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BCDEdit (Befehlszeilenoptionen)

Betrifft: Windows Vista

Startkonfigurationsdaten-Dateien (Boot Configuration Data, BCD) stellen einen Speicher bereit, der zum Beschreiben von Startanwendungen und Startanwendungseinstellungen verwendet wird. Die Datei Boot.ini wird durch die Objekte und Elemente im Speicher ersetzt.

BCDEdit ist ein Befehlszeilentool zum Verwalten von BCD-Speichern. Das Programm kann vielfältig verwendet werden, u. a. zum Erstellen neuer Speicher, Ändern vorhandener Speicher und Hinzufügen von Startmenüoptionen usw. BCDEdit dient im Wesentlichen demselben Zweck wie Bootcfg.exe in früheren Versionen von Windows, bietet jedoch zwei grundlegende Verbesserungen:

  • Mit BCDEdit wird ein größeres Spektrum an Startoptionen als mit Bootcfg.exe verfügbar gemacht.

  • BCDEdit verfügt über eine verbesserte Skriptunterstützung.

noteHinweis
Wird BCDEdit zum Ändern von Startkonfigurationsdaten verwendet, sind Administratorrechte erforderlich.

BCDEdit ist das Haupttool zum Bearbeiten der Startkonfiguration von Windows Vista und höherer Versionen von Windows. Es gehört zum Lieferumfang von Windows Vista und befindet sich im Ordner %WINDIR%\System32.

BCDEdit ist auf die Standarddatentypen beschränkt und wurde vorrangig zum Ausführen von einzelnen häufigen Änderungen an Startkonfigurationsdaten entwickelt. Für komplexe Vorgänge oder Datentypen, die vom Standard abweichen, sollten Sie das WMI-API (Windows Management Instrumentation) (Application Programming Interface) für die Startkonfigurationsdaten verwenden, um leistungsfähigere und flexiblere benutzerdefinierte Tools zu erstellen.

Befehlszeilenoptionen von "BCDEdit"

Die folgenden Befehlszeilenoptionen sind für BCDEdit.exe verfügbar.

BCDEdit / Command [Argument1] [Argument2]...

Allgemeine Befehlszeilenoption von "BCDEdit"

 

Option Beschreibung

/?

Zeigt eine Liste von BCDEdit-Befehlen an. Wird dieser Befehl ohne ein Argument ausgeführt, wird eine Zusammenfassung der verfügbaren Befehle angezeigt. Zum Anzeigen ausführlicher Hilfeinformationen für einen bestimmten Befehl führen Sie den bcdedit /?-Befehl aus, wobei Befehl der Name des Befehls ist, für den Sie weitere Informationen suchen. So zeigt beispielsweise bcdedit /? createstore ausführliche Hilfe für den Befehl Createstore an.

Auf Speicher angewendete BCDEdit (Befehlszeilenoptionen)

 

Option Beschreibung

/createstore

Erstellt einen neuen leeren Startkonfigurationsdaten-Speicher. Der erstellte Speicher ist kein Systemspeicher.

/export

Exportiert den Inhalt des Systemspeichers in eine Datei. Diese Datei kann später zum Wiederherstellen des Status des Systemspeichers verwendet werden. Dieser Befehl ist nur gültig für den Systemspeicher.

/import

Stellt den Status des Systemspeichers mithilfe einer Sicherungsdatendatei wieder her, die zuvor mithilfe der /export-Option generiert wurde. Mit diesem Befehl werden alle vorhandenen Einträge im Systemspeicher vor dem Importieren gelöscht. Dieser Befehl ist nur gültig für den Systemspeicher.

/store

Diese Option kann mit den meisten BCDedit-Befehlen zur Angabe des zu verwendenden Speichers verwendet werden. Wird diese Option nicht angegeben, arbeitet BCDEdit mit dem Systemspeicher. Wenn nur der Befehl bcdedit /store an sich ausgeführt wird, entspricht dies dem Befehl bcdedit /enum active.

Auf Speichereinträge angewendete BCDEdit (Befehlszeilenoptionen)

 

Option Beschreibung

/copy

Erstellt eine Kopie eines bestimmten Starteintrags in demselben Systemspeicher.

/create

Erstellt einen neuen Eintrag im Startkonfigurationsdaten-Speicher. Wird ein bekannter Bezeichner angegeben, können die Optionen /application, /inherit und /device nicht angegeben werden. Wird kein Bezeichner angegeben bzw. der Bezeichner ist nicht bekannt, müssen die Optionen /application, /inherit oder /device angegeben werden.

/delete

Löscht ein Element aus einem bestimmten Eintrag.

Auf Eintragsoptionen angewendete BCDEdit (Befehlszeilenoptionen)

 

Option Beschreibung

/deletevalue

Löscht ein bestimmtes Element aus einem Starteintrag.

/set

Legt einen Wert für eine Eintragsoption fest.

BCDEdit (Befehlszeilenoptionen) zum Steuern der Ausgabe

 

Option Beschreibung

/enum

Listet Einträge in einem Speicher auf. Die /enum-Option stellt den Standardwert für BCEdit dar. Wird also der Befehl bcdedit ohne Optionen ausgeführt, entspricht dies dem Befehl bcdedit /enum active.

/v

Ausführlicher Modus. Normalerweise wird die Kurzschreibweise für alle bekannten Eintragsbezeichner verwendet. Durch die Angabe von /v als Befehlszeilenoption werden alle Bezeichner vollständig angezeigt. Wenn nur der Befehl bcdedit /v an sich ausgeführt wird, entspricht dies dem Befehl bcdedit /enum active /v.

BCDEdit (Befehlszeilenoptionen) zum Steuern des Start-Managers

 

Option Beschreibung

/bootsequence

Legt eine einmalige Anzeigereihenfolge für den nächsten Startvorgang fest. Dieser Befehl entspricht der /displayorder-Option, außer dass er nur beim nächsten Starten des Computers ausgeführt wird. Danach kehrt der Computer zur ursprünglichen Anzeigereihenfolge zurück.

/default

Gibt den Standardeintrag an, der vom Start-Manager nach Ablauf des Timeouts ausgewählt wird.

/displayorder

Gibt die Anzeigereihenfolge an, die der Start-Manager beim Anzeigen der Startoptionen für Benutzer verwendet.

/timeout

Gibt die Wartezeit in Sekunden an, bis der Start-Manager den Standardeintrag auswählt.

/toolsdisplayorder

Gibt die Anzeigereihenfolge für den Start-Manager an, die beim Anzeigen des Menüs Extras verwendet wird.

BCDEdit (Befehlszeilenoptionen) zum Steuern der Notverwaltungsdienste

 

Option Beschreibung

/bootems

Aktiviert oder deaktiviert die Notverwaltungsdienste (Emergency Management Services, EMS) für den angegebenen Eintrag.

/ems

Aktiviert oder deaktiviert die Notverwaltungsdienste für den angegebenen Betriebssystem-Starteintrag.

/emssettings

Legt die globalen Einstellungen der Notverwaltungsdienste für den Computer fest. /emssettings aktiviert bzw. deaktiviert die Notverwaltungsdienste nicht für einen bestimmten Starteintrag.

BCDEdit (Befehlszeilenoptionen) zum Steuern des Debuggens

 

Option Beschreibung

/bootdebug

Aktiviert oder deaktiviert den Startdebugger für einen angegebenen Starteintrag. Obwohl dieser Befehl für jeden beliebigen Starteintrag verwendet werden könnte, bezieht er sich nur auf Startanwendungen.

/dbgsettings

Gibt die globalen Debuggereinstellungen für das System an oder zeigt sie an. Mit diesem Befehl wird der Kerneldebugger nicht aktiviert bzw. deaktiviert. Verwenden Sie hierzu die /debug-Option. Zum Festlegen einer einzelnen globalen Debuggereinstellung verwenden Sie den Befehl bcdedit /setWert vom Typ dbgsettings.

/debug

Aktiviert oder deaktiviert den Kerneldebugger für einen angegebenen Starteintrag.

Zur Problembehandlung bei einer neuen Installation muss der Debugmodus durch Ändern der Startkonfigurationsdatei (BCD) aktiviert werden. Verwenden Sie beispielsweise die folgende Syntax, um Kernel- oder Startdebugging zu aktivieren.

bcdedit /set <id> debug on

- oder -

bcdedit /set <id> bootdebug on 

wobei <id> die GUID des Ladeobjekts ist, mit dem das Betriebssystem geladen wird. "Default" kann verwendet werden, wenn das Betriebssystem die Standardoption im Startmanagermenü ist.

Beispiele für BCDEdit finden Sie auf der Windows Hardware Developer Center-Website (möglicherweise in englischer Sprache).

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