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Planen einer Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010

 

Gilt für: Office 2010

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-12-19

Microsoft Outlook 2010 bietet zwei grundlegende Konnektivitätsmodi für die Verbindung mit einem Microsoft Exchange Server-Computer: Exchange-Cache-Modus oder Onlinemodus.

In diesem Artikel wird erläutert, welcher Konnektivitätsmodus für Ihre Umgebung geeignet ist, und es sind auch Planungsüberlegungen und Einstellungen für Bereitstellungen im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010 enthalten.

Inhalt dieses Artikels:

Wenn ein Outlook 2010-Konto für die Verwendung des Exchange-Cache-Modus konfiguriert wird, nutzt Outlook 2010 eine lokale Kopie des Exchange-Postfachs eines Benutzers in einer Offlinedatendatei (OST-Datei) auf dem Benutzercomputer sowie das Offlineadressbuch (OAB). Das zwischengespeicherte Postfach und das OAB werden von dem Computer mit Exchange Server aus regelmäßig aktualisiert.

Der Exchange-Cache-Modus wurde in Outlook 2003 eingeführt, um die Benutzerfreundlichkeit beim Arbeiten im Online- und Offlinemodus zu verbessern. Mit dem Exchange-Cache-Modus können Benutzer zwischen verbundenen und getrennten Umgebungen wechseln, ohne dass in Outlook eine Unterbrechung festzustellen ist. Zudem werden Benutzer von Netzwerkwartezeiten und Konnektivitätsproblemen isoliert, während sie Outlook verwenden.

Im Gegensatz hierzu werden im Onlinemodus direkt die Informationen vom Server verwendet. Wenn neue Informationen in Outlook benötigt werden, wird eine Anforderung an den Server gesendet, und die Informationen werden angezeigt. Postfachdaten werden ausschließlich im Arbeitsspeicher zwischengespeichert und nie auf den Datenträger geschrieben.

Exchange-Cache-Modus oder Onlinemodus können vom Benutzer während der Einrichtung des Kontos ausgewählt werden oder durch Änderung der Kontoeinstellungen. Der Modus kann auch mithilfe des Office-Anpassungstools (OAT) oder der Gruppenrichtlinien bereitgestellt werden.

WichtigImportant
Es gibt ein bekanntes Problem, bei dem ein weiteres Exchange-Konto dem Outlook-Profil hinzugefügt wird, wenn ein Benutzer, der bereits ein Exchange-Konto in dem Profil besitzt, von Outlook 2003 oder Outlook 2007 aktualisiert wird. Dieses Problem kann während eines Upgrades von Outlook und dem Anwenden von Anpassungen mithilfe einer benutzerdefinierten OAT-Datei (MSP) oder PRF-Datei auftreten, das für Profil ändern und Änderungen für das vorhandene Standardprofil definieren konfiguriert ist.
Wenn Sie verhindern möchten, dass beim Ausführen eines Upgrades von Benutzern auf Outlook 2010 weitere Exchange-Konten in einem Profil erstellt werden, müssen Sie die SP1-Version des Office-Anpassungstools (OAT) herunterladen und verwenden, das im Microsoft Download Center (in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=189316&clcid=0x407) verfügbar ist. Ersetzen Sie zur Aktualisierung des OAT den Ordner /Admin in den Office 2010-Installationsdateien oder dem Installationsimage durch den neuen Ordner /Admin, der im Downloadpaket enthalten ist. Wenn Sie nicht die SP1-Version des OAT verwenden, müssen Sie eine PRF-Datei erstellen und die Eigenschaften BackupProfile=False und UniqueService=Yes festlegen. Die entsprechenden Schritte finden Sie unter Mehrere in Outlook 2010 erstellte Exchange-Konten mit vorhandenen Outlook-Profilen nach dem Upgrade aus einer früheren Office-Version mithilfe einer benutzerdefinierten MSP-Datei (in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=199704&clcid=0x407, möglicherweise in englischer Sprache).

Der Exchange-Cache-Modus ist die bevorzugte Konfiguration in Outlook 2010. Er wird unter allen Umständen empfohlen, mit Ausnahme der unter Gründe für die Verwendung des Onlinemodus weiter unten in diesem Artikel genannten spezifischen Situationen.

Der Exchange-Cache-Modus wird zwar in den meisten Benutzerkonfigurationen empfohlen, er ist jedoch in den folgenden Szenarien besonders nützlich:

  • Benutzer mit tragbaren Computern, deren Konnektivität ständig von online zu offline wechselt.

  • Benutzer, die häufig offline oder ohne Konnektivität arbeiten.

  • Benutzer mit Verbindungen mit hoher Wartezeit (höher als 500 ms) zum Computer mit Exchange Server.

Der Onlinemodus stellt die veraltete Methode zum Herstellen einer Verbindung mit Microsoft Exchange dar. Es handelt sich um eine vollständig unterstützte Konfiguration in Office Outlook 2003, Outlook 2007 und Outlook 2010. Der Onlinemodus ist in bestimmten Szenarien nützlich, in denen das Verhalten des Exchange-Cache-Modus unerwünscht ist. Es folgenden einige Beispielszenarien:

  • "Kiosk"-Szenarien, in denen ein bestimmter Computer von zahlreichen Benutzern verwendet wird, die auf verschiedene Outlook-Konten zugreifen, und die Verzögerung beim Herunterladen von E-Mail-Nachrichten in einen lokalen Cache ist inakzeptabel.

  • Umgebungen mit strengen Rechts- oder Sicherheitsvorschriften, in denen Daten aus einem bestimmten Grund nicht lokal gespeichert werden dürfen. In diesen Umgebungen wird die Verwendung eines verschlüsselndes Dateisystems (Encrypting File System, EFS) oder von BitLocker zusätzlich zum Exchange-Cache-Modus als mögliche Lösung empfohlen.

  • Sehr große Postfächer auf Computern, die nicht über ausreichenden Festplattenspeicher für eine lokale Kopie des Postfachs verfügen.

  • Sehr große Postfächer (größer als 25 GB), bei denen Leistungsaspekte im Exchange-Cache-Modus zum Problem werden.

  • Umgebungen mit virtualisierten oder Remotedesktopdiensten (Terminaldienste), in denen Outlook 2007 oder Outlook 2003 ausgeführt werden. Der Exchange-Cache-Modus wird nicht unterstützt, wenn Sie Outlook 2007 oder Outlook 2003 auf einem Computer ausführen, auf dem auch Remotedesktopdienste (Terminaldienste) ausgeführt werden.

