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Verwaltungsfeatures in Exchange Server 2003

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2006-03-08

Microsoft® Exchange Server 2003 enthält einige neue Features, die die Verwaltung von Exchange erleichtern und effizienter gestalten. Die wichtigsten Verbesserungen, die Exchange 2003 gegenüber früheren Exchange-Versionen bietet, reichen von neuen Features für die Empfängerverwaltung bis zu einer verbesserten Warteschlangenanzeige.

In der folgenden Tabelle sind die in den folgenden Themen erläuterten Verbesserungen der Exchange 2003-Features aufgeführt.

Verwaltung von Exchange 2003 – Featureverbesserungen

Feature Beschreibung

Empfängerverwaltung

  • Zwei neue E-Mail-aktivierte Objekte in der Empfängerverwaltung: InetOrgPerson und abfragebasierte Verteilergruppen.
  • Auf der Registerkarte Exchange-Features in den Eigenschaften des Benutzers sind die Features Drahtlosdienste und Protokolle enthalten.
  • Es können nun mehrere Instanzen des Assistenten für Exchange-Aufgaben in einer einzelnen Konsole gleichzeitig ausgeführt werden.
  • Sie können den Assistenten für Exchange-Aufgaben im Exchange-System-Manager zum Verschieben von Postfächern verwenden.
  • Neu in SP2: Ein Feature, mit dem der MAPI-Zugriff für einzelne Benutzer aktiviert oder deaktiviert werden kann.

Verwaltung mobiler Clients

  • Neu in SP2: Die Unterstützung der Synchronisierung mobiler Clients mithilfe der Direct Push-Technologie. Wenn Direct Push aktiviert ist, werden neue E-Mail-Elemente automatisch vom Server auf das mobile Gerät übertragen, ohne dass SMS-Benachrichtigungen erforderlich sind.
  • Neu in SP2: Features, mit denen Administratoren Richtlinieneinstellungen im Zusammenhang mit der Sicherheit für mobile Clients verwalten können.
  • Neu in SP2: Ein Feature, mit dem Administratoren ein mobiles Gerät remote bereitstellen und entfernen können.
  • Neu in SP2: Die Benutzer mobiler Geräte können nun die Kontakteigenschaften für einzelne Personen in der globalen Adressliste anzeigen.
  • Neu in SP2: Die Unterstützung der zertifikatbasierten Authentifizierung und S/MIME.

Warteschlangenanzeige

  • Verbesserte Funktionen der Warteschlangenanzeige erlauben die Anzeige einer größeren Anzahl von Nachrichtenwarteschlangen.
  • Sowohl SMTP- als auch X.400-Warteschlangen können statt in getrennten Knoten in der Warteschlangenanzeige angezeigt werden.
  • Ausgehende E-Mail kann für alle SMTP-Warteschlangen deaktiviert werden.
  • Sie können die Aktualisierungsrate für Warteschlangen festlegen.
  • Verbesserte Option Nachrichten suchen zum Suchen von Nachrichten in einer Warteschlange.
  • Im Bereich Weitere Warteschlangeninformationen können zusätzliche Informationen zu einer bestimmten Warteschlange angezeigt werden.
  • Ausgeblendete Warteschlangen, z. B. Warteschlange für Nachrichten mit fehlerhafter Übermittlung.

Öffentliche Ordner

  • Neue und verbesserte Verwaltungsoberfläche für Öffentliche Ordner, z. B. die Registerkarten Status und Replikation. Verbesserte Suchfunktionen für die Suche in allen Öffentlichen Ordnern.
  • Sie können eine Liste der speziellen Server erstellen, zwischen denen Verweise auf Öffentliche Ordner zulässig sind.
  • Mithilfe der neuen Microsoft Windows®-Skriptdatei (.wfs) pfMigrate (Microsoft Exchange Public Folder Migration Tool) können Replikate der Systemordner und Öffentlichen Ordner auf dem neuen Exchange 2003-Server erstellt werden.
  • Neu in SP2: Das Löschen Öffentlicher Ordner kann nun verfolgt werden.
  • Neu in SP2: Die Replikation Öffentlicher Ordner kann manuell beendet und wieder aufgenommen werden.
  • Neu in SP2: Mithilfe des Assistenten zum Verwalten von Einstellungen für Öffentliche Ordner können Clientberechtigungen und die Listen der Replikatserver geändert werden und die Einstellungen für Öffentliche Ordner überschrieben werden.
  • Neu in SP2: Der Inhalt Öffentlicher Ordner kann viel einfacher von einem öffentlichen Informationsspeicher auf einen anderen Server verschoben werden.

Wiederherstellung von Postfächern

  • Mit dem neuen Tool zur Wiederherstellung von Postfächern können Sie Wiederherstellungs- und Exportvorgänge für mehrere Postfächer mit getrennter Verbindung gleichzeitig durchführen.

Nachrichtenstatus

  • Bessere Kontrolle über Protokolldateien für die Nachrichtenverfolgung im Exchange-System-Manager.
  • Nachrichten können nun nach Kategorien verfolgt werden.

Dienstprogramm Exchdump.exe

  • Exchdump.exe ist ein Befehlszeilen-Dienstprogramm, das Exchange-Konfigurationsinformationen aus unterschiedlichen Quellen, z. B. Microsoft Active Directory®-Verzeichnisdienst, Registrierung usw., erfasst und entsprechende Berichte erstellt.

Empfänger sind Active Directory-Objekte. Benutzer können postfachaktiviert oder E-Mail-aktiviert sein. Kontakte, Gruppen und Öffentliche Ordner können nur E-Mail-aktiviert sein. Durch diese Zuordnung wird festgelegt, welche Aufgaben Benutzer in Exchange ausführen können. Exchange 2003 enthält erstmals zwei neue Empfängerobjekte: InetOrgPerson und abfragebasierte Verteilergruppen.

Das InetOrgPerson-Objekt wird in einigen LDAP- und X.500-Verzeichnisdiensten, die nicht von Microsoft stammen, verwendet, um Personen innerhalb einer Organisation darzustellen. Durch die Unterstützung für InetOrgPerson in Exchange 2003 lässt sich die Migration von anderen LDAP-Verzeichnissen zu Active Directory effizienter durchführen. InetOrgPerson-Objekte in Active Directory können entweder postfachaktiviert oder E-Mail-aktiviert sein. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Erstellen einer InetOrgPerson.

Das InetOrgPerson-Objekt in Active Directory ist von der Benutzerklasse abgeleitet und funktioniert wie ein Benutzerobjekt entsprechend dem LDAP-Standard. Ferner kann InetOrgPerson wie die Benutzerklasse als Sicherheitsprinzipal verwendet werden. Active Directory enthält nun InetOrgPerson in Abfragen für Benutzer. Active Directory bietet Unterstützung für die InetOrgPerson-Objektklasse sowie für die in RFC 2798 definierten zugeordneten Attribute. Weitere Informationen zu RFC 2798 finden Sie unter http://www.ietf.org/.

noteAnmerkung:
InetOrgPerson kann nur erstellt werden, wenn ein Microsoft Windows Server™ 2003-Domänencontroller ausgeführt wird. InetOrgPerson kann nur in einer einheitlichen Exchange 2003-Topologie postfachaktiviert oder E-Mail-aktiviert sein.

Eine abfragebasierte Verteilergruppe ist eine neue Art von Verteilergruppe, die erstmals in Exchange 2003 verfügbar ist. In diesem Abschnitt werden abfragebasierte Verteilergruppen, ihre Funktionsweise und ihre Erstellung erläutert.

Eine abfragebasierte Verteilergruppe bietet die gleichen Funktionen wie eine Standardverteilergruppe. Allerdings können Sie bei einer abfragebasierten Verteilergruppe eine LDAP-Abfrage verwenden, um die Mitgliedschaft in der Verteilergruppe dynamisch zu definieren (z. B. „Alle Vollzeitangestellten des Unternehmens“), statt statische Benutzermitgliedschaften anzugeben. Aufgrund der dynamischen Beschaffenheit abfragebasierter Verteilergruppen ist der Verwaltungsaufwand für abfragebasierte Verteilergruppen viel geringer. Allerdings wirken sich abfragebasierte Verteilergruppen bei Abfragen, die viele Ergebnisse zurückgeben, stärker auf die Leistung aus. Diese Auswirkungen gelten entsprechend für Serverressourcen (wie hohe CPU-Nutzung und größere Arbeitsseiten), da jedesmal, wenn eine E-Mail-Nachricht an eine abfragebasierte Verteilergruppe gesendet wird, eine LDAP-Abfrage gegen Active Directory ausgeführt wird, um die Mitgliedschaft zu bestimmen.

importantWichtig:
Das Anzeigen der Mitgliedschaft einer abfragebasierten Verteilergruppe in der globalen Adressliste ist nicht möglich, da die Mitgliedschaft bei jedem Senden von E-Mail-Nachrichten dynamisch generiert wird.

