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Exchange Server 2003
Maßnahmen für das Betriebssystem und Anwendungen

Vor dem Implementieren von bestimmten Maßnahmen zur Fehlertoleranz auf Komponenten- und Systemebene sind einige Maßnahmen für das Betriebssystem und für Anwendungen zu berücksichtigen. Zu diesen Maßnahmen gehören insbesondere die folgenden:

  • Auswählen von Exchange- und Windows-Versionen
  • Auswählen von Clientanwendungen mit Unterstützung der clientseitigen Zwischenspeicherung
  • Auswählen und Testen der Serveranwendungen
  • Verwenden der aktuellsten Software und Firmware

Stellen Sie zum Bereitstellen des höchsten Grads an Fehlertoleranz sicher, dass Sie die richtigen Versionen von Exchange und Windows auswählen. Obwohl alle Versionen von Exchange 2003 und Windows Server 2003 Funktionen für hohe Verfügbarkeit aufweisen, stellt die Auswahl der richtigen Version einen wichtigen Schritt zum Maximieren der Fehlertoleranz des Messagingsystems dar.

Auswählen einer Version von Exchange

Sie können zwischen zwei Exchange 2003-Versionen wählen: Exchange Server 2003 Standard Edition und Exchange Server 2003 Enterprise Edition. In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen beiden Versionen von Exchange 2003 aufgeführt.

Wichtige Unterschiede zwischen Exchange 2003 Standard Edition und Exchange 2003 Enterprise Edition

Feature Exchange 2003 Standard Edition Exchange 2003 Enterprise Edition

Unterstützung von Speichergruppen

1 Speichergruppe

4 Speichergruppen

Anzahl der Datenbanken pro Speichergruppe

2 Datenbanken

5 Datenbanken

Gesamtgröße der Datenbanken

16 GB

Maximal 8 TB (Terabyte), nur durch Hardware begrenzt (siehe nachstehenden Hinweis)

Exchange-Cluster

Nicht unterstützt

Nur bei Verwendung mit Windows Server 2003 Enterprise Edition oder Windows Server 2003 Datacenter Edition unterstützt

X.400-Connector

Nicht enthalten

Enthalten

Bb123662.note(de-de,EXCHG.65).gifHinweis:
In Bezug auf pünktliche Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge übersteigen 8 TB Messagingspeicher die Anforderungen der Vereinbarungen zum Servicelevel der meisten Organisationen.

Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen Exchange 2003 Standard Edition und Exchange 2003 Enterprise Edition finden Sie auf der Website Exchange Server 2003 Edition Comparison.

Vergleichende Informationen zu den Features von Exchange Server 2003, Exchange 2000 Server und Exchange Server 5.5 finden Sie auf der Website Exchange Server 2003 Features Comparison.

Auswählen einer Version von Windows

Sie können zwischen drei Windows Server 2003-Versionen wählen: Windows Server 2003 Standard Edition, Windows Server 2003 Enterprise Edition und Windows Server 2003 Datacenter Edition. Wenn Sie Windows Server 2003 Datacenter Edition verwenden möchten, müssen Sie einen Anbieter auswählen, der das Windows Server 2003-Bereitstellungsszenario unterstützt. Weitere Informationen zum Hochverfügbarkeitsprogramm für Windows Datacenter finden Sie auf der Website Windows Datacenter High Availability Program.

Bb123662.note(de-de,EXCHG.65).gifHinweis:
Obwohl Sie Exchange 2003 unter Microsoft Windows® 2000 Server mit Service Pack 3 (SP3) ausführen können, bietet die Verwendung von Windows Server 2003 viele Vorteile. Informationen zu den Vorteilen des Ausführens von Exchange 2003 unter Windows Server 2003 finden Sie unter Better Together: Windows Server 2003 and Exchange Server 2003.

Weitere Informationen zur Auswahl einer Version von Windows Server 2003 finden Sie auf der Website Introducing the Windows Server 2003 Operating Systems.

Weitere Informationen zu den Hochverfügbarkeitsfeatures von Windows Server 2003 finden Sie auf der Website Maximizing Availability on the Windows Server 2003 Platform.

Ziehen Sie beim Auswählen einer Clientanwendung für Ihre Benutzer die Bereitstellung von Microsoft Office Outlook® 2003 in Betracht. Outlook 2003 unterstützt die clientseitige Zwischenspeicherung über den Exchange-Cachemodus. Bei Verwendung von Outlook 2003 in Verbindung mit Exchange 2003 können Sie den Exchange-Cachemodus so konfigurieren, dass Benutzer E-Mail-Nachrichten lesen und andere Messagingaufgaben durchführen können, wenn sie sich in einem Netzwerk mit geringer Bandbreite befinden oder Probleme mit der Netzwerkverbindung auftreten. Anfragen nach Informationsbenachrichtigungen vom Exchange-Server werden im Outlook-Client des Benutzers eliminiert. Dadurch kann der Benutzer ohne Unterbrechungen in Netzwerken mit geringer Bandbreite und langen Wartezeiten arbeiten. Außerdem wird mit Exchange 2003 und Outlook 2003 die Clientleistung beträchtlich verbessert, indem die Anzahl der RPCs (Remote Procedure Calls, Remoteprozeduraufrufe) und die Kommunikation zwischen dem Outlook-Client und dem Exchange-Server verringert werden. Weitere Informationen zu den Leistungsvorteilen der gemeinsamen Verwendung von Outlook 2003 und Exchange 2003 finden Sie im Exchange Server 2003 Client Access Guide.