  • Umgebungen mit virtualisierten oder Remotedesktopdiensten (Terminaldiensten), in denen Outlook 2010 ausgeführt wird und die Datenträgergröße oder die Einschränkungen der Datenträgereingabe/-ausgabe das Ausführen des Exchange-Cache-Modus in der gewünschten Skalierung verhindern.

Wenn Sie ein sehr großes Postfach verwenden, können Sie die Größe der lokalen Datendatei reduzieren, indem Sie Synchronisierungsfilter verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines Synchronisierungsfilters (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=193917&clcid=0x407) und Optimizing Outlook 2007 Cache Mode Performance for a Very Large Mailbox (in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=193918&clcid=0x407).

Wenn Sie ein sehr großes Postfach verwenden, in dem Leistungsaspekte im Cache-Exchange-Modus problematisch werden, finden Sie weitere Informationen unter Gewusst wie: Behandlung von Leistungsproblemen in Outlook 2007 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=193920&clcid=0x407).

Outlook 2010 unterstützt die Ausführung im Exchange-Cache-Modus in einer Umgebung mit Remotedesktopdiensten (Terminaldiensten) mit mehreren Benutzern. Wenn Sie einen Computer mit Remotedesktopdiensten (Terminaldiensten) so konfigurieren, dass der Exchange-Cache-Modus verwendet wird, müssen Sie weiteren erforderlichen Speicherplatz und Anforderungen an die Datenträgereingabe/-ausgabe für mehrfachen Clientzugriff einplanen.

Standardmäßig verwenden neue Exchange-Konten, die auf einem Computer mit Remotedesktopdiensten (Terminaldiensten) eingerichtet werden, den Onlinemodus. Während des Setups kann der Benutzer entscheiden, ob der Exchange-Cache-Modus aktiviert wird. Diese Einstellung kann auch mithilfe der Option Exchange-Cache-Modus für neue und vorhandene Outlook-Profile verwenden im Office-Anpassungstool oder in Gruppenrichtlinie gesteuert werden.

In Umgebungen mit sehr eingeschränkter Bandbreite kann der Exchange-Cache-Modus so konfiguriert werden, dass nur die E-Mail-Kopfzeilen und eine Vorschau des Nachrichtentexts mit 256 Zeichen heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Auch bei einer Konfiguration im Exchange-CacheModus muss Outlook 2010 den Server direkt kontaktieren, um bestimmte Vorgänge ausführen zu können. Diese Vorgänge können nur ausgeführt werden, wenn Outlook verbunden ist, und bei Verbindungen mit hoher Wartezeit kann die Beendigung dieser Vorgänge länger dauern. Hierzu gehören folgende Vorgänge:

  • Verwenden von delegierten Postfachspeichern.

  • Verwenden von freigegebenen Ordnern, die im Offlinemodus nicht verfügbar sind. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Offlineverfügbarkeit für einen freigegebenen Ordner(http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=193926&clcid=0x407).

  • Abrufen von Frei/Gebucht-Informationen.

  • Festlegen, Ändern oder Abbrechen einer Abwesenheitsnotiz.

  • Zugriff auf öffentliche Ordner.

  • Abrufen von Rechten zu einer durch Rechte geschützten Nachricht.

  • Bearbeiten von Regeln.

  • Abrufen von E-Mail-Info.

Der Exchange-Cache-Modus bietet die folgenden wichtigen Vorteile:

  • Er schirmt die Benutzer vor Netzwerk- und Verbindungsproblemen ab.

  • Er erleichtert mobilen Benutzern das Wechseln vom Online- in den Offlinemodus.

Durch das lokale Zwischenspeichern des Benutzerpostfachs und des Offlineadressbuchs ist Outlook für den Zugriff auf Benutzerinformationen nicht mehr auf eine ununterbrochene Netzwerkverbindung angewiesen. Während eine Verbindung besteht, werden die Benutzerpostfächer von Outlook kontinuierlich aktualisiert, sodass sie stets auf dem neuesten Stand sind. Unterbricht ein Benutzer die Netzwerkverbindung – z. B. durch Entfernen eines tragbaren Computers wie etwa eines Laptops aus einer Dockingstation –, sind die aktuellen Daten automatisch offline verfügbar.

Zusätzlich zur Verwendung lokaler Kopien von Postfächern zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit optimiert der Exchange-Cache-Modus auch die Art und die Menge der Daten, die über eine Serververbindung übertragen werden. Wenn beispielsweise im Office-Anpassungstool die Einstellung Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen konfiguriert ist, wird in Outlook die Art und Menge der über die Verbindung gesendeten Daten geändert.

HinweisNote
In Outlook wird die Geschwindigkeit des Netzwerkadapters auf dem Benutzercomputer überprüft, um die vom Betriebssystem bereitgestellte Verbindungsgeschwindigkeit zu ermitteln. Netzwerkadaptergeschwindigkeiten von maximal 128 KB sind als langsame Verbindungen definiert. Unter bestimmten Umständen gibt die Netzwerkadaptergeschwindigkeit den Datendurchsatz für Benutzer nicht exakt wieder. Weitere Informationen zum Anpassen des Verhaltens von Outlook in solchen Szenarien finden Sie unter Steuern des Verhaltens von Outlook für als langsam wahrgenommene Verbindungen weiter unten in diesem Artikel.

Outlook kann sich auf geänderte Verbindungsumgebungen einstellen. Hierzu stehen verschiedene Optimierungsstufen zur Verfügung, z. B. Trennen vom unternehmenseigenen LAN (Local Area Network), Offlineschalten und anschließendes Herstellen einer neuen Verbindung zum Server über eine langsamere DFÜ-Verbindung. Der Umstieg auf einen anderen Exchange Server-Verbindungstyp, z. B. auf LAN, Funk, Mobilfunk oder offline, erfolgt nahtlos und erfordert keine Änderung von Einstellungen und keinen Neustart von Outlook.

Beispiel: Ein Benutzer schließt einen tragbaren Computer im Büro mit einem Netzwerkkabel an das Unternehmens-LAN an. In diesem Szenario hat der Benutzer Zugriff auf Kopfzeilen und vollständige Elemente, einschließlich Anlagen. Der Benutzer hat außerdem schnellen Zugriff auf den Computer, auf dem Exchange Server ausgeführt wird, und kann Updates rasch beziehen. Trennt der Benutzer den tragbaren Computer vom LAN, schaltet Outlook in den Modus Verbindungsversuch. Der Benutzer kann ohne Unterbrechung weiter mit seinen Daten in Outlook arbeiten. Sobald der Benutzer wieder über Funkzugriff verfügt, kann Outlook wieder eine Verbindung zum Server herstellen und in den Modus Verbunden schalten.

Greift der Benutzer später über eine DFÜ-Verbindung auf den Computer mit Exchange Server zu, erkennt Outlook die langsame Verbindung und optimiert das Verhalten automatisch für diese Verbindung, indem nur Kopfzeilen heruntergeladen werden und das Offlineadressbuch nicht aktualisiert wird. Darüber hinaus enthalten Outlook 2010 und Office Outlook 2007 Optimierungen, die zu einer Reduzierung der Menge der über die Verbindung gesendeten Daten beitragen. In diesem Szenario ist es nicht erforderlich, dass der Benutzer Einstellungen ändert oder Outlook neu startet.

Outlook 2010 enthält außerdem den Modus Kennwort erforderlich. Die Meldung Kennwort erforderlich wird angezeigt, wenn Outlook getrennt wurde und zum Herstellen der Verbindung die Anmeldeinformationen des Benutzers benötigt, z. B. wenn ein Benutzer in einem Dialogfeld für die Authentifizierung von Anmeldeinformationen auf Abbrechen klickt. Wenn Outlook zwar getrennt wurde, aber nicht offline ist, wird bei einer vom Benutzer initiierten Aktion (z. B. Klicken auf Senden/Empfangen oder Kennwort eingeben auf dem Menüband) in Outlook der Benutzer erneut zur Eingabe des Kennworts aufgefordert, und die Meldung Verbindungsversuch wird angezeigt, bis der Benutzer sich authentifizieren und die Verbindung erfolgreich herstellen konnte.

Einige Outlook-Features beeinträchtigen die Effektivität des Exchange-Cache-Modus, da sie Netzwerkzugriff erfordern oder die Funktionalität des Exchange-Cache-Modus umgehen. Der Hauptvorteil des Exchange-Cache-Modus besteht darin, dass der Benutzer vor Netzwerk- und Verbindungsproblemen abgeschirmt wird. Features, die Netzwerkzugriff benötigen, können Verzögerungen bei der Reaktionszeit von Outlook zur Folge haben, die andernfalls im Exchange-Cache-Modus nicht auftreten würden.

Die folgenden Features erfordern möglicherweise Netzwerkzugriff und können Verzögerungen in Outlook verursachen, wenn keine schnellen Verbindungen zu Exchange Server-Daten verfügbar sind:

  • Gewähren von Zugriffsrechten für Stellvertretung, wenn Ordner nicht lokal zwischengespeichert sind (lokaler Cache ist der Standard).

  • Öffnen eines Kalenders oder Ordners eines anderen Benutzers, der nicht lokal zwischengespeichert ist (lokaler Cache ist der Standard).

  • Verwenden eines öffentlichen Ordners, der nicht zwischengespeichert ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten der Outlook-Ordnerfreigabe in Überlegungen zu Synchronisierung, Speicherplatz und Leistung weiter unten in diesem Artikel.

Es wird empfohlen, die folgenden Features in jeglicher Kombination zu deaktivieren oder nicht zu implementieren, wenn Sie den Exchange-Cache-Modus bereitstellen:

  • Desktopbenachrichtigungsfeature mit digitalen Signaturen für E-Mail-Nachrichten   Outlook muss einen Server überprüfen, um die Gültigkeit einer digitalen Signatur festzustellen. Standardmäßig wird in Outlook beim Eingang von neuen Nachrichten im Posteingang eine Desktopbenachrichtigung mit einem Teil einer E-Mail-Nachricht angezeigt. Wenn der Benutzer auf die Desktopbenachrichtigung klickt, um eine signierte E-Mail-Nachricht zu öffnen, benötigt Outlook eine Netzwerkverbindung, um die Gültigkeit der Nachrichtensignatur zu überprüfen.

  • Mehrere Adressbuchcontainer Das Adressbuch enthält in der Regel die Globale Adressliste (GAL) und die Kontakteordner der Benutzer. Einige Unternehmen konfigurieren Teilmengen des GAL, die im Adressbuch angezeigt werden. Diese Teiladressbücher können auch in die Liste zur Definition der Suchreihenfolge für Adressbücher eingebunden werden. Wenn die Suchreihenfolgenliste Teiladressbücher enthält, ist in Outlook möglicherweise Netzwerkzugriff erforderlich, wenn beim Verfassen einer E-Mail-Nachricht Namen aufgelöst und die entsprechenden Adressbücher überprüft werden müssen.

  • Benutzerdefinierte Eigenschaften auf der Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Eigenschaften für Benutzer Das Dialogfeld Eigenschaften wird angezeigt, wenn Sie auf einen Benutzernamen doppelklicken (z. B. auf der Zeile An einer E-Mail-Nachricht). Dieses Dialogfeld kann so konfiguriert werden, dass es benutzerdefinierte Eigenschaften speziell für eine Organisation enthält, z. B. die Kostenstelle eines Benutzers. Wenn Sie diesem Dialogfeld Eigenschaften hinzufügen, wird jedoch empfohlen, diese nicht der Registerkarte Allgemein hinzuzufügen. Zum Abrufen von benutzerdefinierten Eigenschaften muss in Outlook ein Remoteprozeduraufruf an den Server ausgeführt werden. Da beim Zugriff auf das Dialogfeld Eigenschaften standardmäßig die Registerkarte Allgemein angezeigt wird, würde bei jedem Zugriff auf das Dialogfeld Eigenschaften ein Remoteprozeduraufruf erfolgen. Bei Benutzern, die Outlook im Exchange-Cache-Modus ausführen, könnten infolgedessen spürbare Verzögerungen beim Zugriff auf dieses Dialogfeld auftreten. Sie können diese Verzögerungen verhindern, indem Sie im Dialogfeld Eigenschaften eine neue Registerkarte für benutzerdefinierte Eigenschaften erstellen oder benutzerdefinierte Eigenschaften der Registerkarte Telefon/Notizen hinzufügen.

Bestimmte Outlook-Add-Ins können den Exchange-Cache-Modus beeinträchtigen. Manche Add-Ins können z. B. auf Outlook-Daten zugreifen, indem sie mithilfe des Objektmodells die erwartete Funktionalität der Einstellungen Nur Kopfzeilen herunterladen und Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen im Exchange-Cache-Modus umgehen. Beispielsweise werden vollständige Outlook-Elemente und nicht nur Kopfzeilen heruntergeladen, wenn Sie einen Handheldcomputer mithilfe der Microsoft ActiveSync-Technologie synchronisieren, selbst über eine langsame Verbindung. Darüber hinaus ist der Updateprozess langsamer, als wenn Sie die Elemente nach Outlook herunterladen, da einmalige Anwendungen eine weniger effiziente Synchronisierungsmethode nutzen.

Im Exchange-Cache-Modus wird eine lokale Kopie des Exchange-Postfachs eines Benutzers verwendet. In manchen Fällen können Sie die Leistung des Cache-Modus für die gesamte Organisation oder für eine Gruppe von Benutzern, z. B. Remotebenutzer, steigern.

Im Exchange-Cache-Modus werden die OST- und OAB-Dateien der Benutzer unabhängig von Outlook-Aktionen zum Senden/Empfangen mit den Exchange Server-Daten synchronisiert. Durch die Einstellungen für das Senden/Empfangen werden die Outlook-Daten der Benutzer auf die gleiche Weise wie in früheren Versionen von Outlook aktualisiert.

Benutzern, die Exchange-Konten mit Senden/Empfangen-Funktion haben und Outlook-Daten durch Drücken von F9 oder Klicken auf Senden/Empfangen aktualisieren, ist möglicherweise nicht klar, dass eine manuelle Synchronisierung nicht mehr notwendig ist. Tatsächlich können der Netzwerkdatenverkehr und die Serverauslastung beeinträchtigt werden, wenn Benutzer wiederholt Anfragen zum Senden/Empfangen an Exchange Server senden. Weisen Sie Benutzer daher darauf hin, dass manuelle Aktionen zum Senden/Empfangen im Exchange-Cache-Modus nicht notwendig sind. Dies wird insbesondere für Remotebenutzer empfohlen, die frühere Outlook-Versionen im Offlinemodus verwendet und ihre Daten mithilfe von Senden/Empfangen oder beim Trennen vom Netzwerk synchronisiert haben. Im Exchange-Cache-Modus erfolgt diese Datensynchronisierung nun automatisch.

Sie können dieses Problem auch umgehen, indem Sie die Option Senden/Empfangen für Benutzer deaktivieren. Allerdings wird von dieser Vorgehensweise abgeraten, da hierdurch bei manchen Benutzern Probleme auftreten können, beispielsweise beim Durchführen eines Upgrades von aktuellen Outlook-Benutzern mit POP-Konten und vorhandenen benutzerdefinierten Senden/Empfangen-Gruppen auf Outlook 2010. In diesem Fall können die Benutzer keine POP- oder HTTP-E-Mail-Nachrichten mithilfe von Outlook Connector herunterladen, wenn Sie die Option Senden/Empfangen deaktivieren.

Im Exchange-Cache-Modus kann Outlook im lokalen Offlineadressbuch (Offline Address Book, OAB) auf Benutzerinformationen zugreifen, anstatt die Daten von Exchange Server anfordern zu müssen. Durch den lokalen Zugriff auf Benutzerdaten werden Remoteprozeduraufrufe von Outlook an den Exchange Server-Computer erheblich verringert und ein Großteil der Netzwerkzugriffe vermieden, die im Exchange-Onlinemodus oder in früheren Versionen von Outlook erforderlich sind.

Wenn auf den Benutzercomputern ein aktuelles Offlineadressbuch installiert ist, sind nur inkrementelle Aktualisierungen des Offlineadressbuchs erforderlich, um unnötige Serveraufrufe zu vermeiden. In Outlook im Exchange-Cache-Modus wird das Offlineadressbuch des Benutzers alle 24 Stunden mit Updates der Exchange Server-Kopie des Offlineadressbuchs synchronisiert. Sie können selbst steuern, wie häufig OAB-Updates heruntergeladen werden, indem Sie die Exchange Server-Kopie des OAB seltener aktualisieren. Wenn bei der Überprüfung keine neuen Daten zu synchronisieren sind, wird das OAB des Benutzers nicht aktualisiert.

HinweisNote
Es wird empfohlen, dass die Benutzer das Unicode-Offlineadressbuch verwenden. In den ANSI-OAB-Dateien sind einige der Eigenschaften in den Unicode-OAB-Dateien nicht vorhanden. Outlook muss Serveraufrufe ausführen, um erforderliche Benutzereigenschaften abzurufen, die im lokalen Offlineadressbuch nicht verfügbar sind. Dies kann zu erheblichen Netzwerkzugriffszeiten führen, wenn Benutzer kein Offlineadressbuch im Unicode-Format und mit allen Details verwenden.

Wenn Sie den Exchange-Cache-Modus für Outlook bereitstellen, ist zu beachten, dass die lokalen OST-Dateien der Benutzer um 50 bis 80 Prozent größer werden können als das entsprechende Postfach in Exchange Server. Das Format, das Outlook zum lokalen Speichern von Daten für den Exchange-Cache-Modus verwendet, ist weniger effizient als das Datendateiformat des Servers. Daher ist mehr Speicherplatz erforderlich, wenn Postfächer als lokale Kopie für den Exchange-Cache-Modus heruntergeladen werden.

Wenn vom Exchange-Cache-Modus das erste Mal eine lokale Kopie des Postfachs eines Benutzers erstellt wird, wird die aktuelle OST-Datei des Benutzers aktualisiert, sofern eine solche vorhanden ist. Wenn die Benutzer derzeit OST-Dateien im Nicht-Unicode-ANSI-Format verwenden, empfiehlt es sich, ein Upgrade der OST-Dateien der Benutzer auf Unicode durchzuführen. Für Outlook-Dateien im Nicht-Unicode-(ANSI)-Format gilt eine Größenbegrenzung von 2 GB Datenspeicher. Die Maximalgröße für Unicode-OST-Dateien ist konfigurierbar, wobei der Standardwert 50 GB Datenspeicher beträgt.

Stellen Sie außerdem sicher, dass die OST-Dateien der Benutzer sich in einem Ordner mit ausreichend Speicherplatz für die Benutzerpostfächer befinden. Wenn beispielsweise die Festplatten der Benutzer so partitioniert wurden, dass für Systemprogramme ein kleineres Laufwerk verwendet wird (das Systemlaufwerk ist der Standardspeicherort für den Ordner mit der OST-Datei), geben Sie als Speicherort für die OST-Dateien der Benutzer einen Ordner auf einem anderen Laufwerk mit mehr Speicherplatz an.