Wenn eine Nachricht an eine abfragebasierte Verteilergruppe gesendet wird, verarbeitet Exchange die Nachricht etwas anders als Nachrichten, die für andere Empfänger bestimmt sind. Der Weg für abfragebasierte Verteilergruppen durch Exchange an die beabsichtigten Empfänger lässt sich wie folgt beschreiben:

  1. Eine E-Mail-Nachricht wird über SMTP oder den Exchange-Informationsspeichertreiber and die Übergabewarteschlange übergeben.
  2. Das Kategorisierungsmodul, eine für die Adressauflösung zuständige Transportkomponente, bestimmt, dass eine abfragebasierte Verteilergruppe Empfänger ist.
  3. Das Kategorisierungsmodul sendet die LDAP-Abfrageanforderung an den globalen Katalogserver.
  4. Der globale Katalogserver führt die Abfrage aus und gibt die Gruppe der Adressen zurück, die der Abfrage entsprechen.
  5. Nach dem Empfang der vollständigen Gruppe entsprechender Adressen generiert das Kategorisierungsmodul eine Empfängerliste mit allen diesen Benutzern.
    noteAnmerkung:
    Das Kategorisierungsmodul muss über eine vollständige Gruppe von Empfängern verfügen, bevor es die Nachricht dem Routing übergeben kann. Wenn daher ein Fehler bei der Aufgliederung der abfragebasierten Verteilergruppe in die einzelnen Empfänger auftritt, muss das Kategorisierungsmodul den Prozess erneut starten.
  6. Nachdem das Kategorisierungsmodul die vollständige aufgegliederte Empfängerliste an das Routing übergeben hat, wird der Standardvorgang der Nachrichtenübermittlung fortgesetzt, und die E-Mail-Nachricht wird an die Postfächer der Benutzer ausgeliefert.

Wenn ein dedizierter Aufgliederungsserver (ein Server, der allein für die Aufgliederung von Verteilergruppen zuständig ist) für abfragebasierte Verteilergruppen verwendet wird, weicht der Vorgang leicht ab. In diesem Fall wird die Nachricht zunächst an den dedizierten Aufgliederungsserver geroutet, statt (wie in Schritt 4) eine Abfrage zur Aufgliederung an den globalen Katalogserver zu senden. Nachdem die Nachricht beim Aufgliederungsserver eintrifft, erfolgt die Aufgliederung, und die Übermittlung folgt dem oben beschriebenen Vorgang.

Abfragebasierte Verteilergruppen arbeiten zuverlässig in einer reinen Exchange 2003-Umgebung oder einer einheitlichen Exchange 2000- und Exchange 2003-Umgebung, in der alle Exchange 2000-Server mit Service Pack 3 (SP3) und globalen Katalogservern unter Windows Server 2003 ausgeführt werden. Wenn auf den globalen Katalogservern Windows® 2000 Server ausgeführt wird, kann ein Registrierungsschlüssel auf den Exchange 2000 SP3-Servern geändert werden, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Dieser Registrierungsschlüssel muss auf Exchange 2003-Servern nicht hinzugefügt werden, da Exchange 2003 in der Standardeinstellung abfragebasierte Verteilergruppen mit globalen Katalogservern unter Windows 2000 und Windows Server 2003 zuverlässig aufgliedert. Wenn Sie Exchange-Versionen vor Exchange 2000 SP3 in der Organisation ausführen, funktionieren abfragebasierte Verteilergruppen nicht zuverlässig.

Verwenden Sie das folgende Verfahren, um einen Exchange 2000 SP3-Server so zu konfigurieren, dass die Zuverlässigkeit in Organisationen erhöht wird, in denen abfragebasierte Verteilergruppen mit globalen Katalogen unter Windows 2000 aufgegliedert werden. Ausführliche Anweisungen finden Sie in „Ändern von Exchange 2000 SP3-Servern für die Verwendung mit globalen Katalogservern unter Windows 2000“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

noteAnmerkung:
Eine fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.

Zum Erstellen einer abfragebasierten Verteilergruppe müssen Sie den Exchange-System-Manager in der Version von Exchange 2003 und Active Directory-Benutzer und -Computer verwenden. Wenn Sie die Verwaltungskonsole nicht aktualisieren, können Sie keine abfragebasierten Verteilergruppen erstellen. Ausführliche Anweisungen zum Erstellen einer abfragebasierten Verteilergruppe finden Sie in „Erstellen einer abfragebasierten Verteilergruppe“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

noteAnmerkung:
Es wird empfohlen, alle Verwaltungskonsolen auf Exchange 2003 zu aktualisieren, bevor abfragebasierte Verteilergruppen in der Umgebung bereitgestellt werden.

Active Directory-Benutzer und -Computer stellt ein einfaches Verfahren zur Verfügung, um die LDAP-Abfrage mit Standardattributen ohne explizite LDAP-Kenntnisse zu formatieren. Beispielsweise können Sie alle Postfächer unter der Organisationseinheit auswählen und sogar die Abfrage so anpassen, dass alle Postfächer unter der Organisationseinheit ausgewählt werden, die auf einem bestimmten Server vorhanden ist.

Zusätzlich bietet die Registerkarte Vorschau in den Eigenschaften der Abfrage Informationen, die zum Sicherstellen der ordnungsgemäßen Funktion der Abfrage erforderlich sind. Wie bereits gesagt, können Sie sicherstellen, dass alle für die Abfrage ausgewählten Attribute auf dem globalen Katalogserver verfügbar sind. Mit der Registerkarte Vorschau erhalten Sie auch Informationen zur Ausführungsdauer der Abfrage. Auf dieser Grundlage können Sie entscheiden, ob die Abfrage in kleinere Abfragen aufgeteilt werden soll, um eine Leistungssteigerung und Beschleunigung zu ermöglichen.

Verwenden Sie die folgenden Richtlinien beim Erstellen abfragebasierter Verteilergruppen:

  • Sie können abfragebasierte Verteilergruppen nur in einer reinen Exchange 2003-Umgebung oder in einer einheitlichen Umgebung mit Exchange 2000 und Exchange 2003 verwenden, in der auf allen Exchange 2000-Servern Service Pack 3 ausgeführt wird.
  • Wenn Sie Verteilergruppen erstellen, die mehrere Domänen einbeziehen, verwenden Sie universelle Gruppen in Umgebungen mit mehreren Domänen. Obwohl Sie abfragebasierte Verteilergruppen globalen Verteilergruppen hinzufügen können, können auch domänenlokale und globale Sicherheitsgruppen diese Gruppen enthalten. Die Mitgliedschaft in diesen Arten von Gruppen wird nicht auf die globalen Katalogserver in anderen Domänen repliziert. Verwenden Sie universelle Verteilergruppen in Situationen, in denen die Verteilung eine Umgebung mit mehreren Domänen einbezieht.
    • Wenn Sie abfragebasierte Verteilergruppen zu einer zusammengesetzten Gruppe kombinieren möchten, kombinieren Sie sie zu einer universellen Gruppe. Auf globalen Katalogservern stehen nur universelle Gruppen domänenübergreifend zur Verfügung.
    • Beim Erstellen abfragebasierter Verteilergruppen sollten Sie universelle Gruppen einbeziehen, wenn die Mitgliedschaft in allen Domänen in einer Umgebung mit mehreren Domänen zur Verfügung stehen soll.
  • Indizieren Sie die in der Abfrage verwendeten Attribute. Durch Indizierung lässt sich die Leistung der Abfrage beträchtlich steigern und die Zeit verringern, die zum Aufgliedern der Verteilergruppe und zum Übermitteln der E-Mail-Nachricht an die vorgesehenen Empfänger erforderlich ist.
  • Wenn die Formatierung der Filterzeichenfolge falsch formatiert oder die LDAP-Syntax nicht korrekt ist, führt der globale Katalogserver die Abfrage nicht aus. Erstellen Sie die Abfrage mit Active Directory-Benutzer und -Computer, das Ihnen zum Erstellen einer korrekten Abfrage hilfreich ist. Sie können auch die Registerkarte Vorschau in den Eigenschaften der Abfrage verwenden, um das Ergebnis der Abfrage anzuzeigen.So überprüfen Sie, dass die Abfrage gültig ist und zu den gewünschten Ergebnissen führt. Wenn Sie eine abfragebasierte Verteilergruppe auf Grundlage einer inkorrekten LDAP-Anfrage erstellen, empfängt ein Benutzer, der eine Nachricht an eine abfragebasierte Verteilergruppe sendet, einen Unzustellbarkeitsbericht (NDR) mit dem Code 5.2.4; außerdem wird bei aktivierter Protokollierung im Kategorisierungsmodul eines von zwei Ereignissen mit den Ereigniskennungen 6024 oder 6025 protokolliert.
  • Verwenden Sie immer die Registerkarte Vorschau, um sicherzustellen, dass die in der Abfrage enthaltenen Attribute auf dem globalen Katalogserver verfügbar sind.
  • Wenn die Filterzeichenfolge wohlgeformt ist, aber keine Ergebnisse zurückgegeben werden, erhält der Absender keinen Unzustellbarkeitsbericht. Dieses Verhalten entspricht dem Ergebnis, das das Senden einer Nachricht an eine leere Verteilergruppe hat. Wie bereits erwähnt, verwenden Sie die Registerkarte Vorschau in Active Directory-Benutzer und -Computer, um zu überprüfen, ob die Abfrage die gewünschten Ergebnisse zurückgibt.
  • Verwenden Sie den Exchange-System-Manager in einem Sicherheitskontext, der über die gleichen Berechtigungen zum Lesen von Objekten in Active Directory wie der Exchange-Server verfügt. Beachten Sie, dass der Exchange-System-Manager im Sicherheitskontext des derzeit angemeldeten Benutzers ausgeführt wird. Wenn ein Administrator den Exchange-System-Manager ausführt und über weniger Sicherheitsberechtigungen als der Exchange-Server verfügt, wird möglicherweise bei der Abfrage auf der Registerkarte Vorschau eine Teilmenge der tatsächlichen Ergebnisse angezeigt. Das Vorschaufenster zeigt nur die Active Directory-Objekte an, für die der Administrator über Leseberechtigungen verfügt. Wenn hingegen eine Nachricht an die abfragebasierte Verteilergruppe gesendet wird, wird das Kategorisierungsmodul mit Exchange-Serverberechtigungen ausgeführt. Vorausgesetzt, dass der Exchange-Server über Berechtigungen für alle Objekte in der Abfrage verfügt, gibt die Abfrage die korrekten Ergebnisse zurück.
  • Das Löschen eines mit der Basis definierten Namens führt zu Problemen. Die Aufgliederung abfragebasierter Verteilergruppen beruht auf deren Basis-DN, der auf einen gültigen Container im Verzeichnis verweist. Wenn der Container gelöscht wird, der die Basis für den definierten Namen einer abfragebasierten Verteilergruppe darstellt, erhält der Absender einen Unzustellbarkeitsbericht mit dem Code 5.2.4. Wenn die Protokollierung im Kategorisierungsmodul aktiviert ist, wird ein Ereignis mit der Kennung 6024 oder 6025 protokolliert. Angenommen, Sie haben im Container „Benutzer“ einen Container „Vertrieb“ erstellt, der alle Vertriebsmitarbeiter enthält, und diesen Container „Vertrieb“ beim Erstellen einer abfragebasierten Verteilergruppe verwendet. Wenn Sie den Container „Vertrieb“ löschen, kann die Abfrage nicht mehr ausgeführt werden.

