistungsüberwachung des Stammbetriebssystems anzeigt, dass mehr Prozessor beansprucht wird, als einer Auslastung von 2 Prozessoren entspricht, sollten Sie die Anzahl der virtuellen Prozessoren, die virtuellen Gastcomputern zugewiesen sind, entsprechend verringern. Stellen Sie außerdem sicher, dass das Gesamtverhältnis von virtuellen Prozessoren zu physischen Kernen nicht größer als 2:1 ist.
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Das Betriebssystem für einen Exchange-Gastcomputer muss einen Datenträger verwenden, der mindestens 15 GB zuzüglich der Größe des dem Gastcomputer zugewiesenenen virtuellen Speichers umfasst. Diese Anforderung muss erfüllt werden, um die Datenträgeranforderungen des Betriebssystems und der Auslagerungsdatei zu berücksichtigen. Wenn dem Gastcomputer z. B. 16 GB Speicher zugewiesen werden, beträgt der Mindestspeicherplatz des Datenträgers für das Gastbetriebssystem 31 GB.
Außerdem kann verhindert werden, dass virtuelle Gastcomputer direkt mit im Stammcomputer installierten Fibre Channel- oder SCSI-Hostbusadaptern (HBAs) kommunizieren. In diesem Fall müssen Sie die Adapter im Betriebssystem des Stammcomputers konfigurieren und die LUNs für die virtuellen Gastcomputer als virtuelle Datenträger oder Passthroughdatenträger darstellen.
Jeder Stammcomputer weist Mindestanforderungen an den Speicherplatz auf dem Datenträger auf, die erfüllt werden müssen:
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Stammcomputer in einigen Hardwarevirtualisierungsanwendungen erfordern ggf. Speicherplatz für ein Betriebssystem und seine Komponenten. Wenn z. B. Windows Server 2008 mit Hyper-V ausgeführt wird, benötigen Sie mindestens 10 GB, um die Systemanforderungen für Windows Server 2008 R2 (möglicherweise in englischer Sprache) für das Betriebssystem zu erfüllen. Außerdem ist weiterer Speicherplatz erforderlich, um die Auslagerungsdatei des Betriebssystems, Verwaltungssoftware und Dateien für die Wiederherstellung nach einem Systemabsturz (Abbilddateien) zu unterstützen.
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Einige Hypervisors verwalten Dateien auf dem Stammcomputer, die für jeden virtuellen Gastcomputer eindeutig sind. In einer Hyper-V-Umgebung wird z. B. eine temporäre Arbeitsspeicherdatei (BIN-Datei) für jeden Gastcomputer erstellt und verwaltet. Die Größe jeder BIN-Datei ist mit der Größe des Arbeitsspeichers identisch, der dem Gastcomputer zugewiesen wurde. Außerdem werden ggf. weitere Dateien auf dem Hostcomputer für jeden Gastcomputer erstellt und verwaltet.
Im Folgenden sind die Speicheranforderungen in Verbindung mit einem virtualisierten Exchange-Server aufgeführt:
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Jedem Exchange-Gastcomputer muss auf dem Stammcomputer ausreichend Speicherplatz für den Datenträger mit fester Größe zugewiesen werden, der das Betriebssystem des Gastcomputers, temporäre verwendete Arbeitsspeicherdateien und zugehörige Dateien des virtuellen Computers enthält, die auf dem Hostcomputer gehostet werden. Außerdem müssen Sie für jeden Exchange-Gastcomputer ausreichend Speicherplatz für die Nachrichtenwarteschlangen auf Hub-Transport- und Edge-Transport-Servern sowie für die Datenbanken und Protokolldateien auf Postfachservern zuweisen.
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Von Exchange verwendeter Speicher sollte in Datenträgerspindles gehostet werden, die von dem Speicher getrennt sind, der das Betriebssystem des virtuellen Gastcomputers hostet.
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Die Konfiguration von iSCSI-Speicher für die Verwendung eines iSCSI-Initiators in einem virtuellen Exchange-Gastcomputer wird unterstützt. Diese Konfiguration ist jedoch durch eine verringerte Leistung gekennzeichnet, falls der Netzwerkstack in einem virtuellen Computer nicht den vollen Funktionsumfang aufweist (beispielsweise unterstützen nicht alle virtuellen Netzwerkstacks Jumbo-Frames).
Einige Hypervisors können die Arbeitsspeichergröße, die für einen bestimmten Gastcomputer verfügbar ist, anhand der erkannten Nutzung von Arbeitsspeicher im Gastcomputer im Vergleich zu den Anforderungen anderer Gastcomputer, die vom selben Hypervisor verwaltet werden, überzeichnen oder dynamisch anpassen. Diese Technologie ist sinnvoll für Arbeitsauslastungen, bei denen Arbeitsspeicher für kurze Zeitspannen benötigt wird und dann für andere Zwecke bereitgestellt werden kann. Sie sind nicht für Arbeitsauslastungen geeignet, die so ausgelegt sind, dass sie ständig Arbeitsspeicher nutzen. Exchange ist, ähnlich wie viele Serveranwendungen mit Leistungsoptimierungen, die auf dem Zwischenspeichern von Daten im Arbeitsspeicher basieren, anfällig für eine schwache Systemleistung und eine nicht annehmbare Clientversorgung, wenn Exchange keine vollständige Kontrolle über den Arbeitsspeicher hat, der dem physischen oder virtuellen Computer zugeordnet ist, auf dem Exchange ausgeführt wird.
Zahlreiche der Leistungsverbesserungen in früheren Versionen von Exchange, insbesondere Verbesserungen aufgrund einer Verringerung der E/A, basieren auf einer äußerst effizienten Nutzung von möglichst viel Arbeitsspeicher. Ist nicht ausreichend Arbeitsspeicher verfügbar, kann die erwartete Leistung des Systems nicht erreicht werden. Daher sollte die Überzeichnung von Arbeitsspeicher oder die dynamische Anpassung des Arbeitsspeichers eines virtuellen Computers für Exchange-Produktionsserver deaktiviert werden.
Die Größe des Arbeitsspeichers für Gastcomputer sollte mit denselben Methoden festgelegt werden wie für physischen Bereitstellungen. Ausführlichere Informationen zur Festlegung der Arbeitsspeichergröße für Exchange 2010-Serverrollen finden Sie unter Grundlegendes zu Speicherkonfigurationen und Exchange-Leistung. Weitere Anleitungen finden Sie im Abschnitt zu den Anwendungsüberlegungen im folgenden Whitepaper des Microsoft Hyper-V-Teams: Implementing and Configuring Dynamic Memory.


Wichtig: