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Erstellen von UM-Wähleinstellungen

 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-01-10

UM-Wähleinstellungen (Unified Messaging) werden mithilfe eines organisationsweiten Geltungsbereichs erstellt. Diese Wähleinstellungen enthalten Informationen in Zusammenhang mit Ihrem Telefonienetzwerk. Sie richten einen Link zwischen der Telefon-Durchwahlnummer eines Microsoft Exchange Server 2010-Empfängers in Active Directory mit einem UM-aktivierten Postfach ein.

Wenn Sie UM-Wähleinstellungen erstellen, können Sie die Anzahl der Ziffern in den Durchwahlnummern, den URI-Typ (Uniform Resource Identifier) und die VoIP-Sicherheitseinstellung (Voice over IP) konfigurieren. Jedes Mal wenn UM-Wähleinstellungen erstellt werden, wird gleichzeitig eine UM-Postfachrichtlinie erstellt. Die UM-Postfachrichtlinie wird als <Wähleinstellungenname>-Standardrichtlinie bezeichnet.

Möchten Sie wissen, welche anderen Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit UM-Wähleinstellungen gibt? Weitere Informationen finden Sie hier: Verwalten von UM-Wähleinstellungen.

Bevor Sie dieses Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "UM-Wähleinstellungen" im Thema Unified Messaging-Berechtigungen.

  1. Navigieren Sie in der Konsolenstruktur zu Organisationskonfiguration > Unified Messaging.

  2. Klicken Sie im Aktionsbereich auf Neue UM-Wähleinstellungen.

  3. Füllen Sie im Assistenten für neue UM-Wähleinstellungen die folgenden Felder aus:

    • Name   Geben Sie den Namen für die Wähleinstellungen ein. Ein Name für die UM-Wähleinstellungen ist erforderlich und muss eindeutig sein. Er wird allerdings nur als Anzeigename in der Exchange-Verwaltungskonsole und der Shell verwendet. Wenn Sie den Anzeigenamen der Wähleinstellungen nach dem Erstellen ändern müssen, müssen zuerst die vorhandenen UM-Wähleinstellungen gelöscht und dann andere Wähleinstellungen mit dem entsprechenden Namen erstellt werden. Wenn in Ihrer Organisation verschiedene UM-Wähleinstellungen verwendet werden, empfiehlt sich die Verwendung aussagekräftiger Namen für die UM-Wähleinstellungen. Die maximale Länge eines UM-Wähleinstellungsnames beträgt 64 Zeichen. Die folgenden Zeichen dürfen nicht im Namen enthalten sein:

       

      " / \ [ ] : ; | = , + * ? < >

      Auch wenn Sie Leerzeichen in den Namen neuer UM-Wähleinstellungen einfügen können, darf der Name aber keine Leerzeichen enthalten, wenn Sie Unified Messaging mit Office Communications Server 2007 R2 oder Microsoft Lync Server integrieren. Wenn Sie daher UM-Wähleinstellungen mit Leerzeichen im Anzeigenamen erstellt haben und eine Integration in Office Communications Server 2007 R2 oder Microsoft Lync Server durchführen, müssen Sie diese UM-Wähleinstellungen zunächst löschen und dann andere UM-Wähleinstellungen erstellen, die keine Leerzeichen im Anzeigenamen enthalten.

