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Transportarchitektur

 

Gilt für: Exchange Server 2007 SP3, Exchange Server 2007 SP2, Exchange Server 2007 SP1, Exchange Server 2007

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2006-10-23

In Microsoft Exchange Server 2007 besteht die Transportpipeline aus einer Sammlung von Exchange 2007-Serverfunktionen, Verbindungen, Komponenten und Warteschlangen, die zusammenarbeiten, um alle Nachrichten an ein Kategorisierungsmodul auf einem Hub-Transport-Server innerhalb der Organisation weiterzuleiten. Nachrichten von außerhalb der Organisation gelangen über einen Empfangsconnector auf einem Edge-Transport-Server in die Transportpipeline und werden dann an einen Hub-Transport-Server innerhalb der Organisation weitergeleitet. Nachrichten innerhalb der Organisation gelangen mit einer der folgenden Methoden in die Transportpipeline auf einem Hub-Transport-Server:

  • Über einen Empfangsconnector
  • Aus dem PICKUP-Verzeichnis oder dem Wiedergabeverzeichnis
  • Durch direkte Speicherung in der Übermittlungswarteschlange durch den Informationsspeichertreiber
  • Mithilfe der Agentenübermittlung

Die Nachricht, die von einem Exchange 2007-Client gesendet oder empfangen wird, muss auf einem Hub-Transport-Server kategorisiert werden, bevor sie weitergeleitet und zugestellt werden kann. Nach der Kategorisierung wird die Nachricht in eine Zustellungswarteschlange gesetzt, um an ein Postfach am gleichen Active Directory-Standort wie der Hub-Transport-Server zugestellt zu werden, auf dem die Nachricht kategorisiert wurde, oder zwecks Weiterleitung an einen Empfänger an einem anderen Active Directory-Standort/in einer anderen Active Directory-Gesamtstruktur oder an einen Empfänger außerhalb der Organisation.

Die Exchange 2007-Transportpipeline umfasst die folgenden Komponenten und Prozesse:

  • SMTP-Empfang   Wenn Nachrichten auf dem Edge-Transport-Server empfangen werden, filtern Antispam- und Antivirenfilter die Verbindungen und den Nachrichteninhalt und helfen, den Absender und den Empfänger der Nachricht zu identifizieren, während die Nachricht von der Organisation entgegengenommen wird. Wenn Nachrichten auf einem Hub-Transport-Server eingehen, werden Transportregeln angewendet, und wenn Antispam- und Antiviren-Agenten konfiguriert sind, stellen diese eine zusätzliche Schutzebene gegen Spam und Viren bereit.
    Die SMTP-Sitzung umfasst eine Reihe von Ereignissen, die in einer bestimmten Reihenfolge zusammenarbeiten, um den Inhalt von Nachrichten zu prüfen, bevor diese von der Organisation entgegengenommen wird. Wenn eine Nachricht den SMTP-Empfang vollständig durchlaufen hat und nicht aufgrund von Empfangsereignissen oder von einem Antispam- oder Antivirus-Agenten zurückgewiesen wird, wird sie in die Zustellungswarteschlange gesetzt.
  • Zustellung   Als Zustellung wird der Vorgang bezeichnet, mit dem Nachrichten in die Zustellungswarteschlange gesetzt werden. Das Kategorisierungsmodul übernimmt immer jeweils eine Nachricht gleichzeitig für die Kategorisierung. Es gibt vier Übermittlungstypen:
    • SMTP-Zustellung über einen Empfangsconnector
    • Zustellung über das PICKUP-Verzeichnis oder das Wiedergabeverzeichnis. Diese Verzeichnisse befinden sich auf dem Hub-Transport-Server oder dem Edge-Transport-Server. Ordnungsgemäß formatierte Nachrichtendateien, die in das PICKUP- oder Wiedergabeverzeichnis kopiert werden, werden direkt in die Zustellungswarteschlange gesetzt.
    • Zustellung über den Informationsspeichertreiber, der die Nachrichten dem Postausgang des Absenders entnimmt, sobald sie gesendet werden
    • Zustellung durch einen Agenten
    Auf dem Edge-Transport-Server erfolgt die Zustellung generell nur über den Empfangsconnector. Auf dem Hub-Transport-Server kann die Zustellung über einen Empfangsconnector, über das PICKUP-Verzeichnis, das Wiedergabeverzeichnis oder den Informationsspeichertreiber erfolgen.
  • Kategorisierungsmodul   Das Kategorisierungsmodul entnimmt der Zustellungswarteschlange immer nur jeweils eine Nachricht. Auf dem Edge-Transport-Server ist die Kategorisierung ein kurzes Verfahren, bei dem die Nachricht direkt in die Übermittlungswarteschlange gesetzt wird. Aus der Übermittlungswarteschlange wird die Nachricht an einen Computer weitergeleitet, auf dem die Serverfunktion Hub-Transport der Organisation ausgeführt wird.
    Auf dem Hub-Transport-Server durchläuft das Kategorisierungsmodul die folgenden Schritte:
    • Empfängerauflösung, wozu auch die Adressierung auf oberster Ebene, die Aufgliederung und Verzweigung gehört
    • Routingauflösung
    • Inhaltskonvertierung
    Darüber hinaus werden von der Organisation definierte Nachrichtenübermittlungsregeln angewendet. Nachdem die Nachrichten kategorisiert wurden, werden sie in eine Übermittlungswarteschlange gesetzt. Eine Postfachübermittlungswarteschlange übermittelt die Nachricht mithilfe des Informationsspeichertreibers an ein lokales Postfach. Eine Remoteübermittlungswarteschlange übermittelt die Nachricht über einen Sendeconnector an einen Remoteempfänger.
  • Lokale Übermittlung   Nur Nachrichten, die an einen Empfänger mit einem Postfach am gleichen Active Directory-Standort wie der Hub-Transport-Server gesendet werden, auf dem die Kategorisierung erfolgt ist, werden lokal übermittelt. In diesem Fall bedeutet lokale Übermittlung die Übermittlung am gleichen Active Directory-Standort. Alle Nachrichten, die lokal übermittelt werden, werden vom Informationsspeichertreiber einer Übermittlungswarteschlange entnommen und in den Posteingang des Empfängers auf einem Postfachserver gesetzt.
  • SMTP Senden   Nachrichten, die an Empfänger an Active Directory-Standorten gesendet werden, die sich vom Standort der Serverfunktion Hub-Transport unterscheiden, mit der die Kategorisierung erfolgt ist, werden an Remotestandorte oder an einen Standort außerhalb der Organisation übermittelt. Alle Nachrichten, die an einen anderen Active Directory-Standort, an ein Postfach auf einem Computer mit einer früheren Version von Exchange oder an ein Postfach in einer anderen Active Directory-Gesamtstruktur gesendet werden, müssen über einen Sendeconnector an einen Hub-Transport-Server weitergeleitet werden, der die Nachricht an den gewünschten Empfänger übermitteln kann. Alle Nachrichten, die über das Internet übermittelt werden müssen, müssen über einen Sendeconnector an einen Edge-Transport-Server weitergeleitet werden, der die Nachricht zwecks Übermittlung an einen Standort außerhalb der Organisation an das Internet senden kann.
  • Clientzugriffs- und Unified Messaging-Szenarios   In einigen Clientzugriffsszenarios und Unified Messaging-Szenarios ist eine direkte Interaktion mit der Transportpipeline nicht möglich. Benutzer von Microsoft Office Outlook 2003, Office Outlook Web Access, Outlook Voice Access und Exchange ActiveSync können für den Zugriff auf ihr Postfach direkt mit den Serverfunktionen ClientAccess, UnifiedMessaging und Mailbox interagieren. Wenn eine E-Mail-Nachricht gesendet wird, wird diese in allen Fällen im Namen des Absenders von Outlook oder dem Clientzugriffsserver in den Postausgang des Absenders direkt auf dem Postfachserver gesetzt.
    noteHinweis:
    Outlook Voice Access setzt die Interaktion mit dem Clientzugriffsserver und dem Postfachserver über den Unified Messaging-Server voraus.
    Nachdem die Nachricht in den Postausgang des Absenders gesetzt wurde, wird der Informationsspeichertreiber vom E-Mail-Zustellungsdienst von Microsoft Exchange informiert, der die Nachricht dann aus dem Postausgang des Absenders abruft und in die Zustellungswarteschlange auf einem Hub-Transport-Server setzt, der sich am gleichen Active Directory-Standort wie das Postfach befindet, aus dem die Nachricht abgerufen wurde.

Abbildung 1 zeigt die Beziehungen zwischen den Komponenten der Exchange 2007-Transportpipeline.

Übersicht über die Transportpipeline (Diagramm)
Um zu gewährleisten, dass Sie die neuesten Informationen lesen, und zusätzliche Exchange Server 2007-Dokumentation zu finden, besuchen Sie das Exchange Server TechCenter.
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