Es ist von großer Bedeutung, dass die Serveranwendungen (z. B. Verwaltungsskripts und Antivirussoftware) zuverlässig sind. Als Best Practice sollten Sie eine Anwendung nicht auf einem Server ausführen, bevor diese sich in einer Test- und Pilotumgebung als zuverlässig erwiesen hat.

Informationen zu Labortests und Pilotinstallationen finden Sie unter „Labortests und Pilotinstallationen“ in Maßnahmen zur Fehlertoleranz auf Systemebene.

Weitere Informationen zum Einplanen unzuverlässiger Anwendungen finden Sie unter „Bewährte Betriebsmethoden“ in Maßnahmen zur Fehlertoleranz auf Systemebene.

Systemausfälle bei Lösungen mit Windows und Exchange können aus fehlerhaften Gerätetreibern, veralteter Software oder unpassenden Vorgängen zur Änderungssteuerung resultieren. Um Ihre Exchange 2003-Organisation vor Problemen zu schützen, die von Hardware- und Softwareanbietern erkannt und behoben wurden, halten Sie Ihre Server immer mit den aktuellen Software- (z. B. Hardwaretreiber) und Firmwareupdates (z. B. BIOS-Aktualisierungen [Basic Input/Output System]) auf dem neuesten Stand. Die meisten Softwareanwendungs- und Hardwareanbieter verfügen über Websites, auf denen Software- und Firmwareupdates für ihre Produkte erhältlich sind.

Für das Betriebssystem ist es empfehlenswert, regelmäßig die aktuellen Windows Server 2003-Softwareupdates herunterzuladen. In einigen Windows Server 2003-Aktualisierungen werden bekannte Probleme behoben oder Sicherungsverbesserungen zur Verfügung gestellt. Informationen zum Herunterladen der aktuellen Windows Server 2003-Softwareupdates finden Sie auf der Website Microsoft Windows Update.

Vor dem Bereitstellen von Software- und Firmwareupdates in einer Produktionsumgebung müssen jedoch die folgenden Bedingungen erfüllt werden:

  • Testen Sie die Zuverlässigkeit der aktualisierten Software und Firmware.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie die Updates ggf. rückgängig machen können.

Testen von Software- und Firmwareupdates in einer Testumgebung

Bevor Sie Software- und Firmwareupdates auf Produktionsservern installieren, sollten Sie diese Aktualisierungen in einer Testumgebung bereitstellen.

Rückgängigmachen von Software- und Firmwareupdates

Sie müssen außerdem sicherstellen, dass Sie Updates gegebenenfalls rückgängig machen können, wenn Probleme auftreten. Je nach Art des installierten Updates stehen verschiedene Methoden zum Rückgängigmachen zur Verfügung. Wenn Sie eine Treiberaktualisierung rückgängig machen möchten, können Sie z. B. die Funktion Vorheriger Treiber im Geräte-Manager von Windows Server 2003 verwenden. Informationen über diese Funktion finden Sie unter „So führen Sie eine Rollback zur vorherigen Version eines Treibers durch“ in der Onlinehilfe zu Windows Server 2003.

In einigen Fällen müssen Sie zum Rückgängigmachen eines Updates die Systemstatusdaten, die Startpartition und die Systempartition aus Sicherungen des Servers wiederherstellen. Wenn beispielsweise vor der Installation der Updates ein Windows-Sicherungssatz (mit einer Sicherung der Systemstatusdaten, der Systempartitionen und der Startpartitionen ) oder ein vollständiger Sicherungssatz (mit einer Sicherung der Systemstatusdaten und der meisten Daten auf den Festplatten) vorhanden ist, können Sie einige dieser Updates rückgängig machen. Sie können einige dieser Updates auch rückgängig machen, wenn Sie vor dem Installieren der Updates über Abbilder der Start- und Systempartitionen des Servers verfügen.

Informationen zum Erstellen von Windows-Sicherungssätzen und vollständigen Sicherungssätzen finden Sie unter Exchange Server 2003 Disaster Recovery Operations Guide.

Informationen zur ständigen Verfügbarkeit dieser Software- und Firmwareupdates (z. B. zum erneuten Erstellen eines Servers) finden Sie unter „Verfügbarhalten von Software- und Firmwareaktualisierungen“ im Exchange Server 2003 Disaster Recovery Planning Guide.

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