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Übersichtsserie: Windows Vista-Anwendungskompatibilität

Betrifft: Windows Vista

Organisationen beliebiger Größe sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert, wenn sie neue Technologien einführen und ein Update auf eine neue Version eines Betriebssystems durchführen. Glücklicherweise stellt Microsoft® andere Programme und Technologien zur Verfügung, um Anwendungskompatibilität zu ermöglichen, die mithilfe der bereitgestellten Tools nicht wiederhergestellt werden kann.

In diesem Dokument werden die Anwendungen und Tools behandelt (siehe Abbildung 1), die Microsoft zur Unterstützung der Anwendungskompatibilität in Windows Vista® erstellt hat.

Diagram of Windows Vista application compatibility

Abbildung 1. Tools für Windows Vista-Anwendungskompatibilität

Planen der Windows Vista-Anwendungskompatibilität

Bevor Sie mit den Arbeiten zur Anwendungskompatibilität beginnen können, müssen Sie wissen, welche Anwendungen auf Ihren Systemen installiert sind. Die verschiedenen Anwendungen sind normalerweise für verschiedene Benutzer erforderlich. Für die erfolgreiche Migration nach Windows Vista ist es zwingend erforderlich, sich einen Überblick über die zurzeit in der Infrastruktur vorhandenen Anwendungen zu verschaffen.

Das Computernetzwerk jeder Organisation kann den Kategorien "verwaltete Umgebung", "nicht verwaltete Umgebung" oder "gemischte verwaltete Umgebung" zugeordnet werden.

  • Verwaltete Umgebung: IT-Administratoren führen eine strenge Steuerung und Verwaltung der Anwendungsinstallation durch, die auf den Anforderungen der Abteilungen in der Organisation basiert. In diesen Organisationen finden sich normalerweise ausführliche Anwendungsinventaraufstellungen, die als Basis für die anfänglichen Anwendungskompatibilitätsfestlegungen verwendet werden können.

  • Nicht verwaltete Umgebung: Benutzer verfügen in der Regel über Administratorberechtigungen für ihre Computer und können Anwendungen nach eigenem Gutdünken installieren. Da Benutzer in einer nicht verwalteten Umgebung Software ihrer Wahl installieren können und der Status der Computer in der Organisation daher unbekannt ist, ist die Bewertung der Anwendungskompatibilität ohne Überprüfung aller Systeme schwieriger.

  • Gemischte Umgebung: Die meisten Organisationen arbeiten mit einer Mischung aus verwalteten und nicht verwalteten Umgebungen. Häufig sind die Hauptniederlassungen verwaltet, während die Büros in Außenstellen nicht mit der gleichen Strenge verwaltet werden. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen und Berechtigungen kann eine einzelne Gruppe oder Abteilung verwaltet oder nicht verwaltet sein. Für die Bestimmung der Anwendungskompatibilität in diesen Umgebungen ist normalerweise die Durchführung einer Inventarüberprüfung erforderlich, bevor die Kompatibilität analysiert werden kann.

Es ist außerordentlich wichtig, Anwendungen zu unterstützen, die für Benutzer in der gesamten Organisation erforderlich sind, insbesondere Branchenanwendungen (Line-of-Business, LOB). Beginnen Sie, indem Sie eine umfassen Inventaraufstellung aller Anwendungen anfertigen, die in der Organisation verwendet werden. Gehen Sie zu diesem Zweck folgendermaßen vor:

  • Beraten Sie sich mit anderen Systemadministratoren, Supportmitarbeitern und Abteilungsleitern, damit sichergestellt wird, dass alle verwendeten Anwendungen beim Vorgang der Anwendungsinventarerstellung berücksichtigt werden.

  • Stellen Sie sicher, dass "saisonale" Anwendungen in das Inventar aufgenommen werden. Anwendungen für die Bilanzierung des Geschäftsjahrs werden z. B. ggf. nur einmal jährlich verwendet und müssen im Anwendungsinventar berücksichtigt werden.

  • Führen Sie die Datenerfassung nach Möglichkeit an Wochentagen durch und wenn nur wenige Mitarbeiter im Urlaub sind. Vermeiden Sie Wochenenden. Andernfalls erhalten Sie ggf. eingeschränkte oder unvollständige Ergebnisse aufgrund der geringeren Anwendungsverwendung.

Ein weiteres Kompatibilitätsproblem, dessen Sie sich bewusst sein sollten, ist die Tatsache, dass Ihre Organisation möglicherweise rollenbasierte Anwendungen verwendet. Dabei handelt es sich um Anwendungen, die sich auf die Aufgabenfunktion und die Rolle beziehen, die ein Benutzer innerhalb der Organisation ausführt. Ein gängiges Beispiel sind Buchhalter (eine Finanzrolle) und ihre finanzbezogenen Anwendungen. Wenn Sie die Anwendungsverwendung im Zusammenhang mit der Aufgabenfunktion und den Rollen überprüfen, gewährleisten Sie eine größere Vollständigkeit des Anwendungsinventars.

Wichtige Anwendungskompatibilitätsprobleme

Probleme der Windows Vista-Anwendungskompatibilität sind normalerweise das Ergebnis von Änderungen in der Betriebssystemarchitektur, Systemaktualisierungen und der Einstellung einiger Anwendungsfeatures. Unabhängig davon, ob Ihre Organisation 5 oder 5.000 Clientcomputer einsetzt, ist die Grundursache des Problems identisch. Die Methoden und Tools, die Sie zum Beheben des Problems verwenden, unterscheiden sich jedoch ggf. aufgrund der Anzahl der Computer, die von dem Kompatibilitätsproblem betroffen sind.

Die meisten Kompatibilitätsprobleme mit früheren Versionen von Anwendungen können einer der folgenden Ursachen zugeschrieben werden:

  1. Benutzerkontensteuerung (UAC): UAC beschränkt den Zugriff auf Administratorebene auf den Computer und erlaubt den meisten Benutzern nur die Ausführung als Standardbenutzer. Außerdem werden negative Auswirkungen auf den Computer durch böswillige Programme verhindert. Änderungen der UAC-Berechtigungen verursachen die meisten Probleme mit früheren Versionen von Anwendungen.

  2. Geschützter Modus von Internet Explorer 7: Dieser Modus bietet Schutz vor Angriffen durch Rechteerweiterung, indem in keine anderen Ressourcen der lokalen Computerzone als temporäre Internetdateien geschrieben werden kann. Einfach ausgedrückt, handelt es sich um eine Art UAC für Internet Explorer.

  3. Änderungen der Betriebssystemversion: Die Versionsnummer des Betriebssystems ändert sich mit jeder Betriebssystemfreigabe. Diese Änderung betrifft jede Anwendung oder jedes Anwendungsinstallationsprogramm, die bzw. das die Betriebssystemversion überprüft. Möglicherweise wird die Durchführung der Installation oder die Ausführung der Anwendung verhindert.

  4. Windows-Ressourcenschutz (Windows Resource Protection, WRP): Ermöglicht das ordnungsgemäße Funktionieren von Anwendungen selbst dann, wenn sie versuchen, in geschützte Systemdateien oder Registrierungspfade zu schreiben. WRP erstellt einen temporären Arbeitsbereich und leitet Schreibaktionen für die Anwendungssitzung um. Diese Änderung wirkt sich auf alle Anwendungsinstallationen aus, die versuchen, geschützte Betriebssystemdateien oder Registrierungsschlüssel zu ersetzen, zu ändern oder zu löschen. Diese Versuche führen normalerweise zu einem Fehler des Typs "Zugriff verweigert".

Hinweis: Ausführliche Anweisungen zu Anwendungskompatibilitätsproblemen und deren Wiederherstellung finden Sie im Dokument "Application Compatibility Cookbook" (http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/aa480152.aspx).

