(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Planen von Datenschutzoptionen für Office 2013

 

Gilt für: Office 365 ProPlus, Office 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-06-05

Zusammenfassung: Erklärt, wie Sie die Weitergabe privater Informationen mit den Datenschutzeinstellungen in Office 2013 steuern können.

Über das Dialogfeld Willkommen bei Office können Benutzer mehrere internetbasierte Dienste aktivieren oder deaktivieren, die Office 2013-Anwendungen schützen und verbessern. Weitere Informationen zum Dialogfeld Willkommen bei Office finden Sie im Office.com-Artikel Datenschutzbestimmungen für Microsoft Office 2013.

WichtigWichtig:
Dieser Artikel ist Bestandteil der Inhaltsübersicht für die Office 2013-Sicherheit. Verwenden Sie diese Übersicht als Ausgangspunkt für Artikel, Downloads, Poster und Videos, mit deren Hilfe Sie die Sicherheit von Office 2013 bewerten können.
Sie interessieren sich für Sicherheitsinformationen zu einzelnen Office 2013-Anwendungen? Sie finden diese Informationen, indem Sie auf Office.com nach "2013-Sicherheit" suchen.

Inhalt dieses Artikels:

Beim ersten Starten von Office 2013 wird das First-Run-Dialogfeld Willkommen bei Office angezeigt.


Bei Auswahl von Wichtige und empfohlene Updates für Office, Windows und andere Microsoft-Software installieren:

  • Empfohlene und wichtige Updates werden für die Betriebssysteme Windows 8.1, Windows 8, Windows 7, Windows Vista, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 sowie für Office 2013-Anwendungen automatisch installiert. Benutzer werden über neue optionale Software benachrichtigt.

  • Anwendungen können eine Verbindung mit Office.com herstellen, um nach aktualisierten Hilfeinhalten zu suchen und spezifische Hilfeinhalte für die installierten Office 2013-Anwendungen zu empfangen.

  • Anwendungen können regelmäßig kleine Dateien herunterladen, die die Ermittlung von Systemproblemen unterstützen und Benutzer auffordern, Fehlerberichte an Microsoft zu senden.

  • Benutzer können sich abhängig vom installierten SKU für das Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit (Customer Experience Improvement Program, CEIP) oder das Office-Programm für Personalisierung (Office Personalized Experience Program, OPEP) registrieren. Weitere Informationen zum OPEP finden Sie im Office.com-Artikel Programm zur Verbesserung Ihrer persönlichen Erfahrung mit Microsoft Office 365. Weitere Informationen zum CEIP finden Sie unter Microsoft-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.

Wenn Benutzer die Option Nur Updates installieren auswählen, werden empfohlene und wichtige Updates für die Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, Windows 8.1, Windows Vista, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 sowie für die Office 2013-Anwendungen automatisch installiert. Die Benutzer werden über neue optionale Software benachrichtigt. Die Datenschutzoptionen werden in Office 2013-Anwendungen allerdings nicht geändert. Das bedeutet, dass die Standarddatenschutzoptionen in Kraft treten. Wenn Benutzer die Option Keine Änderungen vornehmen auswählen, werden die automatische Aktualisierung im Windows-Sicherheitscenter und die Datenschutzoptionen in Office 2013 nicht geändert. Die Standarddatenschutzoptionen treten dann in Kraft.

Für Office 2013-Anwendungen werden die folgenden Standarddatenschutzoptionen verwendet:

  • Office 2013-Anwendungen stellen keine Verbindung mit Office.com her, um nach aktualisierten Hilfeinhalten zu suchen, und Office-Anwendungen werden auf den Computern der Benutzer nicht erkannt. Benutzer erzielen keine optimalen Ergebnisse, wenn sie nach Hilfeinhalten suchen.

  • Office 2013-Anwendungen laden keine kleinen Programme herunter, die die Diagnose von Problemen unterstützen, und es werden keine Informationen zu Fehlermeldungen an Microsoft gesendet.

  • Die Benutzer sind nicht beim Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit registriert.

