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Exchange 2010 – Systemanforderungen

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-10-21

Vor der Installation von Microsoft Exchange Server 2010 sollten Sie dieses Thema lesen, damit sichergestellt ist, dass das Netzwerk, die Hardware, die Software, die Clients und sonstige Komponenten die Anforderungen für Exchange 2010 erfüllen. Zudem müssen Sie mit den Koexistenzszenarien vertraut sein, die für Exchange 2010 und frühere Versionen von Exchange unterstützt werden.

In der folgenden Tabelle sind die Szenarien aufgelistet, in denen eine Koexistenz von Exchange 2010 und früheren Exchange-Versionen unterstützt wird.

Koexistenz von Exchange 2010 und früheren Versionen von Exchange Server

Exchange-Version Koexistenz von Exchange-Organisationen

Exchange 2000 Server

Nicht unterstützt

Exchange Server 2003

Unterstützt

Exchange 2007

Unterstützt

Organisationen mit gemischten Exchange 2007- und Exchange Server 2003-Umgebungen

Unterstützt

Eine vorhandene Exchange 2000-Organisation kann nicht direkt auf Exchange 2010 aktualisiert werden. Zuerst müssen Sie ein Upgrade der Exchange 2000-Organisation auf eine Exchange 2003- oder Exchange 2007-Organisation durchführen. Anschließend können Sie von der Exchange 2003- oder Exchange 2007-Organisation auf Exchange 2010 aktualisieren. Es empfiehlt sich, die Organisation von Exchange 2000 auf Exchange 2003 und dann von Exchange 2003 auf Exchange 2010 zu aktualisieren. Weitere Informationen zum Upgrade von Exchange 2000 finden Sie unter Planen einer Aktualisierung von Exchange 2000 und Aktualisieren auf Exchange 2007.

In der folgenden Tabelle werden die Anforderungen für die Netzwerk- und Verzeichnisserver in der Exchange 2010-Organisation aufgeführt.

Anforderungen für die Netzwerk- und Verzeichnisserver für Exchange 2010

 

Komponente Anforderung

Schemamaster

Der Schemamaster wird standardmäßig auf dem ersten in einer Gesamtstruktur installierten Windows Server 2003, Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2- oder Windows Server 2012-Domänencontroller ausgeführt. Auf dem Schemamaster muss eines der folgenden Betriebssysteme ausgeführt werden:

  • Windows Server 2003 Standard Edition mit Service Pack 2 (SP2) oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2003 Enterprise Edition mit SP2 oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2008 Standard oder Enterprise (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2008 R2 Standard oder Enterprise

  • Windows Server 2012

Globaler Katalogserver

An jedem Active Directory-Standort, an dem Exchange 2010 installiert werden soll, muss mindestens ein globaler Katalogserver mit einem der folgenden Betriebssysteme vorhanden sein:

  • Windows Server 2003 Standard Edition mit SP2 oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2003 Enterprise Edition mit SP2 oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2008 Standard oder Enterprise (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2008 R2 Standard oder Enterprise

  • Windows Server 2012

Weitere Informationen zu globalen Katalogservern finden Sie unter Wozu dient der globale Katalog.

Domänencontroller

An jedem Active Directory-Standort, an dem Sie Exchange 2010 installieren, muss Exchange 2010 in der Lage sein, mindestens einen beschreibbaren Domänencontroller der Domäne zu kontaktieren, in der Exchange 2010 Mitglied ist. Auf dem Domänencontroller kann eine der folgenden Anwendungen ausgeführt werden:

  • Windows Server 2003 Standard Edition mit SP2 oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2003 Enterprise Edition mit SP2 oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2008 Standard oder Enterprise SP1 oder höher (32-Bit oder 64-Bit)

  • Windows Server 2008 R2 Standard oder Enterprise SP1 oder höher

  • Windows Server 2008 Datacenter, RTM-Version oder höher

  • Windows Server 2008 R2 Datacenter, RTM-Version oder höher

  • Windows Server 2012

Active Directory-Gesamtstruktur

Active Directory muss die Gesamtstrukturfunktionsebene von Windows Server 2003 oder höher verwenden.

IPv6-Unterstützung

IPv6 wird nur unterstützt, wenn IPv4 ebenfalls verwendet wird. Reine IPv6-Umgebungen werden nicht unterstützt. Die Verwendung von IPv6-Adressen und IP-Adressbereichen wird nur unterstützt, wenn auf diesem Computer sowohl IPv6 als auch IPv4 aktiviert sind und wenn das Netzwerk beide IP-Adressversionen unterstützt. Wenn Exchange 2010 in dieser Konfiguration bereitgestellt wird, können alle Serverrollen Daten an Geräte, Server und Clients senden, die IPv6-Adressen verwenden, bzw. Daten von diesen empfangen. Die Exchange 2010-Unterstützung ist mit der Unterstützung für Exchange Server 2007 vergleichbar. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur IPv6-Unterstützung in Exchange 2010.