Anwendungskompatibilitäts-Toolkit 5.0

Wenn Sie mehr als nur einige wenige, einfache Minderungsmaßnahmen durchführen müssen, laden Sie das kostenlose Anwendungskompatibilitäts-Toolkit 5.0 (Application Compatibility Toolkit, ACT) herunter.

ACT unterstützt Kunden bei der Ermittlung, welche Anwendungen mit Windows Vista kompatibel sind und welche Anwendungen weitere Tests erfordern. ACT unterstützt Kunden beim Verringern ihrer Kosten für Anwendungskompatibilitätstests, Versehen der Anwendungen mit Prioritäten und schnelleren Bereitstellen von Windows Vista.

Die ACT-Lösung besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

Anwendungskompatibilitäts-Manager (Application Compatibility Manager, ACM). Ein Tool, mit dem Sie Ihre Daten zusammentragen und analysieren können, damit mögliche Probleme vor der Bereitstellung eines neuen Betriebssystems, der Aktualisierung auf eine neue Version von Internet Explorer oder der Bereitstellung eines Windows-Updates in Ihrer Organisation erkannt werden. Administratoren verwenden dieses Programm während der Phasen 1 und 2 eines Anwendungsmigrationsprojekts sehr häufig (Beschreibung siehe unten). Sie sollten dieses Programm als "Front-End” von ACT betrachten.

Anwendungskompatibilitäts-Toolkit-Sammlung (Application Compatibility Toolkit Data Collector, ACT-DC). ACT-DC kann verteilt werden, um die Überprüfung von Systemen mithilfe von Kompatibilitätsbewertungen zu ermöglichen. Daten können gesammelt und an die zentrale Datenbank zurückgegeben werden.

Benutzerkontensteuerungs-Kompatibilitätsbewertung (User Account Control Compatibility Evaluator, UACCE). Sucht nach Instanzen, in denen für eine Anwendung Probleme entstehen können, wenn die Ausführung als Standardbenutzer erfolgt. Wählt Anwendungen für nachfolgende Tests aus.

Internet Explorer-Kompatibilitätsbewertung (Internet Explorer Compatibility Evaluator, IECE). Überwacht Webanwendungen auf Kompatibilitätsprobleme mit IE7.

Windows Vista-Kompatibilitätsbewertung (Windows Vista Compatibility Evaluator, WVCE). Identifiziert Probleme, wenn einen Anwendung GINA (Graphical Identification and Authentication) verwendet, für die Ausführung in Sitzung 0 konzipiert ist oder ein anderes veraltetes Feature früherer Versionen von Windows verwendet. WVCE überprüft außerdem, ob Anwendungen interaktive Dienste installieren oder verwenden.

  • Updatekompatibilitätsbewertung (Update Compatibility Evaluator, UCE)

Erkennt und protokolliert Probleme, die sich auf die Bereitstellung eines Windows-Updates auswirken können.

  • Setupanalysetool (Setup Analysis Tool, SAT)

Automatisiert die Ausführung von Anwendungsinstallationen, während die Aktionen überwacht werden, die die Installationsprogramme jeder einzelnen Anwendung ausführen.

  • Standardbenutzeranalyse (Standard User Analyzer, SUA)

Ermittelt die möglichen Probleme für Anwendungen, die als Standardbenutzer (Standard User, SU) in Windows Vista ausgeführt werden.

Hinweis: Die Tools im Anwendungskompatibilitäts-Toolkit können separat oder zusammen basierend auf den Anforderungen der Organisation verwendet werden. Einige Tools, beispielsweise das Setupanalysetool und die Standardbenutzeranalyse, sind für Entwickler gedacht, um die Anwendungswiederherstellung zu ermöglichen. Sie werden nicht notwendigerweise für den Überprüfungs- und Minderungsvorgang verwendet.

ACT ist für das Testen einer Vielzahl von Anwendungen mit einer breiten Palette von Computern und Betriebssystemen in Ihrer Organisation unentbehrlich. Dabei werden Lösungen verwendet, die auf einem allgemeinen Pool von Anwendungsproblembehandlungen basieren, die von Herstellern und Endbenutzern bereitgestellt werden.

Die Anwendungsmigration wird in drei verschiedenen Phasen durchgeführt:

Phase 1: Sammeln von Daten. Bevor Sie die möglichen Kompatibilitätsprobleme analysieren können, müssen Sie das Anwendungsinventar Ihrer Organisation ermitteln und Kompatibilitätsprobleme identifizieren. ACT verwendet ACT-DC zum Sammeln von Kompatibilitätsdaten von Systemen.

Die Menge der Informationen und Ergebnisse, die während Phase 1 gesammelt wurden, kann manchmal überwältigend sein (siehe Abbildung 2). Die empfohlene Vorgehensweise besteht darin, dass ermittelt wird, welche Anwendungen Duplikate, alte Versionen aktueller Anwendungen oder nicht autorisierte Anwendungen sind. Anschließend erstellen Sie eine nach Priorität geordnete Liste der Anwendungen, indem Sie zuerst die Anwendungen auswählen, die für Ihr Geschäft entscheidend sind. Ordnen Sie der verbleibenden Liste von Anwendungen eine Priorität nach ihrer Wichtigkeit und dem Aufwand zum Beheben der Probleme zu.

View of collected applications in the ACT

Abbildung 2. Verwenden von ACT zum Anzeigen der gesammelten Anwendungen

Phase 2: Analysieren von Problemen. Nachdem Sie Ihr Inventar erstellt und Kompatibilitätsprobleme identifiziert haben, können Sie die Daten organisieren und analysieren. Dieser Vorgang beinhaltet die Zuordnung zu Kategorien, das Zuweisen von Prioritäten, das Festlegen des Bereitstellungsstatus sowie das Festlegen Ihrer Anwendungserwartungen, um angepasste Berichte zu erstellen.

Hinweis: Für einzelne Systeme oder Systeme, auf die durch die zentrale ACT-Instanz nicht zugegriffen werden kann, kann der Programmkompatibilitäts-Assistent verwendet werden – ein in Windows Vista integriertes Tool –, um einfache Überprüfungen und Minderungen durchzuführen. Weitere Informationen zu diesem Tool finden Sie an späterer Stelle in diesem Handbuch.

Phase 3: Testen und Mindern von Problemen. Nachdem Sie die Berichte zu Kompatibilitätsproblemen analysiert haben, können Sie Ihre Anwendungen testen, damit ermittelt werden kann, ob die angegebenen Kompatibilitätsprobleme tatsächliche Probleme in Ihrer Organisation darstellen. Wenn Sie feststellen, dass die Probleme Gültigkeit besitzen, können Sie Minderungspakete zum Beheben der Probleme mithilfe des ACT-Kompatibilitäts-Administrators erstellen.

Der für jede dieser Phasen erforderliche Zeitaufwand hängt von der Anzahl der Computer in Ihrer Organisation sowie der Anzahl der auf jedem Computer installierten Anwendungen ab.

Weitere Informationen zum Einrichten und verwenden des Anwendungskompatibilitäts-Toolkits erhalten Sie, wenn Sie die schrittweisen Anweisungen zu ACT 5 herunterladen und lesen.

Programmkompatibilitäts-Assistent

Wenn Sie für eine einzelne Anwendung Windows Vista-Kompatibilitätsauflösung benötigen, ist der integrierte Programkompatibilitäts-Assistent möglicherweise ein effektives Minderungstool. Um den Programmkompatibilitäts-Assistenten auszuführen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die EXE-Datei der Anwendung. Klicken Sie dann auf Eigenschaften, und klicken Sie anschließend auf die Registerkarte Kompatibilität, um das Eigenschaftenblatt der Anwendung anzuzeigen. Abbildung 3 zeigt diesen Vorgang.

Settings that affect application compatibility

Abbildung 3. Einstellungen, die sich auf die Anwendungskompatibilität auswirken

Wenn das Programm von mehreren Benutzern verwendet wird, können Sie die hier ausgewählten Einstellungen ändern, damit sie sich auf alle Benutzer auswirken, indem Sie auf Einstellungen für alle Benutzer anzeigen klicken.

Programmkompatibilitäts-Assistent

Der in Windows Vista enthaltene Programmkompatibilitäts-Assistent kann Sie beim Beheben zahlreicher Anwendungsprobleme unterstützen. Mithilfe des Assistenten können Sie verschiedene Kompatibilitätsoptionen für verschiedene Programme testen, um die Einstellung zu ermitteln, die die Programmausführung unter Windows Vista erlauben.

Hinweis: Sie sollten sich mit einem Benutzerkonto anmelden, das über Standardbenutzerrechte (nicht über Administratorrechte) verfügt, um die genauesten Ergebnisse mit diesem Assistenten zu erhalten.

Um den Programmkompatibilitäts-Assistenten zu starten, klicken Sie auf die Schaltfläche Start, klicken Sie auf Systemsteuerung, klicken Sie auf Programme, und klicken Sie dann auf Ältere Programme mit dieser Windows-Version verwenden.

Der Programmkompatibilitäts-Assistent wird wie in Abbildung 4 gezeigt angezeigt.

Um mit dem Anwendungskompatibilitäts-Diagnosevorgang zu beginnen, klicken Sie auf Weiter.

Diagram showing the Program Compatibility Wizard

Abbildung 4. Der Programmkompatibilitäts-Assistent

Microsoft® Virtual PC 2007

In einigen Fällen (beispielsweise, wenn Standardanwendungs-Minderungsstrategien fehlschlagen) können Virtualisierungstechnologien wie z. B. Microsoft® Virtual PC 2007 geeignet sein.

Sie können Microsoft Virtual PC 2007 mit jedem aktuellen Microsoft-Betriebssystem verwenden um die Anwendungskompatibilität zu unterstützen. Windows Vista Enterprise Edition enthält sogar eine Lizenz für den gleichzeitigen Betrieb von bis zu vier Instanzen früherer Versionen von Windows.

Mithilfe von Microsoft Virtual PC 2007 können Sie mehrere Betriebssysteme auf einem einzelnen Computer mit dem Betriebssystem Windows Vista ausführen. Auf diese Weise können Sie die Windows Vista-Bereitstellung durchführen, anstatt sie aufgrund von Anwendungsinkompatibilität zu verzögern. Ihre Organisation kann alle Vorteile der neuen Features und Funktionen in Windows Vista vollständig nutzen und Endbenutzern dennoch Zugriff für die Ausführung früherer Versionen unternehmensrelevanter Anwendungen zur Verfügung stellen. Und die Organisation kann die Rendite durch das Update auf Windows Vista schneller als durch die Implementierung anderer kurzfristiger Anwendungskompatibilitätslösungen realisieren.

Virtual PC 2007 stellt eine Zeit und Kosten sparende Lösung in allen Umgebungen zur Verfügung, in denen Benutzer mehrere Betriebssysteme ausführen müssen. Dieses Produkt ist eine ausgezeichnete kurzfristige Lösung für die Minderung von Anwendungskompatibilitätsproblemen. Es ermöglicht die Durchführung der Windows Vista-Bereitstellung. Sie sollten jedoch die Auswahl einer längerfristigen Lösung in Betracht ziehen.

Verwenden Sie Virtual PC 2007, um die folgenden Ziele zu erreichen:

•Vereinfachen der Migration: Führen Sie frühere Versionen von Anwendungen in einer VM (Virtual Machine) aus, anstatt die Bereitstellung eines neuen Betriebssystems aufgrund von Anwendungsinkompatibilität hinauszuschieben. Testen Sie Ihre Migrationspläne mithilfe von Virtual Machines anstatt mit tatsächlichen physikalischen Computern.

•Erreichen Sie mehr in weniger Zeit: Systemadministratoren und das Supportcenter können mehrere Betriebssysteme auf einem einzigen physikalischen Computer ausführen und zwischen diesen auf einfache Weise umschalten. Außerdem können Sie den vorherigen Zustand von Virtual Machines beinahe sofort wiederherstellen. Schulen Sie Benutzer für mehrere Betriebssysteme und virtuelle Netzwerke, anstatt zusätzliche Computer zu erwerben und zu unterstützen.

•Optimieren der Bereitstellung: Testen Sie Software auf einfachere Weise mit verschiedenen Betriebssystemen. Ein Anwendungs- oder Betriebssystemabsturz wirkt sich nicht auf andere Anwendungen oder Betriebssysteme aus.

Hinweis: Microsoft® Virtual Server und Windows Server®-Virtualisierung (Teil von Windows Server 2008) bieten Virtualisierungsalternativen, eignen sich jedoch besser für serverbasierte Anwendungen.

Microsoft® SoftGrid®-Anwendungsvirtualisierung

Sehr häufig arbeitet eine Anwendung zwar mit dem Betriebssystem zusammen, führt jedoch zu Konflikten mit anderen Anwendungen, die in der gleichen Umgebung ausgeführt werden, weil die Anwendungen um Systemressourcen kämpfen. Die Anwendungsvirtualisierung nimmt bei der Minderung dieser Probleme eine Schlüsselfunktion ein.

Microsoft® SoftGrid®-Anwendungsvirtualisierung wandelt Anwendungen in virtualisierte, über das Netzwerk verfügbare Dienste um. Auf diese Weise wird Software dynamisch bereitgestellt, die niemals installiert wird oder Konflikte verursacht und teure Regressionstests zwischen Anwendungen minimiert.

Die heutigen Benutzer und Anwendungsumgebungen sind nicht mehr computerspezifisch, und die Computer selbst sind nicht mehr benutzerspezifisch. Daher können IT-Administratoren flexibel auf Geschäftsanforderungen reagieren, und die Kosten der PC-Verwaltung werden erheblich verringert. Dies schließt Anwendungs- und Betriebssystemmigrationen ein, indem die Anwendungsbereitstellung vom Kernbetriebssystem-Abbild getrennt wird.

SoftGrid ist ein integriertes Tool von Microsoft® Desktop Optimization Pack für Software Assurance, einer dynamischen Desktoplösung, die für Software Assurance-Kunden verfügbar ist und dabei hilft, die Anwendungsbereitstellungskosten zu verringern, die Bereitstellung von Anwendungen als Dienste zu ermöglichen und Unternehmensdesktopumgebungen besser zu verwalten und zu steuern.

SoftGrid ermöglicht normalerweise die voneinander unabhängige Ausführung von Anwendungen in isolierten Umgebungen, erlaubt jedoch auch die Interaktion von Anwendungen bis zu einem gewissen Ausmaß. Sie sollten alle Abhängigkeiten sorgfältig untersuchen, die ggf. zwischen Anwendungen bestehen, und die Reihenfolge von Anwendungen berücksichtigen, wenn diese auf Interaktion angewiesen sind.

Zusammenfassung

In diesem Handbuch haben Sie Informationen zu Wiederherstellungsoptionen der Windows Vista-Anwendungskompatibilität erhalten. Mit diesen Kenntnissen der Tools, die Sie zum Beheben von Kompatibilitätsproblemen in Ihrer Organisation verwenden können, können Sie den nächsten Schritt zum Erzielen von Anwendungskompatibilität in Ihrer Organisation bestimmen. Auch wenn das Beheben von Anwendungskompatibilitätsproblemen abschreckend erscheinen mag, machen Sie sich durch Anwenden dieser Methoden auf jede einzelne Anwendung mit den Tools vertraut und beginnen damit, eine Liste erfolgreich behobener Kompatibilitätsprobleme zu erstellen.

Informationen zum Autor:

Aaron Tiensivu ist ein MVP, MCSE, MCSA und MCTS aus Casnovia, Michigan, USA.

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