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Anpassen von Setup vor der Installation von Office 2013

 

Gilt für: Office 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-02-19

Zusammenfassung: Erklärt, wie eine Windows Installer-basierte Installation von Office 2013 mit dem Office-Anpassungstool angepasst wird.

Zielgruppe: IT-Spezialisten

Führen Sie vor der Installation die in diesem Artikel aufgeführten Schritte aus, um das Setup für Windows Installer-basierte Office 2013-Installationen anzupassen.

In Office 2013 (sowie in Office 2010 und Office 2007) wird die gesamte Installation vom Setup gesteuert. Dies schließt auch Prozesse ein, die in Office-Versionen vor Office 2007 vom Windows Installer gesteuert wurden. Durch Anpassen des Setup-Standardverhaltens können Sie angeben, wie die Installation ausgeführt werden soll. So können Sie die Installation beispielsweise ohne Benutzerinteraktion ausführen, dem Benutzer die Schritte für den Product Key und die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen abnehmen sowie einen Organisationsnamen oder einen abweichenden Installationsort angeben.

Es empfiehlt sich, vor dem Anpassen des Setups die Artikel Planen der Volumenaktivierung von Office 2013 und Volumenaktivierung von Office 2013 zu lesen.

Inhalt dieses Artikels:

Zum Anpassen der Verwaltung des Installationsvorgangs durch das Setup wird mithilfe des Office-Anpassungstools (OAT) eine Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) erstellt. Diese Datei wird dann vom Setup angewendet, wenn Benutzer Office auf ihren Computern installieren.

In Office 2013 stehen zwei architekturspezifische Versionen des Office-Anpassungstools (OAT) zur Verfügung: eine für die 32-Bit-Version und eine für die 64-Bit-Version von Office. Die 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools unterstützt 64-Bit-Clienteditionen von Office 2013 und besitzt die gleiche Benutzeroberfläche und die gleichen Funktionen und konfigurierbaren Einstellungen wie die 32-Bit-Version. Zum Ausführen der 32-Bit- bzw. 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools wird der gleiche Befehl verwendet.

  • Führen Sie im Ordner "x86" (32 Bit) den Befehl setup.exe /admin aus, um die 32-Bit-Version des Office-Anpassungstools auszuführen. Beispiel: \\Server\Freigabe\Office15\x86\setup.exe /admin.

  • Wenn Sie die 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools ausführen möchten, führen Sie den Befehl setup.exe /admin im Ordner "x64" (64 Bit) aus. Weitere Informationen zur 64-Bit-Version von Office 2013 finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2013.

Der erste Schritt in einer Unternehmensbereitstellung besteht üblicherweise im Erstellen, Replizieren und Schützen eines Netzwerkinstallationspfads. Kopieren Sie hierzu alle Quelldateien von der Office 2013-Installations-DVD an einen freigegebenen Speicherort im Netzwerk. Kopieren Sie zudem sämtliche Sprachpakete an den Netzwerkinstallationspfad, die Sie über die Quellmedien bereitstellen möchten. Die Benutzer können das Setup über den Netzwerkinstallationspfad ausführen. Alternativ können Sie den Netzwerkinstallationspfad als Ausgangspunkt für die Verteilung von Office 2013 mittels eines Softwarebereitstellungstools wie Microsoft System Center 2012 Configuration Manager oder zum Erstellen eines Festplattenimage oder einer benutzerdefinierten DVD verwenden.

Stellen Sie sicher, dass die Office 2013-Quelldateien schreibgeschützt sind. Die Dateien "Setup.xml" und "Paket.xml" (beispielsweise "ProPlusWW.xml" für Office Professional 2013) sind digital signiert und können nicht geändert werden.

Es empfiehlt sich, den Netzwerkinstallationspfad an mehrere Orte zu replizieren. Dies hat folgende Vorteile:

  • Es wird sichergestellt, dass die Benutzer stets auf eine Netzwerkquelle zugreifen können.

  • Bei einer Bereitstellung für mehrere geografische Standorte werden Remotestandorte unterstützt.

  • Die Benutzer in der Organisation erhalten einheitliche Konfigurationen.

  • Flexibilität: Wenn Sie eine Standard-Unternehmenskonfiguration von Office 2013 bereitstellen, können regionale Administratoren zusätzliche Anpassungen für die replizierten Netzwerkinstallationspfade anwenden, um diese an ihre spezifischen Anforderungen anzupassen.