Die meisten Benutzer stellen wahrscheinlich fest, dass der Exchange-Cache-Modus schneller funktioniert als der Onlinemodus. Wie der Benutzer jedoch die Leistung im Exchange-Cache-Modus wahrnimmt, wird durch viele Faktoren beeinflusst, u. a. die Festplattengröße und -geschwindigkeit, die CPU-Geschwindigkeit, die Größe der OST-Datei und das erwartete Leistungsniveau.

Tipps zur Diagnose und Behandlung von Leistungsproblemen in Outlook finden Sie in den Microsoft Knowledge Base-Artikeln 940226: Gewusst wie: Behandlung von Leistungsproblemen in Outlook 2007 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=100887&clcid=0x407) und Leistungstipps für die Bereitstellung von Outlook 2007 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=160227&clcid=0x407).

Wenn das Microsoft Outlook 2010-Profil eines Benutzers im Exchange-Cache-Modus konfiguriert wird, werden standardmäßig alle Elemente in den Ordnern, auf die über das Outlook-Profil in einem freigegebenen Postfach zugegriffen werden kann, in den lokalen Cache des Benutzers heruntergeladen. Dazu zählen weitere Postfächer oder freigegebene Ordner, die der Benutzer dem Profil hinzugefügt hat. Dieses Feature stellt eine Änderung gegenüber Microsoft Office Outlook 2007 dar, bei dem nur Elemente aus freigegebenen Nichtnachrichtenordnern standardmäßig zwischengespeichert wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Der Exchange-Cache-Modus kann so konfiguriert werden, dass die Öffentlichen Ordner im Ordner Favoriten von Benutzern für Öffentliche Outlook-Ordner heruntergeladen und synchronisiert werden. Standardmäßig werden Öffentliche Ordner-Favoriten nicht synchronisiert. Sie sollten diese Option jedoch aktivieren, wenn in Ihrer Organisation Öffentliche Ordner umfassend verwendet werden. Sie können beim Anpassen der Bereitstellung des Exchange-Cache-Modus eine Option zum Herunterladen Öffentlicher Ordner-Favoriten in die OST-Datei konfigurieren.

Wenn die Ordner Öffentliche Ordner-Favoriten der Benutzer umfangreiche Öffentliche Ordner enthalten, können die OST-Dateien ebenfalls sehr groß werden. Dies kann im Exchange-Cache-Modus die Outlook-Leistung beeinträchtigen. Bevor Sie den Exchange-Cache-Modus konfigurieren, um diese Option zu aktivieren, sollten Sie sicherstellen, dass Benutzer ihren Öffentliche Ordner-Favoriten nur ausgewählte Öffentliche Ordner hinzufügen. Stellen Sie außerdem sicher, dass die OST-Dateien der Benutzer groß genug sind und sich in Ordnern mit ausreichendem Speicherplatz befinden, um die zusätzlichen Speicheranforderungen für das Herunterladen Öffentlicher Ordner zu erfüllen.

Outlook ermittelt konfigurationsgemäß die Verbindungsgeschwindigkeit des Benutzers. Hierzu wird die Netzwerkadaptergeschwindigkeit auf dem Benutzercomputer wie vom Betriebssystem bereitgestellt überprüft. Netzwerkadaptergeschwindigkeiten von bis zu 128 KB sind als langsame Verbindungen definiert.

Wird eine langsame Verbindung zu einem Exchange Server-Computer erkannt, kann die Benutzererfahrung in Outlook optimiert werden, wenn die Benutzer die Menge der weniger wichtigen Informationen reduzieren, die mit dem Exchange Server-Computer synchronisiert werden. Bei langsamen Verbindungen wird das Synchronisierungsverhalten in Outlook wie folgt geändert:

  • Wechsel in den Modus Nur Kopfzeilen herunterladen.

  • Kein Herunterladen des Offlineadressbuchs oder von OAB-Updates.

  • Herunterladen des Textkörpers eines Elements und der zugeordneten Anlagen nur auf Anforderung durch den Benutzer.

Die Synchronisierung der Outlook-Daten mit mobilen Geräten erfolgt weiterhin, und auch einige clientseitige Regeln werden möglicherweise ausgeführt.

HinweisNote
Es wird davon abgeraten, mobile Geräte bei aktivierter Exchange-Cache-Einstellung Nur Kopfzeilen herunterladen zu synchronisieren. Wenn Sie ein mobiles Gerät synchronisieren, z. B. mithilfe von ActiveSync, werden vollständige Elemente in Outlook heruntergeladen, und der Synchronisierungsvorgang ist weniger effizient als bei der regulären Outlook-Synchronisierung mit Computern von Benutzern.

Die Synchronisierungseinstellung Nur Kopfzeilen herunterladen wurde speziell für Outlook-Benutzer mit DFÜ-Verbindungen oder Mobilfunkverbindungen entwickelt, um bei langsamen oder teuren Verbindungen den Netzwerkverkehr zu minimieren.

Unter bestimmten Umständen gibt die Netzwerkadaptergeschwindigkeit nicht exakt den Datendurchsatz für Benutzer wieder. Wenn beispielsweise der Computer eines Benutzers mit einem lokalen Netzwerk (Local Area Network, LAN) mit schnellem Zugriff auf lokale Dateiserver verbunden ist, wird eine hohe Netzwerkadaptergeschwindigkeit gemeldet, da der Benutzer mit einem lokalen Netzwerk verbunden ist. Für den Zugriff auf andere Speicherorte im Netzwerk einer Organisation, einschließlich den Exchange Server-Computer, wird jedoch möglicherweise eine langsame Verbindung verwendet, z. B. eine ISDN-Verbindung. In einem solchen Szenario, in dem der tatsächliche Datendurchsatz gering ist, obwohl von den Netzwerkadaptern eine schnelle Verbindung gemeldet wird, sollten Sie eine Option zum Ändern oder Sperren des Verhaltens von Outlook konfigurieren. Beispielsweise können Sie das automatische Wechseln in den Modus Nur Kopfzeilen herunterladen deaktivieren, indem Sie die Option "Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen" deaktivieren im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor verwenden. Entsprechend kann es vorkommen, dass bei Verbindungen, die von Outlook als langsam ermittelt wurden, tatsächlich ein hoher Datendurchsatz erreicht wird. In diesem Fall können Sie das automatische Wechseln in den Modus Nur Kopfzeilen herunterladen ebenfalls deaktivieren.

