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Grundlegendes zum AutoErmittlungsdienst

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-01-28

Microsoft Exchange Server 2010 bietet einen neuen Dienst, den AutoErmittlungsdienst. Dieses Thema bietet eine Übersicht über den Dienst und Erläuterungen seiner Funktionsweise, seiner Konfiguration von Outlook-Clients und der Optionen zum Bereitstellung des AutoErmittlungsdiensts in Ihrer Nachrichtenumgebung.

Der AutoErmittlungsdienst führt die folgenden Aktionen aus:

  • Automatische Konfiguration von Benutzerprofileinstellungen für Clients mit Microsoft Office Outlook 2007 oder Outlook 2010 sowie unterstützte Mobiltelefone. Telefone mit Windows Mobile 6.1 oder höher werden unterstützt. Wenn Ihr Telefon kein Windows Mobile-Telefon ist, prüfen Sie in der Dokumentation Ihres Mobiltelefons, ob es unterstützt wird.

  • Bereitstellung des Zugriffs auf Exchange-Funktionen für Outlook 2007- oder Outlook 2010-Clients, die mit Ihrer Exchange-Nachrichtenumgebung verbunden sind.

  • Verwendung der E-Mail-Adresse und des Kennworts eines Benutzer, um Outlook 2007- oder Outlook 2010-Clients und unterstützten Mobiltelefonen Profileinstellungen bereitzustellen. Wenn der Outlook-Client einer Domäne beitritt, wird das Domänenkonto des Benutzers verwendet.

Möchten Sie wissen, welche Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit dem AutoErmittlungsdienst gibt? Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten des AutoErmittlungsdiensts.

Inhalt

Übersicht über den AutoErmittlungsdienst

Funktionsweise des AutoErmittlungsdiensts

Bereitstellungsoptionen für den AutoErmittlungsdienst

Konfigurieren der AutoErmittlung für gesamtstrukturübergreifende Verschiebevorgänge

Der AutoErmittlungsdienst vereinfacht die Konfiguration von Outlook 2007 und Outlook 2010 sowie einiger Mobiltelefone. Der AutoErmittlungsdienst kann nicht mit Versionen von Outlook einschließlich Outlook 2003 verwendet werden. In früheren Versionen von Microsoft Exchange (Exchange 2003 SP2 oder früher) und Outlook (Outlook 2003 oder früher) mussten alle Benutzerprofile manuell für den Zugriff Exchange konfiguriert werden. Die Verwaltung dieser Profile verursachte zusätzlichen Arbeitsaufwand, wenn Änderungen an der Messagingumgebung vorgenommen wurden. Andernfalls wurden die Outlook-Clients nicht mehr ordnungsgemäß ausgeführt.

Der AutoErmittlungsdienst konfiguriert das Benutzerprofil automatisch anhand der E-Mail-Adresse bzw. Kennwort eines Benutzers. Unter Verwendung der E-Mail-Adresse stellt der AutoErmittlungsdienst dem Client folgende Informationen bereit:

  • Den Anzeigenamen des Benutzers

  • Gesonderte Verbindungseinstellungen für interne und externe Verbindungen

  • Den Speicherort des Postfachservers des Benutzers

  • Die URLs für verschiedene Outlook-Funktionen, die Funktionen wie Frei/Gebucht-Informationen, Unified Messaging und das Offlineadressbuch regeln

  • Servereinstellungen von Outlook Anywhere

Wenn die Exchange-Informationen eines Benutzers geändert werden, konfiguriert Outlook das Benutzerprofil mit dem AutoErmittlungsdienst automatisch neu. Wird beispielsweise das Postfach eines Benutzers verschoben oder kann der Client keine Verbindung zum Postfach des Benutzers bzw. zu verfügbaren Exchange-Funktionen herstellen, ruft Outlook den AutoErmittlungsdienst auf und aktualisiert das Benutzerprofil automatisch mit den Informationen, die für die Verbindung zum Postfach und zu den Exchange-Funktionen benötigt werden.

Übersicht über den AutoErmittlungsdienst

Wenn Sie die Serverrolle "ClientAccess" auf einem Computer installieren, auf dem Exchange 2010 ausgeführt wird, wird das neue virtuelle Verzeichnis "Autodiscover" unter der Standardwebsite von IIS (Internetinformationsdienste) erstellt. Dieses virtuelle Verzeichnis verarbeitet unter den folgenden Umständen Anforderungen des AutoErmittlungsdiensts von Outlook 2007- oder Outlook 2010-Clients sowie unterstützter Mobiltelefone:

  • Ein neues Benutzerkonto wird konfiguriert oder aktualisiert

  • Ein Outlook-Client überprüft regelmäßig, ob Änderungen der Exchange-Webdienste-URLs vorliegen

  • In Ihrer Exchange-Messagingumgebung treten Änderungen der zugrunde liegenden Netzwerkverbindung auf

Außerdem wird ein neues Active Directory-Objekt (das Dienstverbindungspunkt-Objekt) auf dem Server erstellt, auf dem Sie die Serverrolle Clientzugriff installieren.

Das Dienstverbindungspunkt-Objekt enthält die autoritative Liste der URLs des AutoErmittlungsdiensts für die Gesamtstruktur. Sie können das Dienstverbindungspunkt-Objekt mithilfe des Cmdlets Set-ClientAccessServer aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie unter Set-ClientAccessServer.