Informationen zu freigegebenen Ordnern finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Gehen Sie gemäß den folgenden Anweisungen vor, um das Setup für Office anzupassen.

HinweisHinweis:
Sie können die Aufgaben in Office 2013-Produktfamilien mit einer Maus, mit Tastenkombinationen oder per Fingereingabe durchführen. Informationen zum Verwenden von Tastenkombinationen und der Fingereingabe in Office-Produkten und -Diensten finden Sie unter Keyboard shortcuts (Tastenkombinationen) und Office-Leitfaden für die Gestensteuerung.
So passen Sie das Office-Setup an
  1. Erstellen Sie einen Netzwerkinstallationspfad. Erstellen Sie hierzu an einem einfach zu erreichenden Ort auf dem Server einen freigegebenen Ordner für die Office 2013-Quelldateien, und kopieren Sie alle Dateien und Ordner von der Office 2013-DVD in diese Freigabe. Beispiel:

    \\Server\Freigabe\Office2013

    WichtigWichtig:
    Erstellen Sie den Netzwerkinstallationspfad nicht im Stammverzeichnis des Servers.
    Falls Sie mehrere Sprachversionen von Office 2013 bereitstellen möchten, kopieren Sie die einzelnen bereitzustellenden Sprachpakete vom Quellmedium an den Installationspfad. Wenn Sie gefragt werden, ob doppelte Setupdateien überschrieben werden sollen, klicken Sie auf Nein. Die Kerndateien des Setups werden von allen Office 2013-Produkten und -Sprachpaketen gemeinsam genutzt. Da diese Setup-Kerndateien identisch sind, besteht kein Grund, die Dateien beim Hinzufügen von Sprachpaketen zu überschreiben.
    Falls Sie mehrere Office 2013-Produkte bereitstellen möchten, kopieren Sie die entsprechenden Dateien von der DVD an den Installationspfad. Wenn Sie gefragt werden, ob doppelte Setupdateien überschrieben werden sollen, klicken Sie auf Nein.
  2. Führen Sie im Stammverzeichnis des Netzwerkinstallationspfads die folgende Befehlszeile aus, um das Office-Anpassungstool zu starten:

    \\Server\Freigabe\Office2013\setup.exe /admin

    Dabei gilt:

    • \\Server\Freigabe\Office2013\ ist der Netzwerkinstallationspfad mit den Office 2013-Quellen.

    • setup.exe /admin startet das OAT.

  3. Wählen Sie das zu konfigurierende Office 2013-Produkt aus, und klicken Sie auf OK.

  4. Klicken Sie im Navigationsbereich des Office-Anpassungstools auf Installationsspeicherort und Name der Organisation.

  5. Geben Sie im Feld Standardinstallationspfad den Pfad eines Standardinstallationsordners auf den Benutzercomputern ein. Mit dem Ordnerschlüsselwort [ProgramFilesFolder] kann ein relativer Pfad eingegeben werden.

  6. Geben Sie im Feld Name der Organisation einen Standardnamen für die Organisation ein, der für alle Benutzer gilt, die Office mit dieser Anpassungsdatei installieren.

  7. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Weitere Netzwerkquellen und anschließend auf Hinzufügen.

  8. Geben Sie im Feld Netzwerkserver den Pfad der Sicherungsquellen ein, die Sie im Netzwerk erstellt haben. Wenn weder die lokale Installationsquelle des Benutzers noch der ursprüngliche Netzwerkinstallationspfad verfügbar ist, wird für Vorgänge, für die die Quelle benötigt wird, einer dieser replizierten Installationspfade verwendet. Sie können beliebig viele Quellen hinzufügen.

  9. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Lizenzierung und Benutzeroberfläche. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

    • Clientschlüssel des Schlüsselverwaltungsdiensts (KMS) verwenden.   Ein Produkt Key-Eintrag ist nicht erforderlich für Unternehmensbereitstellungen, in denen die Aktivierung durch den Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) verwendet wird, da für alle Volumenlizenzeditionen von Office 2013 ein KMS-Clientschlüssel vorinstalliert wird. Der Schlüsselverwaltungsdienst ist eine der Methoden der Office-Aktivierungstechnologien zum Aktivieren von Produkten, die mit Microsoft-Volumenlizenzprogrammen lizenziert werden. Ein KMS-Hostschlüssel wird nur für einen KMS-Hostcomputer benötigt, um die Aktivierung auszuführen und einen lokalen Aktivierungsdienst in der Umgebung einzurichten. Von Office 2013 wird für die Aktivierung eine Verbindung mit dem lokalen KMS-Host hergestellt. Die Option Clientschlüssel des Schlüsselverwaltungsdiensts (KMS) verwenden ist standardmäßig aktiviert.

      Weitere Informationen zu den Lizenzierungsoptionen für Office 2013 finden Sie unter Planen der Volumenaktivierung von Office 2013.

    • Anderen Product Key eingeben.   Im OAT können Sie mithilfe des Eintrags Anderen Product Key eingeben einen gültigen MAK-Schlüssel (Multiple Activation Key, Mehrfachaktivierungsschlüssel) eingeben. Ein MAK-Schlüssel ist eine weitere Methode der Office-Aktivierungstechnologien zum Aktivieren von Produkten, die mit Microsoft-Volumenlizenzprogrammen lizenziert werden. Mit einem MAK wird Office 2013 von Clients online mit von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern oder per Telefon aktiviert.

      Wählen Sie zum Verwenden eines MAK-Schlüssels die Option Anderen Product Key eingeben aus, und geben Sie im Textfeld Product Key den MAK-Schlüssel (25 Ziffern oder Zeichen) ohne Leerzeichen ein.

  10. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Ich stimme den Bedingungen des Lizenzvertrags zu. Wenn Sie diese Informationen in einer Setupanpassungsdatei bereitstellen, werden Benutzer während der Installation oder beim ersten Start einer Office-Anwendung nicht zur Eingabe eines Product Keys oder zur Annahme der Microsoft-Software-Lizenzbedingungen aufgefordert.

  11. Legen Sie im Detailbereich die Option Anzeigeebene auf Standard oder auf Keine fest, um Office automatisch (also ohne Benutzerinteraktion) zu installieren. Weitere Informationen zu den Anzeigeeinstellungen finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013 im Abschnitt Lizenzierung und Benutzeroberfläche.

    HinweisHinweis:
    Bei Unternehmensbereitstellungen empfiehlt es sich, den Wert für Anzeigeebene auf Keine festzulegen, um sicherzustellen, dass das Setup automatisch ausgeführt wird. Dabei wird der Benutzer nicht zur Eingabe von Informationen aufgefordert, und bei der Installation wird auch dann nicht auf Benutzerinteraktionen gewartet, wenn Dateien verwendet werden. Wenn Sie den Wert für Anzeigeebene auf Keine festlegen, werden die Optionen Modalen Dialog unterdrücken und Abschlusshinweis unterdrückt, und die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen werden akzeptiert. Administratoren müssen außerdem sicherstellen, dass während einer Office 2013-Installation keine Office-Anwendungen ausgeführt werden.
    Falls Sie den Wert für Anzeigeebene auf Standard festlegen und die Option Modalen Dialog unterdrücken auswählen, wird unter Umständen eine Eingabeaufforderung für Benutzer angezeigt, wenn Office-Dateien verwendet werden. Wenn Sie den Wert für Anzeigeebene auf Keine festlegen, wird keine Eingabeaufforderung für Benutzer angezeigt. Mithilfe der Option Modalen Dialog unterdrücken wird nicht verhindert, dass auf verwendete Dateien hingewiesen wird. Die Anzeige von Meldungen dieser Art kann nur durch Festlegen von Anzeigeebene auf Keine verhindert werden.
  12. Nehmen Sie die gewünschten Anpassungen vor. Klicken Sie im Menü Datei auf Speichern, und speichern Sie die Setupanpassungsdatei am Stamm des Netzwerkinstallationspfads im Ordner "Updates".

    HinweisHinweis:
    Falls Sie mehrere Setupanpassungsdateien (MSP-Dateien) bereitstellen möchten, beachten Sie Folgendes: Für eine Erstinstallation kann im Ordner "Updates" pro zu installierendem Office 2013-Produkt immer nur eine MSP-Anpassungsdatei platziert werden. Die restlichen MSP-Anpassungsdateien für ein Produkt müssen nach Abschluss der Office-Installation bereitgestellt werden. Pro Produkt im Ordner "Updates" wird lediglich eine einzelne Setupanpassungsdatei unterstützt. Falls Sie also beispielsweise mehrere Office 2013-Produkte (beispielsweise Office Professional Plus 2013 und Visio Professional 2013) bereitstellen, können Sie im Ordner "Updates" eine MSP-Anpassungsdatei für Office Professional Plus 2013 und eine für Visio Professional 2013 hinzufügen. Die im Ordner "Updates" befindlichen MSP-Anpassungsdateien werden zuerst bereitgestellt. Sie müssen daher alle Setupanpassungen enthalten, die nach der Installation nicht mehr geändert werden können. (Dies gilt beispielsweise für den Installationsort.)

Ihre Anpassungen gelten für alle Sprachversionen des angegebenen Produkts, die am Netzwerkinstallationspfad verfügbar sind. Die meisten Anpassungen betreffen das sprachneutrale Kernprodukt. Allerdings enthält die Featurestruktur im Tool auch eine Teilmenge mit sprachspezifischen Features. Anpassungen für sprachspezifische Features werden angewendet, wenn ein Benutzer die betreffende Sprache installiert; andernfalls werden sie ignoriert.

HinweisHinweis:
In der Regel müssen die Protokollierungsoptionen nicht angepasst werden. Standardmäßig wird beim Setup eine Standardprotokolldatei erstellt und auf dem Computer des Benutzers als Textdatei im Ordner "%Temp%" gespeichert. Bei einem Installationsfehler wird am gleichen Ort eine ausführliche Protokolldatei erstellt, in der auch das Paket angegeben ist, auf das der Fehler zurückzuführen ist. Öffnen Sie zum Ändern der Protokollierungsoptionen die Datei "Config.xml" im Editor, und bearbeiten Sie das Element <Logging>. Weitere Informationen finden Sie unter Referenz zur Datei "Config.xml" für Office 2013.

Bei einer organisationsweiten Bereitstellung von Office bestimmen Sie, wie viel von der Setupbenutzeroberfläche den Benutzern angezeigt wird. Standardmäßig wird das Setup interaktiv ausgeführt. Die Benutzer erhalten dann während der Installation Auswahlmöglichkeiten. Wenn Sie eine angepasste Konfiguration verteilen, wird empfohlen, die Anzahl der Benutzer, die eine interaktive Installation ausführen, zu beschränken. Die Installation erfolgt mit weniger Unterbrechungen, und Ihre Anpassungen werden standardmäßig für alle Benutzer festgelegt. Weitere Informationen zu Anzeigeoptionen finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013 im Abschnitt Lizenzierung und Benutzeroberfläche.

Falls Sie zum Bereitstellen von Microsoft System Center 2012 Configuration Manager ein Bereitstellungstool wie Office 2013 oder Microsoft Systems Management Server (SMS) verwenden, während keine Benutzer im Netzwerk angemeldet sind, legen Sie die Anzeigeebene auf Keine fest. Office 2013 wird dann ohne Anzeige einer Setupbenutzeroberfläche installiert.

HinweisHinweis:
Wenn Sie Office 2013 automatisch installieren, müssen Sie einen gültigen Product Key eingeben. Ohne Product Key wird ein Fehler in das Protokoll geschrieben, und das Setup wird beendet. Wie bereits erwähnt, ist bei Verwendung der KMS-Aktivierung kein Product Key-Eintrag erforderlich, da für alle Volumenlizenzversionen von Office 2013 ein KMS-Clientschlüssel vorinstalliert wird. Bei Verwendung von MAK muss dagegen der MAK-Schlüssel eingegeben werden. Falls Sie den Lizenzbedingungen nicht im Auftrag der Benutzer zustimmen, wird die Installation nicht abgeschlossen. Beachten Sie, dass die Lizenzbedingungen bei der automatischen Installation von Office 2013 implizit akzeptiert werden.

Die Windows Installer-Eigenschaften DISPLAY und PIDKEY können in Office 2013 (sowie in Office 2010 und Office 2007) nicht verwendet werden. Passen Sie das Setup in Office 2013 stattdessen direkt an, indem Sie im OAT eine Anzeigeeinstellung und einen Product Key angeben. Sie können entweder die Standardoption Clientschlüssel des Schlüsselverwaltungsdiensts (KMS) verwenden übernehmen (bei Verwendung der KMS-Überprüfung) oder im Textfeld Anderen Product Key eingeben einen MAK-Schlüssel eingeben (bei Verwendung von KMS). Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Anpassen des Setups.

Da das Setup beim Steuern der Installation eine bedeutendere Rolle spielt, werden viele Windows Installer-Eigenschaften nicht mehr benötigt. Einige Windows Installer-Eigenschaften sind sogar gesperrt und führen zu Fehlern, wenn Sie sie im Office-Anpassungstool festlegen.

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