Im Exchange-System-Manager können Sie abfragebasierte Verteilergruppen auf Grundlage des AND-Operators erstellen. Das heißt, Sie können eine Abfrage erstellen, die zwei Attributwerte verwendet. Die Abfrage enthält Ergebnisse, die beide angegebene Bedingungen erfüllen. Wenn Sie beispielsweise eine Abfrage erstellen, die Benutzer im Postfachspeicher 1 und Benutzer in Seattle umfasst, umfassen die Ergebnisse nur Benutzer, die im Postfachspeicher 1 vorhanden sind und in Seattle stationiert sind. Wenn Sie Verteilergruppen auf Grundlage des OR-Operator mit abfragebasierten Verteilergruppen erstellen möchten, erstellen Sie mehrere abfragebasierte Verteilergruppen und kombinieren diese zu einer einzigen Verteilergruppe. Wenn Sie beispielsweise Benutzer im Postfachspeicher 1 oder Benutzer in Seattle aufnehmen möchten, müssen Sie eine abfragebasierte Verteilergruppe für Benutzer in Seattle und eine weitere abfragebasierte Verteilergruppe für Benutzer in Postfachspeicher 1 erstellen. Dann müssen Sie eine Standardverteilergruppe erstellen, die diese beiden abfragebasierten Verteilergruppen als Mitglieder enthält.

noteAnmerkung:
Die für die Kombination der abfragebasierten Verteilergruppen verwendete Verteilergruppe darf keine abfragebasierte Verteilergruppe darstellen.

Angenommen, Sie möchten eine abfragebasierte Verteilergruppe erstellen, die alle Marketingmitarbeiter oder alle Mitarbeiter im Pariser Büro umfasst. Wenn Sie eine abfragebasierte Verteilergruppe mit einer LDAP-Abfrage erstellen, die alle Marketingmitarbeiter und alle Pariser Mitarbeiter enthält, gibt die Abfrage nur Benutzer zurück, die in beiden Gruppen enthalten sind, wohingegen ein Benutzer, der kein Mitglied beider Gruppen ist, ausgeschlossen wird. Um eine OR-Funktion zu erhalten (und so Mitglieder aus einer der beiden Gruppen aufzunehmen), müssen Sie zwei abfragebasierte Verteilergruppen erstellen, eine für Marketingmitarbeiter und eine für Pariser Mitarbeiter. Dann müssen Sie die beiden Gruppen kombinieren und eine neue Verteilergruppe (keine abfragebasierte Verteilergruppe) erstellen, die die beiden Gruppen als Mitglieder enthält. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte durch:

  1. Erstellen Sie für alle Marketingmitarbeiter die abfragebasierte Verteilergruppe Marketing.
  2. Erstellen Sie für alle Mitarbeiter im Pariser Büro die abfragebasierte Verteilergruppe Paris employees.
  3. Erstellen Sie eine Verteilergruppe, und fügen Sie die abfragebasierten Verteilergruppen Marketing und Paris employees als Mitglieder dieser Gruppe hinzu.
    importantWichtig:
    Einer Verteilergruppe können abfragebasierte Verteilergruppen nicht auf dieselbe Weise als Mitglieder hinzugefügt werden, wie einer Gruppe Benutzer hinzugefügt werden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verteilergruppe, und klicken Sie und dann auf Abfragebasierte Exchange-Verteilergruppen hinzufügen.

Ausführliche Anweisungen dazu, wie abfragebasierte Verteilergruppen als Mitglieder einer Standardverteilergruppe hinzugefügt werden, finden Sie in „Hinzufügen abfragebasierter Verteilergruppen als Mitglieder einer Verteilergruppe“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

Die zum Erweitern und Ausführen einer abfragebasierten Verteilergruppe benötigte Zeit hängt von den folgenden Faktoren ab:

  • Hardware
    Das Kategorisierungsmodul benötigt bis zu 2 KB Arbeitsspeicher pro Empfänger. Wenn Sie diese konservative Einschätzung als Richtlinie nehmen, benötigt das Kategorisierungsmodul für eine E-Mail-Nachricht an eine abfragebasierte Verteilergruppe mit 6.000 Benutzern (d. h. die Abfrage gibt 6.000 Datensätze zurück) 12 MB Arbeitsspeicher, nur um die abfragebasierte Verteilergruppe zu erweitern. Analog dazu benötigt das Kategorisierungsmodul ungefähr 200 MB Arbeitsspeicher, wenn Sie eine E-Mail-Nachricht an eine größere abfragebasierte Verteilergruppe mit 100.000 Benutzern senden. Die Prozessorleistung und die Größe des verfügbaren physischen Speichers beeinflusst die für die Übermittlung der Nachrichten benötigte Zeit nach der Erweiterung.
  • Verfügbarkeit von globalen Katalogen
    Wenn Sie eine Nachricht an eine abfragebasierte Verteilergruppe senden, während alle globalen Katalogserver nicht verfügbar sind, wird die Nachricht im Kategorisierungsmodul in den Wiederholungsmodus gesetzt. Das bedeutet, dass die vollständige Erweiterung nach einer Stunde erneut gestartet wird.
    Es empfiehlt sich, große abfragebasierte Verteilergruppen in Kombinationen von Standardverteilergruppen aufzuteilen und anschließend unterschiedliche Server für die Aufgliederung der Verteilergruppen zuzuordnen. Bei der Erweiterung von Verteilergruppen stehen Ihnen die folgenden drei Möglichkeiten zum Festlegen und Konfigurieren der Server für die Aufgliederung der Verteilergruppen sowie der globalen Katalogserver zur Verfügung:
    Option 1
    Legen Sie als Server für die Aufgliederung der Verteilergruppen einer großen abfragebasierten Verteilergruppe einen Exchange 2003-Server ohne Postfächer fest, z. B. einen Replikatserver für Öffentliche Ordner oder einen Bridgeheadserver. Da dieser Server über eine größere Bandbreite und mehr Ressourcen zum Aufgliedern der abfragebasierten Verteilergruppe verfügt, erhöht sich die Effizienz der Aufgliederung und Übermittlung.
    Option 2
    Erstellen Sie für jeden Exchange-Server eine abfragebasierte Verteilergruppe, und beschränken Sie jede abfragebasierte Verteilergruppe auf die Postfächer auf dem jeweiligen Server. Durch Zuweisen dieses Servers als Server für die Aufgliederung der Verteilergruppen wird die Nachrichtenübermittlung optimiert. Verwenden Sie anschließend zusammengesetzte Standardverteilergruppen, die diese abfragebasierten Verteilergruppen als Mitglieder enthalten. Wenn beispielsweise eine abfragebasierte Verteilergruppe für alle Vollzeitangestellten erstellt werden soll, erstellen Sie auf jedem Server eine abfragebasierte Verteilergruppe und weisen diesen Gruppen die Namen Server1 Full Time und Server2 Full Time zu. Anschließend erstellen Sie die Standardverteilergruppe AllFullTime, die aus den beiden serverbasierten Gruppen besteht.
    noteAnmerkung:
    Die für die Kombination der abfragebasierten Verteilergruppen verwendete Verteilergruppe darf keine abfragebasierte Verteilergruppe darstellen.
    Option 3
    Erstellen Sie kleinere abfragebasierte Verteilergruppen, und kombinieren Sie diese in einer Standardverteilergruppe, anstatt eine große abfragebasierte Verteilergruppe zu verwenden.
    Angenommen, Sie möchten die abfragebasierte Verteilergruppe All employees mit 100.000 Benutzern erstellen. Teilen Sie die Gruppe in die folgenden kleineren abfragebasierten Verteilergruppen auf, und kombinieren Sie diese Gruppen in einer einzigen Standardverteilergruppe:
    • All Temps, 10.000 Benutzer
    • All Vendors, 5.000 Benutzer
    • All Full-Time, 65.000 Benutzer
    • All Interns, 2.000 Benutzer
    • All Contractors, 18.000 Benutzer
    In diesem Szenario stellt All Full-Time eine große Verteilergruppe dar, der sie einen bestimmten Server für die Aufgliederung der Verteilergruppen zuordnen können. Den weiteren abfragebasierten Verteilergruppen kann je nach der Verteilung der Benutzer auf Ihren Exchange-Servern ein Server für die Aufgliederung von Verteilergruppen zugeordnet werden. Wenn sich beispielsweise alle Praktikanten auf einem Exchange-Server befinden, kann dieser Server als Server für die Aufgliederung der Verteilergruppen für All Interns verwendet werden. Dieser Ansatz ist insgesamt wirksamer als eine einzelne abfragebasierte Verteilergruppe mit 100.000 Empfängern.

In Exchange 2003 können Sie einschränken, welche Personen E-Mail-Nachrichten an einen einzelnen Benutzer oder an eine Verteilerliste senden dürfen. Übermittlungen können mit Hilfe der Standard-DACLs (Discretionary Access Control List – unterscheidende Zugriffssteuerungsliste) von Windows auf eine begrenzte Anzahl von Sicherheitsprinzipien beschränkt werden. Durch das Einschränken von Übermittlungen in einer Verteilerliste wird verhindert, dass nicht vertrauenswürdige Absender (z. B. nicht autorisierte Internet-Benutzer) E-Mail-Nachrichten an eine ausschließlich interne Verteilerliste senden können. Die Verteilerliste All Employees darf für niemanden außerhalb des Unternehmens zugänglich sein (weder durch Täuschung noch auf andere Weise).

noteAnmerkung:
Eingeschränkte Verteilerlisten sowie Übermittlungseinschränkungen für Benutzer können nur auf Bridgeheadservern oder SMTP-Gatewayservern verwendet werden, auf denen Exchange 2003 ausgeführt wird.

Ausführliche Anweisungen zu Übermittlungseinschränkungen für Benutzer finden Sie in „Einrichten von Einschränkungen für Benutzer“ im Transport- und Routing-Handbuch für Exchange Server 2003. Ausführliche Anweisungen zum Festlegen von Übermittlungseinschränkungen für Verteilerlisten finden Sie in „Einrichten von Einschränkungen für eine Verteilergruppe“ im Transport- und Routing-Handbuch für Exchange Server 2003.

Die Registerkarte Exchange-Features unter Eigenschaften für den Benutzer umfasst nun auch die Features Mobile Dienste und Protokolle. Mit diesen Exchange-Features werden für postfachaktivierte Benutzer zusätzliche Funktionen bereitgestellt. Sie können Optionen für mobile Dienste (z. B. Microsoft Outlook® Mobile Access) oder Protokolle (z. B. Outlook Web Access) aktivieren oder deaktivieren. Ausführliche Informationen finden Sie in den folgenden Verfahren:

Der Assistent für Exchange-Aufgaben bietet eine verbesserte Methode zum Verschieben von Postfächern. Sie können nun eine beliebige Anzahl von Postfächern auswählen und deren Verschiebung mithilfe des Aufgabenplaners für einen zukünftigen Zeitpunkt festlegen. Mit dem Aufgabenplaner können Sie auch noch nicht fertig gestellte Verschiebungen zu einem gewählten Zeitpunkt abbrechen. Sie können beispielsweise eine große Verschiebung so einplanen, dass sie an einem Freitag um Mitternacht beginnt und am Montag um 6:00 Uhr automatisch beendet wird. So können Sie sicherstellen, dass die Ressourcen des Servers nicht zu normalen Geschäftszeiten zusätzlich beansprucht werden Mit den Multithreadingfunktionen des Assistenten können Sie bis zu vier Postfächer gleichzeitig verschieben.

noteAnmerkung:
Neu in SP1: In SP1 können Postfächer im Mischmodus zwischen administrativen Gruppen verschoben werden. Postfächer sollten nur im gemischten Modus in bestimmten Szenarios über administrative Gruppen verschoben werden (beispielsweise während der Standortkonsolidierung). Weitere Informationen finden Sie unter "Bereitstellungsfeatures in Exchange Server 2003."

Weitere Anweisungen zum Verschieben von Postfächern aus Exchange System-Manager finden Sie in „Verschieben von Postfächern von einem virtuellen Exchange-Server auf einen anderen Server“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch. Postfächer können auch über Active Directory-Benutzer und -Computer verschoben werden.

In Exchange Server 2003 SP2 kann der MAPI-Zugriff für einen angegebenen Benutzer deaktiviert werden. Sie können außerdem einem Benutzer Zugriff gewähren, der Microsoft Office Outlook für die Ausführung im Cachemodus konfiguriert hat, sonstigen Zugriff jedoch verweigern. Diese Funktion ist in vielen Szenarios nützlich. Sie können beispielsweise beim Bereitstellen von Hostingdiensten festlegen, dass die gehosteten Benutzer über Outlook Web Access eine Verbindung mit Exchange Server herstellen, und nicht über Outlook.

Das ProtocolSettings-Attribut des Benutzerobjekts im Active Directory®-Verzeichnisdienst speichert die Einstellungen für den Clientzugriff. Bei diesem Attribut handelt es sich um eine Zeichenfolgeneigenschaft mit mehreren Werten, bei der jede Zeichenfolge auf ein anderes Protokoll angewendet wird. Der MAPI-Zugriff kann eingeschränkt werden, indem dem Attribut ProtocolSettings mithilfe eines Tools wie ADSIEdit die folgende Zeichenfolge manuell hinzugefügt wird:

MAPI§<Bool1>§<Bool2>§§§§§§

Die acht §-Trennzeichen definieren genau neun Felder. Die Felder haben die folgende Bedeutung.

 

MAPI

Gibt an, dass die Zeichenfolge Einstellungen enthält, die für das MAPI-Protokoll gelten.

Bool1

0, um jeglichen MAPI-Zugriff zu blockieren; 1, um den MAPI-Zugriff basierend auf Bool2 zu bestimmen.

Bool2

0 für NOOP; 1, um den Zugriff auf Outlook-Clients zu verweigern, die sich nicht im Cachemodus befinden.

Verbleibende 6 Felder

Derzeit nicht verwendet.

Wenn ProtocolSettings keine MAPI-Zeichenfolge enthält, sind alle MAPI-Clients zulässig.

noteAnmerkung:
Wenn die MAPI-Zeichenfolge nicht über die acht Trennzeichen verfügt und den erwarteten Datentypen entspricht, ist das Verhalten nicht definiert.

Die oben angegebenen Zugriffsbeschränkungen gelten nicht in folgenden Fällen:

  • MAPI-Zugriffsbeschränkungen haben keine Auswirkungen auf Exchange Server-Tasks. Benutzerpostfächer können beispielsweise unabhängig von den MAPI-Zugriffseinstellungen des angegebenen Postfachs verschoben werden.
  • MAPI-Zufriffsbeschränkungen, die auf einen bestimmten Benutzer angewendet wurden, gelten nicht für den Stellvertretungszugriff des Benutzers auf das Postfach eines anderen Benutzers.

Exchange Server 2003 SP2 unterstützt die Synchronisierung mobiler Clients mithilfe der Direct Push-Technologie. Direct Push ermöglicht eine offene Verbindung zwischen dem mobilen Gerät und dem Server. Wenn Direct Push aktiviert ist, werden neue E-Mail-Elemente automatisch vom Exchange-Server auf das mobile Gerät übertragen, ohne dass SMS-Benachrichtigungen erforderlich sind.

noteAnmerkung:
Zur Maximierung der Leistung wird empfohlen, die Timeout-Werte für die Firewall bei Verwendung der Option Direct Push über HTTP(s) aktivieren zu erhöhen. Weitere Informationen zum Konfigurieren von Microsoft ISA Server 2000 (Internet Security and Acceleration) oder ISA Server 2004 finden Sie auf der Seite „Product Documentation“ (nur auf Englisch verfügbar) der Microsoft ISA-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=48508. Informationen zum Konfigurieren dieser Einstellung in ISA Server 2004 finden Sie außerdem in der Onlinehilfe zu ISA Server 2004 in den Erläuterungen zum Konfigurieren der maximal gleichzeitig zulässigen Verbindungen.

Informationen zum Aktivieren der Direct Push-Technologie für alle Benutzer finden Sie in der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2 in den Erläuterungen zum Aktivieren von Exchange ActiveSync für alle Benutzer.

Sie können in Exchange Server 2003 SP2 die Sicherheitsrichtlinien-Einstellungen für mobile Clients verwalten. Mithilfe der Sicherheitsrichtlinien-Einstellungen können die Sicherheitsrichtlinien für die Benutzer mobiler Clients erstellt und anschließend erzwungen werden.

noteAnmerkung:
Der in diesem Thema verwendete Begriff Kennwort bezieht sich auf das von einem Benutzer zum Entsperren eines mobilen Geräts eingegebene Kennwort. Es entspricht jedoch nicht dem Benutzerkennwort für das Netzwerk.

Sie können folgende Optionen konfigurieren:

  • Kennwortanforderungen   Mit dieser Option kann die erforderliche Länge des Kennworts für das Gerät des Benutzers angegeben werden. Die Standardeinstellung ist 4 Zeichen. Sie können eine Kennwortlänge von 4 bis 18 Zeichen angeben. Sie können auch festlegen, dass Benutzer ein Kennwort auswählen, das sowohl Zahlen als auch Buchstaben enthält. Die Einstellung zum Festzulegen, dass Zahlen und Buchstaben in der Standardeinstellung nicht ausgewählt sind.
  • Anmeldeanforderungen nach einer Zeit der Inaktivität   Sie können festlegen, ob die Benutzer sich nach Ablauf einer angegebenen Anzahl von Minuten der Inaktivität an ihren Geräten anmelden sollen. Diese Einstellung ist in der Standardeinstellung nicht aktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, beträgt die Standardeinstellung 5 Minuten.
  • Gerätespeicher nach einer angegebenen Anzahl fehlgeschlagener Anmeldeversuche löschen   Sie können angeben, ob der Gerätespeicher nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen gelöscht werden soll. Diese Einstellung ist in der Standardeinstellung nicht aktiviert. Wenn diese Option ausgewählt ist, ist die Standardeinstellung 8 Versuche.
  • Zeitraum, in dem Richtlinieneinstellungen für mobile Gräte an ein Gerät gesendet werden   Sie können angeben, wie oft eine Bereitstellungsanfrage an Geräte gesendet werden soll. Diese Einstellung ist in der Standardeinstellung nicht aktiviert. Wenn diese Option ausgewählt ist, ist die Standardeinstellung alle 24 Stunden.

Sie können mithilfe der folgenden Optionen bestimmen, wie die Sicherheitsrichtlinien erzwungen werden sollen:

  • Nur Geräte, die Sicherheitsrichtlinien-Features für mobile Geräte unterstützen, dürfen synchronisiert werden. Wenn diese Einstellung aktiviert ist, können nur Benutzer mit Geräten, auf denen mindestens Windows Mobile 5.0 und das Microsoft Feature Pack für Messaging und Sicherheit für Windows Mobile 5.0 ausgeführt werden, ihre Geräte synchronisieren.
  • Sie können mobile Geräte zulassen, die die Sicherheitsrichtlinien-Features für mobile Geräte nicht vollständig unterstützen. Insbesondere Benutzer mit Geräten, auf denen frühere Versionen als Windows Mobile 5.0 und Microsoft Feature Pack für Messaging und Sicherheit für Windows Mobile 5.0 ausgeführt werden, können ihre Geräte synchronisieren. Bei der Verwendung dieser Option muss jedoch beachtet werden, dass die Sicherheitsrichtlinien-Einstellungen für mobile Geräte nur für Benutzer mit Geräten gilt, auf denen mindestens Windows Mobile 5.0 und das Microsoft Feature Pack für Messaging und Sicherheit für Windows Mobile 5.0 ausgeführt werden.
  • Sie können bestimmte Benutzer angeben, die von den Gerätesicherheitseinstellungen ausgenommen sind. Mit dieser Option können Sie die Benutzernamen bestimmter vertrauenswürdiger Benutzer eingeben, für die die Gerätesicherheitseinstellungen nicht erforderlich sind.
importantWichtig:
Bevor Sie die in Exchange Server 2003 SP2 verfügbaren Gerätesicherheitseinstellungen implementieren, muss berücksichtigt werden, dass auf einigen oder den meisten mobilen Geräten Windows Mobile 5.0 und das Microsoft Feature Pack für Messaging und Sicherheit für Windows Mobile 5.0 möglicherweise noch nicht ausgeführt werden. Damit Benutzer mobiler Geräte, auf denen diese Produkte nicht ausgeführt werden, ihre Geräte synchronisieren können, müssen Sie im Dialogfeld Gerätesicherheitseinstellungen die Option Zugriff für Geräte zulassen, die die Kennworteinstellungen nicht unterstützen aktivieren.
Wenn für alle Clients ein Update auf Windows Mobile 5.0 und das Microsoft Feature Pack für Messaging und Sicherheit für Windows Mobile 5.0 ausgeführt wurde, kann diese Option deaktiviert werden. Wenn diese Option deaktiviert ist, gelten die Sicherheitsrichtlinien-Einstellungen für mobile Geräte für alle Benutzer mobiler Geräte. Das Befolgen dieser Empfehlungen ermöglicht es Benutzern mobiler Geräte, auf denen Windows Mobile 5.0 und das Feature Pack für Messaging und Sicherheit für Windows Mobile 5.0 nicht ausgeführt werden, ihre Geräte zu synchronisieren.

Weitere Informationen zum Konfigurieren der Gerätesicherheitseinstellungen finden Sie in der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2 in den Erläuterungen zum Konfigurieren von Sicherheitseinstellungen für mobile Geräte.

In Exchange Server 2003 SP2 wurde das Feature Remote Wipe hinzugefügt, mit dem vertrauliche Daten auf einem mobilen Gerät remote gelöscht werden können. Dieses Feature ist nützlich, um vertrauliche Daten, die sich auf einem verlorenen oder gestohlenen mobilen Gerät befinden, remote zu löschen. Nach dem Verwenden dieses Befehls und dem erfolgreichen Löschen der vertraulichen Daten erhalten Sie eine Nachricht, dass die Daten auf dem Gerät erfolgreich gelöscht wurden.

In Exchange Server 2003 SP2 können Benutzer mobiler Geräte bei der Suche in der globalen Adressliste (GAL) Kontaktinformationen für Benutzer in der globalen Adressliste ihres mobilen Geräts ermitteln. Mit diesem Feature können Benutzer anhand eines Namens, Unternehmens usw. schnell nach einer Person suchen.

In Exchange Server 2003 SP2 wird Folgendes unterstützt:

  • Unterstützung für zertifikatbasierte Authentifizierung
  • Verwendung von S/MIME zum Signieren und Verschlüsseln von Nachrichten

Die Warteschlangenanzeige wurde bei Exchange 2003 erweitert, um die Überwachung von Nachrichtenwarteschlangen zu verbessern. Nun können Sie beispielsweise X.400- und SMTP-Warteschlangen in der Warteschlangenanzeige statt über die entsprechenden Protokollknoten anzeigen. Weitere Verbesserungen umfassen:

  • Deaktivieren ausgehender Nachrichten   Die Warteschlangenanzeige enthält die neue Option Ausgehende Nachrichten deaktivieren, mit der die von sämtlichen SMTP-Warteschlangen ausgehenden Nachrichten deaktiviert werden können. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Deaktivieren ausgehender Nachrichten für alle SMTP-Warteschlangen.
  • Festlegen der Aktualisierungsrate   Mit der Option Einstellungen kann die Aktualisierungsrate der Warteschlangen festgelegt werden. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Ändern der Einstellungen für die Aktualisierungsrate in der Warteschlangenanzeige.
  • Suchen von Nachrichten   Mit der Option Nachrichten suchen können Nachrichten anhand der Kriterien Absender, Empfänger und Nachrichtenstatus gesucht werden. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Suchen von Nachrichten.
  • Anzeigen zusätzlicher Informationen   Sie können auf eine bestimmte Warteschlange klicken, um Informationen zu dieser Warteschlange anzuzeigen. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Anzeigen von zusätzlichen Informationen zu einer Warteschlange.
  • Anzeigen von zuvor ausgeblendeten Warteschlangen   Mit der Warteschlangenanzeige in Exchange 2003 können drei Warteschlangen angezeigt werden, die in Exchange 2000 nicht sichtbar waren: DSN-Nachrichten mit ausstehender Übertragung, Warteschlange für Nachrichten mit fehlerhafter Übermittlung und Nachrichten in Warteschlange für verzögerte Übermittlung.

