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Standardkonfiguration für die Installation im integrierten SharePoint-Modus (Reporting Services)

Standardkonfiguration für den integrierten SharePoint-Modus bezieht sich auf eine Reporting Services-Installation, in der das Setup eine Berichtsserverinstanz installiert und konfiguriert und eine Berichtsserverdatenbank in einem Format erstellt, das die Inhaltsspeicherung und -adressierung über eine SharePoint-Website ermöglicht.

Setup installiert folgende Reporting Services-Funktionen, wenn Sie die Standardkonfiguration für die Option des SharePoint-Modus auswählen: Berichtsserver-Dienst, Berichts-Generator, Vorschautool des Berichtsdesigners, das Reporting Services-Konfigurationstool und die Reporting Services-Befehlszeilenhilfsprogramme (rsconfig.exe, rskeymgmt.exe und rs.exe). Diese Option gilt nicht für gemeinsam genutzte Funktionen wie SQL Server Management Studio oder Business Intelligence Development Studio, die im gegebenen Fall bei der Installation als separate Elemente angegeben werden müssen.

Wenn Sie im Setup eine Option zur Standardkonfiguration auswählen, konfiguriert Setup den Berichtsserver entweder für den systemeigenen Modus oder für den integrierten SharePoint-Modus. Für einen in SharePoint integrierten Berichtsserver konfiguriert Setup folgende Komponenten:

  • Dienstkonto für den Berichtsserverdienst

  • URL des Report Server-Webdienstes

  • URL des Berichts-Managers

  • Berichtsserver-Datenbank

  • Dienstkontozugriff auf die Berichtsserver-Datenbanken

  • DSN-Verbindung zu den Berichtsserver-Datenbanken

Setup konfiguriert weder das unbeaufsichtigte Ausführungskonto noch Berichtsserver-E-Mail noch Sicherung der Verschlüsselungsschlüssel noch die Bereitstellung für horizontales Skalieren. Sie können diese Eigenschaften mit dem Reporting Services-Konfigurationstool konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Reporting Services-Konfigurationstool.

Nach dem Setup ist der Berichtsserver ggf. noch nicht voll funktionsfähig, weil er noch nicht vollständig in eine SharePoint-Farm integriert ist. Sie müssen noch ein Reporting Services-Add-In installieren, Integrationseinstellungen konfigurieren und mögliche zusätzliche erforderliche Software installieren, wenn Sie den Berichtsserver in eine SharePoint-Farm integrieren, die mehrere Server umfasst. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Reporting Services für die Integration in SharePoint 2010.

Diese Installationsoption konfiguriert die Haupteinstellungen des Berichtsservers, die die Integration des Berichtsservers mit einem SharePoint-Produkt ermöglichen. Geben Sie diesen Modus in folgenden Fällen an:

  • Sie möchten nicht alle Schritte ausführen und alle erforderlichen Konfigurationsaufgaben weglassen, die Sie ansonsten im Reporting Services-Konfigurationstool ausführen müssten. Die Standardwerte für die Reporting Services-URLs, den Datenbanknamen und die virtuellen Verzeichnisse müssen zur Verfügung stehen. Diese Werte müssen eindeutig sein. Wenn sie bereits von einer anderen Installation auf dem Computer verwendet werden, kann das Setup sie nicht zur Konfiguration einer Standardinstallation verwenden.

  • Sie möchten sofort das Reporting Services-Add-In installieren und die Integrationseinstellungen für den Berichtsserver in der SharePoint-Site konfigurieren. Wenn der Berichtsserver Berichtsverarbeitungsfunktionen für eine SharePoint-Farm zur Verfügung stellt, müssen Sie auch ein SharePoint-Web-Front-End auf dem Berichtsservercomputer installieren, damit Sie den Berichtsservercomputer mit der Farm verbinden können. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Reporting Services für die Integration in SharePoint 2010.

Diese Installationsoption hat die folgenden Anforderungen:

  • Reporting Services und SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) müssen zusammen in derselben Instanz installiert werden. Die Instanz von Database Engine (Datenbankmodul) hostet die Berichtsserver-Datenbank, die vom Setup erstellt und konfiguriert wurde.

  • Das zur Ausführung des Setups verwendete Benutzerkonto muss Mitglied der Administratorgruppe des lokalen Computers sein und die Berechtigung zum Zugreifen auf und Erstellen von Datenbanken besitzen, die die Database Engine (Datenbankmodul)-Instanz verwenden, die die Berichtsserver-Datenbanken hostet.

  • Setup muss die Standardwerte für die URL-Reservierung verwenden können, mit denen auf den Berichtsserver und den Berichts-Manager zugegriffen wird. Zu diesen Werten gehören Port 80, ein Platzhalter und die Namen der virtuellen Verzeichnisse im Format ReportServer_<instance_name> und Reports_<instance_name>.

  • Setup muss die Standardwerte für die Erstellung der Berichtsserver-Datenbanken verwenden können. Bei einer Standardinstanz lauten diese Werte ReportServer und ReportServerTempDB. Wenn Sie über bestehende Datenbanken aus einer früheren Installation verfügen, wird das Setup geblockt, weil es den Berichtsserver nicht konfigurieren kann. Sie müssen die Datenbanken umbenennen, verschieben oder löschen, um die Blockierung des Setups aufzuheben.

Setup sucht auf dem lokalen Computer nicht nach einer Installation des SharePoint-Produkts oder der -Technologie, installiert auch nicht das Reporting Services-Add-In und konfiguriert nicht die Integrationseinstellungen in der SharePoint-Zentraladministration. Sie müssen diese Anwendungen getrennt installieren und konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Reporting Services für die Integration in SharePoint 2010.

Wenn Ihr Computer diese Anforderungen für eine Standardinstallation nicht erfüllt, müssen Sie Reporting Services im Dateimodus installieren und manuell konfigurieren, wenn das Setup beendet ist. Sie können für die Konfiguration von Reporting Services das Reporting Services-Konfigurationstool verwenden.

Versuchen Sie nicht, den Computer neu zu konfigurieren, nur um die Standardinstallation fortsetzen zu können. Dies könnte mehrere Stunden Arbeit bedeuten, was die Zeitersparnis der Installationsoption wieder zunichte machen würde. Am besten ist es, Reporting Services im Dateimodus zu installieren und den Berichtsserver dann an die benutzerspezifischen Werte anzupassen.

URL-Reservierungen bestehen aus Präfix, Hostname, Port und virtuellem Verzeichnis:

Teil

Beschreibung

Präfix

Das Standardpräfix ist http. Wenn Sie zuvor ein SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) installiert haben, versucht das Setup, die URL-Reservierungen mit dem Präfix HTTPS zu erstellen.

Hostname

Der Standardhostname ist ein Platzhalter (+). Er gibt an, dass der Berichtsserver jede http-Anforderung in dem dafür bestimmten Port für jeden Hostnamen akzeptiert, der den Computer erreicht, einschließlich http://<computername>/reportserver, http://localhost/reportserver, oder http://<IPAddress>/reportserver.

Anschluss

Der Standardport ist 80. Wenn Sie Reporting Services unter der 32-Bit-Version von Windows XP SP2 installieren, ist der Standardport 8080. Hinweis: Wenn Sie einen anderen Port als Port 80 verwenden, müssen Sie diesen ausdrücklich der URL hinzufügen, wenn Sie eine Reporting Services-Webanwendung in einem Browserfenster öffnen.

Virtuelles Verzeichnis

Standardmäßig werden virtuelle Verzeichnisse im Format "ReportServer_<instance_name>" für den Berichtsserver-Webdient und "Reports_<instance_name>" für den Berichts-Manager erstellt. Beim Report Server-Webdienst lautet der Standardname für das virtuelle Verzeichnis reportserver. Beim Berichts-Manager lautet der Standardname für das virtuelle Verzeichnis reports.

Ein Beispiel für die vollständige URL-Zeichenfolge könnte folgendermaßen aussehen:

Beispiel-URL

Beschreibung

http://+:80/reportserver

Bietet Zugriff auf den Berichtsserver.

http://+:80/reports

Ermöglicht den Zugriff auf den Berichts-Manager.

HinweisHinweis
Im integrierten SharePoint-Modus erzeugt diese URL die Fehlermeldung rsOperationNotSupportedSharePointMode, weil der Berichts-Manager in diesem Modus nicht unterstützt wird. In diesem Modus wird davon ausgegangen, dass alle Zugriffe für Inhaltsverwaltung und Berichte über SharePoint abgewickelt werden, anstatt über den Berichts-Manager.

Sie können die Standardkonfiguration im SharePoint-Modus über die Befehlszeile oder im Installations-Assistenten angeben. Folgende Themen enthalten schrittweise Anweisungen:

Beispiel eines Befehlszeilenskripts:

Dieses Beispiel enthält den Datenbankmoduldienst, da dieser für eine Standardkonfiguration erforderlich ist.

setup /q /ACTION=install /FEATURES=SQL,RS,TOOLS /INSTANCENAME=MSSQLSERVER /SQLSYSADMINACCOUNTS="BUILTIN\ADMINISTRATORS" 
/RSSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\NETWORK SERVICE" /SQLSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\NETWORK SERVICE" /AGTSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\NETWORK 
SERVICE" /RSSVCSTARTUPTYPE="Manual" /RSINSTALLMODE="DefaultSharePointMode"

Installations-Assistent

Wenn Sie auf der Seite Funktionsauswahl die Option Reporting Services auswählen, öffnet das Setup die Reporting Services-Konfigurationsseite, auf der Sie den Installationsmodus angeben können. Um eine Installation im integrierten SharePoint-Modus anzugeben, wählen Sie auf der Seite für die Reporting Services-Konfiguration die Option Standardkonfiguration des SharePoint-Modus installieren.

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