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Windows Vista - Features aus dem Bereich Management

Windows Vista stellt Ihnen viele neue und verbesserte Features aus den Bereichen Management und Fehlersuche zur Verfügung, die die Support- und Wartungskosten verringern werden. In diesem Dokument werden die wichtigsten dieser Features und ihre Vorteile besprochen.

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Überblick Überblick
Reduzierung der Desktop-Supportkosten Reduzierung der Desktop-Supportkosten
Vereinfachtes Desktop-Konfigurationsmanagement Vereinfachtes Desktop-Konfigurationsmanagement
Mehr Automatisierung Mehr Automatisierung
Reduzierung der Kosten für das Update-Management Reduzierung der Kosten für das Update-Management

Überblick

Windows Vista ist ein wichtiger Schritt und beweist das Engagement von Microsoft, die TCOs (Total Cost of Ownership) von Windows-Computern zu senken. Windows Vista wurde entwickelt, um die Kosten für den Support zu verringern, die Konfigurationsverwaltung zu vereinfachen, eine bessere zentralisierte Verwaltung zu ermöglichen und die Kosten für die Aktualisierung von Systemen zu senken.

Windows Vista senkt die Supportkosten mithilfe mehrerer wichtiger Innovationen. Administratoren können viele häufig auftretende Verwaltungsaufgaben automatisieren. Auch der für die Behebung von Fehlern notwendige Zeitaufwand wird verringert. Außerdem können mit dem vorhandenen Mitarbeiterstab mehr Clients als vorher betreut werden.

Windows Vista ermöglicht Administratoren mehr Kontrolle über ihre Umgebungen. Es stellt Tools zur Verfügung, die häufig auftretende administrative Aufgaben vereinfachen. Windows Vista bietet Ihnen eine noch größere Menge an Konfigurationseinstellungen als seine Vorgänger - und noch mehr dieser Einstellungen können jetzt über Gruppenrichtlinien konfiguriert werden. Auch die Infrastruktur zur Ereignisprotokollierung und andere Bereiche wurden erweitert. Sie erhalten so mehr Einblick und Kontrolle über Ihre Desktop-Umgebung. Windows Vista führt außerdem neue und neu gestaltete Tools ein (zum Beispiel den Taskplaner, die Ereignisanzeige und den Leistungsmonitor). Sogar die Microsoft Management Console (MMC) wurde erweitert. Sie ist nun flexibler und einfacher zu nutzen. Diese Erweiterungen machen es IT-Experten einfacher, eine standardisierte Clientplattform einzurichten und zu warten.

Die Updateverwaltung wurde unter Windows Vista grundlegende verbessert. Diese ist eine der größten Komponenten in Bezug auf die Kosten der Clientverwaltung. Die Updateverwaltung ist unter Windows Vista einfacher und zuverlässiger. Sie führt zu weniger Ausfallzeiten für Endbenutzer.

Reduzierung der Desktop-Supportkosten

Die Reduzierung der Desktop-Supportkosten ist einer der Leitsätze für Windows Vista.

Der erste Schritt bei der Reduzierung der Supportkosten ist die Reduzierung der Support-Incidents. Die standardmäßigen Diagnosen können häufig auftretende Probleme automatisch erkennen. Sie können den Benutzer dann darin unterstützen, das Problem selbst zu beheben. Probleme, die automatisch erkannt werden, sind zum Beispiel fehlerhafte Festplatten, eine verschlechterte Performance, eine fehlende Netzwerkkonnektivität und ein fehlerhaftes Herunterfahren.

Sie können der Benutzerunterstützung eigene Inhalte hinzufügen. So können Sie Hilfen und Informationen für eigene Anwendungen und interne Netzwerkressourcen anbieten. Außerdem können Sie die Benutzerunterstützung so konfigurieren, dass sie die Benutzer direkt mit einem internen Supportcenter verbindet.

Die mit Windows XP eingeführte Remoteunterstützung ermöglicht es dem Personal im Supportcenter, durch einen direkten Zugriff auf den Remotecomputer Probleme schneller zu lösen. Windows Vista bietet einige deutliche Verbesserungen bezüglich der Remoteunterstützung. Diese wird so sehr viel effizienter. Die Remoteunterstützung ist schneller, braucht weniger Bandbreite und kann auch über NATs genutzt werden. Außerdem gibt es nun ein standardmäßiges Diagnosetool, das mit einem einzelnen Mausklick gestartet werden kann. Wenn ein Neustart des Remotecomputers notwendig wird, dann kann die Sitzung nach dem Neustart nahtlos wieder aufgenommen werden. Zusätzlich ist es möglich, dass zwei Personen gleichzeitig auf einen Remotecomputer zugreifen - zum Beispiel, wenn eine Eskalation des Problems notwendig ist.

Performanceprobleme sind die mit am schwersten zu lösenden Probleme. Außerdem sind sie oft sehr zeitaufwendig. Um diesen Zeitaufwand zu reduzieren, stellt Windows Vista neue Leistungsindikatoren mit mehr Informationen als vorher zur Verfügung.

Durch die verbesserte Ereignisprotokollierung ist Windows Vista einfach zu verwalten und zu überwachen. Es stehen mehr Informationen zur Fehlersuche zur Verfügung. Strikte Standards stellen sicher, dass Ereignisse aussagekräftig, leicht umsetzbar und ausreichend dokumentiert sind. Viele der Komponenten, die ihre Protokolle bisher in Textdateien gespeichert haben, nutzen nun ebenfalls das Ereignisprotokoll. Mit der Ereignisweiterleitung können Administratoren Ereignisse zentral über das Netzwerk verwalten. So wird es einfacher, Probleme proaktiv zu erkennen und Probleme zu ermitteln, die sich auf mehrere Computer auswirken. Die Ereignisanzeige wurde vollständig neu entwickelt und ermöglicht dem Benutzer das Filtern und Sortieren von Ereignissen. Sie können festlegen, welche Ereignisse protokolliert werden, Ereignisse schneller finden und grundlegende Diagnoseaufgaben ausführen.

Vereinfachtes Desktop-Konfigurationsmanagement

Einer der besten Wege, die Desktop-Supportkosten zu minimieren, ist es, eine sichere und stabile Desktopkonfiguration zu nutzen. Das Management einer Desktopkonfiguration kann jedoch selbst zu einer schweren Aufgabe werden. Windows Vista bringt einige wichtige Features mit, durch die die Stabilität von Desktopkonfigurationen verbessert werden kann und mit denen die Kosten für die Pflege der Konfigurationen verringert werden.

Eine der wichtigsten Innovationen von Windows Vista ist der Benutzerkontenschutz - ein Feature, das Benutzern mit eingeschränkten Rechten das Ausführen der meisten Anwendungen ermöglicht. In den wenigen Fällen, in denen der Benutzer administrative Rechte benötigt, fordert Windows Vista die notwendigen Anmeldeinformationen an - es ist nicht mehr notwendig, das "Ausführen als"-Feature zu nutzen. Da das Einschränken der Benutzer unter Windows Vista viel praktikabler ist, ist es weniger wahrscheinlich, dass diese ungewollte Änderungen vornehmen oder versehentlich Spyware oder Viren installieren.

Der Windows-Ressourcenschutz (Windows Resource Protection - WRP) stellt einen zusätzlichen Schutz vor potenziell gefährlichen Konfigurationsänderungen dar. WRP schützt die folgenden Komponenten:

  • System-Registrierungseinstellungen, die versehentlich durch den Benutzer oder durch nicht autorisierte Software geändert werden könnten.
  • Systemdateien und -einstellungen, die durch andere Prozesse als den Windows-Installer geändert werden könnten.
  • Anwendungen wie Microsoft Internet Explorer, die durch möglicherweise nicht vertrauenswürdige oder schädliche COM-Erweiterungen von Drittanbietern beeinflusst werden könnten.

Mit Windows Vista ist weniger Zeitaufwand für die Verwaltung von Desktop-Einstellungen nötig. Fast jede Einstellung kann über eine Gruppenrichtlinie konfiguriert werden. Dies gilt auch für Bereich, bei denen eine größere Anzahl von Einstellungen möglich ist (zum Beispiel WLANs, Wechseldatenträger, Hardwarediagnosen und Energiesparoptionen). Außerdem gibt es weitere Gruppenrichtlinieneinstellungen für die neuen Features von Windows Vista.

Viele IT-Experten kennen sich bereits mit der Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole (Microsoft Group Policy Management Console GPMC) aus - eines der nützlichsten Tools, die zur Verwaltung von Gruppenrichtlinienobjekten (GPOs) in Active Directory-Domänenumgebungen zur Verfügung stehen. Die GPMC ist in Windows Vista integriert. Sie muss daher nicht mehr auf jedem einzelnen Computer heruntergeladen und installiert werden. Außerdem unterstützt Windows Vista mehrere lokale GPOs auf einem einzelnen Computer. Administratoren sind so in der Lage, verschiedene GPOs für unterschiedliche Benutzer einzusetzen. Dieses Feature verbessert die Sicherheit und Verwaltbarkeit in Umgebungen, in denen mehrere Benutzer an einem Computer arbeiten (zum Beispiel Schulen oder Bibliotheken).

Mehr Automatisierung

Windows Vista gibt dem Administrator mehr Möglichkeiten, Aufgaben zu automatisieren. Es reduziert so den zur Verwaltung von Desktops notwendigen Zeitaufwand und die durch manuelles Ausführen von Aufgaben möglichen Fehler.

Der Taskplaner ist gegenüber den bisherigen Windows-Versionen deutlich verbessert worden. Er kann auch weiterhin zu bestimmten Zeiten Tasks starten (er ist vollständig kompatibel zum alten Taskplaner). Zusätzlich stehen jedoch die folgenden neuen Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Ein Task kann bei einem bestimmten Ereignis gestartet werden (zum Beispiel, wenn die Festplatte voll ist). Administratoren können den Taskplaner dazu nutzen, das Supportcenter über Probleme zu informieren.
  • Ein Task kann beim Anmelden des Benutzers gestartet werden. So kann der Administrator statt über die Autostart-Funktion ein Skript oder eine Anwendung über den Taskplaner ausführen lassen.
  • Ein Task kann dann gestartet werden, wenn der Computer unausgelastet ist. Administratoren können so Tasks für Wartungsarbeiten (zum Beispiel eine Defragmentierung oder eine Sicherung) dann starten, wenn der Computer nicht genutzt wird.

Tasks können außerdem nacheinander ausgeführt werden. Der Administrator ist so in der Lage, mehrere Tasks so zu planen, dass sie nicht gleichzeitig ausgeführt werden. Um die Sicherheit und den Aufwand bezüglich abgelaufener Kennwörter zu verbessern, können Active Directory-Anmeldeinformationen für Tasks genutzt werden.

Web Services for Management (WS-Management) sorgt dafür, dass Windows Vista auch remote einfacher zu verwalten ist. WS-Management ist ein Standardprotokoll für die gesicherte Remoteverwaltung von Hardware- und Softwarekomponenten. Zusammen mit den entsprechenden Tools können Administratoren Skripte remote ausführen und viele weitere Verwaltungsaufgaben wahrnehmen.

Die Kommunikation kann verschlüsselt und authentifiziert werden. Microsoft-Tools wie SMS 2003 (Systems Management Server) nutzt WS-Management für eine sichere Verwaltung von Hardware und Software.

Die Microsoft Management Console (MMC) ist ein Framework für administrative Tools, das schon unter Microsoft Windows 2000, Windows Server 2003 und unter Windows XP verwendet wurde. Windows Vista umfasst verschiedenen Verbesserungen der MMC, durch die diese administrativen Tools einfacher zu nutzen sind. Administratoren haben die Möglichkeit, mehrere Tasks parallel auszuführen. So reagieren administrative Tools auch dann, wenn ein komplexer oder langsamer Task gestartet wurde. Statt mit der rechten Maustaste klicken zu müssen, sehen Sie die verschiedenen Aufgaben nun in einem separaten Bereich. Auch für Entwickler vereinfacht die neue MMC das Leben. So werden zukünftig mehr Anwendungen von Drittanbietern die MMC nutzen.

Reduzierung der Kosten für das Update-Management

Es ist unbestritten wichtig, immer die neusten Softwareupdates einzusetzen. Das Update-Management kann jedoch sehr kostenintensiv und zeitaufwendig sein und zu Ausfallzeiten für die Endbenutzer führen. Windows Vista berücksichtigt diese Punkte und benötigt weniger Neustarts. Die Bereitstellung von Updates wird vereinfacht, die verfügbare Bandbreite wird effizienter genutzt, Administratoren haben mehr Möglichkeiten, die Installation von Updates zu überprüfen, und es stehen Erweiterungen für den Windows Update Agent (WUA) zu Verfügung.

Für gewöhnlich muss der Benutzer seinen Computer nach der Installation eines Updates oder einer Anwendung nicht mehr neu starten. Einige Updates können sogar dann eine neue Version einer betroffenen Datei installieren, wenn diese Datei gerade von einem anderen Prozess genutzt wird. Die Datei wird einfach beim nächsten Neustart der betreffenden Anwendung ersetzt. Außerdem kann Windows Vista feststellen, welche Anwendungen die betreffende Datei nutzt. Die Daten der Anwendung werden dann gespeichert, die Anwendung wird beendet, die Datei wird ersetzt, und die Anwendung wird mit den gespeicherten Daten wiederhergestellt.

Windows Server Update Services (WSUS) ist die neue Version von SUS (Software Update Services). WSUS kann zur einfacheren Verwaltung neuer Updates und zu deren Verteilung eingesetzt werden. In Umgebungen, in denen automatische Updates genutzt werden, können alle Updates über WSUS verteilt werden. Dies war bisher nut für kritische Updates möglich.

Um die durch das Herunterladen von Updates verwendete Bandbreite zu reduzieren, kann der Background Intelligent Transfer Service (BITS) die Updates jetzt zwischen vertrauenswürdigen Peers in einem LAN verteilen. Ein Update muss pro LAN so möglicherweise nur einmal über eine WAN-Verbindung heruntergeladen werden. Andere Computer im LAN erkennen automatisch, ob ein Peer über ein bestimmtes Updates verfügt, und laden dies vom entsprechenden Peer herunter. Der neue Download-Manager von Windows Vista zeigt dem Benutzer alle aktuellen Downloads an, und dieser kann entscheiden, ob er Downloads anhalten oder abbrechen will.

Der Windows Update Agent (WUA) ist jetzt eine eigenständige Anwendung. Er kann die Updates entweder direkt bei Microsoft herunterladen oder von einem internen WSUS-Server. Da WUA in beiden Fällen die gleiche Benutzeroberfläche verwendet, müssen die Benutzer sich nicht um die Hintergründe kümmern.

Anmerkung: Die hier besprochenen Features können sich ändern. Einige Features können aufgrund von Marketinggründen, technischen Gründen oder anderen Ursachen möglicherweise nicht im fertigen Produkt enthalten sein.

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