Da Benutzer mehrere internetbasierte Dienste über das Dialogfeld Willkommen bei Office aktivieren oder deaktivieren können, ist es möglicherweise sinnvoll, die Anzeige des Dialogfelds zu unterdrücken und diese Dienste stattdessen einzeln zu konfigurieren. Wenn Sie das Dialogfeld unterdrücken, empfiehlt es sich, alle internetbasierten Dienste zu aktivieren. Konfigurieren Sie dazu die Datenschutzoptionen.

HinweisHinweis:
Informationen zum Konfigurieren von Sicherheitseinstellungen im Office-Anpassungstool (OAT) und in den administrativen Vorlagen von Office 2013 finden Sie unter Konfigurieren der Sicherheit mithilfe des OAT oder Gruppenrichtlinien für Office 2013.

Sie können das Dialogfeld Willkommen bei Office unterdrücken, indem Sie die Einstellung Dialogfeld "Empfohlene Einstellungen" unterdrücken aktivieren. Diese Gruppenrichtlinieneinstellung befindet sich im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor unter "Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\(ADM\ADMX)\Microsoft Office 2013\Verschiedene". Diese Einstellung verhindert, dass das Dialogfeld Willkommen bei Office beim ersten Starten von Office 2013 angezeigt wird. Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, bleibt das Feature zum automatischen Herunterladen von Updates unverändert, und die Datenschutzoptionen, die internetbasierte Dienste steuern, werden nicht aktiviert.

Wenn Sie das Dialogfeld Willkommen bei Office unterdrücken, ohne bestimmte Datenschutzoptionen zu aktivieren, deaktivieren Sie mehrere Features, die Office 2013-Anwendungen verbessern. Darüber hinaus könnte ein Computer Sicherheitsrisiken ausgesetzt werden. Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, empfiehlt es sich daher, auch alle Datenschutzoptionen zu aktivieren, die unter Konfigurieren von Datenschutzoptionen in Office 2013 beschrieben sind.

Diese Einstellung ist in den meisten Organisationen aktiviert. Dazu gehören Organisationen mit einer äußerst restriktiven Sicherheitsumgebung oder einer Sicherheitsumgebung mit eingeschränktem Internetzugang.

Office 2013 stellt mehrere Einstellungen bereit, mit denen Sie die Weitergabe privater Informationen steuern können. Diese Einstellungen werden oftmals als Datenschutzoptionen bezeichnet. Sie können jede dieser Einstellungen aktivieren oder deaktivieren, um den Sicherheitsanforderungen Ihrer Organisation zu entsprechen. Wenn Sie das Dialogfeld Willkommen bei Office jedoch unterdrücken, empfiehlt es sich, folgende Einstellungen ebenfalls zu aktivieren:

Name der Gruppenrichtlinieneinstellung: Onlineinhaltoptionen: Diese Gruppenrichtlinieneinstellung befindet sich im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor unter "Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\(ADM\ADMX)\Microsoft Office 2013\ Tools | Optionen | Allgemein | Dienstoptionen… \ Onlineinhalte".

  • Beschreibung: Mit dieser Einstellung wird gesteuert, ob das Office 2013-Hilfesystem Hilfeinhalte von Office.com herunterladen kann. Sie können für diese Einstellung eine der drei folgenden Optionen auswählen:

    Onlineinhalt oder Einstiegspunkte nie anzeigen: Das Hilfesystem stellt keine Verbindung mit Office.com her, um Inhalte herunterzuladen. Dies ist die Standardeinstellung, wenn Sie das Dialogfeld Willkommen bei Office unterdrücken oder ein Benutzer Keine Änderungen vornehmen oder Nur Updates installieren auswählt.

    Nur Offlineinhalt soweit verfügbar durchsuchen: Das Hilfesystem stellt keine Verbindung mit Office.com her, um Inhalte herunterzuladen.

    Onlineinhalt soweit verfügbar durchsuchen: Das Hilfesystem stellt eine Verbindung mit Office.com für Inhalte her, wenn der Computer mit dem Internet verbunden ist.

