Outlook veröffentlicht Frei/Gebuch-Daten für Benutzer regelmäßig (in der Standardeinstellung alle 15 Minuten) sowie beim Herunterfahren. Bei jeder Veröffentlichung von Frei-/Gebucht-Informationen werden nicht nur die Änderungen, sondern der gesamte Frei-/Gebucht-Eintrag aktualisiert. Benutzer können die Anzahl der Monate angeben, die Frei-/Gebucht-Informationen im Voraus auf dem Server veröffentlicht werden sollen. Der Standardwert sind 2 Monate, wobei 36 Monate der Maximalwert ist. In der Standardeinstellung werden die Frei-/Gebucht-Daten rückwirkend für einen Monat veröffentlicht.
Bei einer Veröffentlichung bestimmt Outlook zunächst mithilfe des Werts von legacyExchangeDN des Benutzers den Ordner, in dem die Frei-/Gebucht-Daten veröffentlicht werden sollen. Der legacyExchangeDN-Wert besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil bestimmt den Pfad des Frei-/Gebucht-Ordners (auch die administrative Gruppe, in der der Benutzer erstellt wurde, da der Wert von legacyExchangeDN nicht geändert wird, wenn Benutzerpostfächer zwischen administrativen Gruppen verschoben werden). Der zweite Teil ist der Betreff der Frei-/Gebucht-Nachricht. Der Speicherort der Frei-/Gebucht-Daten des Benutzers, der den legacyExchangeDN-Wert /o=Contoso/ou=CorpUsers/cn=Recipients/cn=UserName besitzt, ist der Ordner EX:/o=Constso/ou=CorpUsers, und die Nachricht hat den Betreff User-/cn=Recipients/cn=UserName.
Beim Frei-/Gebucht-Ordner handelt es sich um ein Unterverzeichnis des Ordners Schedule+ Frei/Gebucht unter NON_IPM_SUBTREE. Der Nachrichtenbetreff lautet USER-/cn=RECIPIENTS/cn=UserName. Wenn eine doppelte Frei-/Gebucht-Nachricht erstellt wird, fügt der Informationsspeicher automatisch das Suffix -2 an die URL der Nachricht an. Daher wird USER-/cn=RECIPIENTS/cn=UserName zu USER-/cn=RECIPIENTS/cn=UserName-2. Diese Verdopplung von Nachrichten tritt nicht häufig auf, kann aber aufgrund von Clientfehlerm, Replikationsfehlern usw. verursacht werden. Wenn Outlook beim Veröffentlichen von Daten doppelte Einträge für einen Benutzer ermittelt, löscht es diese. Der Veröffentlichungs-Agent der Systemaufsicht für Frei-/Gebucht-Informationen löscht ebenfalls doppelte Einträge, wenn er die Frei-/Gebucht-Informationen für Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access aktualisiert.
Nachdem Outlook ermittelt hat, an welcher Stelle die Nachricht im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner veröffentlicht werden soll, wählt es einen Frei-/Gebucht-Server aus. Die folgenden Schritte werden ausgeführt:
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Bei der ersten Anmeldung informiert der Server den Client über den Server mit der Standardhierarchie. Diese Informationen werden im Benutzerprofil gespeichert. Wenn der Administrator die Einstellungen im Exchange-System-Manager ändert, muss sich der Benutzer ab- und wieder anmelden, um den neuen Wert zu erhalten. Anschließend stellt der Client die erste Verbindung mit diesem Server her und hält die Verbindung für die Dauer der Benutzersitzung aufrecht.
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Der MAPI-Client fragt eine Hierarchietabelle für den Stamm des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner ab. Diese Anforderung wird an den konfigurierten Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner gesendet, und die auf Stammebene des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner gespeicherten Ordner werden an den Client zurückgegeben.
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Der Client durchläuft die Ordnereinträge in dieser Tabelle, um den gewünschten Ordner zu finden. Wenn dies erforderlich sein sollte, öffnet der Client nacheinander die Unterordner und deren Tabelle der Unterordner, um auch diese zu durchlaufen.
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Nachdem der MAPI-Client den gewünschten Ordner ermittelt hat, fordert er das Inhaltsverzeichnis dieses Ordners an.
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Der Dienstanbieter fragt den Server nach einer Liste von Inhaltsreplikaten für den Ordner ab.
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Der Server ruft die Replikatliste für den Ordner aus der Datenbank ab und sortiert diese basierend auf den Connectorkosten für die Routinggruppe des Servers. Die anderen Inhaltsreplikate in derselben Routinggruppe wie der abgefragte Server weisen für die Connectorkosten den Wert Null (0) auf.
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Die sortierte Liste wird zusammen mit der Anzahl der Einträge in der Servergruppe mit den niedrigsten Kosten an den Client zurückgegeben.
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Wenn der Server, mit dem der Client bereits verbunden ist, im Replikatsatz enthalten ist (d. h. seine Kosten sind ebenfalls Null), wird die Suche nach Inhaltsreplikaten abgeschlossen. Fahren Sie mit Schritt 10 fort.
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Auf den Wert von legacyDN für den Benutzer wird ein Hash angewendet, dessen Ergebnis dann durch die Anzahl der Server mit den niedrigsten Kosten dividiert wird. Der Divisionsrest wird zum Indizieren der zurückgegebenen Serverliste und zum Auswählen eines Servers verwendet, mit dem eine Verbindung hergestellt wird.
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Der Dienstanbieter versucht, eine Verbindung mit dem ausgewählten Server herzustellen. Wenn die Verbindung hergestellt werden kann, ist der gesamte Vorgang abgeschlossen, und der Server gibt das Inhaltsverzeichnis an den MAPI-Client zurück.
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Wenn die Verbindung nicht hergestellt werden kann oder der Server zurückgibt, dass er kein Replikatserver ist (der Replikatsatz wurde möglicherweise geändert, und die Änderung wurde noch nicht auf dem Server repliziert, von dem die Replikatliste abgerufen wurde), entfernt der Dienstanbieter diesen Server aus der Liste, verringert die Anzahl der Server mit den niedrigsten Kosten und beginnt, sofern die Anzahl nicht Null (0) ist, wieder bei Schritt 9.
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Wenn die Liste der Server mit den niedrigsten Kosten leer ist, wird die Anzahl auf die Anzahl der verbleibenden Server in der Liste zurückgesetzt, der Vorgang wird ab Schritt 9 wiederholt. Wenn die gesamte Liste leer ist, wird ein Fehler an den MAPI-Client zurückgegeben.
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Diese Schritte werden immer ausgeführt, unabhängig davon, welchen Ordner der Client abfragt (Offlineadressbuch, Frei/Gebucht oder einen anderen Ordner) oder aus welchem Grund der Inhalt des Ordners benötigt wird.
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