In der folgenden Abbildung wird die neue und verbesserte Warteschlangenanzeige veranschaulicht.

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Mehrere Warteschlangen, die bei Exchange 2000 verborgen waren, können im Exchange-System-Manager angezeigt werden.

noteAnmerkung:
Die X.400- und SMTP-Warteschlangen werden nun in der Warteschlangenanzeige und nicht unter dem jeweiligen Knoten angezeigt.

In der folgenden Tabelle werden die neuen Warteschlangen, die dazugehörigen Beschreibungen sowie mögliche Gründe für die Anhäufung von Nachrichten in jeder Warteschlange angezeigt.

Neue Warteschlangen in Exchange 2003

Warteschlangenname Beschreibung Gründe für Nachrichtenanhäufung

DSN-Nachrichten mit ausstehender Übertragung

Enthält Benachrichtigungen über den Zustellstatus (DSN, Delivery Status Notifications), auch Unzustellbarkeitsberichte genannt, die von Exchange übermittelt werden können.

Hinweis   Die folgenden Vorgänge sind für diese Warteschlange nicht verfügbar:

  • Alle Nachrichten löschen (kein Unzustellbarkeitsbericht)
  • Alle Nachrichten löschen (Unzustellbarkeitsbericht)

Nachrichten können sich in dieser Warteschlange anhäufen, wenn der Microsoft Exchange-Informationsspeicher nicht verfügbar ist bzw. nicht ausgeführt wird oder wenn Probleme bei der Speicherkomponente IMAIL Exchange vorhanden sind. Über diese Komponente erfolgt die Konvertierung.

Überprüfen Sie das Ereignisprotokoll auf mögliche Fehler beim Microsoft Exchange-Informationsspeicher.

Warteschlange für Nachrichten mit fehlerhafter Übermittlung

Enthält Benachrichtigungen, deren Warteschlangenübertragung fehlgeschlagen ist, meistens bevor eine andere Art der Verarbeitung stattgefunden hat. In der Standardeinstellung werden Nachrichten in dieser Warteschlange nach 60 Minuten neu übertragen.

Mögliche Gründe für fehlgeschlagene Übertragung von Nachrichten sind die folgenden:

  • Beschädigte Nachrichten
  • Drittanbieterprogramme oder Ereignissenken führen unter Umständen zu einem Konflikt mit der Warteschlangenfunktion oder der Integrität.
  • Niedrige Systemressourcen verursachen eine langsame Reaktion des Systems oder weisen auf Leistungsprobleme hin. Ein Neustart von IIS hilft möglicherweise vorübergehend bei Ressourcenproblemen. Die eigentliche Ursache des Problems sollte jedoch unbedingt ermittelt werden.

Nachrichten in Warteschlange für verzögerte Übermittlung

Enthält Nachrichten, die in der Warteschlange eingereiht sind und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet werden, z. B. Nachrichten, die mit älteren Versionen von Microsoft Office Outlook gesendet wurden. (Diese Option kann bei Outlook-Clientcomputern festgelegt werden.)

Frühere Versionen von Outlook sind für die Übermittlung von Nachrichten vom Message Transfer Agent (MTA) abhängig. Nun wird die Übermittlung von Nachrichten über SMTP und nicht den MTA durchgeführt. Daher wird die verzögerte Übermittlung von Nachrichten, die über frühere Outlook-Versionen gesendet werden, anders gehandhabt.

Diese Nachrichten verbleiben bis zum angesetzten Übermittlungszeitpunkt in der Warteschlange.

Mögliche Gründe für die Anhäufung von Nachrichten sind die folgenden:

  • Wenn eine Nachricht an das Postfach eines Benutzers gesendet wird, das gerade verschoben wird, können die Nachrichten in diese Warteschlange eingereiht werden.
  • Wenn der Benutzer noch kein Postfach hat und für den Benutzer keine Hauptkonto-SID (Security ID) vorhanden ist. Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 316047, „XADM: Addressing Problems That Are Created When You Enable ADC-Generated Accounts“.
  • Die Nachricht ist möglicherweise beschädigt oder der Empfänger ungültig.
  • Um festzustellen, ob eine Nachricht beschädigt ist, überprüfen Sie deren Eigenschaften. Wenn einige Eigenschaften nicht zugänglich sind, kann dies auf eine Beschädigung der Nachricht hindeuten. Überprüfen Sie auch, ob der Empfänger gültig ist.

Bei Exchange 2000 Server konnte angegeben werden, ob Verweise auf Öffentliche Ordner zwischen Routinggruppen zulässig waren. Exchange 2003 bietet eine umfassendere Oberfläche, über die Sie eine Liste bestimmter Server erstellen können, zwischen denen Verweise zulässig sind.

Wenn ein Benutzer eine Verbindung mit einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner herstellt, der keine Kopie des vom Benutzer gesuchten Inhalts enthält, wird der Benutzer zu einem anderen Informationsspeicher weitergeleitet, der eine Kopie dieses Inhalts enthält. Mit Verweisen auf Öffentliche Ordner kann die Umleitung der Daten gesteuert werden (vergleichbar mit der Affinität Öffentlicher Ordner in Exchange 5.5).

In der Standardkonfiguration versucht Exchange, den Benutzer zu einem Server in der lokalen Routinggruppe weiterzuleiten. Wenn keiner dieser Server über den gewünschten Inhalt verfügt, sucht Exchange entsprechend der Routinggruppenstruktur der Organisation nach einem geeigneten Server.

In Exchange Server 2003 können Sie eine Liste mit bestimmten Servern erstellen, zwischen denen Verweise zulässig sind. Beispielsweise können Sie Verweise auf eine einzige Routinggruppe beschränken oder Verweise nur zwischen bestimmten Servern in einer Routinggruppe zulassen. Ausführliche Anweisungen zum Erstellen einer benutzerdefinierten Verweisliste finden Sie in „Angeben einer benutzerdefinierten Liste für Verweise auf Öffentliche Ordner“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

Darüber hinaus können Sie „Kosten“ zuweisen, um für Server in der Verweisliste Prioritäten festzulegen. Anhand von Kosten können Sie Servern in der Verweisliste Prioritäten zuweisen. Server mit höheren Kosten werden nur dann verwendet, wenn keine Server mit niedrigeren Kosten verfügbar sind. Ausführliche Anweisungen zum Zuweisen von „Kosten“, um für Server in der Verweisliste Prioritäten festzulegen, finden Sie in „Zuweisen von Kosten in der Liste der Verweise auf Öffentliche Ordner“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

Exchange 2003 enthält mehrere neue Oberflächenelemente für Öffentliche Ordner, mit denen die Verwaltung vereinfacht wird. Zum Anzeigen der neuen Oberflächenelemente erweitern Sie im Exchange-System-Manager die Option Ordner, und wählen Sie anschließend einen Öffentlichen Ordner (in einigen Fällen eine Öffentliche Ordner-Hierarchie) aus. Die folgenden neuen Registerkarten werden im Detailbereich angezeigt.

  • Registerkarte „Inhalt“
    Mit dieser Registerkarte können Sie den Inhalt eines Öffentlichen Ordners im Exchange-System-Manager anzeigen. Es ist nicht mehr erforderlich, zum Anzeigen des Inhalts von Öffentlichen Ordnern eine weitere Clientanwendung zu öffnen. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Anzeigen des Inhalts eines Öffentlichen Ordners mithilfe des Exchange-System-Managers.
  • Registerkarte „Suchen“
    Mit dieser Registerkarte können Sie im ausgewählten Öffentlichen Ordner oder in der Öffentlichen Ordner-Hierarchie nach Öffentlichen Ordnern suchen. Sie können eine Vielzahl von Suchkriterien angeben, z. B. den Namen oder das Alter des Ordners. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Suchen eines Öffentlichen Ordners.
    noteAnmerkung:
    Die Registerkarte Suchen ist sowohl in der Hierarchie auf oberster Ebene als auch auf Ordnerebene verfügbar.
  • Registerkarte „Status“
    Mit dieser Registerkarte können Sie den Status eines Öffentlichen Ordners anzeigen, z. B. Informationen über Server, auf denen sich Replikate des Ordners befinden, oder die Anzahl der Elemente im Ordner. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter „Überprüfen des Replikationsstatus von Öffentlichen Ordnern“ in Arbeiten mit dem Exchange Server 2003–Informationsspeicher.
  • Registerkarte „Replikation“
    Mit dieser Registerkarte können Sie Replikationsinformationen über den Ordner anzeigen. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter „Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner“ in Arbeiten mit dem Exchange Server 2003–Informationsspeicher.
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Wenn Öffentliche Ordner vor Ablauf des normalen Replikationsintervalls repliziert werden sollen, können Sie die Replikation manuell ausführen. Mithilfe der Befehle Inhalt senden oder Hierarchie senden eines Öffentlichen Ordners können Änderungen von einem Server auf einen anderen repliziert werden. Der Bereich der zu replizierenden Änderungen beginnt bei der angegebenen Anzahl zurückliegender Tage und endet beim letzten Replikationszyklus. Sie können beispielsweise alle Änderungen der letzten zwei Tage mit Ausnahme der Änderungen, die seit dem letzten Replikationszyklus vorgenommen wurden, replizieren.

Ausführliche Anweisungen zum manuellen Replizieren des Inhalts Öffentlicher Ordner finden Sie in „Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner“ in Arbeiten mit dem Exchange Server 2003-Informationsspeicher.

Beim Microsoft Exchange Public Folder Migration Tool (pfMigrate) handelt es sich um ein neues Windows-Installationsskript (.wfs), mit dem Sie auf neuen Exchange 2003-Servern Replikate Ihrer Systemordner und Öffentlichen Ordner erstellen können. Nach dem Replizieren der Systemordner und Öffentlichen Ordner können Sie mit dem pfMigrate-Tool Replikate vom Quellserver entfernen. Im Gegensatz zu Microsoft Exchange Server 5.5 ist es in Exchange 2003 nicht erforderlich, für einen Öffentlichen Ordner einen Stammserver einzurichten. Jedes Replikat fungiert als primäres Replikat der in ihm enthaltenen Daten, und jeder Server für Öffentliche Ordner kann aus der Replikatliste entfernt werden. Sie können mit pfMigrate vor dem Replizieren von Ordnern einen Bericht erstellen, um die Anzahl der Ordner zu bestimmen, die repliziert werden müssen. Um zu ermitteln, ob die Ordner erfolgreich repliziert wurden, können Sie denselben Bericht nach dem Replizieren der Ordner erstellen.

Wenn Sie pfMigrate verwenden möchten, müssen sich der angegebene Quell- und Zielserver in derselben Routinggruppe befinden. Mit pfMigrate können keine Replikate von Systemordnern und Öffentlichen Ordnern erstellt werden, die sich in unterschiedlichen Routinggruppen befinden. Der Grund hierfür besteht darin, dass im gemischten Modus durch das Verschieben von Ordnern zwischen verschiedenen Routinggruppen die Übermittlung von E-Mail-Nachrichten an Öffentliche Ordner möglicherweise verhindert wird.

Das pfMigrate-Tool befindet sich auf der Exchange 2003-CD im Ordner ExDeploy (unter Supporttools). Das Tool kann über die Eingabeaufforderung ausgeführt werden, entweder auf einem Server oder über die Verwaltungskonsole. Ausführliche Anweisungen zum Ausführen des pfMigrate-Tools finden Sie in „Ausführen des PFMigrate-Tools (Public Folder Migration)“ im Bereitstellungshandbuch für Exchange Server 2003.

In Exchange Server 2003 SP2 können mithilfe der Analyseprotokollierung Ereignisse aufgezeichnet werden, die mit dem Löschen Öffentlicher Ordner verbundene Informationen angeben. Mithilfe der in diesen Ereignissen bereitgestellten Informationen können Sie Benutzer oder Administratoren nachverfolgen, die Öffentliche Ordner oder deren Inhalte löschen könnten, die nicht gelöscht werden sollen. Das protokollierte Ereignis enthält folgende Informationen:

  • Den Namen des gelöschten Öffentlichen Ordners
  • Den Zeitpunkt, zu dem der Öffentliche Ordner gelöscht wurde
  • Den Namen des Postfachs und des Windows-Benutzerkontos, von dem das Postfach gelöscht wurde

Ereignisse, die Informationen zum Löschen Öffentlicher Ordner angeben, werden in der Standardeinstellung nicht protokolliert. Wenn Sie jedoch die entsprechende Protokollierungskategorie auf Mittel oder Maximum festlegen, wird das Ereignis beim Löschen eines Öffentlichen Ordners protokolliert:

  • Ereignistyp: Information
  • Event Source: Öffentlicher Ordner "MSExchangeIS"
  • Event Category: Allgemein
  • Event ID: 9682
  • Description: Ordner <Ordnername> mit der Ordner-ID <Ordner-ID> wurde von <Name des Postfachs>, <Name des Benutzerkontos>, gelöscht.
noteAnmerkung:
Zum Protokollieren des Löschens Öffentlicher Ordner ist es nicht erforderlich, den Protokollierungsgrad auf Maximum festzulegen, da in dieser Einstellung keine weiteren Informationen bereitgestellt werden. Beim Festlegen des Protokollierungsgrads auf Maximum wird eine große Menge an Protokollierungsdaten erstellt, die sich negativ auf die Leistung des Servers auswirken kann.

Informationen zum Konfigurieren von Exchange Server für das Protokollieren des Löschens Öffentlicher Ordner finden Sie im gleichnamigen Dokument der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

Mit diesem Feature können Sie in Exchange Server 2003 SP2 die Inhaltsreplikation für Öffentliche Ordner in einer Exchange Server-Organisation anhalten. Mithilfe dieses Features kann ein Replikationsansturm angehalten werden. Ein Replikationsansturm tritt auf, wenn eine große Datenmenge im Netzwerk repliziert wird. Üblicherweise handelt es sich dabei um eine Folge von Änderungen, die sich auf viele Objekte oder Ordner auswirken. Dieses Problem ist vor allem dann störend, wenn die Änderungen, die den Replikationsansturm auslösen, nicht beabsichtigt sind oder die Netzwerktopologie Verbindungen mit geringer Bandbreite einschließt.

Wenn die Inhaltsreplikation angehalten wird, können Sie die Replikatlisten und die Replikationspläne der Öffentlichen Ordner erneut konfigurieren. Nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben, um die Auswirkungen der Replikation Öffentlicher Ordner zu minimieren, können Sie die Inhaltsreplikation Öffentlicher Ordner erneut starten. Je nach der Größe der zu replizierenden Öffentlichen Ordner und der Netzwerkinfrastruktur möchten Sie die Replikation Öffentlicher Ordner möglicherweise außerhalb der Spitzenzeiten fortsetzen.

noteAnmerkung:
Durch das Anhalten der Inhaltsreplikation für Öffentliche Ordner wird die Replikation der Öffentliche Ordner-Hierarchie nicht angehalten.

Informationen zum manuellen Anhalten und Fortsetzen der Inhaltsreplikation für Öffentliche Ordner finden Sie im gleichnamigen Dokument der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

In Exchange Server 2003 SP2 kann mithilfe des Befehls Hierarchie synchronisieren die Öffentliche Ordner-Hierarchie des Servers, mit dem derzeit eine Verbindung besteht, mit den übrigen Servern in der Organisation synchronisiert werden. Sie können die Hierarchie synchronisieren, wenn Sie bemerken, dass sich die Öffentliche Ordner-Struktur auf einem Server von der Öffentliche Ordner-Struktur auf anderen Servern in der Organisation unterscheidet.

Durch das Synchronisieren der Hierarchien einer Öffentliche Ordner-Struktur werden die Inhalte der Öffentlichen Ordner nicht automatisch repliziert. Die Inhaltsreplikation wird entsprechend den von Ihnen geplanten Intervallen ausgeführt. Sie können die Replikation des Inhalts jedoch auch manuell vornehmen. Informationen zum Senden von Inhalt von einem Server an einen anderen finden Sie in „Senden des Inhalts eines Öffentlichen Ordners“ der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

noteAnmerkung:
Obwohl die Verwendung des Befehls Hierarchie synchronisieren für das Synchronisieren der Öffentliche Ordner-Hierarchie empfohlen wird, kann auch der Befehl Änderungen erneut senden verwendet werden. Mithilfe dieses Befehls können die Nachrichten über die Replikation der Öffentliche Ordner-Hierarchie erneut manuell gesendet werden, die den Zielserver möglicherweise nicht erreicht haben. Weitere Informationen zum erneuten Senden von Nachrichten über die Replikation der Öffentliche Ordner-Hierarchie an eine bestimmte Gruppe von Servern finden Sie in „Erneutes Senden der Hierarchie der Öffentliche Ordner-Struktur“ der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

Informationen zum Synchronisieren der Öffentliche Ordner-Hierarchie finden Sie in „Synchronisieren der Öffentliche Ordner-Hierarchie“ der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

In Exchange Server 2003 SP2 können Öffentliche Ordner mithilfe des Assistenten zum Verwalten von Einstellungen für Öffentliche Ordner verwaltet werden. Der Assistent zum Verwalten von Einstellungen für Öffentliche Ordner wurde entwickelt, um Exchange-Administratoren bei der Verwaltung der Einstellungen für Öffentliche Ordner zu unterstützen. Mit dem Assistenten können Sie folgende Schritte ausführen:

  • Clientberechtigungen ändern  Wählen Sie diese Option aus, um Änderungen an den Clientberechtigungen für diesen Ordner und all dessen Unterordner vorzunehmen. Informationen zum Hinzufügen oder Entfernen von Clientberechtigungen eines bestimmten Ordners finden Sie in der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2 in den Erläuterungen zum Festlegen von Berechtigungen.
  • Listen von Replikatserver ändern  Wählen Sie diese Option aus, um die Listen von Replikatservern zu ändern. Sie können dieses Feature insbesondere verwenden, um Replikate für alle Ordner in einer Unterstruktur Öffentlicher Ordner hinzuzufügen, zu entfernen oder zu ersetzen. Informationen zum Hinzufügen oder Entfernen eines einzelnen Replikats für einen bestimmten Ordner finden Sie in „Auswählen der zu replizierenden Ordner“ der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.
  • Einstellungen überschreiben  Wählen Sie diese Option aus, um die Einstellungen des Ordners zu verwenden, den Sie zum Überschreiben der Eigenschaften aller seiner Unterordner ausgewählt haben.

Informationen zum Starten des Assistenten zum Verwalten von Einstellungen für Öffentliche Ordner finden Sie in „Assistenten zum Verwalten von Einstellungen für Öffentliche Ordner“ der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

In Exchange Server 2003 SP2 ist es mit dem Befehl Alle Replikate verschieben möglich, den Inhalt Öffentlicher Ordner mithilfe eines einzelnen Befehls aus einem Öffentlichen Informationsspeicher auf einen anderen Server zu verschieben. Dieser Befehl ist hilfreich, wenn Sie Exchange Server 2003 auf einem Server deinstallieren müssen. Sie können Exchange Server 2003 nicht auf einem Server deinstallieren, der Replikate Öffentlicher Ordner enthält. Informationen zum Entfernen eines Servers, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, aus der Organisation finden Sie in der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2 in den Erläuterungen zum Entfernen eines Servers.

noteAnmerkung:
Das Verschieben aller Replikate auf einen anderen Server kann lange dauern und zu umfangreichem Replikationsdatenverkehr führen. Es kann einige Stunden oder noch länger dauern, bis die alle Inhalte der Öffentlichen Ordner verschoben wurden. Es wird empfohlen, zu überprüfen, ob der Inhalt des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner verschoben wurde.

Informationen zum Verschieben sämtlicher Inhalte Öffentlicher Ordner aus einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner finden Sie in „Verschieben aller Öffentlichen Ordner aus einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner“ der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003 SP2.

Die Wiederherstellung von Postfächern erleichtert gleichzeitige Wiederherstellungs- oder Exportvorgänge für mehrere nicht miteinander verbundene Postfächer. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber Exchange 2000 Server dar, wo solche Vorgänge für jedes einzelne nicht verbundene Postfach durchgeführt werden mussten. (Bei einem nicht verbundenen Postfach handelt es sich um ein Postfach, das keinem Benutzer in Active Directory zugeordnet ist. Dies ist normalerweise der Fall, weil der Benutzer gelöscht wurde.) Verwenden Sie die Wiederherstellung von Postfächern zum Wiederherstellen eines oder mehrerer Postfächer in einem oder mehreren Postfachspeichern. Sie können die Postfacheigenschaften exportieren, und Sie können die Postfächer Benutzern in Active Directory zuordnen und erneut eine Verbindung mit den Postfächern herstellen. Ausführliche Anweisungen finden Sie in „Wiederherstellen eines oder mehrerer Postfächer für mindestens einen Postfachspeicher“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

noteAnmerkung:
Einige Verfahren sind bei Windows 2000 Server und Windows Server 2003 unterschiedlich.

Ausführliche Anweisungen finden Sie unter:

In Exchange 2003 wurden die Nachrichtenverfolgungsfunktionen mit zwei Verbesserungen versehen:

  • Der Exchange-System-Manager bietet größere Kontrolle über die Nachrichtenverfolgungsprotokolle. In Exchange 2003 wird für die Nachrichtenverfolgungsprotokolle ein freigegebener Ordner erstellt, und Sie können den Pfad für die Nachrichtenverfolgungsprotokolle ändern.
  • Sie haben in Exchange 2003 die Möglichkeit, Nachrichten nach der Kategorisierung (dabei handelt es sich um die Phase, in der Benutzer gesucht und Verteilergruppen in einzelne Empfänger aufgelöst werden) und während des Routingvorgangs zu verfolgen.

Exchange 2003 bietet beim Anzeigen und Verwalten von Nachrichtenverfolgungsprotokollen Flexibilität, da Sie im Exchange-System-Manager den Pfad der Nachrichtenverfolgungsprotokolle ändern können.

Analog zu Exchange 2000 wird in Exchange 2003 das Format \\<Servername>\<Servername>.log verwendet, um automatisch einen Pfad zu einem freigegebenen Ordner für die Nachrichtenverfolgung zu erstellen. Die Namen der einzelnen Nachrichtenprotokolldateien sind datumsabhängig und weisen das Format JJJJMMTT auf. 20021022.log ist beispielsweise die Protokolldatei für den 22. Oktober 2002. Stellen Sie sicher, dass alle Benutzer, die die Protokolldateien überwachen sollen, Zugriff auf diese Freigabe haben.

In Exchange 2003 können Sie die Nachrichtenverfolgungsprotokolle über den Exchange-System-Manager verschieben. Um den Pfad der Nachrichtenverfolgungsprotokolle zu ändern, sind Tools zum Ändern von Verzeichnissen nicht mehr erforderlich. Ausführliche Anweisungen zum Ändern des Dateispeicherorts der Nachrichtenverfolgungsprotokolle auf einem Exchange-Server finden Sie in „Auswahl eines Speicherorts für die Protokolldateien der Nachrichtenverfolgung“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch.

In Exchange 2003 können Sie ab sofort Nachrichten über die Kategorisierungsphase hinaus verfolgen. In dieser Phase wird die Empfängeradresse in Active Directory überprüft und die Weiterleitung für die Adresse ermittelt. Nachrichten können nun während der gesamten Zeit nach der Kategorisierung und während des Routings nachverfolgt werden. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Nachverfolgen von Nachrichten.

Wenn die Archivierung für einen Postfachspeicher aktiviert ist, werden Kopien sämtlicher über die Postfächer dieses Speichers gesendeten und empfangenen Nachrichten in dem dafür festgelegten Postfach gespeichert. In früheren Versionen von Exchange wurden Bcc-Empfänger nicht archiviert. In Exchange Server 2003 können Sie über einen Registrierungsschlüssel festlegen, dass Bcc-Empfänger bei der Archivierung eines Postfachspeichers einbezogen werden sollen. Wenn Sie die Archivierung mit Bcc-Empfängern aktivieren, werden alle Empfänger der Nachricht in der Bcc-Liste aufgeführt (nicht nur die ursprünglichen Bcc-Empfänger).

noteAnmerkung:
Zum Anzeigen der Empfänger in der Bcc-Liste, müssen Sie mit dem Outlook-Client auf das Postfach mit den archivierten Nachrichten zugreifen. Mit Outlook Web Access können keine Bcc-Empfänger angezeigt werden.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn Bcc-Empfänger bei der Nachrichtenarchivierung berücksichtigt werden sollen:

  1. Aktivieren Sie die Archivierung für den Postfachspeicher. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter „Aktivieren der Standardjournale“ (nur auf Englisch verfügbar) in Journale in Exchange Server 2003.
  2. Legen Sie den Registrierungsschlüssel für jeden Server fest, auf dem die Listen der Bcc-Empfänger archiviert werden sollen. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Aktivieren der Bcc-Empfängerarchivierung für einen Postfachspeicher.
  3. Führen Sie nach dem Festlegen der Registrierungsschlüssel auf allen betroffenen Servern einen Neustart folgender Dienste durch: Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Neustarten der erforderlichen Dienste zum Aktivieren von Bcc-Empfängern in archivierten Nachrichten.
 
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