  • Auswirkung: Wenn Sie diese Einstellung aktivieren und Onlineinhalt oder Einstiegspunkte nie anzeigen oder Nur Offlineinhalt soweit verfügbar durchsuchen auswählen, können Benutzer nicht über das Hilfesystem auf aktualisierte Hilfethemen zugreifen, und Sie können keine Vorlagen von Office.com abrufen.

  • Richtlinien: Die meisten Organisationen aktivieren diese Einstellungen und wählen Onlineinhalt soweit verfügbar durchsuchen aus. Dies ist die empfohlene Konfiguration für diese Einstellung. Organisationen mit einer äußerst restriktiven Sicherheitsumgebung oder einer Sicherheitsumgebung mit eingeschränkten Internetzugang aktivieren diese Einstellung jedoch in der Regel und wählen Onlineinhalt oder Einstiegspunkte nie anzeigen aus.

Name der Gruppenrichtlinieneinstellung: Automatisches Empfangen kleiner Updates zur Verbesserung der Zuverlässigkeit: Diese Gruppenrichtlinieneinstellung befindet sich im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor unter "Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\(ADM\ADMX)\Microsoft Office 2013\ Datenschutz\Sicherheitscenter".

Beschreibung: Mit dieser Einstellung wird gesteuert, ob Clientcomputer regelmäßig kleine Dateien herunterladen, mit denen Microsoft Systemprobleme diagnostizieren kann.

Auswirkung: Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, sammelt Microsoft Informationen zu bestimmten Fehlern sowie die IP-Adresse des Computers. Außer der IP-Adresse des Computers, der das Update angefordert hat, werden keine persönlichen Daten an Microsoft gesendet.

Richtlinien: Die meisten Organisationen aktivieren diese Einstellung, bei der es sich um die empfohlene Konfiguration handelt. Diese Einstellung ist in Organisationen mit einer äußerst restriktiven Sicherheitsumgebung oder mit einer Sicherheitsumgebung mit eingeschränktem Internetzugang in der Regel deaktiviert.

Name der Gruppenrichtlinieneinstellung: Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit aktivieren: Diese Gruppenrichtlinieneinstellung befindet sich im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor unter "Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\(ADM\ADMX)\Microsoft Office 2013\Datenschutz\Sicherheitscenter".

Beschreibung: Mit dieser Einstellung wird gesteuert, ob Benutzer am Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit (Customer Experience Improvement Program, CEIP) teilnehmen, um Office 2013 zu verbessern. Wenn Benutzer am CEIP teilnehmen, senden Office 2013-Anwendungen automatisch Informationen über die Verwendung der Anwendungen an Microsoft. Diese Informationen sind mit anderen CEIP-Daten kombiniert, um Microsoft bei der Lösung von Problemen zu unterstützen und die Produkte und Features zu verbessern, die von den Kunden am häufigsten verwendet werden. CEIP erfasst keine Benutzernamen, Adressen oder anderen Identifikationsinformationen mit Ausnahme der IP-Adresse des Computers, mit dem die Daten gesendet werden.

Auswirkung: Wenn Sie dies Einstellung aktivieren, nehmen Benutzer am CEIP teil.

Richtlinien: Die meisten Organisationen aktivieren diese Einstellung, bei der es sich um die empfohlene Konfiguration handelt. In Organisationen mit einer äußerst restriktiven Sicherheitsumgebung oder einer Sicherheitsumgebung mit eingeschränktem Internetzugang ist diese Einstellung in der Regel nicht aktiviert.

Name der Gruppenrichtlinieneinstellung: Korrekturhilfen verbessern – Diese Gruppenrichtlinieneinstellung befindet sich im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor unter "Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\(ADM\ADMX)\Microsoft Office 2013\Tools\Optionen\Rechtschreibung".