Sie können die Option Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen im OAT konfigurieren oder diese Option sperren, indem Sie im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor die Option "Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen" deaktivieren verwenden. Weitere Informationen zum Anpassen dieser Einstellung finden Sie unter Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Es empfiehlt sich, die Einführung phasenweise durchzuführen, wenn Sie ein Upgrade einer großen Gruppe von Benutzern von einer Outlook-Bereitstellung ohne Exchange-Cache-Modus auf Outlook 2010 mit aktiviertem Exchange-Cache-Modus durchführen möchten. Outlook ohne Exchange-Cache-Modus ist für Outlook 2002 oder früher, für Office Outlook 2003 oder für Office Outlook 2007 ohne installierten Exchange-Cache-Modus der Fall. Mit einer phasenweisen Einführung entlasten Sie die Computer mit Exchange Server in Ihrer Organisation beim Erstellen oder Aktualisieren von OST-Dateien für Benutzer.

VorsichtCaution
Wenn die meisten Benutzerkonten gleichzeitig für die Verwendung des Exchange-Cache-Modus aktualisiert werden und Outlook dann gleichzeitig starten (z. B. am Montagmorgen nach einem Upgrade am Wochenende), treten auf den Computern mit Exchange Server erhebliche Leistungsverschlechterungen auf. Diese Probleme können manchmal eingedämmt werden, z. B. wenn die meisten Benutzer in der Organisation über aktuelle OST-Dateien verfügen. Im Allgemeinen wird jedoch eine phasenweise Bereitstellung des Exchange-Cache-Modus über einen gewissen Zeitraum hinweg empfohlen.

In den folgenden Szenarien werden Beispiele dafür geschildert, wie Sie den Exchange-Cache-Modus bereitstellen können, um eine anfängliche große Leistungsbeeinträchtigung auf den Computern mit Exchange Server zu vermeiden und in einigen Fällen die Wartezeit für die Erstsynchronisierung minimieren zu können:

  • Beibehalten von Outlook-OST-Dateien beim Bereitstellen des Exchange-Cache-Modus   Da beim ersten Starten von Outlook im Exchange-Cache-Modus die vorhandenen OST-Dateien lediglich mit den neuesten Postfachinformationen aktualisiert werden müssen, können Sie die Belastung der Exchange Server-Computers in Ihrer Organisation bei der Bereitstellung des Exchange-Cache-Modus reduzieren, indem Sie diese OST-Dateien beibehalten. Für Benutzer, für die bereits OST-Dateien vorhanden sind, müssen weniger Outlook-Informationen mit dem Server synchronisiert werden. Dieses Szenario ist ideal, wenn die meisten Benutzer bereits über OST-Dateien verfügen, die erst kürzlich mit Exchange Server synchronisiert wurden. Wenn Sie bei der Bereitstellung von Outlook im Exchange-Cache-Modus OST-Dateien beibehalten möchten, geben Sie beim Anpassen der Outlook-Profilinformationen im OAT keinen neuen Computer mit Exchange Server an. Alternativ dazu können Sie beim Anpassen von Outlook-Profilen im OAT das Kontrollkästchen Vorhandene Exchange-Einstellungen überschreiben, wenn eine Exchange-Verbindung vorhanden ist (nur bei Änderung des Profils) deaktivieren. (Wenn Sie beim Konfigurieren und Bereitstellen von Outlook einen Computer mit Exchange Server angeben, während diese Option aktiviert ist, wird der Exchange-Dienstanbieter im MAPI-Profil ersetzt, wodurch der Profileintrag für vorhandene OST-Dateien entfernt wird.) Wenn Sie derzeit Nicht-Unicode-(ANSI)-OST-Dateien verwenden, empfiehlt es sich, ein Upgrade der OST-Dateien der Benutzer auf Unicode durchzuführen, um die Leistung und die Funktionsweise zu optimieren. In diesem Fall können die alten Nicht-Unicode-(ANSI)-OST-Dateien nicht beibehalten werden, denn sie würden im Unicode-Format neu erstellt werden.

    Informationen dazu, wie Sie ein Upgrade einer vorhandenen OST-Datei im Nicht-Unicode-(ANSI)-Format auf das Unicode-Format erzwingen, finden Sie unter “Erzwingen eines Upgrades von OST-Dateien im Nicht-Unicode-ANSI-Format auf Unicode” des Artikels Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

  • Bereitstellen von Ausgangs-OST-Dateien für Remotebenutzer und Bereitstellen des Exchange-Cache-Modus im Anschluss an die Installation der bereitgestellten OST-Dateien durch die Benutzer   Wenn die meisten Benutzer in Ihrer Organisation derzeit keine OST-Dateien besitzen oder den Exchange-Cache-Modus nicht verwenden, können Sie bei der Bereitstellung von Outlook 2010 den Exchange-Cache-Modus deaktivieren. Unmittelbar vor dem geplanten Datum für die Bereitstellung des Exchange-Cache-Modus stellen Sie dann für jeden Benutzer Ausgangs-OST-Dateien mit einer Momentaufnahme des Benutzerpostfachs bereit. Beispielsweise können Sie dem Benutzer eine CD mit der Datei und Installationsanweisungen übergeben oder per Post schicken. Zudem sollten Sie eine aktuelle Version des Offlineadressbuchs der Organisation mit allen Details zur Verfügung stellen. Der Exchange-Cache-Modus wird erst konfiguriert und bereitgestellt, nachdem die Benutzer die Installation der Dateien bestätigt haben.

    Wenn Sie die Outlook-Bereitstellung für die spätere Verwendung des Exchange-Cache-Modus aktualisieren, werden die vorhandenen OST-Dateien der Benutzer von Exchange Server aktualisiert, und es sind viel weniger Daten zu synchronisieren, als wenn für jeden Benutzer eine neue OST-Datei und ein Offlineadressbuch erstellt werden müssten. Das Erstellen einzelner CDs für die OST-Datei jedes einzelnen Benutzers kann zeitaufwändig sein. Daher empfiehlt sich die Bereitstellung von Ausgangsdateien besonders für ausgewählte Gruppen von Remotebenutzern, die andernfalls lange auf die Erstsynchronisierung des Postfachs und des OAB warten müssten, wobei je nach Remoteverbindungsszenario eventuell hohe Kosten verursacht würden.

    Weitere Informationen zum Erstellen von Ausgangs-OST-Dateien finden Sie unter Bereitstellen einer Ausgangs-OST-Datei für die Outlook-Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus (in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=74518&clcid=0x407). In diesem Artikel wird das Erstellen von Ausgangs-OST-Dateien für Office Outlook 2003 beschrieben. Der Prozess läuft für Office Outlook 2007 und Outlook 2010 ähnlich ab.

  • Bereitstellen von Outlook im Exchange-Cache-Modus nacheinander für einzelne Benutzergruppen   Sie können die Belastung der Exchange Server-Computer und des lokalen Netzwerks verringern, indem Sie das Upgrade von Gruppen von Benutzern für den Exchange-Cache-Modus nach und nach durchführen. Der Netzwerkverkehr und die Serverbelastung durch das Auffüllen der OST-Dateien mit den Postfachelementen der Benutzer und das Herunterladen des Offlineadressbuchs werden minimiert, indem das neue Feature in Phasen eingeführt wird. Wie Sie die einzelnen Benutzergruppen erstellen und den Exchange-Cache-Modus für sie bereitstellen, hängt von den üblichen Bereitstellungsmethoden in der Organisation ab. Beispielsweise könnten Sie Benutzergruppen in Microsoft Systems Management Server (SMS) erstellen und für diese ein SMS-Paket bereitstellen, mit dem Outlook für die Verwendung des Exchange-Cache-Modus aktualisiert wird. Dabei stellen Sie SMS nach und nach für jede Gruppe bereit. Wählen Sie Gruppen von Benutzern aus, deren Konten auf mehrere Exchange Server-Computer verteilt sind, um die Last möglich gleichmäßig zu verteilen.

Das Ausführen eines Upgrades von Benutzern auf Outlook 2010 ist unkompliziert, wenn der Exchange-Cache-Modus in Office Outlook 2003 oder Outlook 2007 bereits aktiviert ist. Wenn Sie die Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus nicht ändern, werden die gleichen Einstellungen für Outlook 2010 übernommen. Das OST- oder OAB-Dateiformat wird nicht geändert, und Sie müssen diese Dateien während eines Upgrades nicht neu erstellen.

Achten Sie jedoch auf Folgendes: In Outlook 2010 werden freigegebene für E-Mails und nicht für E-Mails vorgesehene Ordner, auf die Benutzer in anderen Postfächern zugreifen, heruntergeladen und in der lokalen OST-Datei des Benutzers zwischengespeichert, wenn der Exchange-Cache-Modus aktiviert ist. Dieses Verhalten stellt eine Änderung gegenüber Outlook 2007 dar, bei dem nur Elemente aus freigegebenen Nichtnachrichtenordnern standardmäßig zwischengespeichert wurden. Wenn also für das bestehende Office Outlook 2003-Profil eines Benutzers der Exchange-Cache-Modus aktiviert ist und dieses Profil auf Outlook 2010 aktualisiert wird, werden freigegebene Nachrichtenordner und Nichtnachrichtenordner heruntergeladen, wenn der Benutzer darauf zugreift. Dies kann problematisch sein, wenn in Ihrer Organisation in großem Umfang freigegebene Ordner verwendet werden und Sie über OST-Dateien verfügen, deren Größe beinahe der maximal zulässigen Dateigröße entspricht (2 GB für ANSI-OST-Dateien und standardmäßig 20 GB für Unicode-OST-Dateien). Wenn diese beiden Faktoren zutreffen, können beim Herunterladen von freigegebenen Ordnern Leistungsbeeinträchtigungen und andere Probleme auftreten. Weitere Informationen zu Größenbegrenzungen für Dateien finden Sie unter Die Dateigrößenbeschränkungen von PST- und OST-Dateien sind in Outlook 2010 höher (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=223378&clcid=0x407).

Verwenden Sie für neue Outlook 2010-Profile oder zum Ausführen von Upgrades vorhandener Office Outlook 2003- oder Outlook 2007-Profile das OAT oder die Gruppenrichtlinie, um die Option zum Herunterladen freigegebener Ordner zu deaktivieren und damit Probleme beim Herunterladen von freigegebenen Ordnern zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass die Einstellung Freigegebene Nichtnachrichtenordner herunterladen in Outlook 2010 sowohl für Nachrichtenordner als auch für Nichtnachrichtenordner gilt.

Wenn Sie die Zwischenspeicherung für freigegebene Nachrichtenordner (z. B. ein delegiertes Postfach) deaktivieren möchten, die Zwischenspeicherung für nicht freigegebene Nichtnachrichtenordner (z. B. Kalender) jedoch nicht, finden Sie weitere Informationen unter Freigegebene E-Mail-Ordner werden in Outlook 2010 standardmäßig im Cache-Modus heruntergeladen(http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=223376&clcid=0x407).

Beachten Sie außerdem, dass das Zwischenspeichern für freigegebene Ordner anders funktioniert als üblicherweise im Exchange-Cache-Modus. Bei freigegebenen Ordnern wird die Replikation in die lokale OST-Datei erst gestartet, wenn der Benutzer auf den freigegebenen Ordner klickt. Sobald das Zwischenspeichern für den Ordner durch Klicken aktiviert wurde, wird der Ordner von Outlook ebenso wie andere Outlook-Ordner im Exchange-Cache-Modus synchronisiert. Wenn allerdings der Benutzer den Ordner nicht mindestens einmal alle 45 Tage (Standardwert) aufruft, werden die lokalen Daten für den Ordner aus der OST-Datei entfernt und werden erst wieder heruntergeladen, wenn der Benutzer erneut auf den Ordner klickt.

