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Optimieren der Speicherauslastung in Exchange Server 2003

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2005-05-25

Wenn auf einem Server, der Microsoft Exchange Server 2003 ausführt, mindestens 1 GB (Gigabyte) physischer Speicher (RAM) installiert ist, müssen Sie sicherstellen, dass Exchange 2003 diesen Speicher effizient nutzen kann. Unabhängig von der Hardwarekonfiguration, der Anzahl von Datenbanken und der Anzahl von Benutzern auf dem Server, kann der Exchange-Informationsspeicherprozess (Store.exe) in Exchange Server 2003 nur eine begrenzte Speichermenge adressieren. Diese Menge wird als virtueller Adressraum bezeichnet. In den meisten Szenarien gibt die Verwendung dieses virtuellen Adressraums für den Informationsspeicher die allgemeine Leistung und Skalierbarkeit der Exchange Server 2003-Postfachserver vor. Für kleine bis mittelgroße Server nimmt Exchange Server 2003 automatisch die beste Abstimmung vor. Für größere Server sollten Sie möglicherweise einige oder alle der nachfolgend beschriebenen Abstimmungsparameter manuell anpassen.

Mithilfe der Ereignisanzeige und „Leistungsdatenprotokolle und Warnungen“ können Sie einen Exchange Server auf Probleme mit dem virtuellen Speicher überwachen. Im Anwendungsprotokoll tritt die Ereignis-ID 9582 auf, wenn der größte freie Block des virtuellen Speichers nur noch 32 MB groß ist. Wenn eine solche Warnung angezeigt wird, starten Sie den Speicherprozess von Exchange bei der nächsten Gelegenheit neu. Wenn der größte Speicherblock auf 16 MB abfällt, wird der Fehler mit der Ereignis-ID 9582 nochmals angezeigt. Dies bedeutet, dass der Server ausfallen kann. Deshalb sollten Sie den Server bei der nächsten Gelegenheit neu starten. Wenn auf diese Ereignisse nicht reagiert wird, können gelegentliche Fehler bei der Übermittlung von E-Mail-Nachrichten und bei der IMAIL-Konvertierung auftreten (Ereignis-ID 12800).

Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen der Speicherauslastung auf einem Exchange-Server.

Wenn ein Server Anzeichen eines geringen virtuellen Adressraums aufweist, sollten Sie die folgenden Einstellungen anpassen. Wenn diese Einstellungen nicht für Exchange optimiert werden, tritt im Anwendungsereignisprotokoll das Ereignis 9665 auf.

Exchange überprüft zu Beginn des Speicherprozesses, ob der Speicher optimal konfiguriert ist. Wenn die Speichereinstellungen nicht optimal sind, wird in der Ereignisanzeige das Ereignis 9665 ausgegeben. Die Meldung wird in den folgenden Fällen ausgegeben:

  • Auf dem Server wird Windows 2000 Server ausgeführt, und der entsprechende Wert in der Registrierung liegt außerhalb des Bereichs von 24,000 bis 31,000.
  • Der Server verfügt über mindestens 1 GB Speicher. Der Parameter /3GB wurde jedoch nicht angegeben.
  • Auf dem Server wird Windows Server 2003 ausgeführt, er verfügt über einen Speicher von mindestens 1 GB, der Schalter /3GB ist festgelegt, doch der Schalter /USERVA ist nicht vorhanden bzw. ist nicht auf 3030 festgelegt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Server optimal konfiguriert ist, und Sie möchten verhindern, dass Event 9665 protokolliert wird, unterdrücken Sie die Protokollierung für Event 9665. Ausführliche Anweisungen finden Sie unter „Unterdrücken des Benachrichtigungsereignisses über die Speicherkonfiguration“.

In der Standardeinstellung reservieren Windows 2000 Advanced Server und Windows Server 2003 für Prozesse im Benutzermodus (beispielsweise „Store.exe“) einen virtuellen Adressraum von 2 GB. Wenn ein Server über physischen Speicher von mindestens 1 GB verfügt, legen Sie den Parameter „/3GB“ in der Datei „Boot.ini“ fest, um den virtuellen Adressraum zu vergrößern.

Genaue Anweisungen zum Festlegen des Schalters /3GB finden Sie unter „Festlegen des Startschalters „/3GB“ in Windows“.

Wenn auf dem Server Windows 2000 ausgeführt wird, sollte der Registrierungswert SystemPages auf einen Wert zwischen 24,000 und 31,000 festgelegt werden. Wenn auf dem Server Windows Server 2003 ausgeführt wird, legen Sie den Wert SystemPages auf 0 und in der Datei Boot.ini den Startschalter /USERVA=3030 fest. Mit diesen Einstellungen können auf dem Server mehr Tabelleneinträge für Seitenauslagerungsdateien angelegt werden. Dies ist insbesondere für umfangreiche Systeme von großer Bedeutung.

Der Schalter /USERVA ist in Windows Server 2003 neu. Er soll eine genauere Steuerung der Teilung von virtuellem Adressraum zwischen Prozessen im Benutzermodus und im Kernelmodus bereitstellen. Dieser Schalter darf nur für Anwendungen, von denen er unterstützt wird, z. B. Exchange Server 2003, sowie mit den spezifischen Werten verwendet werden, die von der jeweiligen Anwendung unterstützt werden. Bei Verwendung in Exchange Server 2003-Systemen muss /USERVA immer 3030 sein (d. h. /USERVA=3030). Durch diesen Wert werden dem Betriebssystem zusätzliche 40 MB zugewiesen. Auf diese Weise können Sie weitere Benutzer hinzufügen, ohne dass sämtliche verfügbaren Systemressourcen verbraucht werden.

Genaue Anweisungen zum Konfigurieren des Registrierungswerts SystemPages in Windows 2000 finden Sie unter Erhöhen der Anzahl von Tabelleneinträgen für Seitenauslagerungsdateien in Windows 2000.

Genaue Anweisungen zum Konfigurieren des Startschalters /USERVA finden Sie unter Festlegen des Startschalters „/USERVA“ in Windows.

Mit dem Registrierungsschlüssel HeapDeCommitFreeBlockThreshold wird die Menge des freien Speichers gesteuert, die erforderlich ist, bevor der Heap-Manager Speicher freigibt. Der Standardwert ist Null. Das bedeutet, dass der Heap-Manager jede Auslagerungsseite von 4 KB freigibt, die verfügbar wird. Mit der Zeit kann der virtuelle Adressraum fragmentiert werden. Bei Servern mit einem physischen Speicher von mindestens 1 GB sollten Sie den Registrierungsschlüssel auf einen höheren Wert festlegen, um die Fragmentierung zu verringern.

Genaue Anweisungen zum Festlegen des Registrierungswerts HeapDeCommitFreeBlockThreshold finden Sie unter „Festlegen des Registrierungswerts „HeapDeCommitFreeBlockThreshold““.

 
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