Beschreibung: Mit dieser Einstellung wird gesteuert, ob das Feature "Helfen Sie die Korrekturhilfen zu verbessern" Verwendungsdaten an Microsoft sendet. Dieses Feature sammelt Daten über die Verwendung der Korrekturhilfen durch die Benutzer, z. B. Erweiterungen des Benutzerwörterbuchs, und sendet die Daten an Microsoft. Nach ca. sechs Monaten wird das Senden von Daten an Microsoft vom Feature eingestellt und die Datensammlungsdatei wird vom Computer des Benutzers gelöscht. Dieses Feature ist standardmäßig aktiviert, wenn die Benutzer sich entscheiden, am Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit (Customer Experience Improvement Program, CEIP) teilzunehmen.

Wenn Ihre Organisation über Richtlinien zum Steuern der Verwendung externer Ressourcen (z. B. CEIP) verfügt, kann die Verwendung des Features "Helfen Sie, die Korrekturhilfen zu verbessern" eine Verletzung dieser Richtlinien bewirken. Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren, werden mit dem Feature "Helfen Sie, die Korrekturhilfen zu verbessern" keine Informationen zur Verwendung der Korrekturhilfen gesammelt, um sie an Microsoft zu übertragen. Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung nicht konfigurieren, ist das Verhalten gleichbedeutend mit dem Festlegen der Richtlinie auf "Aktiviert".

Auswirkung: Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, nehmen Benutzer am CEIP teil. Obwohl dieses Feature nicht absichtlich persönliche Informationen erfasst, könnten gesendete Inhalte Elemente enthalten, die als Rechtschreib- oder Grammatikfehler markiert wurden (z. B. Eigennamen und Kontonummern). Nummern wie Kontonummern, Adressen und Telefonnummern werden jedoch in Nullen konvertiert, wenn die Daten gesammelt werden. Microsoft verwendet diese Informationen nur, um die Effektivität der Office-Korrekturhilfen zu verbessern, nicht um Benutzer zu identifizieren.

Richtlinien: Die meisten Organisationen aktivieren diese Einstellung, bei der es sich um die empfohlene Konfiguration handelt. In Organisationen mit einer äußerst restriktiven Sicherheitsumgebung oder einer Sicherheitsumgebung mit eingeschränktem Internetzugang ist diese Einstellung in der Regel nicht aktiviert.

Mehrere weitere Einstellungen sind mit der Weitergabe persönlicher Informationen in Office 2013-Anwendungen verbunden. Wenn Sie Datenschutzoptionen aufgrund einer besonderen Sicherheitsumgebung ändern, möchten Sie die folgenden Einstellungen möglicherweise prüfen:

Dokumentmetadaten für kennwortgeschützte Dateien schützen: Diese Einstellung legt fest, ob Metadaten verschlüsselt werden, wenn Sie das Feature "Mit Kennwort verschlüsseln" verwenden.

Dokumentmetadaten für Office Open XML-Dateien, deren Rechte verwaltet werden, schützen: Diese Einstellung legt fest, ob Metadaten verschlüsselt werden, wenn Sie das Feature "Berechtigung nach Personen einschränken" verwenden.

Warnung anzeigen, bevor eine Datei, die Überarbeitungen oder Kommentare enthält, gedruckt, gespeichert oder versendet wird: Diese Einstellung legt fest, ob Benutzer bei Kommentaren oder nachverfolgten Änderungen gewarnt werden, bevor sie ein Dokument drucken, speichern oder senden.

Ausgeblendete Markups anzeigen: Diese Einstellung legt fest, ob alle nachverfolgten Änderungen sichtbar sind, wenn Sie ein Dokument öffnen.

Ausführung von Dokumentprüfungen verhindern: Mit dieser Einstellung können Sie die Dokumentprüfungsmodule deaktivieren. Diese Module, die in verschiedenen Office-Anwendungen ab Office 2007 verfügbar sind, ermöglichen Benutzern das Entfernen verborgener und persönlicher Informationen aus ihren Office-Dokumenten.

HinweisHinweis:
Die neuesten Informationen zu Richtlinieneinstellungen finden Sie im TechNet-Artikel Administrative Vorlagendateien für Office 2013 (ADMX, ADML) und Office-Anpassungstool.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft