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Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013

 

Gilt für: Outlook 2013, Office 365 ProPlus

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2014-01-19

Zusammenfassung: Informationen zum Konfigurieren von Outlook 2013 für den Exchange-Cache-Modus, damit Benutzer offline auf ihre neuesten Exchange Server-E-Mail-Nachrichten zugreifen können.

Zielgruppe: IT-Spezialisten

Das Geschäft steht nicht still, wenn Ihre Mitarbeiter dienstlich unterwegs sind. Der Exchange-Cache-Modus bietet Mitarbeitern einen Zugriff auf ihre E-Mails der letzten 12 Monate (mehr oder weniger), wenn sie im Außendienst vom Exchange-Server getrennt sind. Sie können ihre im Cache gespeicherten Nachrichten offline lesen und beantworten. Alle offline verfassten neuen Nachrichten oder Antworten werden automatisch gesendet, sobald die Verbindung wieder steht.

 

Sind Sie ein Benutzer?

Wenn Sie kein Administrator sind, ist dieser Artikel für Sie nicht wirklich von Belang. Falls Sie dennoch Interesse an der Thematik haben, finden Sie unter Aktivieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013 oder Ändern des E-Mail-Umfangs, der offline verfügbar sein soll die gewünschten Informationen.

Sind Sie ein Administrator?

Als Administrator erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie in der ganzen Organisation geltende Outlook Exchange-Cache-Moduseinstellungen für Outlook 2013 konfigurieren.

Inhalt dieses Artikels:

Wenn ein Outlook 2013-Konto für die Verwendung des Exchange-Cache-Modus konfiguriert wird, befindet sich stets eine lokale Kopie des Exchange-Postfachs eines Benutzers in einer Offlinedatendatei (OST-Datei) auf dem Computer des Benutzers (standardmäßig im Ordner C:\Users\<Benutzername>\AppData\Local\Microsoft\Outlook).

Offlinecomputer mit OAB und OST-Ordner.

Wenn der Benutzer offline ist und Outlook 2013 nutzt, arbeitet das Programm mit dieser lokalen Kopie und dem Offlineadressbuch (OAB). Wenn der Benutzer online ist, werden das Postfach im Cache und Offlineadressbuch regelmäßig vom Exchange Server-Computer im Hintergrund aktualisiert. E-Mail-Nachrichten, die der Benutzer offline verfasst hat, werden automatisch gesendet, sobald er wieder online ist.

WichtigWichtig:
Der Exchange-Cache-Modus von Outlook 2013 funktioniert nur mit E-Mail-Konten ab Exchange Server 2007.

Wenn ein Benutzer ein Upgrade auf Outlook 2013 von einer früheren Version vornimmt und Sie zuvor den Exchange-Cache-Modus für Outlook konfiguriert haben, gelten diese alten Exchange-Cache-Modus-Einstellungen automatisch für Outlook 2013. Falls beispielsweise ein Benutzerkonto in Office Outlook 2003, Office Outlook 2007 oder Outlook 2010 für die Verwendung des Exchange-Cache-Modus konfiguriert wurde, bleibt der Exchange-Cache-Modus weiter aktiv, wenn der Benutzer ein Upgrade auf Outlook 2013 vornimmt. Der Standardspeicherort für neue OST- und OAB-Dateien ist: %userprofile%\AppData\Local\Microsoft\Outlook\Offline Address Books. Als Administrator können Sie für Benutzer in Ihrer Organisation, die noch keine OST-Dateien haben, eine andere OST-Datei konfigurieren. Wenn Sie keinen anderen Speicherort für OST-Dateien angeben, erstellt Outlook eine OST-Datei am Standardspeicherort, wenn Benutzer beginnen, Outlook im Exchange-Cache-Modus zu verwenden.

Bei der Installation von Outlook 2013 wird standardmäßig eine neue komprimierte Version der OST-Datei erstellt. Die komprimierte OST-Datei ist bis zu 40 % kleiner als diejenigen, die von früheren Outlook-Versionen generiert wurden. Wir empfehlen, die neue komprimierte OST-Datei zu nutzen. Wenn Sie jedoch die alten nicht komprimierten OST-Dateien behalten möchten, verwenden Sie die Outlook-Gruppenrichtlinienvorlage und aktivieren die Richtlinie Bei Upgrades keine neue OST-Datei erstellen.

Im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013 stehen zwei neue Features zur Verfügung: Synchronisierungsregler (der Schieberegler E-Mail im Offlinemodus im Outlook 2013-Dialogfeld Servereinstellungen) und Exchange-Schnellzugriff.

Das Outlook-Dialogfeld "Konto ändern"

Exchange-Schnellzugriff kombiniert den Sofortzugriff des Onlinemodus mit den Offlinefunktionen und der Synchronisierungszuverlässigkeit des Exchange-Cache-Modus, insbesondere bei Szenarien, in denen das lokale Synchronisieren von Daten so lange dauert, dass es vom Benutzer wahrgenommen wird (z. B. bei der Erstsynchronisierung, einer Wiederaufnahme oder nach dem Urlaub).

Wenn Sie Outlook 2013 erstmals starten, werden Ihnen sofort Ihre neuesten E-Mail-Nachrichten und von Kalender auf dem aktuellen Stand angezeigt. Outlook 2013 speichert Elemente im Hintergrund im Cache, um die Offlinenutzung vorzubereiten, ohne die Benutzererfahrung zu beeinträchtigen. Mit dem Synchronisierungsregler können Outlook 2013-Benutzer die Anzahl der E-Mails einschränken, die lokal in einer Outlook-Datendatei (OST-Datei) synchronisiert werden. Standardmäßig werden von Outlook 2013 im aktivierten Exchange-Cache-Modus nur E-Mails der letzten 12 Monate zwischengespeichert. Alle Nachrichten älter als 12 Monate werden aus dem lokalen Cache entfernt. Nachrichten, die aus dem lokalen Cache entfernt wurden, können von den Benutzern angezeigt werden, indem sie in einem Ordner zum Ende einer E-Mail-Liste navigieren und auf die Meldung Klicken Sie hier klicken, um weitere Informationen zu Microsoft Exchange anzuzeigen. Die Benutzer können auch die Anzahl der E-Mails ändern, die offline verfügbar sein sollen. Als IT-Administrator können Sie das Standardalter ändern oder das Alter von E-Mails erzwingen, die aus dem lokalen Cache entfernt werden sollen.

Sie können die Einstellungen zum Anpassen des Exchange-Cache-Modus mithilfe der administrativen Outlook-Gruppenrichtlinienvorlage sperren. Oder Sie können Standardeinstellungen mit dem Office-Anpassungstool (OAT) konfigurieren. In diesem Fall können Benutzer die Einstellungen später im Outlook-Dialogfeld Konto ändern ändern.

Bevor Sie mit einer Bereitstellung beginnen, sollten Sie Planen einer Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013 und Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013 lesen, um die Einstellungen zu bestimmen, die Sie möglicherweise über die Standardeinstellungen hinaus für den Exchange-Cache-Modus konfigurieren müssen. Die Anpassung des Exchange-Cache-Modus ist allerdings nicht erforderlich, denn die Standardeinstellungen sind für die meisten Organisationen geeignet.

Wenn Sie die Vorlagendateien für Gruppenrichtlinien oder die Dateien des Office-Anpassungstools erstmals verwenden, machen Sie sich mit ihnen eingehend vertraut. Wenn Sie anschließend den Exchange-Cache-Modus mithilfe von Gruppenrichtlinien konfigurieren möchten, lesen Sie den Überblick über Gruppenrichtlinien. Wenn Sie dagegen den Exchange-Cache-Modus mit dem Dateien des Office-Anpassungstool konfigurieren möchten, beginnen Sie mit der Referenz für das Office-Anpassungstool.

Die administrativen Vorlagen für Outlook 2013 können Sie unter Office 2013 Preview Administrative Template files (ADMX/ADML) and Office Customization Tool herunterladen.

Befolgen Sie das folgende Verfahren, um die Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus zu konfigurieren. Die Anpassung der Einstellungen des Exchange-Cache-Modus ist optional.

So konfigurieren Sie die Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus mithilfe des Office-Anpassungstools
  1. Navigieren Sie im Office-Anpassungstool in der Strukturansicht zu Outlook, und klicken Sie auf Konten hinzufügen. Klicken Sie in der Spalte Kontoname auf das Konto, das Sie konfigurieren möchten, und klicken Sie dann auf Ändern. Das Dialogfeld Exchange-Einstellungen wird geöffnet.

  2. Klicken Sie auf Weitere Einstellungen.

  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Cache-Modus.

  4. Klicken Sie auf Exchange-Cache-Modus konfigurieren, und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Exchange-Cache-Modus verwenden, um den Exchange-Cache-Modus für Benutzer zu aktivieren. (Standardmäßig ist der Exchange-Cache-Modus deaktiviert.)

  5. Wählen Sie auf der Registerkarte Cache-Modus eine Standardoption für das Herunterladen aus:

    • Nur Kopfzeilen herunterladen   Benutzer sehen Kopfzeileninformationen und den Anfang des Nachrichten- oder Elementtexts. Vollständige Nachrichten können später auf unterschiedliche Weise heruntergeladen werden, z. B. indem Sie auf die Nachricht doppelklicken, um diese zu öffnen, oder indem Sie im Lesebereich auf Den Rest der Nachricht jetzt herunterladen klicken.

    • Kopfzeilen zuerst herunterladen   Zunächst werden alle Kopfzeilen heruntergeladen, gefolgt von den vollständigen Elementen. Das Herunterladen erfolgt möglicherweise nicht in chronologischer Reihenfolge, was Benutzer allerdings nicht bemerken sollten. In Outlook werden zunächst die Kopfzeilen und dann die vollständigen Elemente in dem Ordner heruntergeladen, auf den der Benutzer gerade zugreift. Anschließend werden zunächst die Kopfzeilen und dann die vollständigen Elemente in Ordnern heruntergeladen, die vom Benutzer zuletzt angezeigt wurden.

    • Elemente vollständig herunterladen   Die vollständigen Elemente werden heruntergeladen. Es empfiehlt sich, diese Option zu verwenden, es sei denn, die Netzwerkverbindung ist sehr langsam. Das Herunterladen erfolgt möglicherweise nicht in chronologischer Reihenfolge, was Benutzer allerdings nicht bemerken sollten. In Outlook werden die vollständigen Elemente in dem Ordner heruntergeladen, auf den der Benutzer gerade zugreift. Anschließend werden die vollständigen Elemente in Ordnern heruntergeladen, die vom Benutzer zuletzt angezeigt wurden. Sie können diese Option mit der Option Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen herunterladen kombinieren.

  6. (Optional) Deaktivieren Sie das Herunterladen freigegebener Ordner (z. B. eines delegierten Postfachs) und anderer Ordner (z. B. eines freigegebenen Kalenders) im Rahmen der im Exchange-Cache-Modus erfolgenden Synchronisierung der OST-Dateien der Benutzer. Deaktivieren Sie dazu die Option Freigegebene Nichtnachrichtenordner herunterladen. Standardmäßig werden in Outlook 2013 freigegebene Nachrichten- und Nichtnachrichtenordner heruntergeladen, wodurch sich allerdings die OST-Dateien der Benutzer vergrößern. Achten Sie darauf, dass die Einstellung Freigegebene Nichtnachrichtenordner herunterladen sowohl für Nachrichtenordner als auch für Nichtnachrichtenordner gilt. Wenn Sie nur das Herunterladen freigegebener Nachrichtenordner deaktivieren möchten, gehen Sie so vor:

    1. Navigieren Sie im OAT in der Strukturansicht zu Zusätzliche Inhalte, und klicken Sie dann auf Registrierungseinträge hinzufügen.

    2. Klicken Sie im Lesebereich auf Hinzufügen.

    3. Geben Sie Folgendes ein:

      Registrierungsschlüssel zum Zulassen des Herunterladens freigegebener Nichtnachrichtenordner

      Stamm Datentyp Schlüssel Wertname Wertdaten

      HKEY_Current_User

      REG_SZ

      Software\Microsoft\Office\15.0\Outlook\Cached Mode

      CacheOthersMail

      0

    4. Klicken Sie auf OK.

  7. (Optional) Laden Sie Öffentliche Ordner-Favoriten von Benutzern im Rahmen der im Exchange-Cache-Modus erfolgenden Synchronisierung der OST-Dateien der Benutzer herunter, indem Sie die Option Öffentliche Ordner-Favoriten herunterladen wählen. Standardmäßig werden Öffentliche Ordner-Favoriten nicht heruntergeladen. Wie bei freigegebenen Ordnern führt das Herunterladen von Öffentliche Ordner-Favoriten zu einer Vergrößerung der OST-Dateien der Benutzer. Darüber hinaus entsteht durch das Synchronisieren von Öffentliche Ordner-Favoriten ggf. zusätzlicher Netzwerkverkehr, der im Hinblick auf Benutzer mit langsamen Verbindungen unerwünscht sein kann.