      importantWichtig:
      Das Feld für den Namen der Wähleinstellungen kann zwar 64 Zeichen aufnehmen, der Name der Wähleinstellungen darf jedoch nur eine Länge von maximal 49 Zeichen haben. Wenn Sie versuchen, einen Namen von Wähleinstellungen mit mehr als 49 Zeichen zu erstellen, wird eine Fehlermeldung angezeigt. In dieser Meldung werden Sie informiert, dass der Name der Wähleinstellungen nicht erstellt werden konnte, da aufgrund des zu langen Namens der UM-Wähleinstellungen kein Name für eine UM-Standardpostfachrichtlinie generiert werden konnte. Das liegt daran, dass bei der Erstellung der Wähleinstellungen auch eine UM-Standardpostfachrichtlinie mit dem Namen "Standardrichtlinie für <Name_der_Wähleinstellungen>" erstellt wird. Daher ist der Name der UM-Postfachrichtlinie 15 Zeichen länger als der Name der Wähleinstellungen. Der Parameter name für die UM-Wähleinstellungen und die UM-Postfachrichtlinie kann eine Länge von 64 Zeichen haben. Wenn der Name der Wähleinstellungen allerdings aus mehr als 49 Zeichen besteht, hat der Name der standardmäßigen UM-Postfachrichtlinie eine Länge von mehr als 64 Zeichen. Dies wird vom System nicht unterstützt.
    • Anzahl von Stellen in Durchwahlnummern   Geben Sie die Anzahl der Stellen für die Wähleinstellungen ein. Die Anzahl der Stellen für Durchwahlnummern basiert auf den Telefoniewähleinstellungen, die auf einer Nebenstellenanlage (Private Branch eXchange, PBX) erstellt werden. Wenn beispielsweise ein Benutzer, der bestimmten Telefoniewähleinstellungen zugeordnet ist, eine 4-stellige Durchwahl wählt, um einen anderen Benutzer mit den gleichen Telefoniewähleinstellungen anzurufen, dann wählen Sie 4 als die Anzahl der Stellen in der Durchwahl aus.

      Dies ist ein erforderliches Feld mit Werten im Bereich von 1 bis 20. Die typische Durchwahllänge liegt zwischen 3 und 7. Wenn die vorhandene Telefonieumgebung Durchwahlnummern umfasst, dann müssen Sie eine Anzahl für die Stellen festlegen, die mit der Anzahl der Stellen in diesen Durchwahlnummern übereinstimmt.

      Auch wenn Sie SIP- oder E.164-Wähleinstellungen (Session Inititation Protocol) erstellen und einen UM-aktivierten Benutzer diesen Wähleinstellungen zuordnen, müssen Sie dennoch eine Durchwahlnummer eingeben, die von diesem Benutzer verwendet wird. Die Nummer wird von Outlook Voice Access-Benutzern verwendet, wenn sie auf ihr Exchange 2010-Postfach zugreifen.

    • URI-Typ   Verwenden Sie die Dropdownliste, um den URI-Typ für den UM-Wählplan auszuwählen. Ein URI (Uniform Resource Identifier) ist eine Zeichenfolge, die eine Ressource identifiziert bzw. benennt. Der Hauptzweck dieser Identifizierung ist es, die VoIP-Geräte für die Kommunikation mit anderen Geräten über ein Netzwerk mithilfe bestimmter Protokolle zu aktivieren. URIs werden in Schemata definiert, die eine bestimmte Syntax, ein Format und die Protokolle für den Anruf festlegen.

      Sie können einen der folgenden URI-Typen für den Wählplan auswählen:

      Telefondurchwahl   Dies ist der häufigste URI-Typ. Die Teilnehmerinformationen des Anrufenden und des Angerufenen vom IP-Gateway oder von der IP-PBX-Anlage werden in einem der folgenden Formate aufgeführt: Tel:512345 oder 512345@<IP-Adresse>. Dies ist der URI-Standardtyp für Wählpläne.

      SIP-URI   Verwenden Sie diesen URI-Typ, wenn Sie einen SIP URI-Wählplan benötigen, wenn eine IP-PBX-Anlage SIP-Routing unterstützt oder wenn Sie Microsoft Office Communications Server 2007 und Exchange Unified Messaging integrieren. Die Teilnehmerinformationen des Anrufenden und des Angerufenen vom IP-Gateway oder von der IP-PBX-Anlage werden im folgenden Format als SIP-Adresse aufgeführt: sip:<Benutzername>@<Domäne oder IP-Adresse>:Port.