Sie können die Anzahl der Tage konfigurieren, nach denen die zwischengespeicherten freigegebenen Daten aus der OST-Datei entfernt werden. Dazu können Sie die Option Daten in freigegebenen Ordnern synchronisieren in OAT oder der Gruppenrichtlinie konfigurieren. Weitere Informationen zum Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus finden Sie unter Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Manche Outlook-Benutzer, die eine Verbindung zu Exchange Server im Onlinemodus herstellen, verfügen möglicherweise über OST-Dateien. Wenn diese Benutzer eine OST-Datei im Nicht-Unicode-(ANSI)-Format und große Exchange-Postfächer haben, können Fehler auftreten, wenn Outlook versucht, ihre Postfächer mit ihren OST-Dateien zu synchronisieren. Es empfiehlt sich, die OST-Dateien der Benutzer auf das Unicode-Format zu upgraden, da für Outlook-Unicode-Dateien keine Größenbegrenzung von 2 GB gilt wie für Outlook-ANSI-Dateien. Unicode ist das Standarddateiformat für Outlook 2010. Informationen dazu, wie Sie ein Upgrade einer vorhandenen OST-Datei im Nicht-Unicode-(ANSI)-Format auf das Unicode-Format erzwingen, finden Sie unter So erzwingen Sie ein Upgrade für OST-Dateien im Nicht-Unicode-ANSI-Format auf Unicode in Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Sie können die Einstellungen zum Anpassen des Exchange-Cache-Modus mithilfe der administrativen Gruppenrichtlinienvorlage (Outlk14.adm) sperren. Oder Sie können Standardeinstellungen mit dem Office-Anpassungstool (OAT) konfigurieren. In diesem Fall können Benutzer die Einstellungen ändern.

Mithilfe von Gruppenrichtlinien können Sie verhindern, dass Benutzer den Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010 aktivieren. Sie können z. B. das Standardzeitintervall zwischen Exchange Server-Synchronisierungen angeben, wenn Daten auf einem Exchange Server-Computer oder auf dem Clientcomputer geändert werden.

Eine Anleitung zum Sperren von Einstellungen mithilfe von Gruppenrichtlinien finden Sie unter Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Die folgende Tabelle enthält einige der Einstellungen, die für den Exchange-Cache-Modus konfiguriert werden können. In den Gruppenrichtlinien befinden sich die Einstellungen unter Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Microsoft Office 2010\Kontoeinstellungen\Exchange-Cache-Modus. Die OAT-Einstellungen befinden sich auf der Seite Benutzereinstellungen ändern des OAT.

 

Option Beschreibung

Elemente vollständig herunterladen deaktivieren

Dient zum Deaktivieren der Option Elemente vollständig herunterladen in Outlook. Diese Option wird angezeigt, wenn Sie auf die Registerkarte Senden/Empfangen und dann auf Downloadeinstellungen klicken.

Kopfzeilen herunterladen deaktivieren

Dient zum Deaktivieren der Option Kopfzeilen herunterladen in Outlook. Diese Option wird angezeigt, wenn Sie auf die Registerkarte Senden/Empfangen klicken.

Kopfzeilen zuerst herunterladen deaktivieren

Dient zum Deaktivieren der Option Kopfzeilen zuerst herunterladen in Outlook. Diese Option wird angezeigt, wenn Sie auf die Registerkarte Senden/Empfangen und dann auf Downloadeinstellungen klicken.

Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen deaktivieren

Dient zum Deaktivieren der Option Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen in Outlook. Diese Option wird angezeigt, wenn Sie auf die Registerkarte Senden/Empfangen und dann auf Downloadeinstellungen klicken.

Öffentliche Ordner-Favoriten herunterladen

Dient zum Ermöglichen der Synchronisierung von Öffentliche Ordner-Favoriten im Exchange-Cache-Modus.

Freigegebene Nichtnachrichtenordner herunterladen

Dient zum Ermöglichen der Synchronisierung von freigegebenen Nichtnachrichtenordnern im Exchange-Cache-Modus.

Exchange-Cache-Modus für neue und vorhandene Outlook-Profile verwenden

Dient zum Konfigurieren von neuen und vorhandenen Outlook-Profilen, sodass der Exchange-Cache-Modus verwendet wird. Deaktivieren Sie diese Option, um neue und vorhandene Outlook-Profile für die Verwendung des Onlinemodus zu konfigurieren.

Die folgende Tabelle enthält weitere Einstellungen, die für die Exchange-Konnektivität konfiguriert werden können. In den Gruppenrichtlinien befinden sich die Einstellungen unter Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Microsoft Office 2010\Kontoeinstellungen\Exchange. Die OAT-Einstellungen befinden sich auf der Seite Benutzereinstellungen ändern des OAT.

 

Option Beschreibung

Profil automatisch basierend auf der primären SMTP-Adresse von Active Directory konfigurieren

Dient dazu, zu verhindern, dass Benutzer die aus Active Directory abgerufene SMTP-E-Mail-Adresse ändern, die zum Einrichten eines neuen Kontos verwendet wurde.

Benutzeroberflächenoptionen für Outlook Anywhere konfigurieren

Dient dazu, Benutzern das Anzeigen und Ändern von Benutzeroberflächenoptionen für Outlook Anywhere zu erlauben.

Erstellen einer OST-Datei nicht zulassen

Dient dazu, die Verwendung von Ordnern im Offlinemodus zu verhindern.

Exchange-Vorversionskonten einschränken

Dient dazu, das Konto einzuschränken, das als erstes Konto dem Profil hinzugefügt wird.

Maximale Anzahl von Exchange-Konten pro Profil festlegen

Dient dazu, die maximale Anzahl von Exchange-Konten festzulegen, die pro Outlook-Profil zulässig sind.

Daten in freigegebenen Ordnern synchronisieren

Dient dazu, die Anzahl von Tagen zu steuern, die vergehen sollen, ohne dass ein Benutzer auf einen Outlook-Ordner zugreift, bevor die Synchronisierung des Ordners mit Exchange von Outlook beendet wird.

Weitere Informationen zum Planen einer Exchange-Cache-Modus-Bereitstellung finden Sie in den folgenden Quellen.

  • Wenn Sie Office Outlook 2003, Office Outlook 2007 oder Outlook 2010 mit auf Exchange Server basierenden Systemen verwenden, können Sie mit dem Exchange-Cache-Modus und anderen Features die Benutzererfahrung hinsichtlich Problemen wie langer Wartezeit, Verlust von Netzwerkverbindungen und eingeschränkter Netzwerkbandbreite optimieren. Informationen zu diesen Verbesserungen finden Sie unter Client-Netzwerkdatenverkehr mit Exchange Server 2003 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=79063&clcid=0x407).

  • Outlook 2010 bietet die Möglichkeit, Benutzerkonten automatisch zu konfigurieren. Informationen zur Funktionsweise der Ermittlungsmechanismen und zum Ändern einer XML-Datei, um AutoErmittlung für Ihre Organisation zu konfigurieren, finden Sie unter Planen der automatischen Konfiguration von Benutzerkonten in Outlook 2010.

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