So konfigurieren Sie die Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus mithilfe von Gruppenrichtlinien
  1. Laden Sie die Outlook 2013-Vorlage in die Gruppenrichtlinien.

  2. Öffnen Sie zum Verhindern, dass eine neue PST-Datei erstellt wird, die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole. Erweitern Sie in der Strukturansicht zuerst Domänen und dann Gruppenrichtlinienobjekte.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Richtlinienobjekt, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Das Fenster Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor wird geöffnet.

  4. Erweitern Sie in der Strukturansicht nacheinander Benutzerkonfiguration, Administrative Vorlagen, Microsoft Outlook 2013 und Kontoeinstellungen, und klicken Sie dann auf Exchange. Sie können auch Exchange erweitern und dann auf Exchange-Cache-Modus klicken.

  5. Doppelklicken Sie im Lesebereich in der Spalte Einstellung auf die Richtlinie, die Sie festlegen möchten. Doppelklicken Sie beispielsweise im Lesebereich Exchange auf Exchange-Cache-Modus für neue und vorhandene Outlook-Profile verwenden.

  6. Wählen Sie Aktiviert und ggf. eine Option aus.

  7. Klicken Sie auf OK.

So konfigurieren Sie einen Standardspeicherort für OST-Dateien mithilfe von Gruppenrichtlinien
  1. Laden Sie die Outlook 2013-Vorlage in die Gruppenrichtlinien.

  2. Zum Anpassen der Optionen für den Exchange-Cache-Modus öffnen Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole. Erweitern Sie in der Strukturansicht zuerst Domänen und dann Gruppenrichtlinienobjekte.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Richtlinienobjekt, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Das Fenster Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor wird geöffnet.

  4. Erweitern Sie in der Strukturansicht nacheinander Benutzerkonfiguration, Administrative Vorlagen, Microsoft Outlook 2013 und Kontoeinstellungen, und klicken Sie dann auf Exchange. Sie können auch Exchange erweitern und dann auf Exchange-Cache-Modus klicken.

  5. Doppelklicken Sie auf Standardspeicherort für OST-Dateien, um diesen zu öffnen.

  6. Wählen Sie Aktiviert aus, um die Richtlinieneinstellung zu aktivieren.

  7. Geben Sie im Textfeld Standardspeicherort für OST-Dateien den Standardspeicherort für OST-Dateien ein. Beispiel:

    %userprofile%\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\neuerOrdner.

  8. Klicken Sie auf OK.

    Sie können sowohl für persönliche Outlook-Datendateien (PST) als auch für OST-Dateien einen neuen Standardspeicherort definieren. Doppelklicken Sie, nachdem Sie in der Strukturansicht auf PST-Einstellungen geklickt haben, im Lesebereich auf die Einstellung Standardspeicherort für PST- und OST-Dateien.

So verhindern Sie, dass eine neue OST-Datei erstellt wird
  1. Laden Sie die Outlook 2013-Vorlage in die Gruppenrichtlinien.

  2. Zum Konfigurieren eines Standardspeicherorts für OST-Dateien müssen Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole öffnen und dann in der Strukturansicht nacheinander Domänen und Gruppenrichtlinienobjekte erweitern.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Richtlinienobjekt, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Das Fenster Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor wird geöffnet.

  4. Erweitern Sie in der Strukturansicht nacheinander Benutzerkonfiguration, Administrative Vorlagen, Microsoft Outlook 2013 und Kontoeinstellungen, und klicken Sie dann auf Exchange.

  5. Doppelklicken Sie auf Keine neue OST-Datei beim Upgrade erstellen.

  6. Wählen Sie Aktiviert aus, um die Richtlinieneinstellung zu aktivieren, und klicken Sie dann auf OK.

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