      E.164   E.164 ist ein internationaler Nummerierungsplan für öffentliche Telefonsysteme, in denen jede zugewiesene Nummer einen Länder-/Regionscode, einen nationalen Zielcode und eine Teilnehmernummer beinhaltet. Die vom IP-Gateway übermittelten Teilnehmerinformationen des Anrufenden und des Angerufenen werden im folgenden Format aufgeführt: Tel:+14255550123.

      noteAnmerkung:
      Wenn Sie einen Wählplan erstellt haben, können Sie den URI nur ändern, wenn Sie den Wählplan löschen und anschließend mit dem richtigen URI-Typ neu erstellen.
    • VoIP-Sicherheit   Verwenden Sie diese Dropdownliste, um die VoIP-Sicherheitseinstellung für den UM-Wählplan auszuwählen. Beim Erstellen eines UM-Wählplans kommuniziert dieser standardmäßig im ungesicherten Modus. Ein Unified Messaging-Server kann in jedem Modus arbeiten, der für einen Wählplan konfiguriert ist, da er für die Überwachung von TCP-Port 5060 für ungesicherte Abfragen und von TCP-Port 5061 für gesicherte Abfragen gleichzeitig konfiguriert ist.

      Sie können eine der folgenden Sicherheitseinstellungen für den Wählplan auswählen:

      Ungesichert   Beim Erstellen eines UM-Wählplans kommuniziert dieser standardmäßig im ungesicherten Modus, und die mit dem UM-Wählplan verknüpften Unified Messaging-Server senden und empfangen unverschlüsselte Daten über IP-Gateways, IP-PBX-Anlagen und andere Exchange 2010-Computer. Im ungesicherten Modus werden sowohl der RTP-Medienkanal (Realtime Transport Protocol) als auch die SIP-Signalinformationen nicht verschlüsselt.

      SIP-gesichert   Wenn Sie SIP-gesichert auswählen, wird nur der SIP-Signalverkehr verschlüsselt, und die RTP-Medienkanäle verwenden weiterhin das unverschlüsselte TCP. Der SIP-Signalverkehr wird mithilfe von MTLS (Mutual Transport Layer Security) verschlüsselt.

      Gesichert   Bei Auswahl von Gesichert werden sowohl die SIP-Signale als auch die RTP-Medienkanäle verschlüsselt. Ein verschlüsselter Signalmedienkanal, der SRTP (Secure Realtime Transport Protocol) einsetzt, verwendet außerdem MTLS (Mutual TLS) zum Verschlüsseln der VoIP-Daten.

    • Länder-/Regionscode   Verwenden Sie dieses Feld zur Eingabe der Landes-/Regionskennzahl für ausgehende Anrufe. Diese Nummer wird vor der eigentlichen Telefonnummer gewählt. In diesem Feld werden nur 1 bis 4 Ziffern akzeptiert. In den USA wird beispielsweise als Landes-/Regionskennzahl 1, in Großbritannien 44 verwendet.

  4. Klicken Sie auf der Seite UM-Server festlegen auf Hinzufügen, und wählen Sie auf der Seite zur Auswahl eines UM-Servers den UM-Server aus, der zu den UM-Wähleinstellungen hinzugefügt werden soll.

  5. Überprüfen Sie auf der Seite Fertigstellung, ob die Wähleinstellungen erfolgreich erstellt wurden:

    • Der Status Abgeschlossen zeigt an, dass der Assistent den Task erfolgreich abgeschlossen hat.

    • Der Status Fehler zeigt an, dass der Task nicht abgeschlossen wurde. Wenn beim Ausführen des Tasks ein Fehler auftritt, suchen Sie in der Zusammenfassung nach einer Erklärung, und klicken Sie dann auf Zurück, um Konfigurationsänderungen vorzunehmen.

  6. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Assistenten für neue UM-Wähleinstellungen zu beenden.

Bevor Sie dieses Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "UM-Wähleinstellungen" im Thema Unified Messaging-Berechtigungen.

In diesem Beispiel werden neue UM-Wähleinstellungen mit dem Namen MyUMDialPlan erstellt, in denen 4-stellige Durchwahlnummern verwendet werden.

New-UMDialplan -Name MyUMDialPlan -NumberofDigits 4

In diesem Beispiel werden neue UM-Wähleinstellungen mit dem Namen MyUMDialPlan erstellt, in denen 5-stellige Durchwahlnummern verwendet und SUP-URIs unterstützt werden:

New-UMDialplan -Name MyUMDialPlan -UriType SIPName -NumberofDigits 5

Weitere Informationen zu Syntax und Parametern finden Sie unter New-UMDialplan.

Nachdem Sie einen Benutzer für UM (Unified Messaging) aktiviert haben, können Sie die folgenden Aufgaben ausführen:

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