WichtigWichtig:
Stellen Sie vor dem Ausführen des Cmdlets Set-ClientAccessServer sicher, dass das Konto Authentifizierte Benutzer auf dem Clientzugriffsserver über Leseberechtigungen für das Dienstverbindungspunkt-Objekt verfügt. Verfügen Benutzer nicht über die ordnungsgemäßen Berechtigungen, können sie Elemente weder suchen noch lesen.

Weitere Informationen über Dienstverbindungspunkt-Objekte finden Sie auf der Website zur Veröffentlichung mit Dienstverbindungspunkten.

In der folgenden Abbildung wird die erstmalige Herstellung einer Verbindung zwischen Client und Clientzugriffsserver aus dem internen Netzwerk dargestellt.

Prozess der AutoErmittlung für internen Zugriff

AutoErmittlung (Funktionsprozess)

Für den externen Zugriff oder das Verwenden von DNS nutzt der Client die primäre SMTP-Domänenadresse in der E-Mail-Adresse des Benutzers, um den AutoErmittlungsdienst im Internet zu suchen.

HinweisAnmerkung:
Sie müssen einen Hostdatensatz für den AutoErmittlungsdienst für das externe DNS bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie in Ihrer Windows-Dokumentation zur Konfiguration von DNS sowie in folgendem Whitepaper: AutoErmittlungsdienst in Exchange 2007 (möglicherweise in englischer Sprache).

Abhängig davon, ob der AutoErmittlungsdienst auf einer separaten Website konfiguriert wurde, lautet die URL des AutoErmittlungsdiensts entweder "https://<SMTP-Adresse-Domäne>/autodiscover/autodiscover.xml" oder "https://autodiscover.<SMTP-Adresse-Domäne>/autodiscover/autodiscover.xml". Dabei ist "://<SMTP-Adresse-Domäne>" die primäre SMTP-Domänenadresse. Beispiel: Lautet die E-Mail-Adresse des Benutzers tony@contoso.com, ist die primäre SMTP-Domänenadresse contoso.com. In der folgenden Abbildung wird eine einfache Topologie mit einem Client gezeigt, der eine Verbindung vom Internet herstellt.

Prozess der AutoErmittlung für externen Zugriff

Herstellen der Verbindung vom Internet mit dem AutoErmittlungsdienst

Wenn der Client eine Verbindung zu Active Directory herstellt, sucht er nach dem Dienstverbindungspunkt-Objekt, das während des Setups erstellt wurde. In Bereitstellungen mit mehreren Clientzugriffsservern wird für jeden Clientzugriffsserver ein Dienstverbindungspunkt-Objekt der AutoErmittlung erstellt. Das Dienstverbindungspunkt-Objekt beinhaltet das Attribut ServiceBindingInfo, das den vollqualifizierten Domänennamen (FQDN) des Clientzugriffsservers im Format https://CAS01/autodiscover/autodiscover.xml enthält. Dabei ist CAS01 der vollqualifizierte Domänenname des Clientzugriffsservers. Mithilfe der Anmeldeinformationen führt der Outlook 2007- oder Outlook 2010-Client die Authentifizierung bei Active Directory durch und sucht die Dienstverbindungspunkt-Objekte der AutoErmittlung. Nachdem der Client die Instanzen des AutoErmittlungsdiensts abgerufen und aufgelistet hat, stellt er eine Verbindung zum ersten Clientzugriffsserver in der Liste her und ruft die Profilinformationen als XML-Daten ab, die für die Verbindung zum Benutzerpostfach sowie zu verfügbaren Exchange-Funktionen benötigt werden.

Übersicht über den AutoErmittlungsdienst

Der AutoErmittlungsdienst muss ordnungsgemäß bereitgestellt und konfiguriert werden, damit Outlook 2007- und Outlook 2010-Clients automatisch eine Verbindung mit Exchange-Funktionen wie dem Offlineadressbuch, dem Verfügbarkeitsdienst und Unified Messaging (UM) herstellen können. Das Bereitstellen des AutoErmittlungsdiensts ist nur ein Schritt, mit dem sichergestellt wird, dass Outlook 2007- oder Outlook 2010-Clients auf Microsoft Exchange-Dienste wie etwa den Verfügbarkeitsdienst zugreifen können. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Exchange-Dienste für den AutoErmittlungsdienst.

Der AutoErmittlungsdienst kann Benutzerprofilinformationen bereitstellen, um Outlook-Clients für Postfächer zu verbinden, die aus einer Microsoft Exchange-Gesamtstruktur in eine andere verschoben wurden. Hierfür müssen Sie einen für E-Mail aktivierten Benutzer sowohl in der Quellgesamtstruktur, in der sich das Postfach des Benutzers befindet, als auch in der Zielgesamtstruktur mithilfe des Cmdlets New-MailUser konfigurieren. In der Quellgesamtstruktur müssen Sie den Parameter ExternalEmailAddress im Cmdlet angeben, um die neue E-Mail-Adresse des Postfachs in der Zielgesamtstruktur anzugeben. Weitere Informationen finden Sie unter New-MailUser.

Wenn Sie einen für E-Mail aktivierten Benutzer konfigurieren, leitet der AutoErmittlungsdienst in der Quellgesamtstruktur den sich authentifizierenden Benutzer an die neue E-Mail-Adresse in der Zielgesamtstruktur um. Der sich verbindende Outlook-Client wird zum Clientzugriffsserver in der Zielgesamtstruktur umgeleitet, in die das Postfach verschoben wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Verschiebungsanforderungen.

Übersicht über den AutoErmittlungsdienst

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