Durch die Verwendung von Active Directory-Domänencontrollern mit 64 Bit kann die Leistung des Verzeichnisdiensts für Exchange 2010 gesteigert werden. Weitere Informationen zu Exchange 2010, der Postfachserverrolle und dem Active Directory-Verhältnis finden Sie im Abschnitt "Active Directory-Server- und Postfachserververhältnisse" unter Grundlegendes zum Serverrollenverhältnis und der Exchange-Leistung.

noteAnmerkung:
Auf Windows Server 2008-Domänencontrollern in Umgebungen mit mehreren Domänen, auf denen das Active Directory-Gebietsschema auf Japanisch festgelegt ist, übernehmen die Server ggf. einige Attribute nicht, die während der eingehenden Replikation in einem Objekt gespeichert werden. Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 949189, Auf einem Windows Server 2008-Domänencontroller, auf dem das Gebietsschema auf Japanisch festgelegt ist, werden während der eingehenden Replikation möglicherweise keine Updates für Attribute in einem Objekt angewendet.

Aus Sicherheits- und Leistungsgründen wird empfohlen, Exchange 2010 nur auf Mitgliedsservern und nicht auf Active Directory-Verzeichnisservern zu installieren. Sie können jedoch nicht DCPromo auf einem Computer ausführen, auf dem Exchange 2010 ausgeführt wird. Nach der Installation von Exchange 2010 wird das Ändern der Rolle von einem Mitgliedsserver in einen Verzeichnisserver (oder umgekehrt) nicht unterstützt.

Die empfohlenen Hardwareanforderungen für Exchange 2010-Server hängen von zahlreichen Faktoren ab, u. a. von den installierten Serverrollen und der erwarteten Serverauslastung. Informationen zur minimalen, maximalen und empfohlenen Hardwarekonfiguration für Exchange 2010-Server finden Sie unter Leistung und Skalierbarkeit.

Hardwareanforderungen für Exchange 2010

 

Komponente Anforderung Anmerkungen

Prozessor

  • Auf der x64-Architektur basierender Computer mit Intel-Prozessor, der die Intel 64-Architektur (früher als Intel EM64T bezeichnet) unterstützt

  • AMD-Prozessor, der die AMD64-Plattform unterstützt

  • Intel Itanium IA64-Prozessoren werden nicht unterstützt

Die Installation der Exchange-Verwaltungstools auf einem Computer mit einem 64-Bit-Prozessor wird unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter Installieren der Exchange 2010-Verwaltungstools und Vorbereiten von Active Directory und Domänen.

Arbeitsspeicher

Variiert je nach installierten Exchange-Funktionen

Ausführliche Informationen zu den Anforderungen an den Arbeitsspeicher für Exchange 2010 finden Sie unter Grundlegendes zu Speicherkonfigurationen und Exchange-Leistung.

Größe der Auslagerungsdatei

Die minimale und die maximale Größe der Auslagerungsdatei müssen auf den physischen Arbeitsspeicher plus 10 MB festgelegt werden

Die empfohlene Größe der Auslagerungsdatei umfasst außerdem den Arbeitsspeicher, der zum Erfassen von Daten erforderlich ist, wenn das Betriebssystem unerwartet beendet wird. Auf 64-Bit-Betriebssystemen kann der Arbeitsspeicher als Speicherabbilddatei in die Auslagerungsdatei geschrieben werden. Diese Datei muss sich auf dem Startvolume des Servers befinden.

Weitere Informationen zu den Konfigurationsoptionen, die für Arbeitsspeicherabbild-Daten verfügbar sind, finden Sie im Knowledge Base-Artikel 254649 Überblick über Optionen für Speicherabbilddateien in Windows Server 2003, Windows XP und Windows 2000.

Festplattenspeicher

  • Mindestens 1.2 GB auf dem Laufwerk der Exchange-Installation

  • Zusätzlich werden 500 MB verfügbarer Speicherplatz für jedes UM-Sprachpaket (Unified Messaging) benötigt, dessen Installation geplant ist

  • 200 MB verfügbarer Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk

  • Ein Festplattenlaufwerk, auf dem die Warteschlangendatenbank auf einem Edge-Transport- oder Hub-Transport-Server gespeichert wird, mit mindestens 500 MB freiem Speicherplatz

Bei den hier angegebenen Mindestanforderungen an den Speicherplatz sind die Anforderungen für das Datenträgersubsystem für eine angemessene Leistung nicht berücksichtigt.

Laufwerk

DVD-ROM-Laufwerk (lokal oder mit Netzwerkzugriff)

Keine.

Bildschirmauflösung

800 x 600 Pixel oder höher

Keine.

Dateiformat

Als NTFS-Dateisysteme formatierte Festplattenpartitionen. Gilt für die folgenden Partitionen:

  • Systempartition

  • Partitionen, auf denen Exchange-Binärdateien gespeichert werden

  • Partitionen, die Transaktionsprotokolldateien enthalten

  • Partitionen, die Datenbankdateien enthalten

  • Partitionen, die andere Exchange-Dateien enthalten

Keine.

Weitere Informationen zum Planen der Hardware für Exchange 2010 finden Sie in den folgenden Themen:

In der folgenden Tabelle sind die unterstützten Betriebssysteme für Exchange 2010 aufgeführt.

Unterstützte Betriebssysteme für Exchange 2010

 

Komponente Anforderung

Betriebssystem auf einem Computer mit 64-Bit-Prozessor

Eines der folgenden Betriebssysteme kann verwendet werden:

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 Standard mit Service Pack 2 (SP2)

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 Enterprise mit SP2

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 R2 Standard mit SP1

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 R2 Enterprise mit SP1

  • Windows Server 2008 Datacenter, RTM-Version oder höher

  • Windows Server 2008 R2 Datacenter, RTM-Version oder höher

  • Windows Server 2012 (erfordert Exchange 2010 SP3 oder höher)

Betriebssystem für die Installation der Exchange-Verwaltungstools auf einem Computer mit einem 64-Bit-Prozessor

Eines der folgenden Betriebssysteme kann verwendet werden:

  • Windows Vista mit SP2 nur für die Installation der Verwaltungstools

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 Standard mit SP2

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 Enterprise mit SP2

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 R2 Standard

  • 64-Bit-Edition von Windows Server 2008 R2 Enterprise

  • Windows Server 2012

  • 64-Bit-Version von Windows 7

  • Windows 8 (erfordert Exchange 2010 SP3 oder höher)

importantWichtig:
Die RTM-Version (Release To Manufacturing) von Exchange 2010 kann nicht auf Computern ausgeführt werden, auf denen die mit den US-amerikanischen FIP-Standards konformen Einstellungen (Federal Information Processing Standards, FIPS) aktiviert sind. Wenn FIPS auf Computern mit Windows Server 2008 SP2 oder Windows Server 2008 R2 aktiviert ist, kann Exchange 2010 RTM nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie im Knowledge Base-Artikel 811833, Die Auswirkungen der Aktivierung der Sicherheitseinstellung "Systemkryptografie: FIPS-konformen Algorithmus für Verschlüsselung, Hashing und Signatur verwenden" unter Windows XP und höheren Versionen von Windows.

Exchange 2010 unterstützt die folgenden Versionen von Microsoft Office Outlook und Microsoft Entourage für Mac:

  • Outlook 2010

  • Outlook 2007

  • Outlook 2003

  • Entourage 2008 für Mac, Web Services Edition

  • Outlook für Mac 2011

Wenn SieClients haben, auf denen Outlook 2003 ausgeführt wird, müssen Sie beim Upgrade Ihrer Organisation auf Exchange 2010 Folgendes beachten:

  • Auf Clients mit Outlook 2003 ist möglicherweise festzustellen, dass Ordner nicht automatisch innerhalb eines angemessenen Zeitraums aktualisiert werden. Dies war ein bekanntes Problem in Exchange 2010 RTM und SP1, das im Exchange 2010 SP1-Rollupupdate 3 behoben wurde. Weitere Informationen zur Installation eines Updaterollups finden Sie unter Installieren des neuesten Updaterollups für Exchange 2010. Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Problem finden Sie im Knowledge Base-Artikel 2009942, In Outlook 2003 dauert das Senden und Empfangen von E-Mail-Nachrichten sehr lange, wenn ein Exchange 2010-Postfach verwendet wird. Bei Outlook 2007 und Outlook 2010 tritt dieses Problem nicht auf.

  • Exchange 2010 RTM: Von Clients, auf denen Outlook 2003 ausgeführt wird, wird keine RPC-Verschlüsselung verwendet, die standardmäßig für den RPC-Clientzugriff erforderlich ist. Sie müssen entweder die RPC-Verschlüsselungsanforderung deaktivieren oder Outlook 2003 so konfigurieren, dass die RPC-Verschlüsselung verwendet wird. Outlook 2007 und spätere Versionen sind jedoch automatisch mit der Änderung am RPC-Clientzugriff kompatibel, da sie die RPC-Verschlüsselung standardmäßig unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zum RPC-Clientzugriff.

  • Exchange 2010 SP1: In Exchange 2010 SP1 ist die RPC-Verschlüsselungsanforderung standardmäßig deaktiviert. Für jeden neuen Clientzugriffsserver, der in der Organisation bereitgestellt wird, ist keine Verschlüsselung erforderlich. Jeder Clientzugriffsserver, der vor Exchange 2010 SP1 bereitgestellt oder für den ein Upgrade auf Exchange 2010 SP1 durchgeführt wurde, behält dagegen die vorhandene Einstellung der RPC-Verschlüsselungsanforderung bei.

Weitere Informationen finden Sie unter Bedenken: Kann ich Exchange 2010 bereitstellen, obwohl ich mit Outlook 2003-Clients arbeite?.

Microsoft unterstützt das Ausführen von Exchange 2010 in der Produktion mit Hardwarevirtualisierungssoftware. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur Exchange 2010-Virtualisierung.

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